Pro:
gute Mischung an Liedern, CD-Booklett
Kontra:
leider bloß knapp 40 Minuten lang, zwei Lieder werden nur durch den Refrain gerettet
Empfehlung:
Ja
Schon seit ein paar Wochen habe ich nun das Album „Dead Letters“ der finnischen Rockband „The Rasmus“ im CD-Regal stehen. Die Band, die aus den vier Mitgliedern Lauri, Pauli, Aki und Eero besteht, ist in Finnland schon seit mehreren Jahren erfolgreich. Aber erst mit ihrem sechsten Album „Dead Letters“ schafften sie auch in Deutschland den Durchbruch. Aufmerksam wurde ich auf sie durch „In the Shadows“, was im Radio ständig rauf und runter gespielt wurde. Da es aus Skandinavien viele gute Bands gibt und meine Neugier nach weiterer Musik von „The Rasmus“ groß war, kaufte ich mir das Album zum Preis von 13,99 €. Was ich von der CD halte, könnt ihr nun in den folgenden Zeilen lesen.
Die CD :
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Auf der Vorderseite des Covers, welches größtenteils in schwarz gehalten ist, sieht man die vier Bandmitglieder. Es sind lediglich ihre Oberkörper zu sehen, die in dicke Jacken, Handschuhe und Mützen eingepackt sind. Ihr Blick ist nicht gerade fröhlich, aber wie soll man auch fröhlich dreinschauen, wenn man im Winter fast kein Tageslicht zu sehen bekommen? Oben in der Mitte steht in geschnörkelten weißen Buchstaben „The Rasmus“ und am unteren Rand der Name des Album „Dead Letters“.
Auf der Rückseite ist eine Titelliste und die dazugehörige Laufzeit eines jeden Liedes. Das CD-Booklett bietet neben zwei schwarz/weiß Bildern, auf denen The Rasmus deutlich netter dreinschauen, als auf dem Cover, auch noch alle Liedtexte, die sich gut zum mitlesen oder mitsingen eignen.
Insgesamt verfügt das Album über 10 Titel, die allerdings bloß einen Gesamtlaufzeit von 39:50 Minuten haben. Etwas kurz wie ich finde.
Die CD lässt sich auch ohne Probleme in jeden CD bzw. DVD-ROM Laufwerk abspielen und verfügt auch über keinen Kopierschutz. Angenehmer
Titelliste :
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1. First Day of my Life ( 3:44 Min. )
2. In the Shadows ( 4:06 Min. )
3. Still Standing ( 3:32 Min. )
4. In my Life ( 4:02 Min. )
5. Time to Burn ( 4:32 Min. )
6. Guilty ( 3:46 Min. )
7. Not like the other Girls ( 5:44 Min. )
8. The one I love ( 3:14 Min. )
9. Back in the Picture ( 3:42 Min. )
10. Funeral Song ( 3:21 Min. )
Einzeltitel :
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First Day of my Life
Mit satten und kräftigen Gitarrenklängen beginnt der Einstieg in diese Album. Der einsetzende Gesang ist aber etwas ruhiger, wird dann aber zum Refrain hin richtig rockig. Die Melodie ist angenehm und geht sofort ins Ohr. An diesem Lied, was die zweite Singleauskopplung in Deutschland war, gefällt mir besonders der Wechsel zwischen lauten und ruhigen Passagen. Das ist „The Rasmus“ hervorragend gelungen und macht es so zu einem unverwechselbaren Stück. Wenn es in dieser Art weiter geht, laß ich mir das Album gefallen...
In the Shadows
Die erste Singleauskopplung und somit auch der Durchbruch in Deutschland, schafften die Rocker mit dieser Nummer. Seit dem wird er ständig im Radio rauf und runter gespielt. Nach einem Piepen von einer Sirene geht es auch hier mit sehr rockigen Gitarrenlauten los. Begleitet wird dies von diesem „Ooho Ooho...“ was mir ausgezeichnet gefällt. Auch hier wurde wieder auf einen sehr rockigen Refrain wert gelegt. Dieser ist rhythmisch und geht sofort ins Ohr. Ich konnte ihn schnell mitsingen und fand so sehr schnell gefallen an der Band. Dieses Lied ist für mich der Grund, warum The Rasmus den Durchbruch in Deutschland geschafft haben. Absoluter Spitzensound...
Still Standing
Nach so viel Power braucht jeder etwas Ruhe, so auch The Rasmus. Die Gitarren und Drums sind leise und können sich nicht richtig durchsetzen. Der Gesang ist deutlich langsamer als bisher. Ich würde „Still Standing“ als eine leicht depressive Ballade einstufen, die aber durchaus durch einen weiteren fetzigen Refrain aufgewertet wird. Wenn der allerdings nicht gewesen wäre, könnte man auf diese Lied getrost verzichten. Daher ist es nur gutes Mittelmaß...
In my Life
Nach einen sehr impulsiven und kraftvollen Einstieg, lässt sich hier wieder eine rockige Nummer erwarten. Und so ist es auch. Die Gitarren werden wieder ordentlich geschmettert und auch das Schlagzeug ist wieder deutlich zu hören. Hervorragend. Aber was ist mit dem Gesang? Auch der Lässt meiner Meinung nach keine Wünsche offen. Kraftvoll, sehr kraftvoll schreit Lauri den Text ins Mikro und verausgabt sich regelrecht. „In my Life“ ist der wohl härteste Titel auf diesem Album und ist für mich Rock vom allerfeinsten. Geniale Nummer, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet...
