Pro:
Sound, Design, Sustain, Metallica, Brillanz
Kontra:
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Empfehlung:
Ja
1. Was ist ein Pickup
2. Begriffdefinitionen
3. Kaufentscheidung
4. Installation
5. Klang
6. Aussehen
7. Preis
8. Technische Daten
9. Tipps und Tricks
10. Fazit
Hallo liebe Yopiianer,
Hallo liebe Musiker,
Hallo liebe Gitarristen,
Wie schon in meinem Bericht über die Epiphone Les Paul Jr angedeutet möchte ich heute meinen Bericht über den Gitarrentonabnehmer EMG HZ H4 schreiben. Der Bericht wendet sich vor allen dingen an die beiden Letztgenannten, also an Musiker und Gitarristen, da ich mir vorstellen kann, dass ein Bericht über einen Gitarrentonabnehmer für den Otto-Normal-Yopiianer hartes Brot bedeutet. Trotzdem ein kleines Vorwort
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1. Was ist ein Gitarrentonabnehmer / Pickup
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Dieser Punkt, kann natürlich von allen Gitarristen oder Musikern, die sowieso auf der Suche nach einem Pickup sind und diesen hier in Erwägung ziehen getrost übersprungen werden. Er dient nur dazu für alle Unwissenden, die es bis hier hin geschafft haben Klarheit zu schaffen.
Ein Gitarrentonabnehmer unter Insider oder Anglizismenfetischisten unter euch auch Pickup genannt ist ein wesentlicher, wenn nicht der wesentliche Bestandteil einer E Gitarre. Das Prinzip der Klangerzeugung bei E Gitarren ist prinzipiell sehr einfach. Die Saiten der E Gitarre schwingen in einer bestimmten Frequenz, die die Tonhöhe ausmacht. Da die Saiten aus Stahl bzw. Nickellegierungen bestehen besitzen sie ferromagnetische Eigenschaften, sind also magnetisch. Wer in Physik in der Mittelstufe einigermaßen aufgepasst hat, weiß auch, dass wenn sich nun eine solche Stahlseite in einem Magnetfeld bewegt ein Strom induziert wird. Genau auf diesem Prinzip beruht die E Gitarre und genau dieser Magnet ist der Gitarrentonabnehmer oder Pickup. In ihm wird ein Strom induziert, und zwar ändert sich die Fließrichtung genau in derselben Frequenz wie die Saite schwingt. Der Verstärker wandelt dieses elektronische Signal jetzt in einen Ton um und fertig ist das Klangvergnügen… zumindest in der Theorie.
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2.Begriffdefinitionen
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Ich möchte noch insgesamt zwei Begriffe klären, da es ansonsten zu Missverständnissen kommen kann. Bei Pickups unterscheidet man grundsätzlich zwei Typen:
1. Single Coil Tonabnehmer
Diese Art der Pickups besteht aus insgesamt 6 Magnetstiften ( für jede Saite einen ) und einer außen liegenden Spule. Diese Pickups liefern einen messerscharfen, sehr klaren Sound haben aber einen großen Nachteil: Sie erzeugen elektromagnetische Störgeräusche, was sich im Verstärker als ein ständiges mehr oder weniger starkes Brummen äußert.
2. Humbucker (zu Deutsch… Brummunterdrücker )
Dieser Art der Pickups, zu der auch der EMG HZ H4 gehört, wurde speziell dazu entwickelt eben diese Beschriebene Brummen zu unterdrücken, er besteht praktisch aus zwei hintereinander verschalteten Single Coil Pickups die verkehrt herum zueinander stehen. Beide erzeugen nun ein Brummen, was sich aber durch die Verschaltung vereinfacht gesagt, wegaddieren lässt.
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3. Kaufentscheidung
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Für die meisten von euch mag ein Pickup jetzt nur ein paar einfache Magneten sein die von einer Kupferspule umwunden sind, warum baut man sich den also nicht ganz einfach selber und erzeugt so seinen eigenen Sound, bzw. was macht den EMG so einzigartig. Nun ja… bei den Tonabnehmerherstellern gehen generell in der Werbung viele Gerüchte umher und auch bei vielen Gitarristen herrscht der Mythos vor, dass die Tonabnehmer etwas von einer anderen Welt sind.
