Pro:
liebes Wesen
Kontra:
oft überzüchtet mit gesundheitlichen Problemen
Empfehlung:
Ja
Im Folgenden möchte ich Euch erzählen, wie es zu dem Wunsch kam, einen Hund halten zu wollen und warum es unbedingt eine Englische Bulldogge sein sollte.
Alles fing an mit Telly, der Hündin meiner Schwester Bine. Sie ist ein Carne Corso / Stafford Mix und eine gaaaanz Liebe. Zwar hat sie ziemlich oft ihren eigenen Kopf und so manches Mal ihre „Ausbrüche“, ist aber total verschmust. War das vielleicht niedlich anzuschauen, als Bine das erste Mal zu unserer Mama nach Haus kam mit dem kleinen Knuddelchen auf dem Arm. Sie war der Star zu Haus. Mittlerweile ist sie schon 2 Jahre jung und sie hält immer noch alles auf Trapp, wenn sie da ist. Das ist so ziemlich jedes Wochenende. Ist einfach fantastisch, wie sie sich freut, wenn man zur Tür herein kommt. Dann wackelt sie mit ihrem kleinen Ärschchen und man hat den Eindruck, sie weiß gar nicht wo hin mit ihrer ganzen Freude. Zwar muss man auch einige Einschränkungen hinnehmen, aber die kompensiert sie voll und ganz.
Von da an war für mich klar, dass auch ich einen solchen Freund an meiner Seite haben wollte.
Mein Freund Chrischi war voll begeistert von der Hunde-Idee, da auch er 5 Jahre lang mit seinem Hund Lloyd, ein Stafford, zusammen gelebt hat. Den wollen seine Eltern jetzt allerdings nicht mehr hergeben. Da kann man mal sehen, was so ein Tier bewirkt.
Jetzt stellte sich die große Frage, welche Rasse die „richtige“ für uns sein würde. Wir haben in Rostock eine Wohnung ohne Grundstück und sind beide berufstätig. Es sollte somit ein Hund sein, der nicht zu groß ist und dessen Bewegungsdrang sich in Grenzen hält. Auch unbedingter Gehorsam ist uns nicht übermäßig wichtig. Der Hund kann ruhig etwas seinen eigenen Kopf haben und einfach Kumpel sein.
Dann ging das Recherchieren im Internet los. Nach etwas längerem Suchen bin ich auf die Englische Bulldogge gestoßen. Ich habe mir einige Fotos im Netz betrachtet und war hin und weg – diese großen, gutmütigen Kulleraugen, das faltige Gesicht, ich war fasziniert. Als ich mir dann die Wesensbeschreibungen durchgelesen habe, stand für mich der Entschluss,, das wird unser Hund. Besonders beeindruckt hat mich die Ähnlichkeit ihres Verhalten zu dem des Menschen. Mich hatte das Bulldog-Virus erwischt.
Ich habe mich dann einem Englische Bulldoggen Forum angeschlossen (www.englischebulldogge.de jetzt www.bullyboard.de) um weitere detailliertere Informationen von Besitzern dieses Hundes zu bekommen. Wie ich es schon befürchtete stellte sich heraus, dass es um die Gesundheit der Bullys oftmals nicht gut bestellt ist als Folge der Überzüchtung. Natürlich hatte ich meine Bedenken, mit dem Kauf eines solchen Hundes dies auch noch zu unterstützen.
Nach weiterem Suchen fand ich dann die Lösung. Auf der Homepage von Frau Angehrn, einer Züchterin aus der Schweiz, las ich von einer neuen Zuchtlinie. Diese Frau hat es sich zum Ziel gesetzt gesündere, sportlichere Bulldogs zu züchten in Orientierung an den alten Typus. Ich habe mir ihre Würfe und Erfahrungen angeschaut und finde ihre Bemühungen wirklich ehrenwert. Die Ergebnisse können sich meines Erachtens sehen lassen.
Um genaueres darüber zu erfahren habe ich ihr Buch gekauft und es mit viel Freude gelesen. Es war schön nach all dem Negativen über die Gesundheit des Bulldog dieses Buch zu lesen. Besonders beeindruckt hat mich, mit wieviel Liebe, aber auch Verstand sie ihre Zucht betreibt. Ihre Hunde heißen Pickwick Bulldog Old Type (PBOT). Ich habe dann über o.g. Forum Kontakt zu einigen Besitzern von Hunden dieser Linie aufgenommen. Sie haben mir das bestätigt, was ich durch das Buch und die Homepage von Frau Angehrn erfahren habe. Ab diesem Zeitpunkt war für mich klar, wenn eine Englische Bulldogge, dann nur eine von Frau Angehrn.
Im März diesen Jahres waren wir auf der Internationalen Rassehunde Ausstellung in Berlin. Dort bin ich zum ersten Mal so richtig mit Bulldogs in Berührung gekommen. Sie waren ja soooo niedlich und ihr Verhalten sucht wirklich seinesgleichen unter den anderen Rassen. Am Liebsten hätt ich gleich einen mitgenommen. Dieses Erlebnis hat mich noch einmal in dem Wunsch bestärkt, eine Englische Bulldogge zu halten.
