Dune - Der Wüstenplanet (DVD) Testberichte
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Pro & Kontra
Vorteile
- als Film perfekt
- Gute Umsetzung Gute Technik Gute Darstellung Umfassend
- Kultfilm, guter SciFi-Streifen, Originalton enthalten
- alles
- Extrem günstig!Tolle Effekte für diese Zeit!Klassiker!Tolle bekannte Schauspieler!Zum Ende hin wird es spannender und besser!
Nachteile / Kritik
- als Buchverfilmung ungenügend
- nichts
- schlechte Bildqualität, mäßiger Ton
- Bildqualität müsste besser sein
- Kein Bonus-Material!Schlechte Bild- und Tonqualität!Handlung ziemlich verwirrend teilweise!
Tests und Erfahrungsberichte
-
Sehr gute Filmumsetzung auf DVD mit vielen Extras
27.06.2004, 22:58 Uhr von
dreamweb
*Momentan im Home-Office* - Derzeit schreibe ich für Yopi, Ciao, Mymeinung und X-Zine. Liebe Grüß...5Pro:
Sehr guter Klang, Bild auch restauriert, viele Extras
Kontra:
teilweise Flackern bzw. Flimmern zu sehen
Empfehlung:
Ja
Dune - Der Wüstenplanet in der Paradise Edition mit zwei DVDs habe ich mir gebraucht in meiner Videothek für 9,90 Euro gekauft.Schon lange hat mich dieser ältere Science Fiction Film, der nicht umsonst als Kultfilm gilt, auch auf DVD interessiert. Nur der hohe Preis für die Paradise Edition, die ansonsten vielversprechend wirkte, hatte mich bisher abgehalten. Hier meine Meinung über Dune auf DVD in der Paradise Edition mit zwei DVDs.
=========
ALLGEMEIN
Als 1984 Dune von Davyd Lynch ins Kino kam, da war auch Miara eine derjenigen, die sich diesen Film im Kino ansah. Als ich später nach Jahren die Fernsehversion ansah, war ich etwas enttäuscht. Es kann durchaus sein, dass Menschen, die zuerst die neuere Version sehen, da anders denken. Aber vieles von der Faszination des Filmes ging meiner Ansicht nach bei der Fernseh Version verloren. Daher hat mich persönlich auch immer nur die ältere Kino-Version auf DVD interessiert.
Bei guten Science-Fiction Filmen oder anderen Filmen mit vielen Special Effekts bin ich sehr an den Hintergründen, den Making Of Scenen und anderen Informationen zum Film interessiert. Neben der Möglichkeit, den Original-Film hier in verbesserter Tonqualität sehen zu können bietet die Paradise Edition mit zwei DVDs mir auch diese Möglichkeiten. Denn auf der zweiten DVD befinden sich hier nur Hitnergünde und sonstige Extras zum Film.
Dune ist so wie ich heute wieder gelesen habe, einer der meist gelesensten Science-Fiction Romane. Das Buch stammt von Frank Herbert. Zur damaligen Zeit, also 1984, setzte Davyd Lynch mit der Verfilmung von Dune neue Maßstäbe in Sachen Science Fiction. Vielleicht macht auch das den Reiz von Dune für mich persönlich aus.
======
INHALT
Das Jahr 6041. Shadam IV, der 370. einer Reihe von kosmischen Imperatoren, herrscht über das Galaktische Reich der Menschheit. Die Galaxien werden von mächtigen Adligen in seinen Diensten verwaltet. Der wertvollste Ort in diesem riesigen Reich ist Arrakis, ein Wüstenplanet. Denn nur auf diesem Planeten wird Spice gewonnen. Spice ist eine hochwirksame Droge mit unvorstellbaren Kräften. Sie ermöglicht das Reisen nur mittels Gedankenkraft.
Jahrhunderte lang hat das Haus der Harkonen auf Arakis geherrscht, den Space Abbau kontrolliert und die Bewohner, das Volk der Fremen, unterdrückt. Nun übernimmt das Haus Atreides die Regentschaft. Herzog Leo Atreides, seine Geliebte Lady Jessica vom Orden der Bede Gesserit und ihr gemeinsamer Sohn Paul wollen Terror und Korruption beenden und den Fremen Freiheit geben. Doch schnell werden sie vom heimtückischen und grausamen Baron Harkonnen gestürzt. Herzog Atreides wird getötet, sein Sohn und seine Geliebte stürzen mit ihrem Schiff in der Wüste Arrakis ab.
Dort kommen sie allerdings nicht ums Leben sondern stossen schnell auf die riesigen Sandwürmer, die auf Dune leben, so wird Arakis auch genannt. Schliesslich werden die beiden von den Fremen aufgenommen, die mehr und mehr zur Überzeugung kommen, dass Paul und seine Mutter Teil einer Prophezeiung sind. Eine Prophezeiung, in der es um die Befreiung der Fremen geht und um eine bessere Zukunft. Durch seine besonderen Fähigkeiten, mit denen Paul die Wüstenwürmer beherrschen kann, wird er schnell von den Fremen anerkannt. Aber ist er wirklich der Auserwählte?
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MEINUNG ZUM FILM
Dune ist ein Film, der durch viel Mystik und Tiefe nicht so leicht verständlich und einem breiten Publikum zugänglich ist und war, wie es zur damaligen Zeit beispielsweise bei Krieg der Sterne der Fall war. Es ist ein Film, bei dem man sich sehr auf die Handlung konzentrieren muss und wer wie ich den Roman vorher nicht kannte, der ist beim ersten Mal Ansehen fast schon überfordert.
Die Original-Kino Version läuft zudem 129 Minuten. Und wer da nicht von Anfang an durchblickt, für den ist wohl dieser Film auch verlorene Zeit. Trotz allem, was vielleicht nicht ganz optimal ist, da der Durchblick nicht ganz einfach ist, gilt heute Dune als Meilenstein der Filmgeschichte. Und obwohl ich damals im Kino teilweise auch enttäuscht war, weil ich etwas Krieg-der-Sterne-artiges erwartet hatte, bin ich heute von dem Film überzeugt. Denn mittlerweile lege ich durchaus auch Wert auf tiefergehende Filme. Und die Dune-Sage hat an sich schon etwas faszinierendes.