Bei meiner Kaufentscheidung habe ich etwas anders abgewogen. Ich suchte einen Pickup der genau auf mich zurechtgeschnitten war. Ich benötigte, einen Humbucker, der für einen Lead Gitarristen gemacht war, also ordentlich Druck hinter dem Ton erzeugt der lange anhält. Meine Recherchen führten mich schnell zum Pickuphersteller EMG. Bekannte Gitarristen, besonders aus der Metal Szene vertrauten den EMG Pickups schon sehr lange. Mein Augenmerk viel dann sehr schnell auf den EMG 81. Dieser Pickup wurde von Kirk Hammet, dem Gitarristen von Metallica verwand, konnte also qualitativ nur überzeugen. Leider bedeutet ein aktiver Pickup ( ein Tonabnehmer, bei dem der Ton schon in der Gitarre vorverstärkt wird ) auch immer noch eine Batterie, die in meiner Epiphone nicht unterzubringen war. Ich suchte also nach einer Alternative und stieß auf den EMG HZ H4. Dieser Pickup war baugleich zum EMG 81 von Kirk Hammet, nur eben ohne das Aktiv. Sofort bestellte ich ihn mir im Musikhaus meines Vertrauens.
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4. Installation
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Ein Punkt, über den ihr euch im Vorhinein darüber klar sein müsst, bevor ihr einen Pickup kauft ist die Installation. Man kann den Pickup nicht einfach mit einem Schraubenzieher ausbauen und den neuen einsetzten, nein, die Kontakte sind miteinander verlötet. Ich persönlich kann hier nur meine Eigenen Erfahrungen schildern.
Als Heimwerker, dachte ich mir. Löten, so schwer kann das doch nicht sein. Habe mir also einen Lötkolben eines Freundes ausgeliehen, schnell einen Blick auf die Einbauanleitung geworfen ( die übrigens sehr detailliert ist: Man findet für jede erdenkliche Variation einen Schaltplan ) und den Lötkolben angeworfen. Nun muss man dazu sagen, dass ich persönlich noch nie einen Lötkolben in der Hand hatte, habe es dann aber doch einigermaßen gut auf die Reihe bekommen. Für Lötkolbenartisten, die sowieso handwerklich begabt sind, stellt der Einbau also definitiv keinerlei Probleme dar, wer sich allerdings unsicher ist, dem Rate ich beim örtlichen Elektriker vorbeizuschauen.
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5. Klang
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Endlich war es soweit. Ich hatte den EMG HZ H4 in meiner Gitarre, es konnte endlich losgehen. Hierbei möchte ich noch erwähnen, dass ich sehr gut in der Lage bin auf den Klang einzugehen, da der HZ H4 bei mir als einziger Pickup arbeitet, d.h. das Klangbild nicht noch durch einen zweiten verfälscht wird.
Die Gitarre also so schnell wie es ging an meinen Übungsverstärker angeschlossen ( ein No Name Verstärker mit gerade mal 20 Watt ) und was hörte ich ? zunächst einmal gar nichts, was mich sehr positiv überraschte. Der Humbucker schien seine Arbeit zu tun, und das überaus gut. Zum teil auch durch den verwendeten Keramikmagneten ( ja, es gehörte also doch etwas mehr dazu als ein Paar Magneten und einer Kupferspule um einen guten Tonabnehmer zu bauen)
Als ich dann die ersten Töne spielte war ich schlichtweg erschlagen von der Brillanz des Tons. In diversen Musikläden hatte ich schon Fender Stratocasters angespielt, aber dieser Sound war einfach zum verlieben. Ich versuchte es mit allen möglichen Verstärkereinstellungen, und der Sound war immer mehr als überzeugend. Der EMG HZ H4 hat einen High-Output, was heißt, dass die Höhen besonders stark unterstützt werden, das die oberen Saiten schneller verklingen. Von daher sind die Höhen glasklar und auch die Bässe wurmen so wie ich es noch nie zuvor bei einer Gitarre gehört habe. Wohl gemerkt, dass alles nur mit meinem Übungsamp von Vision, der qualitativ eher minderwertig war.
Schließlich war der Tag unserer ersten Bandprobe nach dem Umbau gekommen. Unser zweiter Gitarrist, besaß einen Marshall Verstärker mit satten 100 Watt, den Kennern unter euch wird das sicherlich etwas sagen und er wunderte sich, warum sich meine Gitarre besser und satter anhörte als seine. Er spielte nur eine Squire, die mit drei Single Coils augestattet war und dann war der Moment gekommen. Ich „lieh“ mir mal kurz den Verstärker unseres zweiten Gitarristen aus und das Traumduo war geboren. EMG + Marshall, Metallica stand nichts mehr im Wege.
Was nun folgte war wirklich fast nicht mehr in Worte zu fassen. Der Sound war so brillant, glasklar und druckvoll, dass mir nach den ersten paar Akkorden fast der Unterkiefer ausrenkte. ;) Das Sustain ( also die Zeit, wie lange ein Ton hält, bzw. die Saite schwingt ) war unglaublich lang. Zwar konnte der EMG HZ H4 nicht die Saite länger schwingen lassen, das war Aufgabe der Verarbeitung der Gitarre, aber er vermag es auch noch geringste Schwingungen in einen Ton umzuwandeln.
