Pro:
lecker, einfach zubereitet, nicht so teuer
Kontra:
man braucht noch einige Zutaten
Empfehlung:
Ja
Aloha,
es nahte mal wieder ein Donnerstag. Für alle, die nicht bei einer Bank oder Sparkasse arbeiten, erkläre ich kurz, warum dass nicht so toll ist. Denn wir müssen an diesen Tagen bis 19:00 Uhr arbeiten. Bei vielen Abteilungen oder Geschäftsstellen hat es sich schon so eingebürgert, dass es an jedem Donnerstag Kuchen gibt und jeder mal dran ist. Und so war es auch letztens bei mir und ich war dran.
Ein Glück, dass ich lieber Backe als zu Kochen ;-) Doch viel Zeit und große Lust hatte ich trotzdem nicht. Und so habe ich mir eine Backmischung von Dr. Oetker gekauft, die ich schon mal benutzt habe. Nämlich die Backmischung für „Russischen Zupfkuchen“. Den habe ich ehrlich gesagt auch erst durch diese Backmischung kennen und lieben gelernt.
Aber nun soll’s losgehen:
------ Optik -------
Die Backmischung befindet sich in einer recht großen Pappschachtel.
Auf der Vorderseite sieht man natürlich eine riesige Abbildung des fertigen Kuchens. Eine Kuchen“schippe“ hebt auch gerade ein Stückchen hoch. Das sieht wirklich soooo lecker aus, dass man die Packung einfach kaufen MUSS ;-) Na hoffentlich wird meiner auch so appetitlich aussehen!
Unter dem Dr.Oetker-Logo steht dann auch noch mal die KuchenSorte: „Russischer Zupfkuchen“
Auf der Rückseite steht dann noch sehr detailliert wie man den Kuchen zubereitet und welche Zutaten man noch braucht. Auch einen Rezeptvorschlag gibt es noch, aber dazu weiter unten mehr.
--------- Allgemeines -------
°°°Preis
Ich habe die Dr. Oetker Backmischung bei Kaufland geholt und dafür 2,69 €uro bezahlt. Das ist aber nur die Mischung. Zusätzlich braucht man ja noch Quark (0,49 €), Butter (0,75 €) und 3 Eier (0,59€). Macht also alles in allem: 4,52 €uro. Das hört sich schon nicht so billig an, aber nen ganzen Kuchen kriegt man dafür nicht beim Bäcker. Vielleicht grad mal 2 Stücken. Also lohnt es sich vom preislichen her schon.
Wer jetzt ganz pingelig ist, kann noch Strom und Wasser dazurechnen ;-)
°°°Zutaten
Die Backmischung enthält folgende Zutaten:
Zucker, Weizenmehl, Weizenstärke, fettarmer Kakao (4%), Backpulver (Backtriebmittel Dinatriumdiphosphat und Natriumhydrogencarbonat), Kochsalz, Aroma)
°°°Was ist dabei und was braucht man noch??
Als ich die Backmischung das erste Mal in den Händen hielt war ich etwas enttäuscht. Denn es reichte nicht nur diese Packung zu kaufen. Hier sind nämlich nur 2 Beutel enthalten. Einer mit der Backmischung für den Teig und einer mir der Mischung für die Füllung.
Aber um den Kuchen auch zu backen brauche ich noch 150g Margarine oder Butter, 1 Ei (für den Teig) , 500g Speisequark, 4 Eier und 250g Butter (für die Füllung).
Ein Backofen und eine Springform sollte man dann auch noch haben ;-)
Auf jeden Fall kann man sich schon mal darauf einstellen, dass man mit dem Preis für die Backmischung nicht auskommt.
