Pro:
geht schnell - Ergebnis sieht lustig aus - leicht zu reinigen
Kontra:
höchstens der Preis
Empfehlung:
Ja
Am Mittwoch wollten wir uns mit Freunden im Hirschgarten treffen. Da Annelie und Gerhard nur in München zu Besuch sind oblag die Brotzeitbeschaffung meiner Wenigkeit.
So dachte ich mir, verwöhnen wir uns halt mit deftigen Schweinshaxen vom Schlemmermeyer, leckerem Andechser Brot dunkel aus der Hofpfisterei und natürlich einem Radi. So stelle ich mir eine Völlerei im Biergarten vor.
Ich also alles besorgt. Bei Edeka noch ein Riesendrums Rettich geschnappt und ab zur Kasse. Da der Zeitrahmen aber etwas eng war, wollte ich auch nicht händisch schnippeln und dachte mir ein Rettichschneider wäre von Vorteil. Bin ich also noch schnell bei den Küchengeräten vorbeigerannt und schwups so ein Teil mitgenommen. Und was hatte ich da – ihr erratet es kaum:
Einen Rettichschneider/Garnierer von Fackelmann
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An der Kasse habe ich stolze € 2,99 bezahlt. Ganz schön satt für so ein Stückchen Edelstahl mit etwas Plastik.
Es ist auf einem Stück Pappkarton befestigt zusammen mit einer Art Schaschlikspieß, der wohl den Garnierer darstellt.
Der Karton ist mit Fackelmann beschriftet und einem roten Balken unterstrichen.
Darunter in sechs! Sprachen Rettichschneider/Garnierer, wobei man witzigerweise in französisch und spanisch auch Karotten damit schnippeln darf und kann.
Dann noch der Hinweis Rostfrei und am unteren Ende ein angehobelter Rettich, der bildlich darstellt, wie Garnierstab und Hobel zu verwenden wären.
Auf der Rückseite noch vier oder fünf Sprachen mehr – da kann ich aber schon gar nicht mehr identifizieren um welche es sich handelt.
Darunter eine schematische Zeichnung in 3 Stufen wie der Rettichschneider anzuwenden wäre und ein schwarzweißes Foto des Ergebnisses.
Dann Bezugsadressen in 10 Ländern.
Ganz unten noch Strichcode und diverse Recycel- und Lebensmittelkennzeichnung, sowie letztendlich die deutsche Bezugsadresse.
Der gesamte Rettichschneider ist ca. 12cm lang und besteht aus einem 8cm langem Stahlteil, welches auf der linken Seite eine wirklich scharfe Schneide hat. Und ich meine wirklich scharf – das muss man Fackelmann lassen.
Dieser Stahl steckt nun in einem blauem Plastikteil mit Loch, in das auch dickere Wurschtelfinger bequem passen müssten.
Am anderen Ende – auch in Plastik – eine Art Spirale mit Spitze.
Und das war`s auch schon.
Wir schreiten zur
Anwendung.
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Nachdem ich meinem Rettich fein säuberlich mit meinem Spargelschäler( natürlich auch von Fackelmann, nachzulesen im entsprechenden Bericht ) entkleidet hatte, setzte ich gespannt die blaue Spitze der Spirale in das obere Ende des Radi`s und drückte sie ein bisschen nach unten, damit sie nicht mehr wackeln konnte.
Nun den Zeigefinger durch das Loch am hinteren Ende des Schneiders gesteckt und drehen. Durch die Drehbewegung bohrt sich die Spiralschraube in den Rettich bis der Schneider auf dem Radi auftrifft. Und nun kann der Spaß beginnen.
Immer hurtig nach rechts gekurbelt und der Rettich ( botanisch übrigen Raphanus nativus und der Familie der Kreuzblütler zuzuordnen ) wird fein säuberlich in eine hauchfeine Spirale geschnippelt.
Also schneiden lies sich mein Rettich hervorragend – mein Finger leider auch, der im Eifer des Gefechts auch eine Schnitt abbekam. Aber ich war ja auch im Zeitdruck und sehr schnell.
Das mit dem hauchfein hat nicht so ganz gut geklappt, aber das möchte ich jetzt gar nicht Fackelmann anlasten, sondern eher meiner mangelnden Technik bzw. Eile.
Der Garnierstab kann oben in die Schraube gesteckt werden und verhindert dann ein Abkippen der schon gehobelten Spirale. Das ist recht praktisch.
Die Reinigung
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geht unter fließend Wasser schnell und einfach.
Beim Abtrocknen auf die Schneide achten, sonst gibts blutige Finger.
Insgesamt gesehen
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spart der Rettichschneider schon eine Menge Zeit.
Ich könnte nie in diesem Tempo einen Rettich mit dem Messer in Scheiben teilen, wie ich ihn mit dem Rettichschneider runterhobeln kann. Ich bin allerdings auch kein gelernter Koch, aber als Florist mit dem Messer eigentlich auch ganz schön schnell.
So gesehen ist die Anschaffung lohnenswert, da man ja auch mit der entstandenen Spirale hübsch dekorieren kann. Der Fackelmannsche Rettichschneider kann also beruhigt in die Gattung der nützlichen Küchenutensilien eingereiht werden.
Ich jedenfalls habe meine Rettichspirale kurzerhand nur mit einem Schnitt in Scheiben geteilt, in eine Schüssel geschmissen und kräftig mit Kräutersalz bestreut.
Und dann bin ich losgefetzt zum Hirschgarten. Mein Schatz und unsere Freunde haben schon auf mich und die Brotzeit gewartet und keiner hat sich über die ungleichmäßig dicken Rettichscheiben mokiert.
Wir hatten einen wunderbaren Abend – das Wetter hat auch mitgespielt - und haben noch lange geschlemmt und gequatscht.
So einen schönen Biergarten oder zumindest ein sonniges und erholsames Wochenende ( ob nun mit oder ohne Fackelmann Rettichschneider ) wünscht euch recht herzlich
abutilon weiterlesen schließen
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