Die Persönlichkeiten, die in dem Film dargestellt werden, sind sehr extrem. Es ist alles sehr fremdartig. Zum einen gibt es eine sehr seltsame Religion, bei der die Frauen eine dominante Rolle haben und nur sie mit Fähigkeiten ausgestattet sind, die Telepatie und ähnliches ermöglichen. Zum anderen gibt es Wesen, die kaum vorstellbar sind und Freude daran haben, andere zu Tode zu foltern. Und das mit sehr abartigen Methoden. Generell neigt auch dieser Film zur Schwarz-Weiß Malerei. Die hier gezeigten Wesen sind entweder abartig böse und verräterisch oder mutig, ehrlich und gut. Die einzige Abweichung sind diese begabten Frauen des Ordens, die fast immer unheimlich wirken.
Dune ist kein Actionfilm in dem Sinne, aber es gibt hier doch einige sehr gute Actionszenen. Das Besondere an Dune macht für mich die gute und interessante Darstellung fremdartiger Völker und Lebensweisen aus. Insbesondere die riesigen Sandwürmer von 100 bis 400 Meter länge finde ich sehr faszinierend.
Dune ist ein Film, in dem die Wahrwerdung einer Legende geschildert wird. Und so ist dieser Film eben auch religiös geprägt, wenn auch die Religiösität nicht mit der unsrigen vergleichbar ist. Es geht um Hoffnung und um den Überlebenskampf eines Wüstenvolkes und um den Machtkampf der Adligen um das Spice. Denn wer das Spice beherrscht und besitzt, der beherrscht auch die Galaxie.
Die schauspielerische Leistung bei diesem Film hat mir sehr gut gefallen. Alles wirkt unrealistisch und fremdartig und genau dadurch für die Darstellung einer vollkommen fremden Welt doch wieder logisch. Jürgen Prochnow spielt hier übrigens den leider schon ziemlich am Anfang gestürzten Herzog Leto Atreides. Da Prochnow erst nach diesem Film bei uns so richtig bekannt wurde, ist mir das damals gar nicht bewußt gewesen.
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MEINUNG ZUR FILMDVD
Auf der DVD 1 befindet sich neben dem 129 Minuten Spielfilm auch noch zwei Kinotrailer. Ansonsten wird hinsichtlich Extras auf die DVD 2 hingewiesen, was mir persönlich sehr gut gefällt.
Die Bildqualität des Filmes lässt etwas zu wünschen über, wenn man nur neuere Filme gewohnt ist und diesen älteren Film damit vergleicht. Denn man bemerkt immer wieder zwischendurch diese kleinen störenden Bildblitzer. Die Farben wirken aber nicht umsonst frisch und angenehm. Denn die Macher haben hier durchaus auch das Bild etwas verbessert/restauriert. Das kommt in den Extras genau heraus. Dort kann man sich ansehen, wie der Film ohne Restauration aussehen würde. Insgesamt bin ich mit der Bildqualität doch sehr zufrieden.
Der Ton allerdings hat mich begeistert. In der deutschen Version kann man sich Dune sowohl in Dolby Digital 2.0 als auch in Dolby Digital 6.1 ansehen. Ich selbst habe mich für 6.1 entschieden und war begeistert von dem Dolby Surround Kinofeeling. In der englischen Version kann man übrigens zwischen 5.1 und 2.0 wählen.
Bei den beiden Trailern handelt es sich um Trailer in Originalsprache. Es macht Spaß, sie sich einmal anzusehen. Manchmal wie hier interessiert es mich, wie man damals Reklame für einen Film machte. Aber an sich sind Trailer nichts Besonderes.
Hervorheben möchte ich hier bei der Film-DVD noch die sehr guten animierten Menüs,, die Spaß machen. Ich mag es, wenn man sich in diesem Bereich Mühe gibt und das ist bei Dune der Fall.
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MEINUNG ZUR EXTRA-DVD
Da hier sehr viele Extras geboten werden, gibt es bei der Paradise-Version von Dune auf DVD eine eigene DVD mit den Extras.
Die DVD wird in drei Bereiche unterteilt
1. Dokumentationen
2. Historie
3. Specials
1. Dokumentationen
Ich kann hier bei der Menge an Hintergrundinformationen, Filmausschnitten und geschnittenen Szenen nicht auf alle Details eingehen, das würde hier den Rahmen sprengen und wohl auch langweilen.
Aber sehr positiv möchte ich anmerken, dass man auch als jemand, der nicht so gut englisch spricht, hier kaum Probleme mit den Extras hat. Fast alles wird auf Deutsch erzählt bzw. begleitet und ansonsten mit deutschen Untertiteln versehen.
Insgesamt benötigt man sehr viel Zeit, um die Extra-DVD durchzugehen. Eine Stunde reicht da auf keinen Fall. Dafür bekommt man aber sogar Originalvorlagen und ähnliche "Schnäppchen" zu sehen.
Und natürlich ist auch die Extra-DVD wieder sehr gut animiert. So dass man beim Schalten zwischen den Themen auch noch seinen Spaß hat.
2. Historie,
Hier kann man sich mittels Blättern die ausgedachte Geschichte von Arrakis ansehen/durchlesen. Das ist wohl etwas für Menschen, die sich noch mehr mit Dune befassen möchten.
3. Specials
Hier gibt es den Bereich "Kochen mit Spice", einen "Themenpark" und den Bereich "Making of DVD". Im Themenpark befinden sich Bilder, Skizzen und Zeichnungen zu einem Schulprojekt zum Thema Dune. Unter Kochen mit Spice findet man tatsächlich auch fünf Kochrezepte, die man allerdings nicht nachkochen kann, da das Spice fehlt. Es ist allerdings lustig, sich diese Rezepte durchzulesen. So beginnt die Rezeptreihe beispielsweise mit einer Spice-Pizza, geht dann von der Fremen Suppe zum falschen Wurm hin zum Arrakis Kuchen und zum Ixianischen Tofu. Alles liest sich so, als könne man es tatsächlich nachkochen. Und bei making of DVD gibt erfährt man interessante Dinge zum Making der DVD, selbstverständlich auch in Deutsch.
Insgesamt war ich sehr lange mit der Extra-DVD beschäftigt,die mir sehr gut gefallen hat und viele Informationen sowie gute Bilder und Filmszenen bot. Ich bin sehr zufrieden damit gewesen, was hier an Extras geboten wird.
=====
DATEN
Titel: Dune Der Wüstenplantet
Studio: Dino DeLaurentis (1984)
Verleih: Laser Paradise (2002)
Laufzeit: 129:11 min.
