Pro:
im Zeitalter von ebay kann man sich garnicht verkaufen!
Kontra:
Profi Gerät kostet eben mehr Geld!
Empfehlung:
Ja
Nachdem ich Euch erzählt habe wie man Fliesen verlegt, muss ich nun einige Tips zum richtigen Werkzeug geben.
Das A und O ist die Schneidemaschine. Ich habe natürlich ein Profi Gerät der Firma Bergfeld in Köln.
Die manuelle Maschine hat natürlich einige Vorteile.
Erst einmal bin ich Strom unabhängig und da ich Trennschleifer meide, einmal wegen der Staubentwicklung und zum anderen wegen der Gefahr der Verkeilung während des Schnittes, ist dieser Fliesenschneider für mich erste Wahl.
Der simpel aufgebaute Fliesenschneider besteht aus einem "Brett" 30 x 50 cm das auf Gummifüßen steht. Durch den abgewinkelter Arm, an dem sich vorne das Vidiarädchen befindet, lässt sich richtig Druck auf die Fliese bzw. Bodenplatte ausüben. Am Anschlagwinkel lässt sich das Maß einstellen.
Bei herkömmliche Fliesenschneider aus den Baumärkten läuft das Vidiarädchen mit Hebel auf 2 Schienen, die über das Schneidbrett führen.
Nachteil: Ich kann nur bedingt und recht wenig Druck ausüben.
Gerade bei sehr harten Bodenplatten ist es aber wichtig, die Glasur richtig anzuritzen, da sonst die Platte nicht sauber bricht.
Ritze ich die Platte mehrfach an, kann es mir passieren das sich die Schnitte nebeneinander befinden, etwas Spiel ist ja immer drin, und es so ebenfalls zu einem unsauberen Schnitt kommt.
Gerade große Wandplatten, die ich in meine Hauschiene nicht mehr einlegen kann, kann ich mit dem nötigen Feingefühl, bzw. weing Druck, zuschneiden.
Wie Wand und Bodenplatten gebrochen werden habe ich Hier erklärt.
http://ciao.de/Anbringen_von_Fliesen_Tipps_Tricks__Test_2634455
Die Anschaffungskosten liegen bei etwa 450,-DM, die Maschinen sind Nummeriert und echte Handarbeit vom Werkzeugmacher. Bergfeld W. Werkzeuge, Mühlenbach 4, 50676 Köln
Natürlich gehört die Naßschneidemaschine ebenso zum Handwerkszeug.
Ich bevorzuge eine kleine Tisch Naßschneide Maschine. Der Schneidetisch hat die Maße 40 x 50 cm und besteht aus einer Edelstahlplatte. In der Mitte des Schneidetischs läuft das Schneidblatt mit einer einfachen Abdeckung. Unter der Maschine befindet sich eine Plastikwanne, in der sich das Wasser befindet und in der sich einiger Schneidestaub absetzt. Daher sollte die Wanne regelmäßig gereinigt werden.
Leider ist meine Wasser Wanne nicht sehr stabil und hat schon einen Riß. Ich werde sie demnächst durch eine Tupper (Tupperware) Rechteck-Schüssel ersetzen.
Der Motor befindet sich unter dem Schneidetisch und ist mit einem Überhitzungsschutz ausgestattet.
Mit dieser Maschine schneitde ich Ecken aus Bodenplatten z.B. dort wo das Heizungsrohr hoch führt. Ebenso benutze ich die Maschine um Wandplatten zu schneiden z.B. dort wo der Rolladengurt aus der Wand kommt.
Kurz gesagt alle Löcher die vom äußeren Rand in die Fliese führen. Rechts und links mache ich einen Schnitt und breche den Ausschnitt mit der Fliesenzange heraus.
Ich habe sie damals im Angebot für ca. 150,-€ gekauft.
Ein weiters unerlässliches Wekzeug ist der Silikonspachtel.
Ein viereckiger Kunststoff Spachtel der fest und doch leicht biegbar ist. Dieser Silikonspachtel hat 4 unterschiedlich abgewinkelte Ecken. Den rechten Winkel schneide ich mir vorne ab, in er Breite, wie ich meine spätere Silikonfuge haben möchte.
Jetzt muss ich nur noch mein Silikon auftragen, mit der Spülmittel-Wasser-Lauge absprühen, mit dem Silikonspachtel abziehen, mit dem angefeuchteten Finger bügeln, die Reste aus der Fliesenfuge kratzen und bin fertig.
