Fan Fiction Testberichte
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Pro & Kontra
Vorteile
- entscheidet selbst
- die... unklarheit? :)
- urteilt selber
Nachteile / Kritik
- entscheidet selbst
- der... schreibstil :(
- urteilt selber
Tests und Erfahrungsberichte
-
Typische Aussprüche der Mütter von einigen Größen * der Musikgeschichte
05.02.2007, 18:54 Uhr von
Gemeinwesen
Für den, der nichts zu sagen hat, ist schon ein Wort zu viel. (Fiistaukas Nugelinnen)5Pro:
- siehe Text -
Kontra:
nickes. Außer humorlosen Zeitgenossen vielleicht.
Empfehlung:
Ja
„Ludwig. Ludwig! L-U-D-W-I-G! Sag' mal, hörst du eigentlich schlecht!?"
(Frau van Beethoven)
„Wolferl, mach's Hosentürl zu, deine Mozartkugeln schauen heraus."
Frau Mozart
„Johann Sebastian, wir gehen erst in die Kirche, wenn du deine Mathe-Hausaufgaben gemacht hast."
(Frau Bach)
„Nein, Georg Friedrich, nein! Zum letzten Mal: Wir kaufen keine Silvester-Raketen!"
(Frau Händel)
„Na, Richard, spielst du brav mit deiner Ritterburg?“
Frau Wagner
„Ach, nein, Karlheinz, nun sieh es doch endlich ein: Mit einem Hubschrauber kann man keine Musik machen!“
Frau Stockhausen
„Carl, hör’ mit dem Krach auf und schlaf’ jetzt endlich!“
Frau Orff
„Igor Feodorowitsch --- ! Warum sieht unser Wellensittich plötzlich so angesengt aus!?“
Frau Strawinsky
„Was möchtest du auf deiner Pizza haben, Antonio? Etwa schon wieder gekochten Schinken, Pilze, Thunfisch und Artischocken?“
Frau Vivaldi
„Mensch, Paulie – jetzt hab’ ich schon wieder den ganzen Tag diese Melodie im Kopf!“
Frau McCartney
„Pjotr! Ich habe dir schon 1812 Mal gesagt, du sollst nicht so mit den Ouvertüren knallen!"
(Frau Tschaikowsky)
„Walter, zieh’ sofort meinen Büstenhalter aus – aber auf der Stelle, Burschi!“
Frau Carlos
„Sag’ mal, Jimi, was machst du eigentlich immer? Das ist jetzt schon die dritte Gitarre in diesem Monat – langsam reicht’s!“
Frau Hendrix
„Nein, Andrew Lloyd, Grimms Märchen gibt es noch nicht als Oper. Nein, auch nicht ‚Die Schatzinsel’. Auf was für Ideen du aber auch immer kommst … !“
Frau Webber
„Das werden wir ja sehen, ob du im Kirchenchor singst oder nicht, Fräuleinchen!“
Madonna Louise Fortin
„Blödsinn, Ennio, andere Kinder spielen auch fröhliche Sachen auf der Mundharmonika!“
Frau Morricone
„Was singst du denn da, Michael!? Du bist doch kein Neger!?“
Frau Jagger
„Elvis Aaron – was ist denn das für ein Affengebrüll!? Wir sind doch hier nicht bei den Hottentotten!“
Frau Presley
„Himmel, Arsch und Zwirn, Dieter – so langsam kann ich den Flohwalzer aber wirklich nicht mehr hören. Kennst du kein anderes Stück!?“
Frau Bohlen
* Größe ist natürlich relativ und kann auch negativ sein. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
-
anonym, 16.03.2007, 18:52 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
LG Damaris :-)
-
-
-
Matze1195, 06.02.2007, 16:03 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
☼ Sehr hilfreich .•:*¨¨*:•. & .•:*¨¨*:•. liebe Grüße ☼
-
-
-
Dark Angel Fan Fiction (6b) - Finsternis wirft keine Schatten
Pro:
Dark Angel for ever
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Da yopi lange Texte abschneidet, mußte ich die Folge 6 leider teilen. Also hier nun gehts weiter
Kapitel 18
Die Woche verbrachte McKinley in kaum verhüllter Vorfreude. Ein paar Anrufe und die leidige Aufgabe, die ihm Marcus auferlegt hatte, war erledigt. Normalerweise würde er es genießen und die Chance nutzen sich in Szene zu setzen, doch momentan genoss er mehr das Vorgefühl auf die endgültige Vernichtung von Sandemans unfähigem Sohn.
Endlich war es soweit, erwartungsvoll standen die Berater im Sitzungsraum des Hohen Rates, in den sie nach und nach eingetroffen waren. Erwartungsgemäß waren alle Berater Marcus Einladung gefolgt um den Loyalitätstest beizuwohnen, keiner wollte sich das entgehen lassen. Dann führte eine Priesterin White herein, der unterwürfig den Kopf vor Marcus gesenkt hielt, als der wie ein aufgeplusterter Pfau vor ihm rumstolzierte. Von seiner eigene Wichtigkeit voll überzeugt. Angewidert betrachtete McKinley die Szene und warf dann White ein paar schadenfrohe Blicke zu, wohl wissend das der sie wahrnahm. White versteifte sich vor Wut und McKinley amüsierte sich über den Anblick den er bot, besonders als Marcus den Grund der Anhörung bekannt gab und White erblasste. „Der Hohe Rat ist unzufrieden mir Dir. Du hast uns versprochen 452 zu beseitigen und das Problem mit dem transgenetischen Müll den Dein Vater in die Welt gesetzt hat zu lösen. Weder das eine, noch das andere ist Dir bislang gelungen. Ein Fehlschlag nach dem anderen. Im Gegenteil die Sache bei Jam Pony war ein Schlag in unser Gesicht, eine Beleidigung aller Konklavemitglieder weltweit. Du hast die Familiars enttäuscht und einige zweifeln sogar an Deiner Loyalität. Und damit indirekt auch an mir, weil ich es war der Deine Zulassung zum Aufnahmeritual trotz des Verrates Deines Vaters durchgesetzt habe. Ich war Dein Mentor und ich habe viel für Dich riskiert. Vielleicht zu viel? Sag es mir. Sag mir, was ich mit Dir tun soll.“ Die feige Ratte schweigt, aber was kann man schon von dem Sohn eines Verräters erwarten? Offen grinsend sah McKinley zu seinem Gegner, der immer wieder in seine Richtung sah.
Markus nahm das Schweigen als Schuldeingeständnis und führte fort: „Du schweigst? Nun gut. Wir erwarten einen Beweis Deiner Loyalität.“ Erwartungsvoll beobachtete McKinley wie White die manipulierte Waffe gereicht wurde und Marcus einen der Wächter ein Zeichen gab. „Ihr könnt ihn jetzt reinbringen.“ Whites Bruder wurde mit verhülltem Gesicht hereingeschleift und White sah verwirrt auf die Gestalt vor sich. McKinley eilte vor und zog die Kapuze von CJ`s Gesicht, den Moment auskostend als White begriff wer da vor ihm stand und was von ihm erwartet wurde. Marcus hat seinen Schützling also doch nicht vorgewarnt. So ein guter Schauspieler ist Ames nicht. McKinley`s Grinsen wurde breiter und Triumph stieg in ihm hoch, als sich Entsetzen und Fassungslosigkeit auf Whites Gesicht widerspiegelten und auch die Angst und das Flehen in CJ`s Gesicht waren ein Genuss für ihn. Er wird es nicht tun. Er wird es nicht tun. Innerlich jauchzend beobachtete er White weiter jede Gefühlsregung des anderen auskostend. Völlig überraschend änderte sich Whites Blick und zeigte unerwartet für McKinley Entschlossenheit als er die Waffe hob und abdrückte. Nein das kann nicht sein. White drückte erneut ab und wieder blieb sein Bruder unversehrt. Das darf nicht sein! Wie kann dieser Schwächling es wagen? Enttäuschung machte sich in McKinley breit und er sah Marcus zufriedenen Gesichtsausdruck als er seinem Schützling die Waffe abnahm. „Du hast bewiesen, dass Du weiterhin treu zu uns stehen willst. Aber ich warne Dich, versage nicht noch einmal. Deine Unfähigkeit ist nicht länger tolerierbar.“ Dann verließen er und der Hohe Rat den Raum. McKinley stürmte ebenfalls nach draußen. Verdammt, die Runde geht an Marcus und White. Aber ich habe nur eine Schlacht verloren, nicht den Krieg. Und ich habe noch einen Trumpf. Er eilte zu seinem Wagen und fuhr in sein privates Büro, in dem er Sachen machte die niemand unbedingt mitbekommen sollte.
Kapitel 19
„Niobe.“ Sagte der Fahrer des dunklen Van.
„Ja schon gesehen.“ Erwiderte sie.
„Der ist aber sauer.“ Meinte der Fahrer des neuen Beobachtungsteams als er den Wagen anließ um McKinley zu folgen.
„Hat wohl nicht ganz so geklappt, wie er wollte.“ Erwiderte seine dunkelhaarige Partnerin während sie ihre Waffe polierte.
„Auf eine gewisse Weise sogar schade. Ich hätte White gewünscht das er versagt, er hat die Phalanx durch seine Unfähigkeit in den Dreck gezogen.“ Murmelte der Fahrer als er sich von einem nachfolgenden Auto überholen ließ, um nicht zu dicht an McKinley zu kleben.
Niobe sah auf. „Der Senator ist momentan gefährlicher in seinem Machtbestreben, er will unsere Traditionen stürzen. Und was White betrifft, seine Tage sind gezählt. Er macht mit Sicherheit noch weitere Fehler und wenn das zu lange dauert, können wir immer noch einen kleinen Unfall für ihn arrangieren.“
„Du sagst es Schwester.“ Bestätigte der Fahrer und beide grinsten sich an. McKinley bog in die Tiefgarage des Gebäudes ein, in dem er sein privates Büro unterhielt und der Fahrer parkte seinen Wagen der Ausfahrt der Tiefgarage gegenüber.
Kapitel 20
Das Nachforschungsteam überprüfte schon seit Wochen die Daten der zahlreichen Frauen mit denen McKinley ein Verhältnis unterhielt. Ebenso seine zahlreichen anderen Kontakte auf die das Überwachungsteam im Laufe der Überwachung gestoßen war. Viele waren beunruhigend, besonders die offensichtlich enge Verbindung zu einigen anderen Familiars mit denen sich der Senator regelmäßig im Geheimen traf. „Irgendetwas geht da vor.“ Meinte einer, mehr zu sich selbst als zu seinem Kollegen.
„Ja denke ich auch.“ Bestätigte dieser und rief die Daten einer gewissen Marisa Chantal auf.
Kapitel 21
Der Fahrstuhl quälte sich ratternd nach oben und McKinley knirschte verärgert über die Schlappe die er erlitten hatte mit den Zähnen. Verdammt! Fluchend trat er in den Gang der zu seinem Büro führte, durchquerte nach dem Aufschließen den Vorraum und betrat dann sein eigentliches Büro. Er ließ sich in seinem bequemen Bürostuhl hinter dem teuren Mahagonischreibtisch nieder, griff zum Telefon und wählte eine Nummer aus dem Gedächtnis. Er hatte es normalerweise nicht mit Zahlen, aber diese Nummer hatte er schon so oft gewählt, dass er sie im Schlaf hätte wählen können. „Ich bin es. Ich brauche etwas Junges. Etwas sehr Junges.“ Er lauschte. „Ja natürlich sofort. Beeil Dich! Die Tür ist offen.“ Ohne die Bestätigung des anderen abzuwarten legt er auf und schaltete den Fernseher ein.
Die Sendung die er arrangiert hatte wurde gerade angekündigt. Zufrieden verfolgte er die ersten Bilder und sah sich selbst wie er White für seine tapfere Aussage vor dem Untersuchungsausschuss über die Transgenos lobte, die nicht dem Wunsch seines offiziellen Arbeitgebers entsprach. Ein Lob das ihm fast im Halse stecken geblieben war, als er es aussprach. Genauso wie es ihn angekotzt hatte, als er sich mit White ein paar Mal treffen musste, um diverse Aktionen gegen die transgenen Missgeburten durchzusprechen. Missgeburten die wir Whites verräterischem Vater zu verdanken haben und ausgerechnet sein dilettantischer Sohn wird damit beauftragt das Problem zu beseitigen. Wirklich großartig. Ein Klopfen an der Zwischentür unterbrach seine Gedankengänge. Er schaltete das Gerät ab, erhob sich und öffnete die Zwischentür. Rafe stand vor ihm, in Begleitung eines etwa 14 Jährigen Mädchens. „Da bist Du ja endlich.“ Zischte er seinen Besucher an und musterte dann das Girl. „Ich sagte doch jung.“
Rafe zuckte die Schultern. „Sie ist jung. War alles was ich in der kurzen Zeit auftreiben konnte. Sag nächstes Mal früher Bescheid.“ Er grinste. „Was ist willst du sie oder nicht?“
„Schon okay. Warte draußen.“ Er zog das verschüchterte Mädchen in sein Büro und schloss die Tür hinter dem anzüglich grinsenden Zuhälter. „Zieh Dich aus.“ Forderte er sie auf und schob sie ungeduldig zu seinem Schreibtisch.
