Pro:
ein paar sehr gute & herrausragende Songs
Kontra:
nicht abwechslungsreich, immer gleicher Songaufbau, eintönig, geht schnell auf die Nerven
Empfehlung:
Ja
„Dead Letters“ (ein schöner Name für ein Album, finde ich übrigens) von The Rasmus habe ich geschenkt bekommen und höre ich eigentlich nicht sehr oft. Früher, vor 1-2 Jahren war ich verrückt nach der Band, aber heute hat sich mein Musikgeschmack in eine andere Richtung bewegt. Trotzdem gibt es einige wunderschöne Songs aus dem Album, die ich gerne immer wieder höre.
Heute will ich euch das Album, und auch etwas die Band, vorstellen.
Die Band
The Rasmus (Lauri, Eero, Aki, Pauli) gelang erst mit dem Song „In The Shadows“ der Durchbruch in Deutschland, obwohl die vier Finnen schon mit ihrem vorigen Album „Into“ versuchten, den deutschen Markt zu erobern. Schon seid vielen Jahren sind The Rasmus eine erfolgreiche Band in ihrem Heimatland und haben schon einige Alben herausgebracht. Ich besitze alle Alben (jaja, ihr wart auch einmal klein xD) und man kann toll sehen, wie sich die Band entwickelt hat – von der kunterbunten Band, wo Pauli noch im Kinderwagen sitzt und Lauri eine Bärchenmütze aufhat, mit sehr gewöhnungsbedürftigen Lieder wie „Outlow“, zu der eher düsteren Pop-Rock-Band. Früher nannte sich the Band übrigens noch „Rasmus“, da sie allerdings oft verwechselt wurden, wurde es zu „The Rasmus“.
Anspieltipps aus den früheren Alben sind auf jeden Fall „Life 705“, „Liquid“, „Every Day“, „Ice“ „Last Waltz“ usw. „Dead Letters“ ist das düsterstes Album der Finnen und auf jeden Fall einer der besten. Die Frage ist nur, ob der sehr gelungene, aber eher poppigere Vorgänger „Into“ das Album nicht übertrifft. Aber das ist wohl Geschmackssache.
Alben der Band
Peep (1996)
Playboys (1997)
HellofaTester (1998)
HellofaCollection - Best of Album (2001)
Into (2001)
Dead Letters (2003)
Die Songs
Ich mache mir nicht die Mühe, das Cover und das Booklet zu beschreiben, denn ich denke, die beiden Sachen spielen beim Kauf eh keine Rolle. Ich denke, die beste Art und Weise, ein Album zu beschreiben, ist zu jedem einzelnen Lied etwas zu schreiben. Unten unter „Meine Meinung“ findet sich dann nochetwas allgemeineres. Kursiv geschriebene Texte sind Auszüge aus den Songs, Copyright der Zitate liegt bei Lauri Ylönen. Wenn ich sage, worum es in den Songtexten geht, dann bedeutet das, das ich sie so auffasse bzw. sie das für mich bedeuten.
„First Day Of My Life“
”First Day Of My Life” war die zweite Single in Deutschland, aber ich denke, der Song gehört eher zu den schwächeren auf den Album. Der Song ist ziemlich rockig, eingängig aber irgendwie spricht er mich nicht an, nur die raue, dramatische Stimme des Sängers Lauri überzeugt. Der Song baut sehr auf dem Refrain auf. Geschmackssache, aber der Song überzeugt mich nicht wirklich, weder musikalisch noch textlich.
Together Regardless / We’ll walk trough the darkness
„In The Shadows“
Damit gelang der Band also der Durchbruch. Das Lied beginnt mit einem seltsamen Hupen und geht dann mit weiteren, seltsamen Geräuschen weiter ;D. Das Lied ist sehr eingängig, rockig und mir gefällt es eigentlich ganz gut, obwohl es einen nicht Umhaut. Textlich geht’s um die Suche nach der Antwort.
Feel me, touch me, heal me, come take me higher
Still Standing
Auf jeden Fall ein Anspieltipp, der Song gefällt mir einfach gut. Rockig, dramatisch, mit vielen ruhigen Abschnitten, so mag ich The Rasmus. Besonders gut gefällt mir das wirklich gelungene Ende. Textlich geht’s um die Sehnsucht nach irgendeiner Person.
I Wish you were here tonight with me to see the nothern lights
In My Life
Wieder eins der schwächeren Lieder, trotzdem etwas abwechslungsreicher als die vorigen Songs. Rockig, schnell, vielleicht auch etwas wütend oder bedrohlich, wiedermal ist das Ende allerdings gut gelungen. Das Lied geht schnell auf die Nerven, da sich vieles tausendmal wiederholt. Der Song handelt darum, das die besungene Person ihr Leben bestimmen will und sich nicht von dem Weg abbringen will.