Apopos Silikonfuge.
Ich benutze die Silikonspritze der Firma Hilti. Eine nicht ganz so billige Investitione dafür spare ich Muskelkraft beim auftragen des Silikons. Sicher tun es auch einfache Spritzen, gerade wenn man nur wenige Fugen zu spritzen hat.
Wer aber die ganzen Sockelfugen eines Neubaus ausspritzen möchte denkt über die Anschaffung einer hochwertigen Silikonspritze nach. Im Zeitalter der Internet Auktionshäuser evtl. kein Verlustgeschäft!
In die Silikonspritze der Firma Hilti wird die ganze Silikontube eingesetzt. Klappe ich den Pumphebel nach vorne, ist auch kein Druck auf der Tube, es quillt kein Silikon vorne heraus. Möchte ich weiter arbeiten klappe ich den Hebel zurück und mit wenig Druck lässt sich die Fuge spritzen.
Quirl und Bohrmaschine
Ich bevorzuge einen Quirl aus Rundmaterial in leicher Ausführung. Verputzer haben oftmals recht große Quirl von fast 1 Meter Länge, weil sie den Putz in Mörtelwannen anmachen. Der Fliesenleger braucht ein so dimensoioniertes Werkzeug eigentlich nicht.
Es gibt spezielle Bohrmaschinen die auch mit Zusatzgriffen ausgerüstet sind und genügend Leisung bringen. Diese Zusatzgriffe ermöglichen ein beidhändiges halten der Maschine und die Leistung beugt einem durchbrennen der Maschine vor.
Hier sollte man nicht sparen!
Ohne Zahnspachtel bzw. Kammspachtel ist keine Fliesenverlegung möglich.
Es gibt sie in verschiedenen Zahngrößen. Die 3mm Größe benutze ich nie! Außerdem gibt es 5mm und 10mm Größe. Eine abgewetzte 10 mm Größe, die ich für die Bodenverlegung nehme, lässt sich im abgewetzten Zusand noch wunderbar zur Wandplattenverlegung nehmen.
Gerade wenn die Wände kleine Dellen aufweisen sollte eine größere Zahngröße bevorzugt werden. So kann man sicher sein, dass die Fliese immer noch satt im Kleberbett liegt. Kleine Korrekturen sind möglich!
Wählt man eine zu kleine Zahngröße liegt die Fliese nicht mehr im Kleberbett, sie liegt hohl!
Ein weiters Utensiel ist meine Richtlatte, die bei mir aus Holz sein muss.
Ich lasse sie mir vom Schreiner zuschneiden. Wichtig sind die wirklich geraden und scharfen Kanten. Da ich mit der Richtlatte meinen Riß bzw. die Raumaufteilung mache, den fertigen Belag auf Dellen und Bäuche kontrolliere, den Fugenschnitt überprüfe usw. ist das ein wichtiges Hilfsmittel.
Alulatten verkratzen den Fliesenbelag und diese Streifen bekommt man nie wieder von der Fliese weg.
Außerdem wäre die Gefahr groß, dass ich die Fliesenkante beschädige, wenn ich sie über den Balag hin und her rutsche.
Kommen wir zur Wasserwage.
Meine hat das Maß von 80cm und ist aus Alu. Wie oben schon beschrieben muss man aufpassen mit Alu, wie auch mit allem anderen Werkzeug aus Metall.
Die Libellen, die Schaugläser sind ja aus druchsichtigem Kunststoff und nicht aus Glas. Daher verkratzen sie sehr schnell und werden trüb. Außerdem sollte man 2 Wasserwagen haben, die sich gegenseitig kontrollieren. Da ich meine Wasserwage auf die Richtlatte lege, benötige ich keine längere. Mit 80 cm komme ich in fast alle kleinen Nieschen hinein.
Aber Achtung: eine Wasserwage ist ein Meßinstrument und kein Schlaginstrument! Sind erst mal Dellen drin kann man sie gleich weg schmeißen!
Mit 8 Beispielen nähere mich immer mehr den 10 wichtigsten Werkzeugen.
Wer einen Erfahrungsaustausch über andere Maschinen und Geräte möchte kann mir bitte einen Kommentar da lassen. Ich werden meinen Bericht dann dahingehend ergänzen. weiterlesen schließen
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