Draußen rauchte Rafe eine Zigarette und lauschte den teilweise lauten Geräuschen und Schreien aus dem Büro. Hoffentlich übertreibt dieser lüsterne Sack nicht wieder. Das letzte Mal war das Mädchen 1 Monat lang nicht mehr einsetzbar, aber immerhin hat er mir ein großzügiges Ausfallgeld gezahlt, was den Verlust mehr als wettgemacht hat. Er sah auf die Uhr und wartete. Endlich öffnete sich die Tür und McKinley trat heraus, sich die Krawatte bindend und einen weißen Umschlag unter den Arm geklemmt, dem er Rafe in die Hand drückte. Rafe sah an ihm vorbei, auf das Mädchen das sich schluchzend anzog. Er konnte einige blutende Wunden sehen. „Mach hin.“ Fauchte er sie an. „Ich hab nicht den ganzen Tag Zeit.“ Ängstlich zuckte sie zusammen und eilte dann nach draußen. Rafe packte sie an der Hand, nickte seinem Stammkunden kurz zu und verschwand mit ihr aus dem Bürokomplex des Senators.
Kapitel 22
Ungläubig starrte der Mann auf die Daten der Frau. Ein Routinequervergleich mit den Datenbanken der Konklave hatte ergeben, dass sie am Davenport-Institut als Zuchtmutter rekrutiert worden war und dann nach der 2. Fehlgeburt durchgebrannt war. Sie war als Zuchtpartnerin für Marcus auserwählt worden. Na das ist ja interessant. Er winkte seinem Kollegen, der zu ihm herüberkam und über seine Schultern auf dem Monitor spähte. Dann pfiff er leise und meinte: „Und mit der hat McKinley Kontakt? Das kann kein Zufall sein.“
„Stimmt. Wir sollten es melden.“ Stimmte ihm der Sitzende zu und griff nach dem Telefonhörer und wählte.
„Fe’nos tol“ grüßte er respektvoll als Matthias abhob. „Wir haben hier etwas Interessantes festgestellt Sir.“
„Ich höre.“ Erwiderte dieser knapp.
„McKinley unterhält Kontakte zu einer Marisa Chantal, die unseren Daten nach als Davenport Zuchtmutter ausgewählt war und dann geflohen ist. Ich schicke Ihnen die Daten.“ Fasste er knapp zusammen und sendete die Dateien an den Führer der Phalanx, zu der auch ihr Team gehörte.
„Gut.“ Quittierte der Prätor den Empfang und legte auf, um die erhaltenen Daten studieren zu können. Dann wählte er seinerseits eine Nummer. „Fe’nos tol.“ begrüßte ihn der Angerufene. „Ich habe hier jemanden den ihr sofort lebend ins Hauptquartier bringen müsst. Eine als Zuchtmutter Auserwählte, die sich widersetzt hat und entkommen ist. Ihr Name ist…“ Matthias schaute noch einmal auf die Daten. „Marisa. Marisa Chantal. Wir brauchen sie lebend für eine Befragung, da sie irgendwelche Kontakte zu McKinley unterhält und ich wüsste gerne worum es geht.“ Dann gab er die Adresse an die beiden Phalanx weiter.
Er erhob sich um Marcus erneut aufzusuchen, bei dem er erst vor ein paar Stunden mit einem Phalanx-Kommandanten gewesen war, um die endgültige Liquidierung des untragbar gewordenen McKinley zu besprechen. Nach den vielen seltsamen geheim gehaltenen Kontakten zu anderen Familiars, die schon verdächtig genug waren, kam jetzt noch diese Verbindung hinzu. Das kann kein Zufall sein, dass er sie kennt. Zu seinem Bedauern musste er feststellen das Marcus fortgefahren war. Aber er konnte ihm die Nachricht auch mitteilen, wenn er wieder da war oder besser noch ihm die Frau gleich liefern. Zufrieden schlenderte er zurück. Wir werden schon aus ihr herausholen was sie mit McKinley zu schaffen hat und dann ist er endgültig fällig.
Kapitel 23
Zufrieden mit sich, ging McKinley wieder in sein Büro zurück, die Tür hinter sich schließend. Ruhelos wanderte er auf und ab. Sein Blick fiel auf den BH den die Kleine vergessen hatte, er hob ihn auf und roch daran. Ihr Duft hing noch leicht daran. Noch einmal atmete er ihn ein und legte ihn dann in eine offen stehende Schublade. Hinter ihm wurde plötzlich die Tür aufgerissen und überrascht sah er sich Marcus gegenüber. Beunruhigt sah er ihn an. Der Satai sah wütend aus. „Marcus? Ich hatte nicht …“ Fing er an, wurde aber von seinem unerwünschtem Besucher unterbrochen.
„Nicht erwartet mich zu sehen?“ Erkundigte sich Marcus boshaft und setzt sich ohne zu fragen in den Bürostuhl hinter dem Schreibtisch. Er wollte protestieren doch ein Blick auf das verärgerte Gesicht seines Gastes ließ ihn stumm bleiben. Er rang sich ein Lächeln an und wurde jetzt erst gewahr das Marcus offensichtlich alleine war. „Wo sind Deine Leibwächter, du solltest nicht…“ Begann er irritiert, überlegend wie er diese potentielle Chance nutzen könnte. Eine Idee fing an Gestalt anzunehmen.
Erneut ließ ihn Marcus nicht ausreden. „Als ob Du Dir Sorgen machen würdest. Aber falls es Dich interessiert, sie warten im Wagen auf mich.“
„Ich hole uns Kaffee.“ Bot er an und stürmte hinaus, damit rechnend dass Marcus ablehnen würde. Wiedererwarten sagte sein Besucher nichts dazu. Im Vorraum überzeugte er sich das die Tür wirklich zugefallen war, setzte den Kaffee an und wählte dann Marisa`s Nummer. Hastig erklärte er ihr die Lage und sprach beinah beschwörend auf sie ein. „Das ist ihre Chance Marisa. Nie mehr Alpträume. Sie müssen nur der Schlange den Kopf abschlagen. Ich kann nichts machen, ich habe keine Waffe da (das stimmt zwar nicht) und ich würde sofort verdächtigt, wenn er nicht mehr aus meinem Büro kommt oder ich ihm folge. Kommen sie einfach ins Gebäude und fahren sie in den obersten Stock, die Büros dort stehen leer und die Gänge werden nicht mehr mit Kameras überwacht wie es in den genutzten Etagen und in der Tiefgarage der Fall ist. Nehmen sie sich dort einen Stuhl und klemmen sie ihn in die Tür. Ich halte Dr. Schuler solange hin wie möglich. Gehen Sie ins Treppenhaus, es wird nicht Videoüberwacht und sie können unten im Zugangsbereich der Tiefgarage auf ihn warten. Niemand wird Sie sehen. Verlassen Sie dann das Gebäude durch den Hinterausgang. Er ist am Ende des Korridors der zur Tiefgarage führt. Auf keinem Fall dürfen Sie durch die Tiefgarage gehen.“ Dann legte er auf, hoffend, dass sie es wirklich wagen würde und vor allem noch rechtzeitig genug herkommen würde. Und ihn könnte man nicht damit in Verbindung bringen, das war das Beste daran. Die Aufzeichnung der Überwachungskamera würde beweisen, dass Marcus noch am Leben war als er ging und das er McKinley zur Zeit seines Todes unzweifelhaft noch in seinem Büro gewesen war. Er sah nach dem Kaffee und goss zwei Tassen ein, die er nach drinnen zu dem wartenden Marcus trug.
Kapitel 24
Die Frau legte auf und reichte ihrem Partner den Zettel mit der Anschrift der Zielperson. Sie fuhren los und erreichten das Haus. Sie parkten vor der leeren offen stehenden Garage. „Das Vögelchen ist wohl ausgeflogen.“ Meinte Nara und stieg aus um hinein zugehen, gefolgt von ihrem Partner.
Eine junge Frau sah zu ihnen rüber die vorm Haus gegenüber mit ihrem Motorrad beschäftigt war, dann eilte sie neugierig herüber um die Besucher in Augenschein zu nehmen. „Marisa ist nicht da.“ Teilte sie ihnen wichtigtuerisch mit. Die beiden Phalanx sahen sich an und drängten die Frau in die Garage und nahmen sie dort in die Zange. So unverhofft bedrängt wurde sie blass und sah sie ängstlich an. „Und sie wissen wohl nicht zufällig wohin sie wollte?“ Flüsterte ihr die rötlichblonde Frau leise, fast sanft, aber auch irgendwie bedrohlich ins Ohr und strich der Blonden mit der Rückseite eines Fingernagels über das Gesicht. Dann schnippte sie mit ihrem Fingernagel in Richtung des Auges der Frau. Bedrohlich und unerbittlich näherte sich die Fingernagelspitze dem Auge. Mehr war nicht nötig um zu erfahren das Marisa nach einem Bürogebäude gefragt hatte. Grinsend ließen sie die zitternde Frau zurück und begaben sich zu ihrem Wagen, um das angegebene Bürogebäude anzusteuern.
Kapitel 25
Unruhig beobachtete McKinley wie Marcus genüsslich den Kaffee trank. Nicht wissend was ihn hergeführt hatte. Sicher nichts gutes, so mies wie er drauf war als er hereinkam. Marcus Stimme unterbrach ihn in seinen Überlegungen. „Was hast Du Dir eigentlich dabei gedacht?“ Eine enorme Schärfe schwang in Marcus Frage mit.
Und McKinley zuckte zusammen. „Wobei?“ Erkundigte er sich vorsichtig.
„Die Sendung im Fernsehen, gerade eben.“ Marcus sprang wütend auf.
Marcus war irritiert, das was er davon gesehen hatte war nicht zu beanstanden und genau das was der Hohe Rat gewünscht hatte. „Was war denn damit?“ Wollte er leicht irritiert wissen und fühlte sich allmählich unbehaglich.
„Was war? Du willst wissen was damit war?“ Marcus schrie jetzt, völlig außer Rand und Band. Speichel flog aus seinem geifernden Mund und traf die Hand des Senators. Widerlich. Angewidert wischte er ihn ab. Marcus bemerkte davon nichts und schrie weiter auf McKinley ein. „Ich werde Dir sagen was war Du unfähiger Idiot. Du hattest genaue Anweisungen was in der Sendung kommen soll. Und was muss ich sehen? Die Transgenos werden fast als Helden dargestellt, weil sie so friedlich die Geiselnahme beigelegt haben. Unsere Leute werden lächerlich gemacht, weil sie diese Missgeburten nicht besiegen konnten. Hast Du eine Ahnung wie sich unsere Leute jetzt fühlen? Jeder Einzelne der diesen Beitrag nun erneut sehen musste? Wir hatten sie gerade erst beruhigt, nachdem diese Geschichte das erste Mal durch die Presse ging! Und was ist mit diesem Interview von diesem vertrottelten Jam Pony Chef, der diese Monster als Menschen bezeichnet? Ist das Deine Vorstellung davon, sie in der Presse schlecht zu machen?“
„Marcus ich hatte keine Ahnung, dass dies so kommen würde. Ich hatte meinen Kontaktmann genau gesagt was ich wollte und mich darauf verlassen…“ Versuchte sich McKinley zu rechtfertigen.
„Du hast Dich darauf verlassen? Worauf denn? Das einer dieser minderwertigen Normalos etwas richtig macht? Verdammt James ich hätte Dich für klüger gehalten. Was hast Du in der Zeit gemacht, während Du hättest alles genau überwachen sollen?“ Erneut schnitt ihm Marcus das Wort ab. Dann fiel sein Blick auf die Schreibtischschublade in die er den BH gelegt hatte und die immer noch offen stand. Marcus warf ihm das Kleidungsstück ins Gesicht. „Ist es das, was Du getrieben hast? Anstatt Dich um Deine Aufgaben zu kümmern.“ Zischte er wütend. „Hat es Dir das letzte Mal nicht gereicht, als wir die Phalanx losschicken mussten um die kleine Hure und das ungenehmigte Balg, dass sie Dir angehängt hatte um Dich zu erpressen, zu beseitigen? Hast Du gar nichts daraus gelernt?“ Rasend vor Wut stürmte er aus dem Büro und McKinley blieb allein zurück. Hoffentlich erledigt ihn diese Marisa, dann bin ich alle Sorgen los. Natürlich muss sie ebenfalls beseitigt werden, sie weiß einfach zu viel.
Kapitel 26
Der Wagen fuhr die Bordsteinkante hoch, die mit schon lange nicht mehr abgeholtem Unrat übersäht war. Beide Insassen stiegen aus und gingen zum Haupteingang des alten Gebäudes. Die Einfahrt zur Tiefgarage lag neben ihnen und die Ausfahrt war von ihrem Standpunkt aus nicht zu sehen. „Was sie wohl hier will?“ Meinte Nara als sie sich umsah, vergeblich nach Anhaltspunkten suchend. Ein Fahrstuhl war zu sehen und nicht weit davon ein Treppenaufgang.
„Keine Ahnung. Wir könnten die Stockwerke durchsuchen, aber dann huscht sie möglicherweise unbemerkt an uns vorbei.“ Ihr Partner Ares strich sich nachdenklich durch seine Haare.