Allerdings sind die Begleitumstände noch nicht passend. Ich bin wegen meiner Arbeit jeden Tag von 5 Uhr bis 18 Uhr unterwegs. Sich dann einen Hund zu halten ist absolut verantwortungslos und geht einfach nicht! Aber glücklicherweise ändert sich das im Dezember. Ach wenn man die Zeit doch ein wenig vordrehen könnte ... !
Wer noch weitere Infos über die Rasse habe möchte, kann sich im Folgenden den offiziellen Rassestandart durchlesen, der natürlich nicht von mir verfasst wurde und dessen Fehlinterpretation zu den bekannten Missbildungen und gesundheitlichen Problemen führte:
ALLGEMEINE ERSCHEINUNG: Kurzhaarig, untersetzt, eher tief gestellt, breit gebaut, kraftvoll und kompakt. Massiver Kopf, im Verhältnis zum Körper ziemlich groß. Kein Merkmal darf derart dominieren, dass die Ausgewogenheit insgesamt gestört ist, oder der Hund verformt oder in seiner Bewegungsfreiheit beeinträchtigt erscheint. Gesicht kurz, Fang breit, stumpf und nach oben gerichtet. Körper kurz, gut zusammengefügt, Gliedmaßen stämmig, gut bemuskelt und von starker Kondition. Hinterhand hoch und kräftig, aber im Vergleich zur schweren Vorhand etwas leichter. Hündinnen nicht so großrahmig und stark entwickelt wie Rüden.
CHARAKTERISTIKA: Vermittelt den Eindruck von Entschlossenheit, Kraft und Aktivität.
WESEN: Aufmerksam, kühn, loyal, zuverlässig, mutig, grimmiges Aussehen, aber liebenswürdig im Wesen.
KOPF UND SCHÄDEL: Kopfumfang groß, sollte (vor den Ohren gemessen) ungefähr der Schulterhöhe des Hundes entsprechen. Von vorne gesehen erscheint der Kopf vom Kinn bis zum Scheitel sehr hoch, auch sehr breit und kantig. Sich neben den Augen ausdehnende, gut gerundete Backen. Von der Seite gesehen erscheint der Kopf vom Hinterkopf bis zur Nasenspitze sehr hoch und kurz. Stirnpartie flach, lose Hautfalten auf und um den Kopf, die aber weder zu stark ausgebildet sind noch das Gesicht überlappen dürfen. Stirnknochen ausgeprägt, breit, quadratisch und hoch; tiefe und breite Einbuchtung zwischen den Augen. Vom Stop verläuft bis zur Mitte des Scheitels eine breite und tiefe Stirnfurche, die bis zum Hinterhauptbein fühlbar ist. Gesicht vom vorderen Teil der Backenknochen bis zur Nasenspitze kurz, mit Hautfalten. Fang kurz, breit, aufwärts gebogen und vom Augenwinkel bis zum Lefzenwinkel sehr tief. Nase und Nasenlöcher groß, breit und schwarz, keinesfalls leberfarben, rot oder braun. Nasenspitze in Richtung der Augen zurückgesetzt. Abstand vom inneren Augenwinkel (oder von der Mitte des Stops) bis zur Nasenspitze nicht länger als jener von der Nasenspitze zum Rand der Unterlippe. Nasenlöcher groß und weit geöffnet mit einer deutlichen, senkrechten, geraden Linie dazwischen. Lefzen dick, breit, hängend, und sehr tief, den Unterkiefer seitlich vollständig überlappend, aber nicht vorne; dort müssen sie bis zur Unterlippe reichen und vollständig die Zahnreihe bedecken. Kiefer breit, massiv und kantig. Unterkiefer vorne beträchtlich länger als der Oberkiefer und aufgebogen. Von vorne gesehen müssen die verschiedenen Partien des Gesichtes beidseits einer gedachten Mittellinie gleichmäßig ausgewogen erscheinen.
AUGEN: Von vorne gesehen tief unten im Schädel eingesetzt, gut entfernt von den Ohren. Augen und Stop in einer geraden Linie, in rechten Winkeln zur Stirnfurche. Weit auseinander eingesetzt, jedoch die äußeren Augenwinkel noch innerhalb der Backenaußenlinie liegend. Ihre form rund, mäßig groß, weder eingesunken noch hervorstehend Augenfarbe sehr dunkel - nahezu schwarz. Sie dürfen kein Weiß zeigen, wenn der Hund geradeaus schaut.
OHREN: Hoch angesetzt, so dass der Vorderrand von beiden Ohren, von vorne gesehen, die Fortsetzung der Außenlinie des Oberkopfes, an seinem höchsten Punkt, bildet. Sie sollten möglichst weit auseinander, möglichst hoch über den Augen und möglichst weit von diesen entfernt sein. Klein und dünn. "Rosenohren" sind korrekt, d.h. auf der Rückseite nach innen gefaltet und zurückgelegt, der obere oder vordere Ohrenrand fällt nach außen und hinten, das Innere der Ohrmuschel ist teilweise sichtbar.