Altersfreigabe: FSK 16
Regie: David Lynch
Darsteller: Kyle Maclachlan, Sean Young, Jürgen Prochnow, Patrick Stewart, Sting
DVD-Typ: 2 x DVD-9
Fernsehnorm: PAL
Bildformat: Kinofassung: 2,35:1 (anamorph)
Audiokanäle
1. Deutsch, Dolby Digital 6.1
2. Englisch, Dolby Digital 5.1
3. Deutsch, Dolby Digital 2.0
4. Englisch, Dolby Digital 2.0
Untertitel: deutsch (bei englischer Fassung nicht ausblendbar)
Regionalcode: 2
Verpackung: Digipack
Sonstiges:
Im Handel wird die Paradise-Version teilweise mit drei DVDs angeboten, ich selbst habe allerdings die mir 2 DVDs. Soweit ich weiß steht in der 3er Version noch eine auf fast drei Stunden verlängerte englischsprachige Version mit deutschen Untertiteln zur Verfügung. Bei Ebay habe ich aber auch meine Version schon entdecken können. Vermutlich handelt es sich dabei um die Verleih-Version.
Preis: 9,90 Euro in der Videothek - gebraucht
=====
FAZIT
Wer sich für den Film Dune (Kinoversion) interessiert und der gerne gute Extras mag, dem kann ich die DVD Dune Der Wüstenplanet in der Paradise Version ohne Einschränkungen empfehlen. Wer sich genau für diese zweier-DVD interessiert, der sollte bei Ebay suchen oder wie ich in einer Videothek ausschau danach halten.
Liebe Grüße - Miara
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2004-06-27 20:58:33 mit dem Titel Sehr gute Filmumsetzung auf DVD mit vielen Extras
Dune - Der Wüstenplanet in der Paradise Edition mit zwei DVDs habe ich mir gebraucht in meiner Videothek für 9,90 Euro gekauft.Schon lange hat mich dieser ältere Science Fiction Film, der nicht umsonst als Kultfilm gilt, auch auf DVD interessiert. Nur der hohe Preis für die Paradise Edition, die ansonsten vielversprechend wirkte, hatte mich bisher abgehalten. Hier meine Meinung über Dune auf DVD in der Paradise Edition mit zwei DVDs.
ALLGEMEIN
Als 1984 Dune von Davyd Lynch ins Kino kam, da war auch Miara eine derjenigen, die sich diesen Film im Kino ansah. Als ich später nach Jahren die Fernsehversion ansah, war ich etwas enttäuscht. Es kann durchaus sein, dass Menschen, die zuerst die neuere Version sehen, da anders denken. Aber vieles von der Faszination des Filmes ging meiner Ansicht nach bei der Fernseh Version verloren. Daher hat mich persönlich auch immer nur die ältere Kino-Version auf DVD interessiert.
Bei guten Science-Fiction Filmen oder anderen Filmen mit vielen Special Effekts bin ich sehr an den Hintergründen, den Making Of Scenen und anderen Informationen zum Film interessiert. Neben der Möglichkeit, den Original-Film hier in verbesserter Tonqualität sehen zu können bietet die Paradise Edition mit zwei DVDs mir auch diese Möglichkeiten. Denn auf der zweiten DVD befinden sich hier nur Hitnergünde und sonstige Extras zum Film.
Dune ist so wie ich heute wieder gelesen habe, einer der meist gelesensten Science-Fiction Romane. Das Buch stammt von Frank Herbert. Zur damaligen Zeit, also 1984, setzte Davyd Lynch mit der Verfilmung von Dune neue Maßstäbe in Sachen Science Fiction. Vielleicht macht auch das den Reiz von Dune für mich persönlich aus.
INHALT
Das Jahr 6041. Shadam IV, der 370. einer Reihe von kosmischen Imperatoren, herrscht über das Galaktische Reich der Menschheit. Die Galaxien werden von mächtigen Adligen in seinen Diensten verwaltet. Der wertvollste Ort in diesem riesigen Reich ist Arrakis, ein Wüstenplanet. Denn nur auf diesem Planeten wird Spice gewonnen. Spice ist eine hochwirksame Droge mit unvorstellbaren Kräften. Sie ermöglicht das Reisen nur mittels Gedankenkraft.
Jahrhunderte lang hat das Haus der Harkonen auf Arakis geherrscht, den Space Abbau kontrolliert und die Bewohner, das Volk der Fremen, unterdrückt. Nun übernimmt das Haus Atreides die Regentschaft. Herzog Leo Atreides, seine Geliebte Lady Jessica vom Orden der Bede Gesserit und ihr gemeinsamer Sohn Paul wollen Terror und Korruption beenden und den Fremen Freiheit geben. Doch schnell werden sie vom heimtückischen und grausamen Baron Harkonnen gestürzt. Herzog Atreides wird getötet, sein Sohn und seine Geliebte stürzen mit ihrem Schiff in der Wüste Arrakis ab.
Dort kommen sie allerdings nicht ums Leben sondern stossen schnell auf die riesigen Sandwürmer, die auf Dune leben, so wird Arakis auch genannt. Schliesslich werden die beiden von den Fremen aufgenommen, die mehr und mehr zur Überzeugung kommen, dass Paul und seine Mutter Teil einer Prophezeiung sind. Eine Prophezeiung, in der es um die Befreiung der Fremen geht und um eine bessere Zukunft. Durch seine besonderen Fähigkeiten, mit denen Paul die Wüstenwürmer beherrschen kann, wird er schnell von den Fremen anerkannt. Aber ist er wirklich der Auserwählte?
MEINUNG ZUM FILM
Dune ist ein Film, der durch viel Mystik und Tiefe nicht so leicht verständlich und einem breiten Publikum zugänglich ist und war, wie es zur damaligen Zeit beispielsweise bei Krieg der Sterne der Fall war. Es ist ein Film, bei dem man sich sehr auf die Handlung konzentrieren muss und wer wie ich den Roman vorher nicht kannte, der ist beim ersten Mal Ansehen fast schon überfordert.
Die Original-Kino Version läuft zudem 129 Minuten. Und wer da nicht von Anfang an durchblickt, für den ist wohl dieser Film auch verlorene Zeit. Trotz allem, was vielleicht nicht ganz optimal ist, da der Durchblick nicht ganz einfach ist, gilt heute Dune als Meilenstein der Filmgeschichte. Und obwohl ich damals im Kino teilweise auch enttäuscht war, weil ich etwas Krieg-der-Sterne-artiges erwartet hatte, bin ich heute von dem Film überzeugt. Denn mittlerweile lege ich durchaus auch Wert auf tiefergehende Filme. Und die Dune-Sage hat an sich schon etwas faszinierendes.