„Wir warten im Auto und beobachten die Ausfahrt der Tiefgarage.“ Entschied sie.
„Und wenn sie gar nicht in der Tiefgarage parkt?“ Gab er zu bedenken.
„Warum sollte sie es nicht tun, wenn sie hier etwas zu erledigen hat?“ Wischte sie seinen Einwand unwirsch zur Seite. „Das Einzige was mich stört, ist dass wir nicht wissen wie sie aussieht und was für einen Wagen sie fährt. Wir hätten im Haus warten sollen.“
„Stimmt. Aber so ist es interessanter und wenn wir sie hier verfehlen, erwischen wir sie auf jeden Fall im Haus.“ Erwiderte er und begab sich gefolgt von seiner Partnerin zur Tür.
Kapitel 27
Das Handy klingelte und Niobe nahm das Gespräch an. „Fe’nos tol.“ Sagte sie, ihre Stimme klang ehrfürchtig und ihr Partner bei der McKinley Überwachung sah sie überrascht an. Dann bestätigte sie und sah auf. „Es wird Zeit für einen kleinen Unfall.“ Meinte sie nur, öffnete das Handschuhfach und entnahm ihm ein kleines Fläschchen. Dann stieg sie aus und ging auf den Nebeneingang des Gebäudes zu, der unweit neben der Tiefgaragenausfahrt lag. Ihr Partner eilte ihr nach.
Kapitel 28
Ein Schuss tönte grollend durch die Stille des Gebäudes, irgendwo aus Richtung Treppenhaus. Die Beiden hielten an der Tür inne und sahen sich an. Dann zogen sie ihre Waffen und rannten auf das Treppenhaus zu. Das Zuschlagen einer Tür eine Etage weiter unten zeigte ihnen die Richtung. Sie eilten die Stufen herab.
Niobe`s Partner öffnete die Seitentür, als neben der tiefergelegenen Tiefgaragenausfahrt eine von ihnen bis dato nicht bemerkte Tür aufkrachte und eine junge Frau hinausstürmte. Sie warfen ihr einen kurzen desinteressierten Blick zu und gingen dann ins Foyer des Gebäudes. Ihnen gegenüber lag der Haupteingang. Seitlich von ihnen der Fahrstuhl und der Treppenzugang. Sie entschieden sich für den Fahrstuhl und warteten.
Nara und Ares erreichten den unteren Treppenabsatz und sahen in der Dunkelheit schemenhaft einen Körper vor sich liegen. Die offen stehende Tür am Ende des Ganges führte nach draußen, sie klapperte im Wind und ließ ein wenig Licht herein. Vorsichtig näherten sie sich ihr und sahen hinaus. In der nächtlichen Finsternis und den dürftigen Licht der Straßenlampen rannte eine Gestalt weg. Sie sahen sich an und ein Nicken deutete an, dass sie das Gleiche dachten. In dem Moment als sie die Verfolgung aufnehmen wollten, krachte die Tür zur Tiefgarage auf und zwei bewaffnete Männer erschienen. Sie fuhren herum und richteten ihre Waffen auf die beiden Ankömmlinge. Diese gingen Schritt für Schritt vorwärts und erstarrten als sie in dem spärlichen von außen durch die offene Tür hineinfallendem Licht die am Boden liegende Gestalt sahen. Sie eilten zu ihr. Hielten aber weiterhin ihre Waffen auf ihre Gegner gerichtet. Die ihrerseits kein Auge von den Männern ließen. Die Luft in dem schmalen Gang knisterte vor Spannung und kaum verhüllter Aggression.
Der Fahrstuhl kam nicht. Sie betraten den Treppenaufgang und liefen eilig nach oben. Ihre Schritte hallten dumpf auf dem Beton wieder.
Unten erstarrten die 4 Bewaffneten die sich immer noch misstrauisch beäugten, als sie die Tür zum Foyer hörten, doch die Schritte entfernten sich. Einer der Männer beugte sich herab und drehte den am Boden liegenden Mann vorsichtig um. Entsetzt starrte er auf das Gesicht des Mannes das im schwachen Schein des hereinfallenden Straßenlichtes undeutlich erkennbar war. Die Frau an der Tür keuchte entsetzt. „Marcus. Es ist Marcus.“
Der kniende Mann fuhr hoch und sah sie überrascht an. „Du kennst ihn?“
„Fe’nos tol.“ Erwiderte Ares an ihrer Stelle.
„Von meinen Vätern vor mir für meine Söhne.“ Erwiderte der kniende Mann und fühlte den Puls des Satai.
Sein Kollege steckte die Waffe ein und beugte sich ebenfalls herab. „Ist er…?“
„Nein, er lebt. Aber er hat viel Blut verloren und sein Puls ist schwach.“ Erwiderte der Kniende.
„Wir müssen ihn wegbringen.“ Forderte die Frau besorgt und beugte sich ebenfalls über Marcus.
„Und was ist mit dem Täter?“ Wollte ihr Partner wissen.
„Vergiss es der ist längst über alle Berge. Aber wir werden ihn finden.“ Knirschte sie wütend.
Vorsichtig hoben die Männer den reglosen alten Mann an. Die Frau ging voraus und öffnete die Tür zur Tiefgarage.
Niobe öffnete die Tür und spähte auf den Gang hinaus. Als die Überwachungskamera in die andere Richtung schwenkte trat sie heran und umhüllte sie mit einer dunklen Tüte. Da es keinen Sicherheitsdienst gab, würde die Manipulation keinen Alarm auslösen. Dann ging sie vorwärts und suchte die von Marcus genannte Büronummer. „Hier ist es.“ Winkte sie ihrem Begleiter, der an der anderen Seite die Nummern kontrollierte. Sie zogen ihre Waffen und betraten das Büro. Es war ein kleiner Vorraum, abgetrennt davon mit einer schweren Eichentür lag das eigentliche Büro des Senators. Der Mann riss die Tür auf und Niobe stürmte mit der Waffe im Anschlag hinein. McKinley fuhr überrascht aus einem bequem aussehenden Bürostuhl hoch. „Was? Wer sind sie?“ Stammelte er und starrte nervös auf die auf ihn gerichteten Waffen.
„Das geht Sie nichts an.“ Grunzte der Mann und ging zu dem Fenster und sah herab. Hoch genug.
„Was soll das?“ Verlangte der Senator mit vorgetäuscht autoritär klingender Stimme zu wissen und sah von einem zum anderen. Das Grinsen der Frau an der Tür beunruhigte ihn. „Hören Sie wenn Sie Geld wollen, ich kann…“
„Halts Maul.“ Unterbrach ihn der Kerl am mannshohen Fenster und packte McKinley an der Schulter und drückte ihn in den Bürostuhl. Dann zwang er den Senator einige Tabletten zu schlucken, die ihm seine Begleiterin in die Hand drückte. McKinley röchelte und versuchte zu würgen. Aber der Griff des Fremden war gnadenlos und seine verzweifelte Gegenwehr erlahmte.
„Was war das?“ Keuchte er mühsam nach Luft schnappend, als der Mann endlich seinen Hals losließ. Während die Frau das kleine Tablettenfläschchen auf den Schreibtisch umkippen ließ. Einige Tabletten rollten heraus. Kritisch beäugte sie ihr Werk und nickte zufrieden.
„Nur ein paar Stimmungsmacher, Senator. Übrigens wir sollen Sie von einer Frau und einem Mädchen in einer Kirche grüßen.“
„Cath? Was ist mit ihr?“ Er wollte sich wieder erheben. Wurde aber von dem stählernen Griff des Kerls hinter ihm unten gehalten. Ein leichtes Schwindelgefühl überkam ihn und seine Umgebung verschwamm vor seinen Augen.
„Die Beiden machen eine kleine Reise. Aber keine Sorge Sie werden sie bald wieder sehen.“ Das Lächeln der Frau wurde breiter als sie dem Stuhl plötzlich einen Tritt gab, ihr Begleiter trat zur Seite und sah zu wie der Stuhl mit seiner lebenden Fracht rücklings durch das Fenster krachte. McKinley schaffte es vor lauter Überraschung nicht einmal einen Schrei von sich zu geben, geschweige denn sich zu wehren. Sie verfolgten gemeinsam seinen Weg nach unten.
„Für die Landung kriegt er ne drei.“ Kommentierte Niobe den Aufschlag. Dann verließen sie hastig den Raum und das Bürogebäude.
„Ihr seid seine Leibwächter oder?“ Verlangte die Frau zu wissen. „Verdammt wie konntet ihr ihn allein lassen?“
„Er hat es uns befohlen.“ Rechtfertigte sich der Kleinere der Beiden. „Er wollte allein mit McKinley in dessen Büro reden.“
„McKinley? McKinley hat hier ein Büro?“ Hakte sie nach und sah ihren Partner an. „Meinst Du…?“
„Ganz sicher, war sie es die wir haben wegeilen sehen. Sie hat allen Grund dazu und McKinley ist sicher auch in die Sache verwickelt.“ Stimmte ihr Partner ihr zu. Endlich erreichten sie den Wagen, die Türen standen noch offen, so wie sie die Leibwächter hinterlassen hatten, als sie nach dem Ertönen des Schusses hinausgeeilt waren. Behutsam betteten sie ihren schwerverletzten Führer auf den Rücksitz. Einer brachte das Verbandszeug aus dem Kofferraum und verband die Schussverletzung so gut es ging, die in der Nähe des Herzens lag. Eine Austrittswunde gab es nicht. Dann stiegen die Beiden vorne ein und rasten nach einem Nicken zu dem anderen Team los.
Ares und Nara starrten ihnen nach, als sie die Ausfahrt der Tiefgarage ansteuerten und begaben sich dann wieder in den dunklen Gang. Notdürftig wischten sie das Blut weg, eine Untersuchung konnten sie sich nicht erlauben, zu groß war die Gefahr, dass etwas entdeckt wurde, was nicht entdeckt werden sollte. Um den Rest würde sich ein Cleanerteam kümmern müssen. Dann gingen sie die Treppe zum Foyer hinauf, überlegend wie sie McKinley ausfindig machen sollten und danach wäre die Frau fällig. Vor dem Foyer hatte sich eine kleine Ansammlung von Nachtschwärmern eingefunden, die sich um etwas auf dem Boden versammelt hatten. Dem sich nähernden Sirenengeheul nach, waren die Bullen schon unterwegs. Sie sahen sich an und verließen das Gebäude durch den rückseitigen Nebeneingang. Nachdem sie das Gebäude umquert hatten um zu ihrem Wagen zu gelangen, der gegenüber dem Haupteingang geparkt war, konnten sie endlich erkennen, worum sich die Leute gescharrt hatten. Erstaunt sahen sie sich an als sie McKinley erkannten und schlenderten näher als wären sie einfache Schaulustige. Der Notarzt zog gerade ein Tuch über das Gesicht des Senators.
„Lass uns gehen, wir müssen uns um unsere Zielperson kümmern. Sie wird sich wünschen nie geboren worden zu sein, wenn wir mit ihr fertig sind.“ Flüsterte er seiner Partnerin zu. Sie nickte und ging zum Wagen.
„Ja, das wird sie sich wünschen.“ Erwiderte sie grimmig.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2005-07-09 00:51:16 mit dem Titel Dark Angel Fan Fiction (6a) - Finsternis wirft keine Schatten
Kapitel 1
Der dunkle Wagen rollte langsam zwischen die seit langem leer stehenden Lagerhäuser, die im Dunkel der Nacht unheimliche tanzende Schatten im Scheinwerferlicht warfen. Die leisen Motorgeräusche, die er verursachte, wurden durch den Wind, der lange nicht mehr abgeholten Müll vor sich hertrieb und dem leisen poch poch poch des Regens übertönt. Aus einer Nische eines halb eingestürzten Gebäudes trat plötzlich ein Schatten auf die Straße. Der sich nähernde Wagen wurde daraufhin langsamer und kam neben der sich aus der Dunkelheit schälenden Silhouette des Mannes zum Stillstand.
Ein surrendes Geräusch auf der Fahrerseite verriet, dass der elektrische Fensterheber seine Arbeit tat. Der Fahrer, der bislang hinter den dunkel getönten Scheiben verborgen war, wurde sichtbar und sah ungeduldig auf sein Gegenüber. „Also, was ist so dringend, dass Du mich mitten in der Nacht hierher bestellst?“ knurrte er den anderen wütend an.
„Jemand ist uns auf den Fersen.“ erwiderte der dunkelgekleidete Mann, der sich lässig an den Wagen lehnte.
„Einer von Marcus Leuten meinst du?“ erkundigte sich der Autofahrer nun eindeutig nervös und warf einen kurzen Rundumblick durch die Gegend.
„Nein! Das hat damit nichts zu tun James. Es ist dieser Colonel von Manticore. Dieser Lydecker. Er schnüffelt in unseren Angelegenheiten herum. -“
„Verdammt! Wie konnte das passieren?“ unterbrach McKinley den Bericht.
„Wir wissen es nicht. Aber er scheint auf derselben Spur zu sein, wie diese Renfro es war.“
„Ich dachte ihr hättet diese Sicherheitslücken wieder beseitigt. Verdammt. Marcus wartet nur auf einen Fehler von mir und ein Verrat dieser Art, wäre mein und Euer Todesurteil.“ zischte der Senator wütend.
