Pro:
witzig, bitterböse, rabenschwarz, humorovoll - und 3 exzellente Hauptdarsteller
Kontra:
eigentlich nix
Empfehlung:
Ja
Anmerkung: Mein Bericht bezieht sich lediglich auf die Video-Version des Films, aber leider hab ich nur diesen einen Eintrag bei Yopi gefunden. Ich kann aber nichts zum Extra-Material der DVD sagen, weil ich die DVD nicht kenne. Bitte berücksichtigt das bei Eurer Bewertung. Danke!
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Titel Deutschland: Die Teufelin
Titel USA: She-Devil
Genre: Komödie
Farbe, USA, 1989
Laufzeit Kino: 95 Minuten, FSK 12
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Darsteller:
Meryl Streep .... Mary Fisher
Roseanne .... Ruth Patchett
Ed Begley Jr. .... Bob
Linda Hunt .... Hooper
Sylvia Miles .... Mrs. Fisher
Elisebeth Peters .... Nicolette Patchett
Bryan Larkin .... Andy Patchett
A Martinez .... Garcia
Maria Pitillo .... Olivia Honey
Mary Louise Wilson .... Mrs. Trumper
Susan Willis .... Ute
Jack Gilpin .... Larry
Robin Leach .... Himself
Nitchie Barrett .... Bob's Secretary
June Gable .... Realtor
Regie: Susan Seidelman
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Ruth Patchett ist Hausfrau und Mutter, übergewichtig, nicht besonders attraktiv und auch noch ziemlich tollpatschig. Sie lebt ausschließlich für ihren Mann und ihre Kinder und reibt sich auf, um es allen Recht zu machen. Doch ihr Mann Bob interessiert sich mehr für seine Arbeit und andere Frauen und noch dazu läßt er keine Gelegenheit aus, sie vor anderen bloßzustellen und zu demütigen.
Als Bob eines schönen Tages die erfolgsverwöhnte Schundroman-Schriftstellerin Mary Fisher kennenlernt, verliebt er sich Halsüberkopf in sie. Er eröffnet seiner Frau, daß er die Ehe für beendet hält und zieht zu seiner Geliebten, um fortan ihr rosarotes Leben zu teilen.
Doch er hat nicht mit den Rachegelüsten seiner Frau gerechnet. Als erstes fliegt das gemeinsame Haus in die Luft. Da sie nun kein Dach über den Kopf mehr haben, bringt sie die beiden Kinder zu ihrem Mann, in das Haus der Geliebten und macht sich aus dem Staub.
Dann entwirft sie einen 4-Punkte-Plan, wie sie sich Stück für Stück an ihm rächen will. 4 Sachen, an denen Bob besonders hängt, will sie ihm nehmen: 1. Das Heim (schon erledigt). 2. Familie 3. Karriere 4. Seine Freiheit
Ruth sucht sich einen Job in einem Altenpflegeheim und schließt dort Freundschaft mit Schwester Hooper, die ihr letztlich bei der Umsetzung des Racheplans behilflich ist. Während sie ihr eigenes Leben grundlegend umkrempelt und sich von ihrem Hausfrauchen-Dasein emanzipiert, entwickelt sich Bobs rosaroter Traum Stück für Stück zu einem Alptraum...
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Dieser Film beruht auf der gleichamigen Vorlage von Fay Weldon – und ist eine Paraderolle für Roseanne Barr (die vielen aus der Serie „Roseanne“ sicher bekannt sein dürfte). Eigentlich zum Schreien komisch, wie sie anfangs das tollpatschige Hausmütterchen spielt, bleibt einem ob ihrer wundersamen Wandlung zum bösartigen Racheengel doch manchmal das Lachen im Halse stecken.
Doch sie verwandelt sich ja nicht in „die Böse“ – das ist und bleibt ihre Konkurrentin, die ihr den Mann ausgespannt hat. Nein, man (frau?) kann sich trotz der heftigen Rachepläne von Ruth durchaus in die betrogene Ehefrau hineinversetzen und freut sich insgeheim mit ihr zusammen über das Gelingen jedes einzelnen Punktes auf der Liste – und über das blöde Gesicht, das ihr Noch-Ehemann Bob macht, wenn er merkt, daß sein Leben den Bach runtergeht. Man wünscht ihm fast den endgültigen Ruin, und fragt sich am Ende: will sie diesen Trottel wirklich wiederhaben?
Ihre Konkurrentin, die rosarote Mary Fisher, erfolgsverwöhnt, egozentrisch und arrogant, wird hervorragend von Meryl Streep verkörpert. Sie spannt der unattraktiven Ruth den Ehemann aus und sieht darin kein Vergehen, sie nimmt sich was ihr gefällt. Doch spätestens als sie sich gezwungenermaßen mit dem familiären Anhang ihres Liebhabers auseinandersetzen muß, ist sie komplett überfordert. Plötzlich ist das Leben nicht mehr einfach und rosarot. Und der Zuschauer freut sich diebisch über jede Abreibung, die dieses verwöhnte Flittchen im Film bekommt...
Ed Begley Jr. spielt den untreuen Ehemann, der seine Affäre noch bitter bereuen wird. Man könnte meinen, zwischen diesen beiden brillanten Hauptdarstellerinnen verblaßt er ein wenig, doch das ist hier nicht der Fall. Er spielt seine Rolle solide und ist dem Zuschauer im Prinzip von Anfang an irgendwie leicht unsympathisch, man gönnt ihm jeden einzelnen „Schlag ins Gesicht“, zum Schluß aber kann er einem fast ein bißchen leid tun. Aber nur fast ;)
Herausragend für mich auch mal wieder die unvergleichliche Linda Hunt als Hooper. Zunächst scheint sie nicht allzu sympathisch, dann letztlich stellt sie sich als liebevolle Freundin für Ruth heraus. Die beiden werden ein unschlagbares Erfolgsteam.
Ein Film, den man immer mal wieder gern sehen kann. Bitterböse, rabenschwarz und sehr witzig – 4 Sterne und eine 100%ige Empfehlung! weiterlesen schließen
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