Die Persönlichkeiten, die in dem Film dargestellt werden, sind sehr extrem. Es ist alles sehr fremdartig. Zum einen gibt es eine sehr seltsame Religion, bei der die Frauen eine dominante Rolle haben und nur sie mit Fähigkeiten ausgestattet sind, die Telepatie und ähnliches ermöglichen. Zum anderen gibt es Wesen, die kaum vorstellbar sind und Freude daran haben, andere zu Tode zu foltern. Und das mit sehr abartigen Methoden. Generell neigt auch dieser Film zur Schwarz-Weiß Malerei. Die hier gezeigten Wesen sind entweder abartig böse und verräterisch oder mutig, ehrlich und gut. Die einzige Abweichung sind diese begabten Frauen des Ordens, die fast immer unheimlich wirken.
Dune ist kein Actionfilm in dem Sinne, aber es gibt hier doch einige sehr gute Actionszenen. Das Besondere an Dune macht für mich die gute und interessante Darstellung fremdartiger Völker und Lebensweisen aus. Insbesondere die riesigen Sandwürmer von 100 bis 400 Meter länge finde ich sehr faszinierend.
Dune ist ein Film, in dem die Wahrwerdung einer Legende geschildert wird. Und so ist dieser Film eben auch religiös geprägt, wenn auch die Religiösität nicht mit der unsrigen vergleichbar ist. Es geht um Hoffnung und um den Überlebenskampf eines Wüstenvolkes und um den Machtkampf der Adligen um das Spice. Denn wer das Spice beherrscht und besitzt, der beherrscht auch die Galaxie.
Die schauspielerische Leistung bei diesem Film hat mir sehr gut gefallen. Alles wirkt unrealistisch und fremdartig und genau dadurch für die Darstellung einer vollkommen fremden Welt doch wieder logisch. Jürgen Prochnow spielt hier übrigens den leider schon ziemlich am Anfang gestürzten Herzog Leto Atreides. Da Prochnow erst nach diesem Film bei uns so richtig bekannt wurde, ist mir das damals gar nicht bewußt gewesen.
MEINUNG ZUR FILMDVD
Auf der DVD 1 befindet sich neben dem 129 Minuten Spielfilm auch noch zwei Kinotrailer. Ansonsten wird hinsichtlich Extras auf die DVD 2 hingewiesen, was mir persönlich sehr gut gefällt.
Die Bildqualität des Filmes lässt etwas zu wünschen über, wenn man nur neuere Filme gewohnt ist und diesen älteren Film damit vergleicht. Denn man bemerkt immer wieder zwischendurch diese kleinen störenden Bildblitzer. Die Farben wirken aber nicht umsonst frisch und angenehm. Denn die Macher haben hier durchaus auch das Bild etwas verbessert/restauriert. Das kommt in den Extras genau heraus. Dort kann man sich ansehen, wie der Film ohne Restauration aussehen würde. Insgesamt bin ich mit der Bildqualität doch sehr zufrieden.
Der Ton allerdings hat mich begeistert. In der deutschen Version kann man sich Dune sowohl in Dolby Digital 2.0 als auch in Dolby Digital 6.1 ansehen. Ich selbst habe mich für 6.1 entschieden und war begeistert von dem Dolby Surround Kinofeeling. In der englischen Version kann man übrigens zwischen 5.1 und 2.0 wählen.
Bei den beiden Trailern handelt es sich um Trailer in Originalsprache. Es macht Spaß, sie sich einmal anzusehen. Manchmal wie hier interessiert es mich, wie man damals Reklame für einen Film machte. Aber an sich sind Trailer nichts Besonderes.
Hervorheben möchte ich hier bei der Film-DVD noch die sehr guten animierten Menüs,, die Spaß machen. Ich mag es, wenn man sich in diesem Bereich Mühe gibt und das ist bei Dune der Fall.
MEINUNG ZUR EXTRA-DVD
Da hier sehr viele Extras geboten werden, gibt es bei der Paradise-Version von Dune auf DVD eine eigene DVD mit den Extras.
Die DVD wird in drei Bereiche unterteilt
1. Dokumentationen
2. Historie
3. Specials
1. Dokumentationen
Ich kann hier bei der Menge an Hintergrundinformationen, Filmausschnitten und geschnittenen Szenen nicht auf alle Details eingehen, das würde hier den Rahmen sprengen und wohl auch langweilen.
Aber sehr positiv möchte ich anmerken, dass man auch als jemand, der nicht so gut englisch spricht, hier kaum Probleme mit den Extras hat. Fast alles wird auf Deutsch erzählt bzw. begleitet und ansonsten mit deutschen Untertiteln versehen.
Insgesamt benötigt man sehr viel Zeit, um die Extra-DVD durchzugehen. Eine Stunde reicht da auf keinen Fall. Dafür bekommt man aber sogar Originalvorlagen und ähnliche "Schnäppchen" zu sehen.
Und natürlich ist auch die Extra-DVD wieder sehr gut animiert. So dass man beim Schalten zwischen den Themen auch noch seinen Spaß hat.
2. Historie,
Hier kann man sich mittels Blättern die ausgedachte Geschichte von Arrakis ansehen/durchlesen. Das ist wohl etwas für Menschen, die sich noch mehr mit Dune befassen möchten.
3. Specials
Hier gibt es den Bereich "Kochen mit Spice", einen "Themenpark" und den Bereich "Making of DVD". Im Themenpark befinden sich Bilder, Skizzen und Zeichnungen zu einem Schulprojekt zum Thema Dune. Unter Kochen mit Spice findet man tatsächlich auch fünf Kochrezepte, die man allerdings nicht nachkochen kann, da das Spice fehlt. Es ist allerdings lustig, sich diese Rezepte durchzulesen. So beginnt die Rezeptreihe beispielsweise mit einer Spice-Pizza, geht dann von der Fremen Suppe zum falschen Wurm hin zum Arrakis Kuchen und zum Ixianischen Tofu. Alles liest sich so, als könne man es tatsächlich nachkochen. Und bei making of DVD gibt erfährt man interessante Dinge zum Making der DVD, selbstverständlich auch in Deutsch.
Insgesamt war ich sehr lange mit der Extra-DVD beschäftigt,die mir sehr gut gefallen hat und viele Informationen sowie gute Bilder und Filmszenen bot. Ich bin sehr zufrieden damit gewesen, was hier an Extras geboten wird.
