Pro:
Kultfilm, guter SciFi-Streifen, Originalton enthalten
Kontra:
schlechte Bildqualität, mäßiger Ton
Empfehlung:
Ja
Dune, der Wüstenplanet ist der einzige Planet im ganzen Universum, auf dem das Spice abgebaut werden kann. Das Spice ist eine bewusstseinserweiternde Droge, die von der Gilde zum Reisen durch Raum und Zeit genutzt wird. Jahrhunderte lang wurde das Spice von den Harkonnen abgebaut, den Erzfeinden der Atreides.
Nun soll laut Erlass durch den Imperator das Haus Atreides die Herrschaft über Arrakis, wie der Planet auch genannt wird übernehmen. Doch hinter dem steckt eine Verschwörung, denn die Atreides sind dem Imperator ein Dorn im Auge. Ihnen bleibt jedoch keine andere Wahl, als sich auf diesen Handel einzulassen. So machen sie sich also auf, nach Arrakis, dem geheimnisvollen Planeten.
Arrakis bietet jedoch alles andere, als eine freundlich Umgebung, es gibt hier nichts außer Wüste. Bewohnt wird der Planet nur von den bis zu 400m langen Sandwürmern, und den den Fremen. Die Fremen haben es über die Jahrhunderte hinweg trotz dieser feindlichen Umgebung geschafft, sich anzupassen und zu überleben. Doch dank der Unterdrückung durch die Harkonnen ist es ein äußerst verschlossenes Volk. Unter ihnen gibt es eine Prophezeiung, dass eines Tages ein Übermensch, der Kwisatz Haderach, kommen und sie in die Freiheit führen werde.
Zum Film
Obwohl das Buch von Frank Herbert als unverfilmbar galt hat der Regiseur David Lynch sehr gute Arbeit geleistet. Auf jeden Fall um Klassen besser, als die 2001 auf Pro Sieben ausgestrahlte Neuverfilmung, die viel zu sehr in die Länge gezogen wurde. Vor allem wenn man bedenkt, dass 1984 noch nicht die technischen Möglichkeiten zur Verfügung standen umso beachtlicher.
Dennoch konnte ich, als dieser damals dann auf Video zu bekommen war nicht viel damit anfangen. Viel zu verworren war das Ganze, ich konnte Personen nicht richtig zuordnen, hatte keine Ahnung, wer denn nun gegen wen und Dune interessierte mich nicht weiter. Erst als ich dann irgendwann durch ein Computerspiel mehr über die Hintergründe erfuhr konnte ich mich mehr und mehr für den Film begeistern. Erst jetzt verstand ich so richtig die Zusammenhänge. Zwischenzeitlich habe ich mir auch das Buch noch einverleibt und trotzdem, oder gerade darum schaue ich mir den Film immer wieder gerne an. Für mich hat er längst Kultstatus erreicht.
Bei den Schauspielern, damals eher noch wenig bekannt, könnte man heute schon von einer Starbesetzung sprechen. Filmgrößen wie Max von Sydow (Das siebente Siegel), Jürgen Prochnow (Das Boot), Patrick Steward (StarTreck), Kyle MacLachlen (Blue Velvet), Francesca Annis (Macbeth), Sean Young (Blade Runner) und zu guter letzt dem Posptar Sting.
Bild und Ton
Da der Film bereits 1984 in den Kinos zu sehen war sollte man sich nicht allzu viel von der Bild- und Tonqualität erwarten. Zwar wurde die anamorphe Kinofassung digital restauriert, doch trotzdem kann der Film nicht mit der inzwischen üblichen konkurrieren. Man erkennt ganz deutlich, dass es sich schon um einen etwas älteren Streifen handelt, aber bei einem Film mit Kultstatus würde ich dem jetzt ohnehin nur sekundäre Bedeutung zuordnen. Positiv ist dabei jedoch zu sehen, dass das Widescreen-Format beibehalten wurde, was jeden Besitzer eines Breitbild-Fernsehers erfreuen wird. Auf einer 4:3-Röhre wird man leider einen recht breiten schwarzen Streifen oben und unten in Kauf nehmen müssen.