„Wir waren noch mit der anderen Sache beschäftigt. Konnte ja keiner ahnen, dass ungewollt jemand weiteres auf die Informationen stößt, die wir an Renfro haben durchsickern lassen, um es so aussehen zu lassen als wäre es Whites Schuld. Ein weiteres Versagen von diesem Sohn eines Verräters in einer Größenordnung wie es selbst der Hohe Rat nicht mehr tolerieren würde. So wolltest Du es haben, so haben wir es durchgezogen.“ versuchte sich der am Wagen stehende Mann zu rechtfertigen.
„So habt Ihr es durchgezogen? Renfro hat mehr raus gefunden als sie sollte und sie starb bevor wir unseren Plan White für diese Indiskretionen verantwortlich zu machen, in die Tat umsetzen konnten. Stattdessen ist uns jetzt Lydecker auf den Fersen, weil ihr die Sicherheitslücken nicht wieder zugemacht habt. Nennst Du das etwa erfolgreich?“ die Stimme des Senators triefte nahezu vor Sarkasmus. „Falls dieser Kerl noch mal irgendwo auftaucht, dann sorgt dafür, dass er einen Unfall hat, bevor er noch die Gelegenheit hat mit irgendwem darüber zu reden.“ fügte er nach kurzem Zögern noch hinzu.
„Können wir das nicht einfach White anhängen und wir retten die Situation indem wir Lydecker beseitigen, wie es ursprünglich mit Renfro geplant war?“
„Du Narr!“ zischte McKinley verärgert. „Dann müssten die Sicherheitslücken aufgedeckt werden und dann ließe sich auch die Sache mit Renfro nicht mehr vertuschen. Das wäre viel zu offensichtlich, dass an der Sache etwas nicht ganz koscher ist. Nein, schließt jede Lücke die wir geöffnet haben und es darf absolut keinen Hinweis auf Renfro geben. Wir stellen es so dar, dass Lydecker nur durch Zufall auf uns gestoßen ist und wenn er erst neutralisiert ist, wird das unserer Sache trotzdem nützen auch wenn wir White diesmal nicht belasten können.“
„Wie Du willst. Aber was ist mit White? Was unternehmen wir gegen ihn? Wir können auf keinen Fall zulassen, dass Marcus ihn zu seinem Nachfolger macht.“ erkundigte sich McKinleys Gesprächspartner.
„Überlass das mir. Ich habe schon etwas anderes in Planung, dass ihm mit Sicherheit das Genick brechen wird.“ antwortete McKinley. Dann nickte er seinem Gesprächspartner kurz zu, schloss das Fenster wieder bevor er den Wagen anrollen ließ und verschwand mit leise schnurrendem Motor um die nächste Ecke zwischen den Lagerhäusern. Zurück blieb nur der Mann dessen Umrisse im schwindenden Licht wieder in der Dunkelheit und den Regenschleiern verschwammen.
Kapitel 2
„Bingo.“ sagte der Fahrer mit Blick auf den vor ihnen fahrenden Wagen, dem sie sich langsam näherten. „Das muss er sein.“
„Ja. Schieb ihn über die Uferböschung und er ist Geschichte.“ meinte der Beifahrer.
Ihr Wagen beschleunigte und schob das etwas leichtere Gefährt, dessen Fahrer völlig überrascht wurde, mit voller Wucht in den reißenden Fluss. Schlitternd kam ihr eigener Wagen am Rande der Böschung zum Stehen. Seelenruhig stieg der Beifahrer aus und beobachtete gelassen wie Lydecker`s Auto schnell und unaufhörlich in den Fluten versank. Dann wendete er sich ab und kehrte in den Wagen zurück, der daraufhin seinen Weg auf der einsamen Uferstraße fortsetzte. Er griff zum Handy. „Fe’nos tol“ grüßte er seinen Gesprächspartner. „Wir haben ihn gefunden und dafür gesorgt, dass er einen kleinen Unfall hatte. Du kannst dem Hohen Rat melden, dass unser Sicherheitsproblem gelöst ist James.“ Er lauschte kurz auf die Bestätigung und legte dann auf.
Keiner der beiden bemerkte, dass die beim Aufprall auf das Wasser aufgerissene Fahrertür ein Stücken weiter aufgedrückt wurde und sich ihre benommene Zielperson ins Wasser gleiten ließ, wo sie von der Strömung mitgerissen wurde.
Kapitel 3
Befriedigt legte McKinley den Hörer auf und strich sich mit der Hand durch sein kurzes Haar. Das wäre geschafft. Nicht ganz so wie geplant, aber es wird mir Sympathien einbringen. Und sobald White aus dem Weg ist, bleibt Marcus gar keine andere Wahl als mich zu seinem Nachfolger zu bestimmen. Es ist an der Zeit, dass die Mitglieder des Hohen Rates nach Eignung und Fähigkeiten ausgewählt werden und nicht nach dem Zufall in eine bestimmte Linie hineingeboren worden zu sein. Und wenn das der alte Mann nicht einsehen will, dann muss er notfalls aus dem Weg geschafft werden. Mit einem eisigen Lächeln begab er sich aus seinem privat angemieteten Büro, in dem er Arbeiten erledigte die nicht unbedingt in seinen Aufgabenbereich als Senator fielen. Ganz abgesehen davon, dass er hier Ruhe hatte, besonders für gewisse Stunden von denen weder der Senat, die Öffentlichkeit und schon gar nicht die Konklave wissen sollten. Auch wenn er neulich die Hilfe der Phalanx in Anspruch nehmen musste, um die Frau wieder loszuwerden die ihm ein Kind angehängt hatte, um ihn zu erpressen. Marcus war nicht gerade erfreut gewesen, als er davon hörte. Und an Allem ist nur dieses Miststück Schuld. Aber jetzt macht sie mir keinen Ärger mehr. Wenigstens etwas wozu die Phalanx taugt. In Gedanken versunken fuhr er mit dem Fahrstuhl in die Tiefgarage des Gebäudes hinunter. Sich seinen Triumph ausmalend, wenn er berichten konnte, dass seine Leute ein Problem entdeckt hatten und sofort auf seine Weisung hin liquidiert hatten.
Kapitel 4
McKinleys Wagen fuhr langsam die Auffahrt zu dem Gebäude hoch, in dem sich der Sitzungsraum des Hohen Rates befand. Die Machtzentrale der Konklave, hier laufen alle Fäden zusammen. Hier thront Marcus wie eine gigantische fette Spinne in ihrem Netz, bösartig lauernd, alles kontrollierend und beherrschend. Aber nicht mehr lange. Bald ist Deine Zeit vorüber Marcus. Es ist Zeit für einen Machtwechsel und ich werde an Deine Stelle treten. Zufrieden mit sich, betrat er das finster aussehende Gebäude, dass offiziell als Irrenhaus fungierte und wo neben echten Irren auch ein paar der Konklave unangenehm gewordene Zeitgenossen untergebracht waren, die aus bestimmten Gründen nicht getötet werden konnten. Einige wie CJ Sandeman sollten als Rückversicherung dienen, andere waren Abtrünnige wie Sandeman und wurden eingesperrt, um die Pläne der Konklave nicht zu gefährden. Doch irgendwann wenn die Zeit gekommen war und der Virus die Milliarden von Minderwertigen vom Angesicht der Erde gefegt haben würde, wären ihre Fähigkeiten und ihre Gene für den Fortbestand unabdingbar. Dann würden sie erkennen wie falsch sie gelegen hatten und alles Sträuben würde ihnen nicht mehr nützen.
Und natürlich waren da auch die Kinder von Konklavemitgliedern die nie dem Ritual unterzogen worden waren. Kinder die zwar als drittes Kind geboren worden waren, bei denen aber trotzdem etwas schief gegangen war. Eine noch hin und wieder auftretende Spätfolge der Inzucht aus ihrem frühen Zuchtprogramm. Auch wenn sich die meisten Konklaveeltern für die Beseitigung dieser Abnormitäten entschieden, einige bestanden auf ihr Recht dieses dritte Kind zu behalten. Selbst wenn das bedeutete sie lebenslang einzusperren. Auch McKinleys 12 jährige Tochter befand sich hier. Sicher verwahrt, wo sie weder sich selbst und vor allem nicht Anderen schaden konnte. Manchmal besuchte er sie, betrachtete sie melancholisch und verfluchte den Gendefekt, den er offensichtlich in sich trug und der jederzeit wieder bei seinen Nachkommen auftreten konnte. Durch dieses Kind, sein Kind war er vom Zuchtprogramm ausgeschlossen worden und ihm blieb nur noch eins um sich selbst zu beweisen. Er musste seine Spuren auf andere Weise in der Konklave hinterlassen. Doch dazu brauchte er Macht und Entscheidungsbefugnis. Doch die verweigert mir der uralte Mann. Verflucht seiest Du Marcus. Du und Deinesgleichen!
Unwillkürlich hatten ihn seine Schritte zu dem Raum seiner Tochter geführt. Noch immer hoffte er, dass es ihr irgendwann besser ging. In letzter Zeit war sie friedlich gewesen und irgendwann hatte er ihren Wunsch erfüllt nicht mehr allein zu bleiben, den sie auf ihre seltsame Art und Weise geäußert hatte in der sie hin und wieder sprach. Was selten genug vorkam und so hatte er ihr vor ein paar Wochen einen Hund mitgebracht. Sie schien sich zu freuen. Allmählich fing er an neue Hoffnung zu schöpfen, als sie häufiger sprach und sich stundenlang mit dem Tier beschäftigte. Irgendwann wird alles gut mein Kind. Dachte er und sah durch das Beobachtungsfenster. Kira, mit einem weißen Krankenhauskittel bekleidet, saß mit dem Rücken zu ihm, ihr schönes langes Haar wallte über ihren Rücken und sie beugte sich wie es schien über ihren kleinen Spielgefährten. Zufrieden winkte der Senator nach einem Aufseher ihm zu öffnen. Als das Klicken der schweren Tür erklang fuhr sie zu ihm herum. Entsetzt taumelte McKinley zurück und starrte völlig fassungslos auf das blutverschmierte Gesicht seiner Tochter. Ihre Augen wirkten unschuldig, als sie eine Hand anhob von der blutige Fetzen des völlig zerstückelten Hündchens herabhingen, das vor ihr lag und schob sich etwas davon in den Mund. Würgend vor Ekel wandte er sich ab und rannte davon. Das Zuknallen der Tür zu Kiras Raum hallte grausam und fast endgültig in seinem Verstand wieder. Die Verzweiflung drohte ihn zu übermannen.
McKinley wanderte ziellos durch die düsteren und trostlosen Korridore des verwinkelten gebauten Gebäudes. Noch nicht bereit den Hohen Rat aufzusuchen. Mit ziemlicher Sicherheit wusste Marcus schon von dem Vorfall und amüsierte sich sicher köstlich darüber. Sein Herz zog sich vor Schmerz, Trauer und Wut zusammen. Hasserfüllt schlich er weiter durch das Gebäude und mied unbewusst die genutzten Bereiche. Irgendwann erreichte er den warmen, leicht modrig riechenden Keller. In einigen der Räume wurden die Schlangen für ihre Zeremonien gezüchtet, die Träger des Virus, das wenn die Zeit gekommen war die minderwertigen Menschenrassen vernichten würde. Aber nicht der Bereich war es den er nun ansteuerte, sondern den Zellentrakt. Wer hier unten landete kam in der Regel nicht mehr in einem Stück heraus. Hinter den dicken Wänden und Türen konnten ungestört Gefangene verhört werden und neuerdings gab es auch ganz besondere Insassen – Transgentische der verschiedensten Baureihen, die näher auf ihre Stärken und Schwächen untersucht wurden. Eine zum Teil absurde Sammlung von seltsam aussehenden Kreaturen, denen man auf den ersten Blick ansah, dass sie einem völlig wahnsinnigen Verstand entsprungen waren. Und trotz dieses offensichtlichen Wahnsinns in Sandeman`s Linie darf sich der Sohn des Verräters fortpflanzen, Marcus ermuntert ihn sogar. White nimmt mir alles was rechtmäßig mir gehören sollte! Doch nicht mehr lange Ames. Nicht mehr lange. Mit einer trotzigen Wut schlug er unbeherrscht mit der Faust gegen eine der Mauern, die das völlig ungerührt hinnahm. Verdammt! Ich brauche dringend etwas zur Beruhigung. Er sah sich kurz um, zog dann eine der kleinen Schnapsflaschen, die er immer dabei hatte, hervor und genehmigte sich einen langen Schluck. Alkohohl war zwar nicht unbedingt verboten, aber in den Mengen, die er gelegentlich zu sich nahm, wurde es als Schwäche betrachtet. Seufzend steckte er sie wieder weg und wischte sich mit seiner Hand über den Mund. Dann öffnete er die Zwischentür des Zellentraktes. Die Wächter nickten ihm kurz zu, als er eintrat.