DATEN
Titel: Dune Der Wüstenplantet
Studio: Dino DeLaurentis (1984)
Verleih: Laser Paradise (2002)
Laufzeit: 129:11 min.
Altersfreigabe: FSK 16
Regie: David Lynch
Darsteller: Kyle Maclachlan, Sean Young, Jürgen Prochnow, Patrick Stewart, Sting
DVD-Typ: 2 x DVD-9
Fernsehnorm: PAL
Bildformat: Kinofassung: 2,35:1 (anamorph)
Audiokanäle
1. Deutsch, Dolby Digital 6.1
2. Englisch, Dolby Digital 5.1
3. Deutsch, Dolby Digital 2.0
4. Englisch, Dolby Digital 2.0
Untertitel: deutsch (bei englischer Fassung nicht ausblendbar)
Regionalcode: 2
Verpackung: Digipack
Sonstiges:
Im Handel wird die Paradise-Version teilweise mit drei DVDs angeboten, ich selbst habe allerdings die mir 2 DVDs. Soweit ich weiß steht in der 3er Version noch eine auf fast drei Stunden verlängerte englischsprachige Version mit deutschen Untertiteln zur Verfügung. Bei Ebay habe ich aber auch meine Version schon entdecken können. Vermutlich handelt es sich dabei um die Verleih-Version.
Preis: 9,90 Euro in der Videothek - gebraucht
FAZIT
Wer sich für den Film Dune (Kinoversion) interessiert und der gerne gute Extras mag, dem kann ich die DVD Dune Der Wüstenplanet in der Paradise Version ohne Einschränkungen empfehlen. Wer sich genau für diese zweier-DVD interessiert, der sollte bei Ebay suchen oder wie ich in einer Videothek ausschau danach halten.
Liebe Grüße - Miara weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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anonym, 28.06.2004, 01:04 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
"Dune" ist einer meiner absoluten Favorites. Schöner Bericht.
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Outkast24, 27.06.2004, 23:02 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Ich find den Film verdammt eklig aber auch verdammt gut!
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DUNE 1984, der einzig echte Wüstenplanet
06.08.2002, 13:37 Uhr von
Anderas73
Geboren wurde ich in einer eisigen Winternacht im Mai 1973 in der obersteirischen Stadt Bruck an ...Pro:
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Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Eigentlich wollte ich keine Bewertung über einen der besten Sci-Fi Filme aller Zeiten schreiben, aber der neuere Dreiteiler (Dune 2000) mit A. Newman, W. Hurt und Saskia Reeves hat mir zu denken gegeben - muß gute alte Ware unbedingt wieder aufgewärmt werden?
Nun gut, John Harrison ist nicht D. Lynch und hätte vielleicht bei "Tales from the crypt" bleiben sollen statt sich an solch einem Werk zu vergreifen.
Zum Inhalt, der in beiden Filmen ähnlich ist, im neuen zwar etwas ausgebaut und mit mehr Hintergrund, aber im wesentlichen gleich:
Haus Artreides (gemeint eine Form wie in "Herrscherhaus") unter der Herrschaft des gütigen und gerechten Duke Leto Atreides, gespielt von einem schweigsamen aber guten Jürgen Prochnow, soll die Kontrolle über Dune übernehmen.
Dune, Arakis, der Wüstenplanet, einzige Quelle des überaus wertvollen Rohstoff "Spice", heissumkämpft. Der Herr über Arakis zu sein, bedeutet unglaubleiche Macht.
Dies liegt am Spice, jener Substanz, die es den einem Navigator ermöglicht den Raum zu krümmen und so interstellare Entfernungen zurückzulegen.
Hier kommt auch schon eine der kleinen Mankos der 84'er Version zum Tragen: visuelle Effekte.
Natürlich kann man das heute bunter und lauter machen, aber trotz etwas hackeliger Animationen für einen knapp 20 Jahre alten Film ganz OK gemacht.
zurück zur Handlung: bis dato (der Film spielt "10.000 years into the future") hatte Haus Harkonnen die grausame Hand auf Arakis, gibt diese Macht aber fast ohne Widerstand ab, nur um später, gestärkt durch Truppen des Obersten des bekannten Universums, Padishah Emperor Shaddam IV, den Planeten wieder zurück zu erobern.
Dieser Plan wird durch des Dukes Sohn, Paul Atreides, verhindert. Kyle MacLachlan spielt diese Rolle sehr überzeugend, zeigt Gefühl wenn es passt und Härte wenn nötig.
Paul wird von den Fremen, den "Ureinwohnern" von Arakis aufgenommen und schließlich ihr Anführer um dann den den Plan der Harkonnen, den Planeten zurückzuerobern, zu vereiteln.
Das ist, sehr kurz zusammengefasst, der Inhalt, detailiertere Beschreibungen finden sich hier zu Hauf, ich versuche nur meine Eindrücke zu vermitteln.
Patrick Stewart spielt Gurney Halleck, einen der Lehrer des jungen Paul, mit einem Ausdruck der einem Mitglied der Royal Shakespeare Society würdig ist, wenn er in umwerfend schönem Englisch proklamiert "Moods are for cattle and loveplay, not for fighting!" ist klar, daß die Besetzung goldrichtig war.
Ambiente:
Die Requisiten haben nichts mit einem SciFi Streifen gemein. Die Atreides-Familie reist in einem Raumschiff, bequem in Grossmutters alten Leder-Sofas sitzend, es gibt Holztüren statt zischender Enterprise Schiebetüren.
Der Planet Giedie Prime ist schwarz, drohend und unglaublich böse in Szene gesetzt - düsterer Hintergrund zu einem meiner Lieblingsdarsteller: Sting! Der alte Pop-Barde hat seit Quadrophenia keine derart überzeugende Darstellung geboten und spielt mit bösem Grinsen so manchen an die Wand!
Musik:
Toto bringe die richtige Musik im richtigen Moment, Spannung wird aufgebaut und aufrechterhalten und bis zum Showdown gibt es keine schlecht oder langweilig vertonten Stellen. Der Showdon passiert übrigens über 130 Minuten nach dem Beginn, trotzdem hätte der Film etwas mehr länge vertragen um noch mehr Eindrücke zu vermitteln!
Zur DVD:
Ich kann den Bericht leider nicht in der DVD-Rubrik schreiben, da dort nur die neue, furchtbare 180 Minuten Version aufscheint, also mach ich hier die DVD-Features hin:
Hmmm, die Disk ist eine kreisrunde Scheibe mit 120 mm Durchmesser, etwa einen Millimeter dick. Das muß so sein, sonst passt sie in kein DVD-Laufwerk!
