Pro:
Auch für den Abschaum
Kontra:
Nicht nur für den Abschaum
Empfehlung:
Ja
Samstag Abend.
Große Unterhaltungssendung in der ARD. Mit Jörg Pilawa.
Titel: Frag doch mal die Maus.
Reingezappt und nach 5 Minuten wieder raus.
Ich komm’ mir richtig benachteiligt vor und der bekommt zig Tausende dafür.
Denn ich bekam rüde Antworten, Einträge ins Klassenbuch – mein Rekord steht auf sechs Einträge in einem Halbjahr – dazu bekam ich zweimal das ‚consilium abeundi’, den freundlichen Rat, doch abzugehen.
Denn die Maus gab es zu jenen Zeiten nicht, als ich diese Fragen stellte. Anfang der fünfziger Jahre.
Dabei waren es aus meiner Sicht berechtigte Fragen, gestellt aus kindlicher Neugier. Fragen wie:
Warum ist der Himmel blau? Oder:
Aus was sind Wolken? Und wieso ist da Wasser drin? Ja gut, das ist eine Doppelfrage und von daher unfair für einen einfachen überlasteten Lehrer. Wir hatten den Mund zu halten und zu lernen, was uns vorgesetzt wurde. Doch nicht selbst Fragen stellen. Wo kämen wir denn da hin?
Was ich erntete, war – wenn ich Glück hatte – eine Gegenfrage: „Dir haben’se wohl ins Gehirn geschissen?“ Wenn ich Pech hatte, setzte es Ohrfeigen. Oder die apodiktische Feststellung: „Du hast die Weisheit wohl mit ‚nem Schaumlöffel gefressen!“
Heute konstruiere ich Fragen für Balder und Pilawa wie:
Was darf ein Fußballspieler im Stadion von Thorshavn, für das er in jedem anderen Stadion der Welt sofort die rote Karte bekäme? Oder:
Welches Tier tötet jährlich in Afrika die meisten Menschen?
a. Flusspferd
b. Krokodil
c. Kaffernbüffel
d. Löwe
Googlen ist in allen Fällen unfair.
So gleicht sich dann doch einiges wieder aus. In dem über 50-jährigen Bemühen, Kind zu bleiben.
Das Stichwort ist schon gefallen: Schaumlöffel!
Und heute kann ich triumphierend verkünden: Dieser oben zitierte Satz wird völlig falsch gebraucht.
Mein Allzweck-Helferlein ‚wikipedia’ schreibt dazu:
„Ein Schaumlöffel oder eine Schaumkelle (auch französisch écumoir genannt) ist ein Küchenwerkzeug, mit dem der sich beim ersten Aufkochen bildende Abschaum aus Eiweiß und Schwebstoffen bei Brühen, Suppen und Saucen abgeschöpft wird. Er hat die Form einer flachen Suppenkelle, deren Boden regelmäßig gelocht oder einem Sieb vergleichbar mit Drahtgewebe versehen ist.
Abgesehen vom namengebenden Verwendungszweck werden Schaumlöffel allgemein benutzt um feste Bestandteile aus einer Garflüssigkeit zu entfernen wie z. B. blanchiertes Gemüse oder frittiertes Gebäck.“
Und die Firma de Buyer, von der wir unseren Schaumlöffel haben, definiert den Sinn und Zweck dieses Gerät so:
„Zum Abnehmen des Gargutes von der Oberfläche der Garflüssigkeit.“
Den Ausdruck ‚Gargut’ kommentiere ich jetzt nicht weiter.
Aha, das Beste soll also abgeschöpft werden. Die Überflüssigkeit soll im Topf bleiben, die ist für den Abschaum. Über diese Spezies jedoch an anderer Stelle.
Dieser Löffel ist aus Edelstahl 18/10 und hat eine hohe Materialstärke von 1,5 mm, er hat einen Haken für „blindes“ Aufhängen, ist aus einem Stück Stahl gefertigt, durch diese nahtlose Verarbeitung wird für eine leichte Reinigung gesorgt. Er ist ausgerüstet mit einem breitem und festen Griff.
Der Daumen passt in die ergonomische Form, ist also sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder geeignet. Der Griff liegt selbst bei fettigen oder feuchten Händen gut in der Hand.
Der Löffel hat einen Durchmesser von 10 cm, eine Länge von 43 cm und wiegt 200 g.
Der Hersteller ist im Netz mit http://catalogue.debuyer.fr zu erreichen. Dort kann auch bestellt werden oder eben in einem wohlsortierten Fachhandel. Unser Schaumlöffel stammt noch aus dem letzten Jahrtausend, so dass ich Euch über den aktuellen Preis nichts sagen kann.
Wer also wirklich mal das Beste aus einer Suppe herausholen will – und das im wahrsten Sinne des Wortes – dem sei dieser Schaumlöffel empfohlen.
topfmops, der auch auf anderen Plattformen zu Gange ist, bedankt sich fürs Lesen und Bewerten und freut sich auf viele lesenswerte Kommentare. weiterlesen schließen
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