Mit wachsendem Interesse schlenderte er an den stark gesicherten Gittertüren entlang und musterte die mit schweren Ketten gefesselten unbekleideten transgenetischen Insassen. Vielen waren schon die Torturen anzusehen, die hinter ihnen lagen. Tiefe Schnitt-, Stich und Schusswunden entstellten zum Teil ihre Körper, einige wiesen großflächige Verbrennungen auf oder man hatte ihnen Gliedmaßen entfernt. An Anderen waren Säuren, chemische und biologische Kampfstoffe getestet wurden. Der Anblick brachte allmählich wieder seine Stimmung zurück und langsam fühlte er sich bereit dem Hohen Rat entgegen zu treten. Neugierig folgte er ein paar Ärzten die einen sich heftig wehrenden echsenähnlichen Transhumanen aus seiner Zelle schleiften in den Untersuchungsraum. Erbarmungslos wurde er an einem OP-Tisch festgeschnallt und bei lebendigem Leibe aufgeschnitten, um die Funktionsweise seiner Organe zu untersuchen. Seinen aufdringlichen Schreien wurde ein Ende bereitet als einer der genervten Ärzte ihm die Zunge herausschnitt. Schmerz ist eine Illusion des Geistes. Wiederholte McKinley das Konklavemantra in seinen Gedanken, als er das sich vor Schmerzen und Entsetzen windende Geschöpf belustigt beobachtete. Auch wenn die Transgenetischen genau wie wir eine höhere Schmerzgrenze haben, eines haben sie offensichtlich nicht das richtige Training Schmerzen nach Überschreiten der Grenze zu ignorieren, so wie wir es in der Jugend lernen. Gut zu wissen. Nach fast drei Stunden zahlreicher Test gab der gepeinigte Körper der Missgeburt seinen Geist auf und wurde entfernt.
Kapitel 5
McKinley fühlte sich nun eindeutig besser und richtete sich auf, sich vorbereitend auf die Rede die er nun vor dem Hohen Rat zu halten gedachte. Natürlich würde er auch dem Beraterstab die entsprechenden Informationen zukommen lassen. Jeder sollte schließlich wissen, dass er das Lydecker-Problem entdeckt und beseitigt hatte. Ein freudloses grausames Lächeln zuckte um seine dünnen Lippen, als er die Tür zum Sitzungsraum erreichte und dort einer Priesterin mitteilte, dass er dringend mit den Mitgliedern des Hohen Rates sprechen müsste. Mit einem finsteren Blick eilte sie weg, um Marcus, Matthias und Nadira zu informieren. Unruhig wartete er, darauf hoffend dass sie ihn auch tatsächlich empfangen würden. So sicher konnte man sich darüber nicht sein.
Seit knapp einer Stunde ging er nun schon vor dem Sitzungssaal auf und ab, sich dem spöttischen Blick der längst zurückgekehrten Priesterin bewusst, die ihn schadenfroh beobachtete, weil man ihn warten ließ. Er wusste nicht einmal ob der Hohe Rat überhaupt den Raum durch die zweite für Nichtmitglieder nicht zugängliche Tür schon betreten hatte oder ob er hier vergebens warten musste. Endlich erschien Lyssandra an der Tür und winkte ihn nach innen als wäre er irgendein kleiner unwichtiger Bittsteller. Wütend über diese Behandlung folgte er ihr. Marcus wirkte belustigt, Matthias sah in abschätzend an und Nadira betrachtete ihn mit den eiskalten Augen eines Reptils. Sich an seine Beherrschung klammernd verbeugte er sich vor ihnen.
„Was ist so wichtig das es nicht warten kann McKinley?“ Marcus Stimme klang abfällig.
McKinley räusperte sich „Einer meiner Leute hat zufällig ein Sicherheitsproblem entdeckt. Kein großes und wir haben es sofort dicht gemacht. Aber irgendwie ist dieser Colonel Lydecker von Manticore darauf gestoßen und hat eine Kiloma-Begräbnisstätte gefunden. Eine von denen die auf unser Zuchtprogramm zurückgeht. Wir wissen nicht wie viel er weiß oder was er vermutet. Aber ich dachte mir, wir sollten besser kein Risiko eingehen.“
„Hm.“ Marcus rieb sich nachdenklich die faltigen Hände. Das Geräusch das dabei entstand klang wie altes Pergament und jagte einen Schauer von Ekel durch den Senator. „Die Phalanx wird sich um ihn kümmern. Aber warum vergeudest du unsere Zeit, indem Du auf ein persönliches Gespräch behaarst, wenn Du das Gleiche auch per Telefon erledigen kannst und noch dazu schneller?“ Die Stimme des Satai klang bedrohlich leise.
McKinley kannte diesen Ton zur Genüge. Früher einmal hatte er ihn genossen, wenn Marcus ihn gegen jemanden der sein Unwillen erregt hatte, eingesetzt hatte. Doch seitdem er seinen Widerwillen über Ames White offen ausgesprochen hatte und im Beraterstab und bei den anderen Familiars immer mehr Anhänger fand, richtete sich dieser Unmut oft genug gegen ihn selbst. Eine Erfahrung auf die er liebend gern verzichten konnte. Vorsichtig als wandelte er am Rande eines Abgrundes fuhr der Senator fort: „Das ist nicht mehr nötig Marcus. Meine Leute haben ihn erledigt, als sie entdeckten, dass er herumschnüffelte.“ Matthias fuhr hoch. Doch er ließ ihn gar nicht erst zu Wort kommen und fügte schnell hinzu „Keine Sorge sie haben es wie einen Unfall aussehen lassen. Er ist mit seinem Wagen im Fluss gelandet.“ Selbstgefällig gönnte er sich ein Grinsen.
Matthias wollte etwas sagen, doch Marcus gebot ihm mit einem Wink zu schweigen. „Hast Du davon gewusst, was sie vorhatten?“
McKinley sah ihn an. Verdammt, das entwickelt sich nicht ganz so wie erhofft. „Natürlich. Meine Leute haben mir sofort gemeldet, dass Lydecker in unseren Angelegenheiten herumschnüffelt. Ich wies sie an die entdeckte Sicherheitslücke sofort zu schließen und betraute meine besten Leute damit ihn so zu beseitigen, dass es keine Untersuchungen nach sich ziehen würde.“ Zufrieden mit sich verschränkte der Senator die Arme vor der Brust.
Matthias sah ihn finster an und Nadira musterte ihn mit einem Blick der ihm dem Atem gefrieren ließ. Marcus Lippen kräuselten sich zu einem Lächeln. Na also, beglückwünschte sich McKinley selbst. Ich wusste doch, dass er Eigeninitiative mit solchen Resultaten zu schätzen weiß. Frohlockte er.
„Du verdammter Idiot!“ zischte Marcus ihn unerwartet an. „Wer hat Dir das Recht gegeben eine solche Entscheidung zu treffen? -“
„Aber es durfte keine Zeit verloren –„
„Du wagst es mich zu unterbrechen?“ Marcus Stimme knallte wie eine Peitsche. „Deine Leute hätte es umgehend dem Hohen Rat mitteilen müssen, damit wir uns darum kümmern können. Nur die Phalanx erledigt solche Aufträge. Außerdem hast Du wohl übersehen, dass wir hätten herausbekommen müssen wie es zu der Sicherheitslücke kam und vor allem ob und mit wem Lydecker darüber gesprochen hat.“ Der Satai holte Luft. „Matthias schick Deine Leute los, sie sollen versuchen noch etwas herauszubekommen. Ich will wissen wie es zu dem Sicherheitsproblem kommen konnte und mit wem Lydecker Kontakt hatte. Und was Dich betrifft James“ Marcus Kopf fuhr wieder herum „verschwinde aus meinen Augen, bevor ich mich vergesse und bete darum, dass Deine Inkompetenz keine Schäden verursacht hat.“
McKinley stolperte aus dem Raum, schlug die Tür hinter sich zu und lehnte sich an die Wand. Als er den seltsamen Blick der Priesterin sah, verließ er eiligst das Gebäude und raste in die Stadt zurück.
Kapitel 6
Matthias betrat den dunkel verhüllten Raum, in den sich Marcus gerne zurückzog. „Wir haben in den letzten Tagen die Sicherheit überprüft, es ist alles dicht. Bislang wissen wir nicht wie es überhaupt zu einem Problem kommen konnte. McKinleys Leute waren sehr gründlich in der Beseitigung des Problems, leider haben sie dabei auch jeden Hinweis ausgewischt.“ Marcus Augenbraue hob sich interessiert und grüblerisch. „Lydecker?“
„Sein Wagen wurde aus dem Fluss gefischt. Keine Leiche. Die Cops vermuten, dass der Fahrer ertrunken ist und abgetrieben wurde.“
„Möglich. Lass trotzdem den Fluss absuchen. Wir müssen sicher gehen.“
Matthias nickte und wollte sich zum Gehen wenden, wurde aber durch einen Wink des Satai zurückgehalten. „Noch etwas. Setze ein oder zwei Phalanx-Späher auf McKinley an. Diese giftige Natter hat irgendetwas vor und ich wüsste gern, was das ist.“
„Natürlich.“ Matthias ging und ließ Marcus grübelnd zurück.
Kapitel 7
McKinley war in den letzten Wochen sehr vorsichtig geworden und gab sich keinerlei Blöße. Immer noch rechnete er wegen der Lydecker Sache zur Verantwortung gezogen zu werden. Doch offensichtlich hatte er Glück gehabt. Die Phalanx, die nach Lydecker Leiche gesucht hatte, war den Meldungen seiner eigenen Leute nach bislang erfolglos geblieben und auch ihre Nachforschungen wie es zu dem Sicherheitsproblem gekommen war, schien sie nicht auf seine Spur gebracht zu haben.
Allmählich fühlte er sich wieder sicherer. Aber trotzdem würde er sich noch bedeckt halten, bis Gras über die Sache gewachsen war. Inzwischen gab es beunruhigende Neuigkeiten über die Transgenos. Sie waren offensichtlich ebenfalls immun gegen das Virus und eine von ihnen schien sogar vollständig immunisiert zu sein. Wenn die Meldung stimmte die ihm einer seiner Leute zugetragen hatte, war sie noch nicht einmal krank geworden. Das ist nicht gut für unsere Sache. Aber etwas Gutes hat das auch, White hat bislang vergeblich versucht die Transgenen aus dem Wege zu schaffen und auch mit dieser besonders immunen Frau war er nicht sehr erfolgreich. Das könnte eine Möglichkeit sein ihn in Misskredit zu bringen. Mal sehen was sich daraus machen lässt.
Das Telefon unterbrach seine Überlegungen. Er warf einen Blick auf das Display und erkannte die Nummer seines Halbbruders George. Seufzend nahm er ab. „Fe’nos tol.“ Erklang es kaum das er das Handy in der Hand hatte. „Was willst Du?“ Senator McKinley`s Stimme klang ungeduldig.
„Jemand schnüffelt in der Davenportsache herum und daran wie meine Rechtsanwaltskanzlei dem Post Express von der Sache mit der Weiterverfolgung und Veröffentlichung der Morales Geschichte abgeraten hat.“ Teilte ihm sein Bruder mit.
James McKinley runzelte die Stirn „Wer?“
„Eine Frau. Ich konnte noch nicht herausfinden wer sie ist. Vielleicht jemand von der Presse, der das wieder aufrollen möchte. Ich wollte Dir nur Bescheid sagen. Es dürfte Dir weiteren Zuspruch im Konklave einbringen, wenn Du Dich darum kümmerst. Ich sende Dir die Infos, die ich schon zusammen habe, per Email.“ George McKinley drückte auf senden und legte dann auf.
Der Senator lud die geschickten Daten und sichtete sie. Über die Schnüfflerin gab es nicht viele Anhaltspunkte, sie schien außerordentlich vorsichtig zu sein. Aber einiges aus den Davenport-Akten war für ihn neu und allmählich kam ihn ein Plan, eventuell Nutzen aus dieser Sache zu ziehen. Natürlich musste er dazu noch Einiges über die unbekannte Frau herausfinden, über ihre Motive und Absichten, bevor er sich endgültig entscheiden würde. Er wusste schon jemanden der ihm dabei helfen würde. Lächelnd kopierte er die Dateien und begab sich dann zu seinem loyalsten Mitarbeiter.
Kapitel 8
Einige Tage später fuhr McKinley zu der Adresse die ihm sein Helfer mitgeteilt hatte. Er hatte die Daten über Marisa Chantal sorgfältig studiert, die offensichtlich beinah dem Zuchtprogramm im Davenport-Institut zum Opfer gefallen wäre. Etwa zur gleichen Zeit als die Sache mit dem Morales Mädchen gewesen war. Irgendwie war sie damals entkommen und nun stellte sie, aus Gründen die nur ihr bekannt waren, Nachforschungen an. Nachforschungen die sie auf die Spur der Rechtsanwaltskanzlei seines Halbbruders gebracht hatten. Ganz schön clever für eine Normale. Aber auch gleichzeitig ganz schön dumm, aus ihrer Deckung zu kriechen. Natürlich würde sie letztlich eliminiert werden müssen, doch er hoffte sie vorher noch für seine Pläne einsetzten zu können.
Endlich erreichte er ihr Haus, das von einem Gewitter in unheimliches Blitzlicht getaucht wurde und parkte in der Einfahrt. Nach kurzem Zögern stieg er aus und ging zur Eingangstür. Es dauerte nicht lange nach seinem Klingeln bis sie erschien und ihn durch das Fenster an der Eingangstür musterte. „Was wollen Sie?“ Misstrauen schwang in ihrer samtig weichen Stimme mit.