°°°Nährwerte
100g mit Speisequark (Magerstufe) zubereitetes Produkt „Russischer Zupfkuchen“ enthalten:
1580 kJ / 380 kcal
8g Eiweiß
36g Kohlenhydrate
23g Fett
Wow, der hat es ganz schön in sich. Aber bei Kuchen muss man ja damit rechnen, dass er nicht gerade für die schlanke Linie gedacht ist ;-)
°°°Hersteller
Dr. August Oetker
Nahrungsmittel KG
33547 Bielefeld
Deutschland
0180 / 324 25 26 oder
www.oetker.de
--------- Weiter Backmischungen von Dr. Oetker ---------
Von „Großmutters Back-Ideen“ gibt es noch:
Kirschli Kuchen
Käse-Sahne Torte
Tortina Nuss-Sand-Torte
Bratapfel Kuchen
Quark Pflümli Kuchen
Kleine Kuchen - Käse Streusel
Kleine Kuchen - Schoko Kirsch
Kleine Kuchen - Apfel Mandel
Andere Backmischungen gibt es natürlich auch noch:
Die Klassischen:
Schokino Kuchen
Zitronen Kuchen
Marmor Kuchen
Schoko Kuchen
Gugelhupf
Nuss Kuchen
Kokos Kuchen
Kuchen ohne Backen:
Kirsch Bananen Kuchen
Erdbeer Quark Kuchen
Zitronen Frischkäse Kuchen
Stracciatella Kuchen
Jogotella Kuchen
Und viele mehr………..
------ Zubereitung ---------
Um einen russischen Zupfkuchen zu backen braucht man einen Teig und eine Füllung. Deshalb teile ich das auch hier in meinem Bericht auf.
1. Der Teig
Hierfür gebe ich (natürlich) die Backmischung in eine Rührschüssel. Dazu kommen 150g Margarine oder Butter und 1 Ei. Dann wird das Ganze mit einem Handrührgerät auf der höchsten Stufe und mit Knethaken verknetet. Leider bleibt der Teig relativ bröselig. Und deshalb muss man ihn auch noch herausnehmen und mit der Hand weiter bearbeiten, bis ein glatter Teig entsteht. Der übrigens im rohen Zustand auch tierisch lecker, schokoladig ist ;-)
Die Arbeitsfläche auf der man den Teig glatt knetet sollte übrigens mit etwas Mehl bestrichen sein, da der Teig sehr klebrig ist.
Mit der Hälfte des Teiges belegt man den Boden der Springform. Die andere Hälfte wird nochmals halbiert und daraus eine lange Rolle geformt. Aus der macht man dann den Rand, der ca. 2 cm hoch sein soll.
Den restlichen Teig kann man erstmal zur Seite stellen, den brauchen wir nämlich zum Schluss noch!
2. Die Füllung
Nun nimmt man sich die nächste Schüssel zur Hand. Hier gibt man das Pulver für die Füllung rein, 500g Speisequark, 3 Eier und 250g zerlassene Butter dazu und nun wird das Ganze wieder zu einer glatten Masse verrührt. Das geht auch relativ schnell und klappt wunderbar.
Diese Creme-Füllung gießt man in die Springform, also auf den Teigboden.
Nun kommt der restliche Schokoladen-Teig wieder ins Spiel. Den „zupft“ man nämlich in kleine platte Stückchen und legt sie auf die Füllung. Deshalb hat der Kuchen nachher auch solche braunen Flecken.
Das war’s dann auch. Nun stellt man den Kuchen in den vorgeheizten (170°C Ober- und Unterhitze) Backofen und wartet 60-70 Minuten. Da diese Zeitangaben auf den Verpackungen immer sehr eigen sind, muss man hier lieber 80 – 90 Minuten warten und ab und zu mal nach dem Kuchen schauen.
Wenn die Backzeit dann nun endlich vorbei ist, dreht man den Ofen aus und lässt den Kuchen noch 5 Minuten stehen. Dann kann man ihn samt Springform herausnehmen und lässt ihn nun noch mal 1 Stunde draußen stehen, damit er abkühlt.
Wenn das dann auch geschafft ist, kann man die Form lösen und hat einen schönen Zupfkuchen.
------- Dr. Oetker Rezeptvorschlag ---------
Auf der Rückseite der Verpackung befindet sich noch eine Rezeptvariante von Dr. Oetker. Falls sie euch gefällt, könnt ihr ja schon mal die restlichen Zutaten zur Backmischung kaufen. Deshalb schreibe ich die hier noch kurz auf:
„KIRSCH-ZUPFKUCHEN“
Backmischung, 175g weiche Butter oder Margarine und 1 Ei (Größe M) in einer Rührschüssel mit Handrührgerät (Rührbesen) zu Streuseln verarbeiten. Streusel auf gefettetem, gemehlten Backblech (40 x 30 cm) leicht andrücken. 1 Glas gut abgetropfte Sauerkirschen (Abtropfgewicht 350g) darauf verteilen.