Was gibts noch... ach ja, ich hab das Teil bei meinem London Trip vor 2 Jahren im HMV Oxford Circus gekauft und unverzollt nach Österreich geschmuggelt - das hätte ich nicht tun sollen, aber ich hatte nicht eine schlaflose Nacht deswegen!
Sprache: englisch - und NUR englisch, das dafür in Dolby Digital 5.1... macht nicht viel Sinn bei einem so alten Film, schadet aber auch nicht - relativ geringer Rauschpegel!
Format: PAL, Widescreen 2.35:1
Laufzeit: 130 Minuten
Regionalcode: 2 (Europa)
Specials: Theatrical Trailer - leider nicht mehr...
Release Date: 10-1999
bezahlt habe ich damals etwa 15 Pfund, in etwa 23 Euro.
Fazit:
Jeder der den Film noch nicht gesehen hat, soll sich sputen und möglichst die englische Version organisieren, obwohl die Übersetzung nicht gerade schlecht ist.
LG aus Graz.at
Andreas weiterlesen schließen -
Perfekt und doch ungenügend
Pro:
als Film perfekt
Kontra:
als Buchverfilmung ungenügend
Empfehlung:
Ja
Gliederung:- 1. Vorwort
- 2. Teil 1 - Filmkritik
- 2.1. Story
- 2.2. Schauspieler
- 2.3. Athmosphäre
- 2.4. Special Effects
- 2.5. Fazit (1)
- 3. Teil 2 Buchumsetzung
- 3.1. Elemente
- 3.2. Themen
- 3.3. Logische Fehler
- 3.4. Fazit (2)
- 4. Gesamtfazit
1.Vorwort
David Lynchs Verfilmung der legendären Science Fictionromanreihe Dune - Der Wüstenplanet von Frank Herbert,kann man nicht anders beschreiben als es mein Titel verspricht.
Daher will ich diesen Beitrag in zwei Teile gliedern:
Zum Einen will ich den Film als Film betrachten und damit so,wie ich ihn das erste Mal gesehen habe.Der Zweite Teil dieses Beitrages wird sich mit dem Thema Umsetzung der Bücher beschäftigen,da ich den Film kürzlich auf Arte das Erste Mal sah,nachdem ich die Bücher gelesen habe.
2.Teil 1 Filmkritik
2.1. Story
Wir befinden uns weit in der Zukunft.Die Menschheit hat schon lange ihren Weg ins All gefunden und tuasende von Planeten besiedelt.
Die vorherrschende Staatsform ist die Monarchie!
Die Welten werden von Baronen,Grafen und Herzögen regiert,welche allesamt dem Padischahimperator unterstehen.
Doch die wahre Macht ist in Händen der Raumfahrergilde,ohne die kein interstellarer Transport möglich wäre.
In gigantischen Highlinern fliegen sie zwischen den Welten in zeitlich verlustfreien Reisen.
Doch die Navigatoren benötigen hierfür das Spice,die Melange,welche ausschließlich auf Arrakis der Wüstenwelt vorkommt.
Drei Adelshäuser lernen wir in dem Film kennen:
Die edlen Atreides,die das Lehen Arrakis erhalten und hier zugrunde gehen,ihre sadistischen Erzfeinde vom Haus Harkonnen und das Haus Corrino,das Adelsgeschlecht des Padischahimperators Shaddam IV.
Shaddam IV. gibt das Lehen Arrakis von den Harkonnen an den Atreidischen Herzog Leto I.,nur um gemeinsam mit den Harkonnen die Atreides auszulöschen.
Doch Paul,Letos Sohn und dessen Geliebte Jessica können zu den einheimischen Wüstenbewohnern,den Fremen,fliehen.
Mit Hilfe einer geheimen Atreidesschallwaffe und den Millionen Fremenkriegern gelingt es Paul die Prophezeiung vom Erlöser von Arrakis zu werden.
Er kommt hinter das Geheimnis,daß die riesigen Sandwürmer auf Arrakis das Spice produzieren und zwingt die Harkonnen und den Imperator mit Hilfe seiner Krieger und der Würmer in die Knie.
Mehr der Story erfahrt ihr in dem Teil der Buchumsetzung.
2.2 Schauspieler
Das Aufgebot liest sich nicht nur wie ein Who is Who,es ist eines!
Kyle McLachlan,
spielt den Paul Usul Muadib Atreides besser als es die Zusammenschneidung der Story eigentlich hergibt.
Trotz der abgewandelten Story lassen sich in seiner Gestik und Mimik noch gut die Konflikte zwischen heiligem Führer und Djihad,dem heiligen Krieg erkennen.
Eindrucksvoll stellt er zur Schau,wie der heranwachsende Paul in seiner Unsicherheit und seinen wachsenden Kräften reift.
Sean Young
spielt Pauls geliebte Chani.
Ein wenig blass bleibt der Charackter in der Story,aber ihre Liebe zu Paul und ihren Stolz als Fremenkriegerin setzt Sean wunderbar um.
Stets hocherhoben mit einer gewissen Spur an Arroganz erscheint sie und spiegelt damit sehr genau Herberts Romanvorlage.
Francesca Annis
spielt Pauls und Alias Mutter und Letos Geliebte Jessica.Ihre Figur leidet mit am Meisten unter dem Storyschnitt.
Umso besser spielt sie.
Ihre Angst um Paul zu Beginn ist sehr gut dargestellt,aber leider kann sie aufgrund der Storyknappheit die Angst vor dem Kwisatz Haderach,zu dem Paul zu Ende wird nicht mehr verkörpern.
Jürgen Prochnow
alias Herzog Leto Atreides.
Eine natürliche Eleganz legt der Schauspieler in die Gestik und Mimik,die mehr als angemessen ist.
Er ist der edle Herzog,er ist die Verkörperung des weisen und fürsorglichen Herrschers.
Meiner Ansicht nach mit die beste Leistung der Schauspieler!
Linda Hunt
alias Shadout Mapes,eine hochangesehene Fremen in den höfischen Diensten der Atreides.
Man hat mit dieser im Grunde genommen winzigen Rolle eine echte Allstarschauspielerin des Genres gefunden.
Linda ist nicht gerade ein seltenes Gesicht in Science Fiction Filmen und spielt gekonnt auch hier.Eine zurückhaltende und erfurchtergriffene Gestik und Mimik verdeutlichen den anwachsenden Respekt der Fremen vor Paul sehr gut.
