Pro:
Behindertengerecht, günstig, reichlich Parkplätze
Kontra:
der Rest
Empfehlung:
Nein
Vor etwas über einem Jahr heiratet meine Tochter, die große Frage war, wo wir alle untergebracht werden sollten. Ich lebte zu diesem Zeitpunkt noch in NRW, wir brauchten also ein Hotelzimmer. Meine Tochter kam auf die grandiose Idee, uns im Etap Hotel Quickborn ein zu quartieren. Da ich Holsteinerin bin und lange in Quickborn gelebt habe, fand ich die Idee gar nicht so schlecht, so kam ich mal wieder in meine alte Umgebung und konnte schauen was sich alles so verändert hatte in meiner Abwesenheit.
Etap Hamburg Nord
Pascalkehre 10
25451 Quickborn
Ein Hotel mit insgesamt 86 Zimmern, davon sind 32 Zimmer für die Nichtraucher vorgesehen. Im Jahre 1996, wurde das Etap Hotel im Gewerbegebiet von Quickborn erbaut.
Die Buchung verlief völlig simpel und ohne jegliche Probleme. Wir hatten uns für die telefonische Reservierung entschieden, die Rufnummer findet man im Internet. Eine ganz schnelle Art und Weise zu buchen, nicht lange hin und her schreiben und auf eine Bestätigung warten. Online scheint eine Buchung ebenso unkompliziert zu sein, jedenfalls konnte ich dies anderen Berichten entnehmen. Eigene Erfahrungen habe ich mit der online Buchung nicht gemacht, ich ziehe grundsätzlich die einfachere Variante vor. Eine freundliche Männerstimme bestätigte mir die Reservierung, eine Zahlung vorab wurde nicht verlangt.
Das Hotel liegt direkt an der Autobahn A7, im Gewerbegebiet von Quickborn. Da es am Rande des Gewerbegebiets liegt stört der Lärm durch Autobahn und Berufsverkehr nicht sonderlich. Von außen machte es einen seltsamen Eindruck auf mich, nicht gerade einladend. Da wir früh morgens bereits in Quickborn ankamen hatten wir an der Rezeption einen Ansprechpartner, unsere Buchung war vermerkt und so wurde ein gescheckt.
Die Zahlung für den Aufenthalt wird grundsätzlich bei Ankunft geleistet. Wir bekamen einen Zettel auf dem sich die Nummer des Zimmers und ein Code für die Tür befanden, diese Zahlen muss man eingeben um in diesen Raum zu gelangen. Mein erstes Problem sollte Einzug halten, ich bekam die Tür einfach nicht auf. Etwa 10 Minuten stand ich nun da und versuchte vergeblich die Tür zu öffnen, mich hat das ganz schön genervt, kaputt und erschöpft von der Fahrt und dann so was. Der junge Mann von der Rezeption kam zur Hilfe und erklärte mir das System noch einmal. Freundlichkeit war offensichtlich ein Fremdwort, er wirkte genervt und gab patzige Antworten.
Der Preis für ein Zimmer beträgt auch heute noch 38 Euro pro Nacht, für jede weitere Person werden 10 Euro verbucht. Wer frühstücken möchte zahlt noch einmal 5,00 Euro extra pro Person. Das Frühstück ist in Buffetform und sehr reichhaltig, Kaffee, Kakao, Tee, Milch, Brötchen verschiedenster Sorte, Marmelade oder Wurst, Käse und Ei. Essen kann man so viel wie rein geht, keine Begrenzung.
Die Zahlung kann in Bar, per Kreditkarte oder EC Karte geleistet werden, keine Zahlung auf Rechnung möglich. Auf der Internetseite wird darauf hi gewiesen, dass eine Anreise zwischen 17 Uhr und 22 Uhr erfolgen sollte ansonsten besteht keine Möglichkeit in das Hotel zu gelangen, der Code für den Zugang fehlt einem ja. Also anrufen und erfragen, damit man nicht vor verschlossenen Türen steht. Mir hat das nicht so gut gefallen, ich fühlte mich nicht wohl, obgleich das ganze drum herum ja gar nicht so fruchtbar kompliziert ist. Dennoch stört diese etwas andere Atmosphäre mich sehr. Ist der Aufenthalt beendet, muss das Zimmer bis 12 Uhr verlassen werden, fand ich ganz entgegen kommend, so konnten wir ein wenig ausschlafen nach der Feier. Die Zeiten sind nicht in jedem Hotel so, da bildet das Etap Hotel schon eine Ausnahme.
Das Zimmer sah im ersten Augenblick etwas kahl und kalt aus, die Ausstattung sehr einfach, wenn nicht sogar billig. Das Zimmer hatte einen Fernseher, der auch betriebsbereit war, einen W-LAN Anschluss, Wecker, ein kleiner Schreibtisch und ein Waschbecken. Das sind so die Dinge die ich im ersten Moment und spontan in Erinnerung habe.
In der Mitte des Zimmers stand das Bett, über dem Bett eine weitere Möglichkeit zum schlafen, sieht aus wie ein verschobenes Etagenbett. Die Bettdecken, tja wohl eher Laken, waren fest über die Matratze gespannt, mit recht viel Kraftaufwand gelang es mir mich unter diese Decke zu legen. Die Matratze Knochen hart, unglaublich. Durch die so entsetzlich harte Matratze konnte ich mir nur wünschen wenigstens etwas Schlaf zu bekommen. Die Nacht war mehr als grausam, nicht nur eine schlechte Matratze, nein auch noch ein grausam hartes Kissen.
Am schlimmsten fand ich die Hellhörigkeit der Räume, man konnte hören wenn jemand kam oder ging und wenn sich Pärchen trafen und Sex miteinander hatten. Ich weiß nicht wie es in einem Stundenhotel zugeht, dieses Hotel scheint für derartige Dinge sehr beliebt zu sein.
Die Dusche klein und sauber, allerdings so klein, dass man sich kaum darin drehen konnte. Mich erinnerte diese Duschkabine an das Schiff, mit dem ich auf dem Nil schipperte. Für diesen Preis darf man nicht viel erwarten.
Positiv ist in jedem Fall, das dass Hotel sehr Behindertengerecht gebaut wurde, die Eingänge und die Hotelhalle werden per Videokamera überwacht, Parkplätze sind ausreichend vorhanden und direkt vor dem Hotel. In der Hotelhalle befinden sich ein Geldautomat und ein PC mit dem man für 12 Cent in der Minute das Internet nutzen kann.
Negativ finde ich, das man Getränke nur aus dem Automaten ziehen kann, außer Frühstück gibt es keine Möglichkeit etwas zu essen. Die merkwürdige Art die Türen zu öffnen und die doch sehr unfreundliche Bedienung. Die Betten sind eine einzige Katastrophe und die Hellhörigkeit übertrifft meine Vorstellungen bei weitem.
Geeignet ist dieses Hotel für Fernfahrer und Vertreter die nur eine Nacht bleiben müssen, für junge Leute mit schmalem Geldbeutel. Ich würde dort nicht noch einmal ein Zimmer buchen, das Hotel hat etwas Merkwürdiges an sich und hat so überhaupt keinen positiven Eindruck hinter lassen.
Bilder gibt es leider keine, durch einen Virus sind ir alle verloren gegangen.
Keine Empfelung
@pinki1959 weiterlesen schließen
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