Time to Burn
Den Anfang kann ich nicht so recht einordnen, da es irgendwelche ruhigen Klänge sind, aber dann kommt auch schon eine kraftvolle Gitarre und Schlagzeug durch. Dies ist allerdings nur kurz zu hören und wird von einem recht langweiligen Gesang abgelöst. Ich bin schon in Versuchung, den Titel zu überspringen, doch dann ist es wieder einmal der Refrain, der hier alles rettet. Denn dieser ist melodiös, kraftvoll und hört sich absolut satt an. Das ist es doch, was ich von einer Rockband hören möchte. Schade finde ich allerdings, dass danach wieder in die vorherigen Lethargie zurückgefallen wird. So reicht es hier leider wieder nur zu einem guten Mittelmaß...
Guilty
Nach anfänglichen Klavierklängen, die etwas mau klingen, setzten fetzige Gitarren und ein „Yeah“ von Lauri ein. Schon sehr rockig, und so bleibt es auch. Zum Refrain wird es wie bereits gewohnt, immer einen Tick lauter und fetziger. Anschließend wird aber wieder zur ursprünglichen Lautstärke zurückgekehrt. Ich finde „Guilty“ ist toller Mainstream, den man auch gut im Hintergrund laufen lassen kann...
Not like the other Girls
Ganz sanfte Klänge geben hier den Einstieg und es erinnert mich irgendwie an “Nothing else matters” von Metallica. Denn schon nach kurzer Zeit sind sehr kräftige Drums zu hören, was dem Ganzen einen sehr theatralischen Touch gibt und das Stück zu einer durchaus schweren Nummer macht. Es kommt auch wieder ein Stück der Depression durch, die mir schon bei einigen Liedern zuvor aufgefallen ist. Beachtlich finde ich das Gitarren und Schlagzeug Solo am Ende, denn das ist es, was „Not like the others Girls“ für mich so einzigartig macht. Hört mal rein...
The one I love
Wie bereits zuvor, gibt es auch hier einen langsamen und einfühlsamen Einstieg. Ob es dabei bleibt? Nein, denn wie schon bei fast allen Liedern zuvor, wird es auch hier zum Refrain hin wieder rockiger. Die Stimme von Lauri wird fordernder und impulsiver. Das hört sich nach richtig toller Musik an! Doch leider wird auch hier wieder zur diesmal langweiligen langsameren Grundstimmung zurück gekehrt. Wenn die Refrains nicht gewesen wären, könnte man das Lied getrost überspringen. Meiner Meinung nach das mit Abstand schlechteste Lied auf dem Album...
Back in the Picture
Ja, so etwas möchte ich hören. Der Anfang ist temporeich und rockt so richtig ab, mit Gitarre und Drums. Dazu ein flotter Gesang. Alles harmoniert gut miteinander und klingt sehr melodiös. Klar, auch bei „Back in the Picture“ wird das Lied zum Refrain hin stärker, aber der Rückfall ist diesmal schwindend gering. Er kann vernachlässigt werden. So gibt es noch einmal ein tolle Highlight, welches sich in meinem Ohr festgesetzt hat. Ich kann es jedem nur empfehlen...
Funeral Song
Schon der Titel lässt mich erahnen, dass es sich um ein recht trauriges Stück handelt wird. Und als ich die ersten Klänge auf der Geige vernommen habe, kann ich dies nur bestätigen. Ein melancholischer Gesang passt sich den traurig gestimmten Instrumenten perfekt an. Die Stimme von Lauri klingt wehleidig und ich kann richtig spüren, wie er leidet. Diese Stimmung wird auch die ganze Zeit über beibehalten und wird nicht durch einen rockigen Refrain unterbrochen. Das hätte hier auch auf gar keinen Fall gepasst und hätte die Stimmung völlig zerstört. Die schlechte Stimmung liegt wahrscheinlich daran, dass „Funeral Song“ das letzte Lied auf dem Album ist. Aber hier solltet ihr auf jeden Fall noch einmal reinhören, es lohnt sich...
Fazit :
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„Dead Letters“ ist ein tolles Album. Die Musik ist größtenteils sehr rockig, aber auch die ruhigeren Stücke können durchaus überzeugen. Auch wenn zwei Lieder nur durch den starken Refrain gerettet wurden, so ist das gesamte Album meiner Meinung nach doch ein voller Erfolg. Mir gefällt die Musik jedenfalls, und das ich doch die Hauptsache.
Das Cd-Booklett hat alles, was man benötigt. Lediglich die Laufzeit von knapp 40 Minuten muss ich bemängeln, da ich dies einfach zu kurz empfinde. Aber vielleicht wäre das Album dann auch bloß mit schwachen Stücken aufgefüllt worden, wer weiß! Postiv finde ich auch, dass die CD auf jedem CD bzw. DVD-Laufwerk abgespielt wird. Nichts selbstverständliches in der heutigen Zeit.
Daher vergebe ich für dieses Album 4 Sterne und kann es euch nur empfehlen. Wer auf rockige Lieder steht, der ist bei „The Rasmus“ an der richtigen Adresse.
Ich danke euch allen fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
Ciao T_Goose weiterlesen schließen
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