It´s up to you if you give it up, give it up / It´s up to you if you won’t stop
Time To Burn
Ein schönes Lied, in dem es um eine unschlüssige Person geht, die nicht weiß, ob sie den den Weg, den sie eingeschlagen hat, weitergehen soll, vielleicht sogar bereut – doch zurückkehen kann sie nicht. Eine schöne Stimmung, überzeugender Gesang, der durch die Instrumente gut hinterlegt wird.
Leave it all behind / cross the borderline
Guilty
Guilty – schuldig. Eine Person fühlt sich schuldig, das Gewissen quält ihn. Wiedermal eher rockig, doch nicht dramatisch, wieder sehr auf dem Refrain aufgebaut. Das „Guilty... yeah…. Ooooohhh... guilty, yeah“ nervt nach meiner Meinung recht schnell, im Ganzen ein schwacher Song.
Ill’ carry the world on my shoulders
Not Like The Other Girls
Ich liebe das Lied. Ich weiß zwar nicht was ich über den Text halten sollte, bei dem jemand über seine Liebe singt, die wie ein Engel beschrieben wird und langsam von der Welt verblasst. Der Song ist wieder abwechselnd etwas ruhiger, manchmal etwas rockig. Die Stimmung kommt gut rüber, das Lied wirkt dramatisch. Allerdings ist das das einzige Lied, in dem mich Lauris Stimme nicht überzeugt – sie passt einfach nicht, aber trotzdem wird das ganze mit viel Gefühl gesungen. Das Gitarrensolo ist auch sehr gelungen. Eines der Höhepunkte des Albums.
All the love you put out will return to you
The One I Love
Ich habe mal gelesen, das dieses Lied um Lauris Schwester handelt. Der Song „P.S.“ vom Album „Peep“ handelt übrigens auch um die Schwester, in dem Lauri sie als beste Schwester der Welt und dümmstest Mädchen der Welt bezeichnet. Nun ja, das nur nebenbei. Wieder ist der Song rockig, am Anfang gefällt mir Lauris raue Stimme sehr gut. Insgesamt ein mittelmäßiges Lied.
A garden of darkness where I´m thrown / So take my life, I don’t need it anymore
Back In The Picture
Zurück im Bilde, wieder aufsehen, aufstehen (aufeinander zugehen, füreinander da sein *summ * xD), nicht aufgeben. Insgesamt ein kurzes, rockiges, schnelles, lautes Lied, wenig anspruchsvoll, insgesamt ziemlich schwach, zu sehr auf den Refrain aufgebaut. Vielleicht ein Aufmunterlied...
Memories that you can’t overrun, memories I could cry for
Funeral Song
Schön. Textlich und musikalisch wirklich gelungen, wurde aus in Deutschland als Single veröffentlich. Ruhig, langsam, dramtisch, anspruchsvoll. Eine Person hat eine andere geliebt, verlassen, ist zurückgekommen und wieder verlassen, was die Person quält just to hurt you once again. Ein großes Lob an alle der Band, hier hat jeder was großes geleistet. Insgesamt ein sehr gelungener Abschluss des Albums.
I died in my dreams / reaching out for your hand / my fatal desire
Meine Meinung
Ein gutes Album für alle, die auf Rock mit vielen poppigen Elementen stehen. Es gibt einige schwache und herausragende Lieder, wobei ich persönlich eher auf die ruhigeren Töne von The Rasmus stehe, denn die schnelleren, rockigen Songs gefallen mir einfach nicht so sehr.
Fast alle Songs sind außerdem gleich aufgebaut (Zuerst ein „Yeah“, „Oh“, „Come On“ vom Sänger, Strophen etwas softer, Refrain & Anfang rockiger, meistens ein Höhepunkt, wenns zu Ende geht), wodurch das ganze Album nicht gerade abwechslungsreich wird. Nahezu alle Songs sind sehr auf dem Refrain aufgebaut. Ohne die raue, dramatische Stimme von Lauri wäre die Band allerdings gewiss nicht das, was sie ist. Textlich sind die Songtexte einmal gut, mal weniger gut.
Ach ja, nach meiner Meinung gehen einige Songs irgendwann auf die Nerven.
Fazit
Ein Rock-Pop-Album mit herausragenden und schwachen Liedern, insgesamt etwas eintönig und wenig abwechslungsreich, da die meisten Lieder gleich aufgebaut sind. Aber trotzdem empfehlenswert für alle, die auf solche Musik stehen.
Leider gibts wegen den oben genannten Gründen nur drei Sterne für ein "gutes" Album, denn nach meiner Meinung gibt es nur 4 gute Lieder, drei davon herausragend - aber bei 10 Songs ist das einfach zu wenig. Außerdem ist das Album nicht gerade billig für nur 40 Minuten Musik.
Tschau, nebelkraehe
P.S. Noch eine Anmerkung zum Schluss: The Rasmus ist keine harte Rockband mit anspruchsvollen Songs und sollte nicht mit vielen Bands aus der Genre Metal verwechselt werden. Leider wird The Rasmus in diversen Magazinen als solche dargestellt. weiterlesen schließen
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