Pro:
Spülmittel hält allen Anforderungen statt
Kontra:
Verpackung ist unpraktisch
Empfehlung:
Ja
Durch eine ziemlich penetrante Werbung ist das Spülmittel, das ich heute vorstellen will, bekannt geworden: Zwei Dörfer im Wettstreitt um die Reinlichkeit, unterstützt von Fairy Ultra. Bei meinen Eltern ist dieses Mittel eher zufällig (ich schätze, weil es im Angebot war) in der Küche gelandet. Für mich war bei einem Besuch die Gelegenheit, die Qualitäten der viel beworbenen Abspülhilfe in der Version Fairy Ultra Konzentrat mit Zitronenfrische mal zu testen.
VERPACKUNG:
Ich weiß: Hier gibt es Gegner und Befürworter des Unterpunktes Verpackung. Ich bin irgendwo dazwischen, benutze diesen Punkt inzwischen vor allem um kurz und knapp den Wiedererkennungswert zu beschreiben und vor allem auf die Praxistauglichkeit einzugehen ...
Die Flasche ist aus durchsichtigem Kunststoff, man kann also sehen, wieviel Inhalt noch vorhanden ist. Die Form ähnelt sehr der anderer Spülmittelbehälter, sie wirkt wie ein Körper ohne Arme und Beine. Im oberen Bereich gibt es auf der rechten Seite eine Einbuchtung mit Rillen, optimal für Rechtshänder, um die Flasche zu greifen. Linkshänder haben das Nachsehen. Das Etikett ist weiß mit roter Fairy Aufschrift.
Rot ist auch der Verschluß, den ich nicht sehr gelungen finde: Man muss zunächst einen Deckel (der mit einer Lasche noch am Rest des Verschlusses befestigt ist) abdrehen. Dann kommt die eigentliche Öffnung zum Vorschein, durch die das Mittel etwas zu schnell fließt. Das Ergebnis: Der Verschluß verschmiert und man verbraucht zuviel von dem Konzentrat. Hier ist dringend Nachbesserungsbedarf. Das Patent von Palmolive (ein Verschluß, den man hochzieht und aus dem nur Mittel kommt, solange man auf die Flasche drückt, ist da wesentlich besser.
DAS KONZENTRAT: OPTIK:
Ganz vage kann dieses Fairy Ultra an Urin erinnern: Es ist nämlich ziemlich gelb und scheint auf den ersten Blick eher dünnflüssig (was das Herauslaufen aus dem schlechten Verschluß noch begünstigt). Doch wenn man die Farbe mal genauer gegen das Licht betrachtet, ist eher ein Vergleich mit Neongelb angebracht. Das Konzentrat ist dazu relativ durchsichtig.
GERUCH:
Zitronen Frische steht auf dem Etikett. Einen Hauch erinnert das Mittel tatsächlich an Zitrone. Aber wenn man nebendran eine echte dieser Früchte liegen hat, merkt man schon ganz deutlich einen Unterschied. Während das Original aus der Natur frisch und leicht säuerlich riecht, kommt aus der Flasche ein leicht süßlicher und auch künstlicher Zitronenduft, nicht wirklich unangenehm, aber auch nicht ganz einladend.
ANWENDUNG:
Hier sind die Haken natürlich vor allem die schon erwähnte Konsistenz und der Verschluß: Das Mittel ist dadurch nicht ganz ideal zu portionieren. Wenn man sein Geschirr per Hand im Spülbecken reinigen möchte, braucht man eigentlich nur einen Spritzer Fairy Ultra. Uneigentlich auch. Oft geht es aber darum, dass man nur eine einzelne Pfanne oder zwei Teller und das dazugehörigen Besteck schnell reinigen möchte. Auch dann kommt selten weniger als dieser eine Spritzer aus der Flasche.
REINIGUNGSWIRKUNG:
BEI FETT: Vor allem mit der Wirkung gegen Fett wirbt man bei Fairy Ultra. Hier hat dieses Spülmittel tatsächlich eine große Stärke: Geht man mit einem Schwamm, warmem Wasser und einem Tropfen Fairy z.B. an eine fettige Pfanne, so hat man die relativ schnell und ohne große Kraftanstrengung sauber.