Sie stellt im Roman die Ausgangsposition Pauls zu den Fremen dar und diesen verkörpert Linda perfekt!
Brad Dourif
alias Piter de Vries,der Mentat der Harkonnen.
Seine Figur wurde sehr genau aus dem Buch übernommen,da er schon früh stirbt.
Man erlebt die Bösartigkeit dieses menschlichen Computers in seiner ganzen Absurdität,was nicht unerheblich an Brads Fähigkeit sich überlegen und herablassend zu geben liegt!
Jose Ferrer
alias Padischahimperator Shaddam Corrino IV. ist nur wenig zu sehen und da auch nur in der Rolle des aufbrausenden Herrschers.
Eine gute Darstellung,aber die Figur gibt im Film leider nicht besonders viel her.
Richard Jordan
alias Duncan Idaho,einer von Pauls Lehrern und der Schwertmeister der Atreides.
Die Figur hat im Ganzen eine einzige Szene im Film und zählt damit definitiv zu den am schlechtesten umgesetzten.
Schwerlich vermisst bleibt Duncans Zeit bei den Fremen und seine Befreiung von Paul und Jessica.
Nundenn,da nur eine Szene bleibt betrachten wir sie in ihrer Gänze:
Leto ist auf Arrakis angekommen,wo Duncan bereits versucht hat Kontakt zu den Fremen zu finden.
Was Richard hervorragend darstellt ist Duncans Begeisterung von den Fremen.
Bei dem Satz "Sie wären einzigen richtigen Verbündeten" leuchten seine Augen geradezu.
Patrick Stewart
alias Gurney Halleck,Pauls zweiter Lehrer.
Nun daß Patrick ein erstklassiger Charackterdarsteller ist,ist nicht erst seit gestern bekannt und eine ähnliche Rolle wie in Star Trek oder in X-Men hat er auch hier verkörpert.
Ein wenig väterlich erscheint er gegenüber Paul und zeigt damit eindrucksvoll,einmal mehr,daß er diesen Typ im Schlaf darstellen kann!
Everett McGill
alias der Naib Stilgar von den Fremen,bei denen Paul und Jessica unterkommen.
Stolz ist ein Begriff,der für diese Figur gilt und auch gläubig ist die Figur,ja geradezu fanatisch in seinen Mahdi,in den Erlöser der Fremen Paul Muadib.
Den stolzen Fremenführer stellt Everett beeindruckend dar,leider leidet aber unter diesem Aspekt sein fantischer Aspekt gegenüber Paul und Jessica ein wenig.
Was am meisten schmerzt ist das Fehlen der Begegnung Stilgars mit Leto aus dem Buch,der für die Charackterisierung der Figur existentiell ist und Everett mehr Gelegenheit gegeben hätte sein Können zu beweisen.
Kenneth McMillian
alias Baron Wladimir Harkonnen.
Die Figur soll die Bösartigkeit schlechthin sein.
Abstoßend in seiner äußeren Erscheinungsform und grausam in seinem Umgang mit Untergebenen.
Einzig gegenüber seinem schönen Neffen Feyd-Rautha ist er gnädig.
Kenneth verkörpert das Böse!
Ich will zwar nicht wissen wie lange er jeweils in der Maske saß,aber optisch ist die Figur perfekt umgesetzt und Kenneths Gestik,Mimik und Sprachgebrauch ist wirklich herrlich passend!
Dean Stockwell
alias Letos Leibarzt Dr. Yueh.
Im Grunde ist er ein loyaler Diener der Atreides,doch die Harkonnen haben dereinst seine Frau gekidnappt,weswegen er den Harkonnen hilft.
Der innere Zwiespalt der Figur ist mit am Besten überhaupt umgesetzt.
In Großaufnahme zeigt man Deans nahezu perfektes Spiel der Mimik und der damit verbundenen Nervosität.
Sting
alias Feyd-Rautha dürfte am schlechtesten wegkommen,was eindeutig in seiner Unerfahrenheit im Schauspielgewerbe liegt.
Es fehlt ein wenig der Mut die Gestik und Mimik stärker zur Geltung zu bringen,aber im Vergleich zur heutigen Zeit,in der Schauspieler wie DiCaprio und co als gut gelten,muss man seine Leistung diesbezüglich auf Topniveau einstufen.
Alles in allem wurde praktisch jede Figur optimal besetzt und man kann mit Fug und Recht behaupten,daß der Film schon allein der Schauspieler wegen eindeutig sehenswert ist!
2.3. Athmosphäre
Um die Leistung des Regisseurs zu würdigen muss man sich die Athmosphäre des Films,die allgemein vorherrschende Stimmung ansehen.
Stets düster und mysthisch ist der Film und dies wird mit regelmäßig eingebauten Erzählungen eines unabhängigen Beobachters,der nicht gezeigt wird,untermauert.
Diese Stimme im Hintergrund wandelt und zeigt uns auch so manches Mal die Gedankengänge der agierenden Figuren.
Dadurch wird der optischen Ebene,die wir als Zuschauer erleben eine weitere Dimension hinzugefügt,ein Film wird damit gleichzeitig zu einer Erzählung und die Legende wird umgesetzt
2.4. Special Effects
Special Effects sind zwar vergänglich,da nur wenige Jahre später eine einstmals eindrucksvolle Szene im heutigen Vergleich armselig erscheint,sind sie dennoch erwähnenswert.
Zum einen erreichte man für die damaligen Verhältnisse eindrucksvolle Bilder von Weltraumflügen,Laserfeuer oder den unvergesslichen Anblicken der Sandwürmer.
Mag so manche Szene zwar aus heutiger Sicht,insbesondere das etwas arg monotone Erscheinungsbild der Gildehighliner,langweilen,so gibt es dennoch Szenen die unglaublich erscheinen und sogar Szenen die als Zeitlos betrachtet werden dürfen.
Der Sandwurm ist derart herrvorragend umgesetzt,das man auch heute noch staunt und so kleine Szenen wie das Attentat mittels einer ferngelenkten fliegenden Waffe erstaunt ebenfalls noch immmer in ihrer Umsetzung.
2.5. Fazit (1)
Betrachtet man den Film lediglich als Unterhaltung und vergleicht ihn lediglich mit anderen Filmen,insbesondere mit anderen Science Fiction Filmen,so darf man ihn getrost als perfekt bezeichnen.
