Pro:
Testberichte und Preisvergleich auf yopi.de
Preisvergleich und Testberichte vom Verbraucher Willkommen Gemeinwesen · Mein Konto · Logout · Hilfe · Community · Quicklinks
* Mein Konto - Bewertungen
* Mein Konto - Privates
Kontra:
Testberichte und Preisvergleich auf yopi.de
Preisvergleich und Testberichte vom Verbraucher Willkommen Gemeinwesen · Mein Konto · Logout · Hilfe · Community · Quicklinks
* Mein Konto - Bewertungen
* Mein Konto - Privates
Empfehlung:
Ja
In den allabendlich von so gut wie sämtlichen Fernsehsendern ausgestrahlten kurzen, industriefinanzierten Informationssendungen für interessierte Verbraucher sind häufig Zahnärzte, Zahnarztfrauen und andere zahnheilkundlich Bewanderte zu sehen, die sich für den Gebrauch bestimmter Produkte aussprechen. Ich muss zugeben, dass ich ihren Rat bislang erfolgreich ignoriert habe.
Mutter Natur hat mir ein paar kräftige Defizite mit auf den Weg gegeben. Und das, was Mutter Natur vergessen hat, haben dann meine Eltern besorgt: Von meinem Vater habe ich die schlechten Augen, von meiner Frau Mama die Haut, die bei Sonneneinstrahlung munter alle Brauntöne überspringt, um innerhalb kürzester Zeit die Farbe von gekochtem Hummer anzunehmen.
Was meine Zähne angeht, kann ich mich aber bislang nicht beklagen. Die sind, guten Genen und offensichtlich ausreichender Pflege sei Dank, vollzählig und samt und sonders gut in Schuss. Das hat mir auch mein Zahnarzt des Vertrauens anlässlich meiner jüngsten Stippvisite wieder bestätigt. Die wenigen Plomben, die auch ich habe, stammen sämtlich aus sehr grauer Vorzeit (trotzdem habe ich das Quietschen, das beim Einsetzen der Füllungen entsteht, nie vergessen); und über Zahnschmerzen habe ich in der Vergangenheit eigentlich immer nur dann geklagt, wenn mich mal wieder ein grippaler Infekt auf die Matte beförderte.
Folglich ist die jährliche Routineuntersuchung beim Zahnarzt für mich auch ein Termin, dem ich stets sehr gelassne entgegensehen konnte. Nachdem mein Zahnarzt endgültig begriffen hatte, dass er mir weder neue Füllungen noch sonst irgendeine vergleichsweise teure Sanierungsmaßnahme verkaufen kann, die meine Krankenkasse nicht übernimmt, haben wir einen Kompromiss geschlossen: Ich lasse einmal im Jahr Geld für eine professionelle Zahnreinigung (Branchenkürzel: PZR) springen, und er sieht dafür von allen weiteren Versuchen ab, mich in Verkaufsgespräche zu verwickeln, in denen es z.B. um die unwägbaren Gefahren von Amalgam geht. Die dentaler Unbill vorbeugende Maßnahme PZR, bei der nicht nur mein hartnäckiger Zahnstein im sichtbaren Zahnbereich entfernt wird, sondern auch die Zahnhälse gereinigt werden, zahle ich aus eigener Tasche, und ich trauere dem Geld auch nicht allzu sehr hinterher. Schöner wär’s, wenn meine Kasse die Leistung zahlte, aber mich deshalb beharrlich zu verweigern, fände ich dumm – ich bin heilfroh, dass meine Zähne mir keine Probleme bereiten, und wenn ich etwas dafür tun kann, dass sich daran so schnell nichts ändert, bin ich durchaus dazu bereit.
Dazu gehört natürlich auch der Zahnputz. Bei mir findet der in der Regel zweimal täglich statt. Und so gern ich hier noch ein „mindestens“ einfügen würde, so gut weiß ich, dass das gelogen wäre: Obwohl die landläufige Empfehlung „nach jeder Mahlzeit“ lautet, bleibt’s bei mir in der Regel doch beim morgendlichen Bürsten nach dem Frühstück und bei der Wiederholung vorm Zubettgehen.
Offensichtlich reicht das aber auch, und offensichtlich ist es auch ziemlich egal, welche Zahncremes und welche Bürsten ich dazu verwende. Ja, liebe Hersteller, ich weiß, dass euch das jetzt Zahn- oder doch zumindest Kopfschmerzen bereiten dürfte, aber ich bin da sehr unbelehrbar: Ich glaube ja, die richtige Zahnputztechnik ist viel wichtiger als die Marke der Zahnbürste oder der Zahncreme. Gut, auch hier gibt es die berühmte Ausnahme: Die aus Fernost stammenden Bürsten, die ich dereinst im Dutzend und zum Spottpreis gekauft habe, stanken so penetrant nach Kunststoff und verloren ihre Borsten so büschelweise, dass ich das Gros von ihnen unbenutzt ausrangiert habe (also, die Bürsten waren unbenutzt, nicht ich).
Trotzdem: Die große Mehrheit meiner Bürstenkäufe war sehr zufrieden stellend, und das Gleiche kann ich von den Zahncremes sagen.
Böse Zungen behaupten, die bestünden ohnehin zum größten Teil aus Schleifkörperchen – und der Rest sei, was immer die Werbung da auch an Zauberwirkung verspreche, Aroma. Ich bin geneigt, den bösen Zungen zu glauben, und dementsprechend hat auch nicht die Zahnarztfrau das letzte Wort, wenn ich Zahnpaste kaufe, sondern mein Geldbeutel. Spätestens beim Anblick von Zahncremes im Bereich von einem Euro und mehr pflegt der sich quasi-automatisch zu schließen. Da kann ich noch so sehr barmen, er möge „jetzt mal ganz weit aufmachen“ – er gehorcht nicht. Hartleibig verschließt er sich jeder Investition in meine Zahngesundheit, die jenseits der magischen Grenze von 100 Eurocent liegt. „Nimm doch die“, flüstert er mir bei ALDI zu, „die schmeckt auch nach Pfefferminze. Und wahrscheinlich ist das, was drin ist, ohnehin ein Markenerzeugnis. Du weißt doch, was Zweit- oder Handelsmarken sind, gell?“
Ich bin den Einflüsterungen meines Portmonees (bis August 2007: Portemonnaies) bisher immer gern gefolgt und bin gut damit gefahren. Zuweilen wechsele ich zwar meine Zahncreme-Marke, aber dann tausche ich nur das eine No Name-Produkt gegen das andere ein: LIDL-Zahncreme – ALDI-Zahncreme – Penny Markt-Zahncreme? Geschadet hat mir offensichtlich noch keine, ob mir irgendeine davon in besonderem Maße nicht geschadet hat, kann ich nicht sagen. Ich setze auf eine gesunde Mischung, und in Notfällen wie z.B. reisebedingtem Zahnpflegeartikel-Verlust wird der Geldbeutel mundtot gemacht und es landet doch mal eine Marken-Zahncreme im Einkaufskorb: Lieber Aronal, Elmex, Dentagard, Lacalut, Ajona oder was-weiß-ich als gar kein Zahnputz. Womit wir irgendwie wieder beim Grundsätzlichen gelandet wären: Mindestens zweimal täglich, von Rot nach Weiß, mit mäßigem Druck – und den Rest kann dann wohl wirklich der Zahnarzt erklären (oder meinetwegen auch seine Frau oder eine andere Helferin). weiterlesen schließen
Bewerten / Kommentar schreiben