„Ich muss mit Ihnen reden Miss Chantal und Sie warnen. Sie bringen sich in Gefahr mit ihren Nachforschungen.“
„Ich weiß nicht wovon Sie reden. Bitte gehen Sie.“ Sie wandte sich zum Gehen.
„Miss Chantal, bitte, wenn ich Ihnen etwas tun wollte, hätte ich das bereits getan.“ Sie zögerte als sie seine Stimme hörte. „Ich rede von Davenport, von dem was man ihnen antat. Ihnen und auch Josie Morales. Wir haben die gleichen Gegner Miss Chantal.“ Seine Stimme klang aufrichtig, fast flehend und innerlich grinste er über seine Scheinheiligkeit.
Sie drehte sich um und öffnete ihm die Tür. Nach einem forschenden Blick in die Gegend ließ sie ihn herein. Er wunderte sich etwas über ihre Unvorsichtigkeit, sah sich dann aber, kaum dass die Tür geschlossen war, einem kleinen Revolver gegenüber mit dem sie ihn an die Wand winkte. Insgeheim war er froh seine eigene Waffe im Wagen gelassen zu haben, als sie ihn gründlich durchsuchte und dann ins Wohnzimmer winkte. „Also wer sind Sie und woher wissen Sie von mir? Und was wissen Sie über Davenport? Wie meinen Sie das, dass wir den gleichen Gegner haben?“ Sie klang ungeduldig.
„Mein Name tut nichts zur Sache“ Froh darüber das sie ihn offensichtlich nicht erkannt hatte. „Und Davenport? Nun ich weiß genug darüber, um zu wissen, dass sie sich in Gefahr bringen mit Ihren Nachforschungen. Und was den gleichen Gegner betrifft, nun der Mann hinter Davenport ist hinter mir her, genau wie hinter Ihnen möglicherweise.“ Sein Ton klang unverfänglich und sie runzelte nachdenklich die Stirn.
„Was schlagen sie vor?“
„Ich kann nicht viel tun, sobald ich zucke, bin ich tot. Aber Sie? Nun mit Ihnen rechnet man nicht. Sie sind die Unbekannte in der Gleichung, zumindest jetzt noch. Wie lange Sie und Ihre Nachforschungen unentdeckt bleiben, kann ich nicht sagen. Sicher nicht mehr lange. Daher müssen wir handeln, solange wir diesen Überraschungseffekt noch auf unserer Seite haben.“ Er senkte seine Stimme zu einem verschwörerischen Tonfall, der ihm in der Regel sofortige Aufmerksamkeit einbrachte und auch diesmal seine Wirkung nicht verfehlte. „Schlagen Sie der Schlange den Kopf ab, dann stirbt auch der Rest des Körpers.“ Er grinste leicht als ihre Miene nachdenklich wurde, als seine Worte auf sie einwirkten. „Die größte Bedrohung für Sie Miss Chantal ist dieser rachsüchtige alte Mann, der auch die Ermordung von Josie Morales angeordnet hat, er steckt hinter Davenport und seinen Gräueltaten, wenn er aus dem Weg ist wird Davenport handlungsunfähig.“ Erneut musterte er Sie sorgfältig ihre Mimik einschätzend bevor er weiter sprach. “Und ich denke Sie wissen von wem ich rede.“ Ein Schauder durchlief ihren Körper.
„Dr. Schuler.“ Keuchte sie und ihre Hände zitterten leicht.
„Ja.“
„Ich werde ihn töten. Er ist der Grund warum ich mich vor meinem eigenen Schatten fürchte, nicht mehr schlafen kann und beim kleinsten Geräusch zusammenzucke.“ Sie bebte vor Wut und gleichzeitig schien eine eigenartige Angst in ihr mitzuschwingen.
McKinley war zufrieden, offensichtlich hatte er sie richtig eingeschätzt. „Das hat er auch verdient, er ist der Tod höchstpersönlich. Ich kann Ihnen versichern, dass dieser Bastard für alles Mögliche die Verantwortung trägt: Entführungen, Vergewaltigungen und Morde. Und das ist nur die Spitze des Eisberges.“
„Woher wissen Sie das Alles?“ In ihrer Stimme schwang leichtes Misstrauen mit.
„Sagen wir es einmal so, ich bin durch Zufall in die Sache verwickelt worden und komme jetzt nicht mehr hinaus. Ich hab es einmal versucht in dem ich Josie bei der Flucht half.“ Die Lüge rutschte ihm gekonnt über die Lippen und er ließ seine Stimme traurig und betroffen klingen, als er leise nachsetzte: „Leider hat es nichts genützt, sie wurde ermordet und Davenport kam damit durch.“ Er zwang ein paar Tränen in seine Augen und wischte sie überdeutlich mit seinem Taschentuch fort.
Es machte Eindruck auf sie und sie legte behutsam ihren Arm auf seine Schultern um ihn zu trösten. „Es war nicht Ihre Schuld. Sie konnten nichts tun.“
Er nickte dankbar und gratulierte sich für seine Schauspielleistungen.
„Also wie sollen wir vorgehen? Wie kommen wir an Dr. Schuler heran?“
„Nun zuallererst müssen Sie Ihre Nachforschungen einstellen. Ich persönlich kann nicht viel tun, außer Ihnen hin und wieder ein paar Informationen zukommen zulassen. Gegen Marcus kann ich nichts ausrichten, da er mir gegenüber sehr misstrauisch ist. Ich wäre sofort tot. Was Sie betrifft, Sie könnten sich ihm unter gewissen Umständen nähern, ohne dass er Sie beachtet.“
Stirnrunzelnd ging sie auf und ab. „Aber wie stellen Sie sich das vor? Ich kann nicht einfach in Davenport reinspazieren, wo immer es auch gerade sein mag und ihn abknallen.“
„Nein natürlich nicht. Ich weiß auch noch nicht, wie es sich am Besten einrichten lässt. Aber wie heißt es so schön, kommt Zeit kommt Rat.
„Okay. Und wie kann ich Sie erreichen?“ Erkundigte sie sich.
„Gar nicht. Das wäre zu gefährlich. Ich kontaktiere Sie, sobald sich was ergibt.“
„Das gefällt mir nicht.“ Erwiderte sie missmutig.
McKinley seufzte genervt, blieb aber ruhig als er ihr antwortete. „Mir gefällt es ja auch nicht. Aber es geht nicht anders Miss Chantal. Ich werde überwacht, früher oder später würden Sie mich im falschen Moment kontaktieren. Also bitte gedulden Sie sich und tun Sie nichts Unüberlegtes.“
„Also schön, ganz wie Sie wollen. Ich verhalte mich ruhig. Vorerst zumindest.“
„Gut. Sehr gut. Ich denke es ist besser ich gehe jetzt.“
Sie nickte, sagte aber nichts mehr als er ihr den Rücken zukehrte und zur Tür ging.
Kapitel 9
„Da ist er wieder.“ Sagte der Mann in dem dunklen Wagen der den Senator beschattete.
„Ja. Ging schnell diesmal.“ Erwiderte ihm der Fahrer.
„Vielleicht hat sie ihn vorzeitig rausgeschmissen.“
„Kann schon sein. Ich wüsste gerne wie viele er an der Hand hat.“ Der Fahrer startete seinen Wagen, um McKinley zu folgen der sein Auto in den laufenden Verkehr einfädelte.
„Drei allein in der Woche und da sind sicher noch Einige mehr. Aber letzten Endes ist das nicht wichtig.“
„Er entehrt uns.“
Der Beifahrer zuckte die Schultern. „Sicher nicht mehr lange. Er hat seine Hände in zu vielen Töpfen, als dass ihn der Hohe Rat weiterhin tolerieren könnte.“
„Ja. Schon möglich.“ Stimmte der Fahrer ihm zu. „Setz sie auf die Liste für eine Überprüfung.“
Kapitel 10
Seit seinem Besuch bei Marisa Chantal waren einige Wochen vergangen und er war noch nicht weitergekommen in seinen Plänen was mit Marcus zu geschehen hätte. Doch er arbeitete intensiv daran White zu diskreditieren, es fehlte nicht mehr viel. Zufrieden rieb er seine Hände und steuerte seinen Wagen an.
Es wurde Zeit seine Tochter zu besuchen. Seine 2. Tochter Cath, die von der keiner wissen durfte. Er lächelte. Bei ihr hatte sein Erbgut keine Kapriolen geschlagen, natürlich wusste er nicht ob sie das Virus überleben würde, dass würde er erst erfahren wenn die Zeit gekommen war, aber bis dahin war sie sein. Auch wenn die Konklave das nie erfahren durfte. Natürlich falls sie überleben würde, wäre das ein Problem. Man würde sie wie andere zufällig immune Normale beseitigen wollen, aber dann müsste er intervenieren und bis dahin musste er die Führung an sich reißen. Er würde nicht dabei zusehen wie noch eines seiner Kinder getötet wurde, wie das der Frau die ihn erpressen wollte. Natürlich sie hatte sterben müssen, aber die Phalanx war zu weit gegangen, als sie auch das Kind getötet hatten, sein Kind. Sicher steckte Marcus hinter dem Befehl.
Er folgte der einsam daliegenden Straße ohne die schöne Gegend weiter zu beachten. Und während die untergehende Sonne zwischen Bäumen hindurchschimmerte, schmiedete er weiter an seinen Plänen. Es war schon dunkel als die alte Kirche in dem verlassenen kleinen Ort in seinem Scheinwerferlicht auftauchte. Lara`s Wagen parkte schon in einer Seitengasse. McKinley verließ seinen Wagen, als sich die Tür zur Kirche öffnete und Lara heraustrat. Doch der Senator hatte nur Augen für seine Tochter, die Mutter war für ihn schon lange nicht mehr von Interesse, auch wenn er sie brauchte um das Kind zu betreuen, da er sie nicht einfach zu sich nehmen konnte. Cath trug ihren Lieblingshut, den er ihr zu ihrem 7. Geburtstag vor ein paar Wochen geschenkt hatte und stürmte ihm begeistert laut „Papa“ rufend entgegen. Er fing sie ab und hob sie hoch, um ihr einen Kuss zu geben. Dann trug er sie in die Kirche zurück und warf dabei einen angewiderten Blick auf Lara die aussah als hätte sie wieder etwas genommen, obwohl er es ihr schon unzählige Male verboten hatte. Im Inneren brannten ein paar Kerzen, die Lara angezündet hatte.
Cath löste sich aus seinen Armen und rannte lachend zu zwei kleinen Katzen, die es sich in einer Ecke des verlassenen Gebäudes gemütlich gemacht hatten. McKinley warf ihr einen liebevollen Blick hinterher und fuhr dann zu Lara herum, die hinter ihnen hergeschlurft war. Seine Faust krachte in ihr Gesicht. Sie taumelte zurück und hielt sich die blutende Nase, wobei sie leise schluchzte. Drohend baute er sich vor ihr auf, immer noch verwundert, dass er sie einmal anziehend gefunden hatte. Jetzt war er ihrer nur noch überdrüssig und einmal mehr wünschte er sich ihr ihren Hals umdrehen zu können. „Wie oft hab ich Dir gesagt, dass Du aufhören musst dieses verdammte Kokain zu nehmen? Besonders wenn Du mit meiner Tochter durch die Gegend fährst.“ Wütend fuhr er sie an.
„Es tut mir Leid.“ Stammelte sie ängstlich und wich vor ihm zurück, den Blick zu Boden gesenkt.
Er packte sie am Hals und zwang sie ihn anzusehen. „Wenn ich Dich noch einmal erwische Lara, bringe ich Dich um. Hast du verstanden?“ Seine Stimme klang leise und bedrohlich.
Sie nickte zitternd.
„Warte dort!“ Zischte er sie an und schubste sie in Richtung der Tür.
Lara verschwand eiligst zu der alten leicht schief hängenden Kirchenpforte. Dann wendete sich McKinley wieder der Betrachtung seiner Tochter zu, die noch mit den Kätzchen spielte und von der Szene nichts mitbekommen hatte. Er lächelte als er zu ihr ging.