Atemberaubende Athmosphäre,erstklassige Schauspieler,zeitlose Special Effects und eine komplexe Story;ja als Film an sich betrachtet ist der Film perfekt!
3. Teil 2 Buchumsetzung
3.1. Elemente
Im Prinzip taucht nahezu jedes Element des Buches im Film wieder auf.
Sowohl die agierenden Personen wurden vollständig erhalten,als auch die meisten Dinge im Hintergrund.
Die Schwesternschaft der Bene Gesserit taucht mit ihren Fähigkeiten der befehlenden Stimme,ebenso wie die großen Adelshäuser oder die heiligen Krieger Muadibs,die Fedaykin auf.
Allerdings erscheinen gerade die Bene Gesserit oder die Fedaykin und insbesondere die Figur Paul und seine Fähigkeiten nicht vollständig,da man nur begrentzt Filmzeit verbrauchen konnte.
Ein großer Teil der Story wurde ignoriert,insbesondere der große Teil,der sich im Kopf abspielt und damit das Buch dereinst so einmalig machte.
Was komplett fehlt ist sowohl Butlers als auch Pauls Djihad,die verhängnisvollen heiligen Kriege.
Hierdurch ergeben sich einige Probleme,so ist es im Film völlig normal so hochwertige Technologie wie Schallwaffen zu benutzen.
Die Angst vor Technologie war eins der wichtigsten Aspekte des Buches,zusammen mit dem Djihad und seinem Anhängsel des blinden Fanatismus.
Auch Pauls hellseherischen Kräfte und seine geborenen Erinnerungen fehlen komplett.
Desweiteren fehlt Pauls Sohn und damit ergibt sich ein logischer Fehler auf den ich später noch eingehe.
3.2. Themen
Wie schon erwähnt fehlen die Djihaads,sowie einzelne Kräfte der Bene Gesserit und Pauls.
Damit nimmt man einiges der Brisanz der Bücher heraus.
Zudem fehlt komplett die Missionaria Protectiva der Bene Gesserit und der damit verbundenen Prophezeiung der Fremen.
Im Buch wird hier sehr deutlich das Thema Missionierung und Religion im Allgemeinen verarbeitet und auch dieses hochbrisante Thema fehlt im Film komplett.
Schmerzlich vermissen darf man auch Duncans Tod und die damit verbundene Rettung Pauls und Jessicas.
Hier wurde nämlich erst deutlich welche Bedeutung der Planetologe Kynes hat und damit erst seine Ermordung durch die Harkonnen klar.
Am allerschwertsen vermisst man aber das offene Ende des Buches.
Im Film erlöst Paul den Planeten von heut auf morgen indem er es regnen läßt.Dies ist nicht nur unlogisch sondern auch langweilig.
Ein typisches Hollywoodende,daß schmerzlich die langwierige Arbeit der Planetologie der Folgebücher und dem damit verbundenen Aussterben der Sandwürmer vermissen läßt.
Wenigstens hat man folgerichtig die Gewinnung des Wassers des Lebens (ertränken eines kleinen Sandwurmes) einfach weggelassen.
3.3 Logische Fehler
Hiervon strotzt der Film nur so!
Als allererstes fehlt der Tod von Duncan Idaho der nie gezeigt wird und dennoch vorgegeben wird.
Man findet nicht einen Grund wann er gestorben sein könnte,schließlich befand er sich wärend des Angriffs bei den Fremen.
Hieraus ergeben sich wiederum zwei Folgefehler:
Die Ermordung von Planetologe Liet Kynes erscheint unlogisch.
Er arbeitet für den Padischahimperator und man findet keine Erklärung warum es die Harkonnen wagen sollten ihn zu ermorden.
Auch Yuehs Verat und Piter de Vries Tod erscheinen hieraus unlogisch.
Yueh verspricht für Letos Versuch den Baron zu töten (wobei versehentlich Piter stirbt) Paul und Jessica zu befreien,macht es aber nicht.
Diese Befreiung führt im Buch zum Kampf im Haus von Liet Kynes,wo Duncan sie solange aufhält,bis sie entkommen können.
Der nächste logische Fehler ergibt sich aus dem Weglassen der Missionaria Protectiva und dem sich damit entwickelnden Glauben der Fremen an Paul.
Der bedingungslose Gehorsam der Fremen bis in den Tod erscheint doch ein wenig ungewöhnlich,für jemanden den sie gerade mal so aufgenommen haben.
Auch das Weglassen von Pauls Sohn führt zu logischen Fehlern.
Im Buch wird der Sohn bei einem Angriff der Sardaukar getötet und dabei Pauls Schwester Alia gefangengenommen.
Die Filmvariante Alia einfach als Botin zu schicken erscheint mehr als unlogisch,da dies nicht nur ein riskanter Plan wäre,er hätte zudem keinen konkreten Nutzen.
Auch die Tatsache,daß die Harkonnen Thufir Hawat,den Mentat der Atreides leben lassen ist unlogisch.
Er erfüllt nach der "In Dienstnahme" keinen Zweck,ja er erscheint in keiner Szene mehr.
3.4. Fazit (2)
Als Buchverfilmung kann man den Film wirklich nur als ungenügend bezeichnen!
Die wichtigsten und brisantesten Themen und Konflikte wurden weggelassen und es ergeben sich hieraus eine derartige Menge an logischen Fehlern,daß es Liebhabern des Buches grausen muss!
Allein der Schluß nimmt dem Film die gesamte Großartigkeit der Buchreihe,da er sämtliche Konflikte beendet und damit eine Fortsetzung durch die Geschichten der Folgeromane unmöglich,ja absurd macht.
Bezeichnend hierbei ist vor allem,daß zwar des Imperators Tochter Prinzessin Irulan zugegen ist,ja sogar ihr Name im Abspann erscheint,sie aber eine reine Statistenrolle ohne Sprache und Sinn hat.
4. Gesamtfazit
Wie erwähnt kann man den Film unter den beiden genannten Aspekten betrachten und jeweils ihn perfekt oder grottenschlecht empfinden.
Sehenswert ist er,wie schon erwähnt,aufgrund der Schauspieler allemal und sofern man bereit ist das Buch zu vergessen,so wird man ihn lieben.
Meine abschließende Bewertung ergibt sich daher aufgrund der Tatsache daß der Film ansich eines der Paradebeispiele,was Science Fiction sein kann,ist!
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Kommentare & Bewertungen
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anonym, 27.10.2008, 18:28 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Sehr hilfreich. LG Just86
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