Was mir dabei jedoch nicht so ganz gefällt, dass bei der englischen Sprache auf dem unteren Streifen immer der deutsche Untertitel eingeblendet wird. Dieser lässt sich auch nicht deaktivieren und führt bei meinem 16:9-Fernseher mit automatischer Erkennung zu ständigem Umschalten des Bildformates.
Was den Ton angeht sollte man trotz der Nachbearbeitung nicht viel mehr als einen Stereo-Sound erwarten. Zwar hat man die Wahl zwischen Dolby Digital und selbst das DTS-Format wurde mit drauf gepackt, doch auch hier vermag die Technik keine Wunder zu bewirken. Raumklang wie man ihn etwa aus Matrix kennt, wo man meinen könnte, die Kugeln fliegen durchs Wohnzimmer gibt es nicht, oder zumindest konnte ich keinen erkennen.
Dennoch bin ich von der von Brian Eno komponierten Filmmusik mehr als begeistert. Hier muss Dune selbst gegenüber aktuellen Streifen keineswegs zurück stecken. Auch James Horner oder Hans Zimmer hätten dies nicht besser machen können.
Die DVD
Die DVD war lange Zeit nur in der deutschen, synchronisierten Fassung, oder in der englischen Originalfassung zu bekommen. Ich wollte aber eine DVD, auf der beide Tonspuren enthalten sind, denn wenn ich mir schon eine DVD kaufe möchte ich wenigstens von deren Vorteile profitieren.
Genau diesen Vorteil bieten die digital überarbeiteten DVDs von Paradise, wobei es auch hier unterschiedliche Versionen zu kaufen gibt. Fast schon etwas unübersichtlich gestalten sich die verschiedenen angebotenen Packungen. Die am meisten angebotene Version dürfte die Kinoversion mit 129 min. sein, aber auch hier gibt es Differenzen, denn es ist eine ungeschnittene Version FSK-16 und eine FSK-12, bei der einige Szenen rausgelassen wurden erhältlich. Zusätzlich sind dann noch DVD-Sets erhältlich, die wahlweise eine oder zwei Bonus-DVDs enthalten. Auf der ersten Bonus-DVD sind diverse Extras enthalten, mit Interviews, Biographien, und der sonst übliche Kram, was man sich einmal anschaut und dann nie wieder. Wesentlich attraktiver sind da schon die zusätzlichen Szenen, um welche die Fernsehfassung von Dune erweitert wurde. Ob einem dies den geringen Mehrpreis wert ist muss jeder selbst entscheiden. Auf der dritten DVD, sofern enthalten ist dann noch die 180 minütige TV-Fassung auf englisch und deutsch enthalten. Diese dritte DVD mit der TV-Fassung gibt es dann auch noch einzeln.
Preislich sieht das dann wie folgt aus:
- Einzelne DVD für 4,99€
- 2er DVD-Box für 9,99€
- 3er DVD-Box für 18,99€
Wobei die Preise natürlich immer etwas schwanken können.
Für die ganz Verrückten gibt es noch eine Sandwurm-Edition, bei der sich ein solcher auch noch mit in der Box befindet.
Probleme
Bedingt durch die Filmlänge musste dieser auf eine zweischichtige DVD gepackt werden, womit mein DVD-Player etwas Probleme hat. Beim Übergang von der ersten zur zweiten Schicht bricht er ab und weigert sich fortzufahren. Obwohl es sich bei meinem Player schon um ein etwas älteres Modell von Thomson handelt hatte ich diesbezüglich bisher noch keine Schwierigkeiten. Der DVD-Player meiner Freundin, der Marke Tevion spielt die DVD ohne zu murren, hier ist beim Übergang von der ersten auf die zweite Schicht nur ein leichtes Ruckeln zu bemerken.
Fazit:
Unbedingt empfehlenswert, auch wenn Bild und Ton nicht gerade perfekt sind, denn dieser Streifen sollte in keiner Sammlung fehlen. Bedingt durch das Alter kann man da auch gerne darüber hinweg sehen. Wer jedoch das Buch nicht kennt wird sich bei der Handlung vermutlich etwas schwer tun, also wenn beim ersten Mal nicht alles klar ist, einfach noch mal anschauen, es lohnt sich. weiterlesen schließen
Bewerten / Kommentar schreiben