Kapitel 11
Der dunkle Wagen fuhr die gewundene Straße entlang, in etlicher Entfernung vor ihnen war hin und wieder das Auto des Senators zu erkennen. Die beiden Insassen schwiegen schon seit Stunden, seitdem sie McKinley in die gottverlassene Gegend gefolgt waren. Der Beifahrer hatte längst aufgegeben in den Karten nach einem potentiellen Ziel des Beschatteten zu suchen. Endlich in der einbrechenden Dunkelheit bog McKinley in eine holprige Seitenstraße ein. Er fuhr bereits eine Bergstraße herab als sie erst den Bergkamm erreichten. Unten im Tal lag eine kleine Ansammlung von Holzhäus weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
-
-
destination47, 03.07.2005, 18:14 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
ist der lang, und noch soooo gut *g* lg destination47
-
-
Joggen in New York
04.09.2003, 02:20 Uhr von
Music-King
+++ Bis auf weiteres Schreibpause! Gegenlesungen folgen daher nur verzögert. <b>Anfragen, Bitten ...Pro:
siehe Bericht
Kontra:
Nichts was ich wüßte
Empfehlung:
Nein
Meine Augen kreisten gedankenverloren im Nichts. Immer wieder mußte ich an diese Begegnung denken die sich fließend mit futuristischen Tagträumen vermischte. Mein Bestreben wurde stärker, hatte ich doch die Bestätigung von einem der ganz Großen. Doch am besten ich erzähle die Geschichte von Anfang an:
August 2001: Stephanie Heaton, eine gute Freundin von mir, lud mich zu einem Urlaub zu sich nach New York ein. Diese faszinierende Stadt mal wieder live zu erleben konnte ich mir nicht entgehen lassen und so sagte ich zu. Sie ist Musikerin, genau wie ich, und auch sie hat eine Band, genau wie ich. Seit 10 Jahren spielt sie nun schon Gitarre und spielt sehr erfolgreich mit ihrer Band in kleinen Kreisen. Einen Plattenvertrag wollte sie nie haben, obwohl ihr schon mehrfach die Chance angeboten wurde. "Das ist nichts für mich" sagte sie, "ich hasse diesen ganzen Starrummel, diese Hektik und den Druck der auf einem liegt." Sie wollte immer mit ihrer Musik im kleinen Kreis begeistern und das schafft sie nun schon seit 3 Jahren sehr erfolgreich. "Ich will ungezwungen Musik machen können, aus Spaß und nicht aus Erfolgsdruck heraus" meinte sie immer wieder salopp. Oh ja... sie hat mir einiges beigebracht auf der Gitarre. Ihr ist es zu verdanken daß ich kein blutiger Laie mehr bin, sondern mich grade mal so zu den Amateuren zählen darf.
Es war ein herrlicher Tag, ich schnappte mir die Gitarre von Stephanie und fuhr jenseits des Hudson River in einen etwas abseits gelegenen Park. Ich hatte gerade wieder eine Idee für einen neuen Song der mir als ideal für meine Band erschien. Ich wollte endlich die Band voran bringen, nicht immer nur covern sondern auch eigene Songs spielen. Mir spukte gerade eine neue Melodie im Kopf herum die ich unbedingt auf der Gitarre, so gut ich es halt konnte, vertonen wollte. Höchstens vereinzelt Jogger verirrten sich hier her, also genau das richtige Ambiente für mich - schließlich soll nicht jeder meine musikalischen Gehversuche mitkriegen. Ich konnte wie erwähnt nicht wirklich gut spielen, weshalb die geistige Kampfnummer auf der Gitarre als harmloses Nümmerchen erklang, aber Dank meines harten Saitenanschlages konnte man in etwa erahnen wie es sich eigentlich anhören sollte. Ich brauchte eine Weile bis ich in etwa das Begleit-Riff hin bekam und war ziemlich vertieft. Zum einen sollte die Umsetzung einigermaßen ähnlich zu der Melodie im Kopf passen, zum anderen wollen auch passende Textzeilen gefunden werden.
Ich habe keine Ahnung wie lange der Typ da schon stand, ich nahm ihn erst durch das euphorische Klatschen wahr. Ein verschwitzer Typ mit Joggingoutfit, Sonnenbrille und Cap stand vor mir. Will der mich verarschen? Das vertonte Ergebnis klang für mich vernichtend, um wieviel mehr dann für einen Fremden? "Großartig! Hast Du das selbst komponiert?" fragte er, worauf ich mit einem schüchternen "Ja, hab ich" antwortete.
"Du hast wirklich Talent!" führte er den Dialog fort.
Es entstand ein sehr nettes Gespräch mit ihm und verdammt, der Typ kam mir so bekannt vor. Auch kannte ich diese Stimme, nur wohin soll ich sie stecken? Die Sonnenbrille hat er mittlerweile abgenommen und sich neben mir auf die Bank gehockt. Er fragte mich wie lange ich schon Gitarre spiel, ob ich in einer Band bin und und und. Er spiele das Instrument schon seit er 12 ist und seit 20 Jahren ist er Gitarrist in einer Rockband. Natürlich kam auch das Thema Lieblingsmusik zur Sprache und ich erzählte daß ich schon seit mehr als 10 Jahren Bon Jovi-Fan bin und mir wünsche, die Jungs würden wieder härter werden. Er schien sehr interessiert zu sein an dem was ich sage, zumindest deutete ich so seinen Blick. Auch er schien ein großer Fan von den Jungs zu sein und er verriet mir, daß die Band in der er spielt Bon Jovi-Songs spielen.
Die Zeit verging und er verabschiedete sich von mir und joggte weiter. Auch ich ging wieder und fuhr zurück. Ich erzählte Stephanie von dem netten Dialog den ich hatte und sie fing an zu grinsen.
"Was gibt es da zu lachen?" fragte ich sie leicht gekränkt, woraufhin sie mich nach dem Aussehen des Mannes fragte. Ich beschrieb ihn und sie schaute mich mit einem noch breiteren Grinsen an und meinte: "Dir kam doch der Typ und seine Stimme bekannt vor, er mag Bon Jovi und spielt mit der Band deren Lieder. Jetzt denk mal scharf nach."
Mein Blick muß ziemlich ratlos und genervt gewesen sein, denn noch bevor ich was sagen konnte kam als Antwort: "Richie Sambora".
Ja, schon klar. Richie joggt just dann durch den Park, wenn ich auch da bin (wo doch NY nur ein paar Millionen Einwohner hat *lach*) und zu allem Überfluß spricht er mich auch noch an? Wer soll ihr denn die Geschichte abkaufen?
"Du kannst es mir ruhig glauben" meinte sie, "ich kenne Richie jetzt schon viele Jahre. Das ist kein Scherz, Mann!"
Entgeistert - genau so kann man meine Reaktion wohl am besten beschreiben. Wow... Richie Sambora! Jetzt wußte ich wem ich die Stimme zuordnen muß. Klar kam mir der Typ bekannt vor, logisch daß seine Band Bon Jovi-Songs spielen wenn die Band Bon Jovi selber ist. Jetzt erst ergaben alle Teile ein komplettes Bild. Ich unterhalte mich völlig ungezwungen mit Richie Sambora, keine Spur von Starallüren, ein Mensch wie Du und ich. Die restliche Zeit des Urlaubes mußte ich immer wieder an das Zusammentreffen denken. Wenn ich das wem erzähle glaubt mir das eh kein Mensch, denn Beweise habe ich ja nicht. Aber der Beweis sollte noch folgen...
September 2002: in der Post lag ein Kuvert, Absender war Stephanie. "Komisch" dachte ich, "was will die denn?" Als ich es aufmachte traute ich meinen Augen nicht. Die brandneue Bon Jovi-CD "Bounce" steckte in dem Umschlag - von den Jungs handsigniert, ein handschrfitliches Autogramm und beiliegend ein paar Zeilen von Richie. Ihm wäre mein Song einfach nicht aus dem Kopf gegangen schrieb er und er hoffe ich verzeihe ihm daß er sich davon für dem Song "Hook me up" hat inspirieren lassen. Und tatsächlich: das Eingangsriff inklusive Aufbau des Intros hatte verdammt starke Ähnlichkeiten mit meinem Song. Auch Stephanie schickte ein paar Zeilen mit, Richie habe ihr von diesem Kerl erzählt den er beim Joggen traf. Sie erzählte ihm daß wir befreundet sind und ich weiß nicht was noch alles. Jedenfalls hielt ich eine handsignierte CD noch vor Veröffentlichung in der Hand, ein Autogramm von Richie und ein paar Zeilen als Gipfel des Ganzen. Wer sich das Booklet der CD näher ansieht, wird Stepahnie ungelogen bei der Dankesliste von Richie entdecken...
Meine Augen kreisten gedankenverloren im Nichts. Immer wieder mußte ich an diese Begegnung denken die sich fließend mit futuristischen Tagträumen vermischte. Mein Bestreben wurde stärker, hatte ich doch die Bestätigung von einem der ganz Großen.
Euer ♪-König:-)
->Music is my message <-
PS: Alle Schnellklicker sollen auf der Stelle tot umfallen;o) weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
-
-
-
-
giselamaria, 03.09.2008, 18:46 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
sehr schön berichtet! Schönen Tag noch gell :-) Lieben Gruß Gisela
-
-
"Andrew"
Pro:
urteilt selber
Kontra:
urteilt selber
Empfehlung:
Nein
„Andrew“ sah ihn zuerst. Diesen Hochgewachsenen Mann.
Lässig stand er an der Straßenecke. Mit schlackernden Gliedern und zerrissenen Jeans ging Andrew zu ihm.
„Haste de mal ne Kippe?“ Der Mann sah ihn mit brennenden Augen an.
Von diesem Tag an veränderte sich alles.
Johnny beobachtete diese Entwicklung mit gemischten Gefühlen.
Immer mehr Teenager gingen zu dem Fremden. Er predigte eine „Neue Welt“
Seine Anhänger veränderten sich. Sie wurden stark und schlau.
Der Staat war pleite. Er bot keinen Halt mehr. Keine Arbeitsplätze. Keine Zukunft.
Dieser Fremde schien eine Insel in dieser grauen Welt zu sein
Auch „Andrew“ hatte sich gewaltig verändert. Keine zerrissenen Sachen mehr.
Keine lässige schlaksige Haltung war mehr an Andrew zu erkennen.
Alles schien sich plötzlich zum positiven zu wenden.
Diese neue Weltanschauung konnte nicht schlecht sein.
Die Anhänger des Fremden wurden umgänglich.
Richtig freundlich wirkten die sonst so aufmüpfigen Teenager.
Später wurde es warm. Sehr warm. Die Anhänger des Fremden freuten sich. Immer öfter erschien „Andrew“ bei Johnny und versuchte ihn mit zu den Fremden zu nehmen.
Johnny wollte es in seinem Innersten auch. Er wollte auch so stark werden wie sein Freund „Andrew“.
Neidisch beobachtet er „Andrews“ neue, Selbstsichere Haltung.
Aber er konnte seine alten Freunde nicht im Stich lassen.
Freunde die ihn in der Not geholfen hatten. Alte Menschen. Die ihn vor schlechtem Gedankengut warnten. Aber keine eigene Handlungsbereitschaft mehr zeigen konnten.
Eines Tages kam dann das Wasser. Von globaler Erwärmung war die Rede. Von schmelzenden Polkappen. So musste es ja kommen. Die Menschheit würde sich selber töten.
Wer konnte, verzog sich in die Hochhäuser. Die obersten Etagen boten noch Schutz.
„Andrew“ und seine Freunde machten Freudensprünge. Ihre gesteigerten Fähigkeiten trotzten dem Wasser. Sie konnten neuerdings auch unter Wasser atmen. Mutig sprangen sie in die Fluten.
Tobten und spritzten mit dem Wasser.
Feierten sich als; „Neue Menschen“.
Das Wasser stieg unaufhaltsam. Erst bedeckte es den Boden. Dann die ersten Etagen. Später stand alles unter den zweiten Etagen unter Wasser.
Und dann kosteten alle Anhänger des Fremden ihre neue Freiheit aus. Bewegten sich im dreidimensionalen Raum.
Dann erst sah es „Andrew“.
Das riesige Maul mit den spitzen Zähnen. Der Tod kam ganz schnell. Ein schnelles hinunterschlucken und „Andrew“ verschwand im Bauch des riesigen fremden Haifisches.
„Andrews“ Freunde sahen sich an. Erst da erkannten Sie, dass sie das Ende der neuen „Nahrungskette“ sein würden. Gutes festes Muskelfleisch für die Haiartigen Haustiere der Außerirdischen.
Sie formierten sich im Schwarm, während Johnny aus dem Fenster des Hochhauses, in eine ungewisse Zukunft schaute.
VIELEN DANK für Euer Lesen, Kommentieren und Bewerten.
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
BERLIN,02.09.2003
Es grüßt alle Leser: Bluebirdunfa
Copyright by Bluebirdunfa, Berlin 2.9.2003
Nachdruck nur mit Erlaubnis des Autor`s weiterlesen schließen -
Der stinkende Esel - Ranma 1/2 Fiction
12.04.2003, 02:31 Uhr von
hidaka
Es ist eine Eigenschaft der menschlichen Seele, daß die sich dann am höchsten erhebt, wenn sie am...Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Hallo... obwohl ich bezweifele, dass dies jemand lesen wird, solange ich am Leben bin, möchte ich mich ausdrücklich vom Inhalt distanzieren. Ich bin in aller Form unschuldig. Das Ukyo ein Esel wurde und dass Shampoo jetzt männlich ist, ist NICHT meine Schuld!
~Ryoga Hibiki
Erster Mai, gegen Mittag
"Man, du bist so VERBLÖDET!" Ukyo brüllte lauter als ein Schwarm Gänse, die von einem Jäger aufgescheucht wurden. Ich seufzte.
"Jaajaaa..."
"Nichts JAJAAA!" Sie schrie noch lauter und hielt mir ihren müffelnden Schwanz vor die Nase.
"Ist DAS etwa in Ordnung?" Ich schüttelte resignierend den Kopf.
"Es tut mir leid. Ich hätte dich nicht in die Quelle des blinden Esels fallen lassen sollen."