VERKRUSTUNGEN: Die kommen natürlich vor, wenn man Besuch hat und nicht direkt die Gelegenheit da ist, den Abwasch zu machen. Auch gibt Fairy eine sehr ordentliche Vorstellung ab, macht gerade in Kombination mit Schwamm (im Notfall muss hier die härtere Seite ran) und warmem Wasser eine gute Figur und löst den Dreck.
KLEBRIGES: Zu meinem Favoritenkreis gehört in Sachen Essen Rübenkraut/Grafschafter Goldsaft, ein ziemlich klebriger Brotaufstrich. Nur mit warmem Wasser bekommt man den recht schlecht vom Teller weg. Ist das Wasser aber mit diesem Spülmittel versetzt, geht das Reinigen recht leicht.
GEFÜHL AUF DER HAUT:
Die Konkurrenz von Palmolive wirbt ja schon seit ewig und zwanzig Jahren mit dem Spruch: Pflegt die Hände schon beim Spülen. Und wer will das nicht: Gepflegte Hände trotz des regelmäßigen und unausweichlichen Abwaschs? Kommt das Fairy Ultra aus der Flasche auf die Haut, so wirkt es recht angenehm, reinigt auch hier und fügt den Händen auch bei längerer Spülerei keine größeren Schäden zu. In der Pflegewirkung, so bilde ich mir ein, ist aber Palmolive (Balsam) besser.
Unangenehmer ist das Gefühl von Fairy auf der Haut, wenn man (fast unvermeidbar) den Schmier des Spülmittels am Verschluß anfaßt.
ACHTUNG:
Wirklich negative Nebenwirkungen habe ich bei Fairy Ultra nicht gespürt. Doch mir ist auch nichts davon ins Auge geraten. Und davor sollte man sich in Acht nehmen und im Fall der Fälle das Auge umgehend mit Wasser ausspülen. Es versteht sich von selbst, dass auch Kinder besser nicht an das Mittel heran kommen sollten.
INHALTSSTOFFE:
Daraus wird man nicht schlau, denn man erfährt nur, dass 5 – 15 % nichtionische Tenside und 15 – 30 % anionische Tenside enthalten sind. Die Angaben sind so mager wie bei den meisten anderen Spülmitteln auch, schade eigentlich, da man es doch recht intensiv auf die Haut bekommt und Allergiker so nicht erfahren, ob das Produkt für sie unbedenklich ist.
HERSTELLER:
Procter & Gamble, P.O. Box 268, 1213 Petit-Lancy 1, Switzerland;
D: 0800/0032479 (kostenlose Telefonnummer)
PREIS:
Hier ist die Preislage ähnlich wie bei anderen Spülmitteln auch. Häufig sehe ich Fairy Ultra für 1,39 oder 1,49 Euro. Wer Glück hat und nach Angeboten Ausschau hält, kann die Flasche mit 500 ml Inhalt (ähnlich wie Palmolive) auch für 99 Cent erstehen, ein Preis, der in Ordnung geht.
FAZIT:
Eine formlich gute Verpackung (die gut zu greifen ist) und ein Spülmittel, dass allen Anforderungen Stand hält, dazu noch ein Preis, der akzeptabel ist. Eigentlich könnte Fairy Ultra mit Zitronen Frische ein wirkliches ideales Produkt sein, dass die Bestnote verdient hätte ... Doch ganz so ist es nicht. Der Verschluß müsste aus meiner Sicht dringend überarbeitet werden. Die Öffnung ist so, dass häufig ungewollt etwas von dem Spülmittel daneben geht. Dadurch wird die Flasche klebrig und man verbraucht mehr Fairy als nötig! Auch der Geruch könnte noch etwas natürlicher wirken. Aus diesen Gründen ziehe ich einen Stern ab, vergebe aber auf alle Fälle eine Empfehlung! weiterlesen schließen
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