Was mich persönlich auch noch wirklich sehr überraschte, war der clear Klang des EMG HZ H4. Oftmals ist es so, dass Humbucker zwar im Distortion (also verzerrten ) Bereich klasse Leistungen bringen, aber im klaren Bereich eher Schwammig und matt klingen. Dieses Phänomen zeigt sich beim EMG HZ H4 keinesfalls, zwar kann er nicht mit dem klaren Sound eines anständigen Single Coil mithalten, aber das muss er auch gar nicht, und für gelegentliches Clear reicht er allemal aus.
Kurz um kann ich nur sagen, dass der Klang des EMG HZ H4 alle meine Erwartungen um ein weites gesprengt hat, das mag jetzt zwar etwas euphorisch klingen, aber wer selbst mal Gitarre gespielt hat, kennt das Gefühl.
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6. Aussehen
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Kommen wir zu einem weitern Punkt, dem Aussehen des Pickups. Vielen Gitarrentonabnehmern sieht man ihren Ursprung noch an. Man erkennt noch jegliche Magnetstifte und das ganze wirkt alles noch etwas roh. Ganz anders beim EMG HZ H4.
Dieser liegt in einer edel wirkenden, schwarzen Schale. Unten rechts findet sich in silberner Schrift die Aufschrift EMG HZ, was wirklich sehr edel wirkt. Vom Design her sind die EMG Pickups allgemein sehr gelungen.
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7. Preis
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Der Preis. Ein Faktor, der für mich bei diesem Kauf eine eher sekundäre Rolle spielte. Der EMG HZ H4 ist für stolze 80 € zu haben. Eine interessante Tatsache, wenn man bedenkt, dass meine Gitarre, eine Epiphone Les Paul Junior ( siehe anderer Bericht ) nur 120 € gekostet hat ;). Jetzt mögen sich vielleicht einige Fragen: 80€ für einen Magneten in ner Plastikschale, der Typ is doch bekloppt. Das werden dann eher, die nicht Gitarristen unter euch sein, ein jeder andere Musiker wird den Klang einfach nur zu schätzen wissen. Und ich kann mir kaum vorstellen für den gleichen Preis etwas besseres zu bekommen.
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8. Technische Details
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Für die Elektriker unter euch:
Induktivität: 7.37 henries
DC Widerstand: 13,65 KOhm
Resonanzfrequenz: (1) 1700 Hz
Resonanzfrequenz: (2) 2950 Hz
Z @ Resonanz: (1) 78,7 KOhm
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9. Tipps und Tricks
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Hier möchte ich noch ein paar kleine Tipps und Tricks einbauen, für diejenigen, die den gleich Pickup besitzen, oder aber wirklich mit dem Gedanken spielen sich eben diesen anzuschaffen.
Was ich nach mittlerweile 5-monatigem intensiven Gebrauch festgestellt habe ist, dass der Volumeregler (leider) relativ wenig Einfluss auf die Lautstärke hat, dafür aber die Brillanz des Tons sehr deutlich darunter leidet. Ich empfehle daher, die Lautstärke ausschließlich über den Verstärker zu regeln.
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10. Fazit
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Was bleibt nun noch abschließend zu sagen? Der EMG HZ H4 eignet sich wirklich für jeden Gitarristen. Auch alleine produziert er absolut phantastische Sounds, wie ich es persönlich noch nicht vorher erlebt hab. Man kommt dem Idealsound seiner Idole wirklich ein ganzes Stück näher. Zwar sollte man niemals versuchen einen Sound einer Band etc. nachzuäffen und es ist lobenswert seinen eigenen Sound zu finden, dennoch schwingt mit dem EMG HZ H4 immer noch ein bisschen Metallica-Feeling mit. Somit eignet sich der EMG HZ H4 auch besonders für alle Metal Fans, aber auch für Rock und Punk ist der EMG wie geschaffen.
Im Nachhinein kann ich den EMG wirklich nur jedem Gitarristen ans Herz legen, die 80 € sind wirklich gut investiertes Geld.
In diesem Sinne, vielen Dank für eure Zeit, wenn ihrs bis hierhin geschafft habt ;) Ich hoffe ich konnte potentiellen Käufern behilflich sein.
Euer Dave-e
PS: Leider gab es auf der Homepage von EMG keine Hörbeispiele für den EMG HZ H4, sollte es jemanden geben, der mal hereinhören möchte, der möge dies doch bitte über einen Kommentar mit E-Mail hinterlassen, ich wird mich dann bemühen ihm/ihr eine MP3 zu schicken. weiterlesen schließen
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