GEBISS: Kiefer breit und kantig, die sechs kleinen Schneidezähne in gerader Linie zwischen den Fangzähnen, welche weit auseinander stehen. Zähne groß und kräftig, bei geschlossenem Fang nicht sichtbar. Von vorne gesehen, steht der Unterkiefer direkt und parallel unter dem Oberkiefer.
HALS: Von mäßiger Länge (eher kurz als lang), sehr dick, tief und kräftig. Gut gewölbte Nackenlinie, mit viel losen, dicken Hautspalten im Bereich der Kehle, beidseitig vom Unterkiefer bis zur Brust eine Wamme bildend.
VORDERHAND: Schultern breit, schräg liegend und tief, sehr kraftvoll und muskulös, geben den Anschein, als wären sie seitlich des Körpers befestigt. Brustkorb geräumig, rund und sehr tief vom oberen Schulterrand bis zum untersten Punkt des Brustbeines. Gut zwischen die Vorderläufe heruntergelassen. Brustkorb groß um Durchmesser, hinter den Vorderläufen rund (nicht flachrippig sondern gut gerundete Rippen). Vorderläufe sehr stämmig und stark, gut entwickelt, weit auseinander stehend, dick, muskulös und gerade. Die äußere Linie erscheint eher gewölbt, aber die Knochen sind stark und gerade, nicht krumm oder gebogen; im Verhältnis zu den Hinterläufen kurz, aber nicht so kurz, dass dadurch der Rücken lang erscheint oder die Aktivität des Hundes darunter leidet und er verkrüppelt wirkt. Ellbogen tief angesetzt, deutlich vom Rippenkorb abstehend. Vordermittelfuß kurz, gerade und kräftig.
RUMPF: Brustkorb breit, seitliche gerundet, ausgeprägt und tief. Rücken kurz, kräftig, im Schulterbereich breit, in der Lendenpartie vergleichsweise schmäler. Unmittelbar hinter den Schultern ist der Rücken geringfügig eingesenkt (tiefste Stelle), von da an steigt die Wirbelsäule bis zu den Lenden an (wobei der oberste Punkt der Lendenpartie höher liegt als die Schulter), danach fällt die Oberlinie - einen Bogen bildend - zur Rute hin steiler ab (genannt "roach-back"), ein für diese Rasse charakteristisches Merkmal. Körper bis weit nach hinten gut aufgerippt, Bauch aufgezogen und nicht hängend.
HINTERHAND: Hinterläufe starkknochig und muskulös, vergleichsweise länger als die Vorderläufe, wodurch die Lendenpartie erhöht wird. Sprunggelenke leicht gewinkelt, tiefstehend. Läufe lang und muskulös von der Lende bis zum Sprunggelenk, den Hintermittelfuß kurz, gerade und stark. Kniegelenke rund und leicht auswärts gedreht, wodurch sich die Sprunggelenke einander nähern und die Pfoten auswärts gestellt werden.
PFOTEN: Vorderpfoten gerade und ganz wenig auswärts gestellt, von mittlerer Größe und mäßig rund. Hinterpfoten rund und kompakt, Zehen kompakt und dick, gut voneinander getrennt, gut aufgeknöchelt.
RUTE: Tief angesetzt, an der Wurzel ziemlich gerade heraustretend und dann nach unten gebogen. Rund, glatthaarig und ohne Fransen oder grobe Behaarung. Mäßig lang - eher kurz als lang - dick am Ansatz, sich generell zu einer feinen Spitze verjüngend. Abwärts gerichtet getragen (ohne aufwärts gebogenes Rutenende) und nie über die Rückenlinie.
GANGART/BEWEGUNG: Vornehmlich schwer, gebunden, scheint mit kurzen, schnellen Schritten auf den Zehenspitzen zu gehen; hebt die Hinterläufe nicht hoch vom Boden, was aussieht, als ob sie über den Boden gleiten würden; beim Laufen werden die Schultern abwechselnd etwas vorgeschoben.
HAARKLEID: Von feiner Struktur, kurz, dicht und glatt, (hart nur infolge Kürze und Dichte, jedoch niemals borstig.)
FARBEN: Einfarbig, oder einfarbig mit schwarzer Maske, (Smut). Farben: (die immer leuchtend und rein in ihrer Art sein sollten): Gestromt, Rot in allen Schattierungen wie rehbraun, falb, fahl, u.s.w. Weiße und Gescheckte (d.h. weiß in Kombination mit jeder der oben genannten Farben). "Dudley" (d.h. mit unpigmentierter Nase), schwarz und schwarz mit braun, höchst unerwünscht.
GEWICHT: Rüden 25 kg (55 Ibs) Hündinnen 22,7 kg (50 Ibs)
FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum grad der Abweichung stehen sollte.
ANMERKUNG: Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden. weiterlesen schließen
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