Füllung nach Packungsanleitung, aber zusätzlich mit 1 Eiweiß (Größe M) zubereiten, auf den Kirschen verteilen und glatt streichen.
Herdeinstellung: siehe oben
Backzeit: etwa 55 Minuten, nach etwa 30 Minuten Oberfläche mit 1 Eigelbmilch (1 Eigelb mit 1 EL Milch verquirlen) bestreichen. Erkaltetes Gebäck in Dreiecke schneiden.
------ Meine Meinung ------
°°°Zubereitung
Das ist sicherlich der große Vorteil an Backmischungen – man spart viel Zeit. Auch wenn man noch einige Zutaten hinzufügen muss und auch 2 verschiedene „Teige“ zubereiten muss, geht das recht schnell.
Und ich denke, dass vor allem Leute die sonst nur nen stink-normalen Mamorkuchen backen, sich auch mal an so einen Kuchen trauen können. Denn der ist wirklich sehr einfach. Man sollte aber wirklich dran denken den Kuchen noch die 5 Minuten im Ofen zu lassen, weil er sonst einen „Kälteschock“ bekommt und sofort zusammenfällt ;-)
Schmecken tut er dann trotzdem noch, aber er sieht nicht mehr so schön aus ;-)
°°°Aussehen
Mir gefällt der Kuchen auch optisch sehr gut. Er sieht nicht so „normal“ aus, wie ein einfacher Käsekuchen, sondern hat ja noch den Schokoteig am Boden und am Rand. Und durch diese vielen kleinen Schokoteig-Kleckse auf dem Kuchen selbst sieht er schon recht witzig und hübsch aus.
Wenn man den Boden übrigens mit den Fingern platt-drückt und dabei nicht ganz so pingelig ist, hat man nachher noch ganz hübsche Wellen im Boden. Das sieht man dann, wenn man ein Stück heraushebt.
Alles in allem denke ich, dass man den Kuchen allein von der Optik her schon auf eine Kaffeetafel stellen und anbieten kann.
°°°Duft
Am stärksten duftet natürlich der Schokoteig (Boden, Rand und „Zupfis“). Der duftet schon richtig schokoladig, wenn man ihn nur zubereitet. Und danach riecht der Kuchen nachher auch, wenn man ihn fertig gebacken hat. Bzw. wenn der Ofen das gemacht hat ;-)
Die Füllung riecht man eigentlich kaum heraus. Zwar schnuppert es ein bissl nach Käsekuchen, aber das wird meist von dem starken Schoki-Duft übertönt! Aber das macht eigentlich nichts, denn Schoki mag ich doch eh am allerliebsten ;-)
°°°Geschmack
So nun aber zum Wichtigsten: Wie schmeckt denn der Kuchen überhaupt??
Also, der Boden und auch der Rand schmecken sehr lecker schokoladig. Beides ist recht fest, krümelt aber auch ein bisschen beim Abschneiden. Etwas trocken ist es auch, was aber nicht schlimm ist, weil die Füllung sehr cremig und auch weich ist. Zwar ist sie fester, als die Käsekuchen-Füllungen die ich kenne, aber sie schmeckt trotzdem sehr lecker und leicht.
Die einzelnen Schokoteig-Kleckse runden die Sache wirklich ab, weil ir dieser Teil (also der Schokoteig) am Besten schmeckt! Hab ja auch schon viel am rohen Teig genascht ;-)
Alles in allem schmeckt der Kuchen wirklich sehr lecker, weil es zwei verschiedene Geschmacksrichtungen sind, die aber trotzdem sehr gut zueinander passen und miteinander harmonieren! Wirklich köstlich.
Und ich denke, dass ich den Kuchen selber, also ohne die Hilfe von Dr.Oetker, auch nicht besser hinbekommen hätte. Zumindest ist das meine Meinung. Außerdem habe ich mir dadurch viel Zeit erspart!
An dieser Stelle möchte ich auch noch mal anmerken, dass keiner gemerkt hat, dass der Kuchen nicht komplett selbst gemacht ist. Natürlich hat man mich gefragt, weil man mich ja kennt ;-). Aber richtig herausgeschmeckt hat es keiner und das ist doch auch toll!!
LG Eure Claudia
PS: Für Kommentare und Bewertungen bin ich wie immer dankbar! weiterlesen schließen
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