"Dein tut dir leid kannst du dir sonstwo hinschieben!" schrie - nein kreischte - sie. "Ich bin BLIND!"
Zugegeben, es war meine Schuld. Na und? Schliesslich schrie sie immer rum und schlug mich ständig! Ganz im Gegensatz zu Akane, der sanften, anmutigen Akane... einmal wollte Ranma mir weissmachen, dass Akane noch ein viel schlimmeres Prügelweib war als Ukyo und zeigte mir seine blauen Flecken am Hintern, wo sie ihn angeblich reingetreten hatte. Ich warf ihn zur Strafe in den Gartenteich! Wer weiß, WER da wieder an seinem Arsch gewesen ist! Um auf Ukyo zurückzukommen, wir waren gerade bei den Quellen gewesen und hatten über Akane und Ranma diskutiert, als plötzlich das Wort "die Klimax" fiel.
"Die Klimax? Das heißt DER Klimax!" sagte ich ruhig. Ukyo, die sowieso schon wütend war, sprang auf und pakte mich am Kragen.
"Du willst mich berichtigen? Es heißt die Klimax!"
"Nein, DER!" Ich machte mich von ihr los.
"Du weißt ja noch nicht einmal den Unterschied von der und dem Klimax!" warf sie mir vor. Okay, ich wusste es wirklich nicht.
"Na und?" Ukyo fing an zu lachen.
"Weißt du überhaupt, was ein Klimax ist?" Nein, das wusste ich nicht. Ich hatte das Wort zwar schonmal gehört, aber ich wusste es nicht.
"Na, Mann Frau, Bumm Bumm, Klimax."
"Hä? Bist du auf Drogen?" Ukyo seufzte.
"Naja, für dich hieße es wohl Mann Mann, Bumm Bumm, Klimax." Einige Minuten später verstand ich, was sie meinte. Und sie landete dafür in der Quelle des ertrunkenen, blinden, müffelnden Esels.
Zweiter Mai, gegen Abend, irgendwo in Nerima
Es regnete. Und wie es regnete. Ranma sagte, es regnete Schweinchen, und dann warf er mich in die Luft. Ich fand das nicht witzig, und versuchte meinen Esel auf ihn zu hetzen. Leider hörte ich in dem Moment nur noch ein lautes "MADELEINE!" und schon hüpfte ein wildgewordener Staubwedel auf den Esel und trabte mit ihm davon. Und sowas schimpft sich Freundin.
Dritter Mai, gegen Abend, Cat Cafe
Ich hatte Shampoo erfolgreich davon überzeugt, dass Ranma auf Männer steht. Zum Beweis hielt ich ihr ein Foto hin, auf dem man die blauen Flecken an seinem Hinterteil gut erkennen konnte. Was zur Folge hatte, dass sie heulend aus dem Cafe rannte und zwei Monate später als Mann wieder vor der Tür stand.
Dritter Juli, gegen Abend, Cat Cafe
Der Esel ist noch immer verschwunden, aber der Wischmop ist jetzt ein Mann. Gerade als ich mich in die Ecke schmeißen wollte vor Lachen, ging die Tür auf und ein dreckiger, müffelnder Esel in einem rosanen Tütü stand wutschnaubend im Türrahmen und kam sofort auf mich zu. Anscheinend weckte dieses wütende Tier Shampoos - nein, er nannte sich jetzt Spülung - männliche Kampfhormone und er stürzte sich auf den Esel. Ich beschloss, dass eine wütende Ukyo nicht schlimmer sein konnte als ein wütender Esel und so übergoss ich den Esel mit meinem Tee. Spülung lag auf Ukyu, die nur mit einem Tütü bekleidet mächtig nach Stall roch. Anscheinend weckte dies zusätzliche Hormone in Spülung und er und Ukyo versanken in einer Art Delirium. Ich hob die Augenbraue. Alles wurde nur noch viel schlimmer, als eine schlanke, großgewachsene, bebrillte Brünette eintrat und sich als Mousse entpuppte. Ich zuckte mit der Wimper, als auch sie sich auf Ukyo stürzte. War das etwa alles meine Schuld?
Elfter Juli, mitten in der Nacht
Man hat mich aus der Stadt gejagt. Besser gesagt waren es Mousse und Ukyo. Was kann ich denn dafür wenn die halbe Welt so leichtgläubig ist? Und dass sich dieser Schlappschwanz von Mousse sofort in die Quelle des ertrunkenen Mädchens schmeissen muss, weil seine geliebte Spülung jetzt ein Mann ist, kann ich ja nicht wissen. Er war nur sehr sauer, dass er als Mädchen nicht sprechen, sondern nur quaken konnte und dass er einen Bürzel hatte. Tja, die Nebenwirkungen des Jusenyko-Fluchs. Kann ich etwas dafür?
Erster Januar, ein einhalb Jahre später, morgens früh
Musste eine Weile untertauchen. Habe mir jetzt einen Decknamen angelegt. Ich bin jetzt SUPER PIG. Ich hab auch so einen niedlichen, rosanen Teint bekommen, seit ich unter der Erde lebe. Werde meine neuen Erkenntnisse hinsichtlich der Paarungsverhalten der Regenwürmer an Mousse weiterleiten. Fressen Enten-Mensch-Hybriden Würmer? Naja, langsam sollte ich nach Nerima zurückkehren. Ich bin ja mal gespannt, was sich alles verändert hat.
Vierter Januar, mittags
HÖLLE! OH GRAUSAMES LEBEN! Wieso tust du mir das an? Ich bin am Ende... zerstört... vernichtet! Nicht nur, dass Azusa herausgefunden hat, dass ICH P-chan bin, jetzt hängt sie mir dauernd am Rockzipfel, NEIN es ist noch etwas viel Schlimmeres passiert! Seitdem Spülung ein Mann ist, hat Mousse sich damit abgefunden, null Chancen bei ihm zu haben und hat sich umorientiert an MEINE Akane! Die steht anscheinend voll auf diesen Mann-Frau-Komplex und hat ihn sofort geheiratet. Die beiden laufen jetzt ständig Hand in Hand rum, und Akane schiebt einen Kinderwagen vor sich her, mit einem kleinen Zwit... ähm Jungen, der verdammt aussieht wie Mousse! Ranma hat seine Vorliebe für Handarbeit entdeckt und spielt lieber mit seinem Hammer als zu kämpfen und der Esel nebst Spülung sind geflüchtet - ich habe gehört sie seien die Stars der Travesti-Szene geworden.
Sechster Januar, abends
Muss aufhören... muss endlich aufhören... will meinen Frieden finden... dieser blutsaugende Azusa-Vampir saugt mir im wahrsten Sinne des Wortes jeglichen Lebenssaft aus den Venen... dies sind meine letzten Zeilen... auch wenn ich viel Chaos gemacht habe... ich war ein glückliches Schwein! weiterlesen schließen -
Schutzengel: Eine richtige X-Akte!!!
12.11.2002, 15:13 Uhr von
susperia
Also, ich liebe Sport wie reiten und Volleyball. Dann batsel ich gerne an meinen Homepages, surfe...Pro:
entscheidet selbst
Kontra:
entscheidet selbst
Empfehlung:
Nein
Zuerst möchte ich erklären, was Fan fiction eigentlich sind. Wörtlich genommen heitß es Fan Fantasien. Das heißt Fans schreiben Stories über ihre Lieblingsserie. Es gibt verschiedene Rubriken, Romance Stories, Drama Stories, Action, eigentlich alles was es auch bei Romanen gibt, nur dass es um Seriencharakteren geht. Am meisten sind Romance Fan Fiction vertreten. Heute will ich Euch eine Akte X Fan Fiction zum lesen geben, die einen ziemlichen Mysterie Touch hat. Viel Spaß beim lesen.
Story: Schutzengel
Autor: Nana ( Feedback: [email protected] )
Genre: Akte X , Mysterie
Disclaimer: Wie immer. Akte X und die Charaktere gehören Carter und Fox.
Summary: Scully träumt, dass Mulder einen tödlichen Unfall hat. Außerdem erscheint ihr ein Engel in diesem Traum.
Ich widme diese Story meinen Eltern, meiner Schwester, Jeanette und natürlich meinem Schatz Stephan. Sie sind meine Familie und ich hoffe, dass ich sie nie verlieren werde. Sonst wäre mein Leben verloren.
Schutzengel
by Nana
Der Wind ließ die Tischdecken tanzen. Auch die Blumen in den Vasen drohten von dem Wind weggetragen zu werden. Der Himmel war von einigen Wolken bedeckt und trotzdem war es noch einigermaßen warm. Unnatürlich warm, wenn man die Jahreszeit bedachte. Normalerweise war es in der Herbstzeit deutlich kühler.
Dana Scully saß in einem Café schräg gegenüber des FBI-Gebäudes in Washington D.C. Gelangweilt nippte sie an einem mit Orangensaft gefülltem Glas. Nach einer Weile schaute sie auf die Uhr.
’Typisch Mulder, ständig zu spät’ dachte sie sich und betrachtete die Gegend.
Der Verkehr kam nur stockend voran. Der Grund war ein großes Baufahrzeug.
Hinter ihm ertönten Hupen. Einige Autofahrer beschwerten sich durch das offene Autofenster, warum das Baufahrzeug gerade hier lang fahren musste.
Scully musste lächeln, irgendwie amüsierte sie diese Situation.
Sie wusste nur genau, wie Mulder es nervte, wenn etwas den Verkehr störte. Sie musste aber zu geben, dass es in ihrem Job wichtig war, schnell von einem Ort zum anderen zu gelangen.
Schließlich entdeckte sie Mulder auf der anderen Straßenseite. ’Na endlich’ sagte sie sich.
Er hatte sie auch bemerkt und winkte ihr grinsender Weise zu.
Er schaute nach links und rechts und quetschte sich zwischen den stockend fahrenden Autos hindurch.
Auf dem Mittelstreifen vergewisserte er sich noch mal, dass er sicher über die Strasse gehen konnte und ging weiter.
Plötzlich raste ein BMW-Cabrio aus einer Seitenstrasse gefolgt von einem Polizeiauto direkt auf Mulder zu.
Scully sprang auf und riss dabei den Stuhl um, der scheppernder Weise zu Boden viel. Sie schrie aus Leibeskräften Mulders Namen.
Doch zu spät. Der BMW erfasste ihn und katapultierte ihn über das Auto. Er überschlug sich noch ein paar mal bis er auf der Strasse liegen blieb. Regungslos. Das Polizeiauto machte eine Vollbremsung um ihn nicht auch noch zu erfassen. Reifen quietschten.
Scully rannte auf die Strasse uns kniete neben ihrem Partner. Jegliches Leben schien aus seinem Körper gewichen zu sein. Der Asphalt verfärbte sich rot. Blut. Viel Blut. Alles war still geworden. Es herrschte eine Ruhe, wie vor einem Sturm.
Entsetzen und Verzweiflung verzerrten Scully’s Gesicht.
*Nein, nein!* Flüsterte sie, den Tränen nahe.
Auf einmal vernahm sie eine grelles Leuchten einige Meter vor ihr. Sie hob den Kopf und ihr Gesichtsausdruck versteinerte sich. Ihre Haut wurde kreidebleich. Weit vor ihr erhob sich ein riesiges, weißes Geschöpf, mit großen Flügeln, welche schwer zum Boden hingen. Dann blickte sie in dessen Gesicht. Die Augen völlig schwarz, verrieten ein Eindruck von unendlicher Trauer. Das ganze Gesicht des Wesens spiegelte das wieder, was sie in diesem Moment empfand. Seine Arme hingen genauso herunter, wie seine Flügel und obwohl das Geschöpf über zwei Meter groß sein musste, wirkte es klein und verloren. Seine langen gelockten Haaren zerzaust, wie nach einem Kampf.
*Es tut mir leid!* Sprach das Geschöpf mit einer tiefen und müden Stimme.
Sie sah zu Mulder. Tastete nach seinem Puls. Doch es war keiner zu fühlen. Keine Atmung. Keine Herztöne. Nichts. Mulder war tot.
*Nein!* Schrie Dana aus allen Kräften und erwachte. Ihr Herz raste. Ihre Haut war mit Schweiß bedeckt. Tränen liefen ihr die Wangen herunter. Und dann wurde ihr bewusst, dass sie alles nur geträumt hatte.
Sie schloss ihre Augen um sich zu beruhigen. Der Traum war so real gewesen. Klar, hatte sie schon öfters geträumt, dass Mulder was passieren würde, aber diesmal war es anderes. Ihr Magen hatte sich zusammen gezogen und ihre Kehle war völlig ausgetrocknet.
Noch mal atmete sie tief ein und schaltete erst mal das Licht an. Und ihr Gesicht versteinerte erneut.
Direkt neben der Nachtlampe, lag eine weiße Feder auf den Tisch.
Dana griff nach der Feder. Die Feder fühlte sich sehr weich an und warm. Unnatürlich warm.
Dana schaute zu den Fenstern in ihrem Schlafzimmer. Alle waren geschlossen. Nichts und niemand hätte diese Feder hier hinterlassen können. Es sei denn, jemand sei in ihrer Wohnung.
Dana’s Körper versteifte sich und sie trat in Versuchung nach ihrer Waffe in der Schublade des Tisches zu greifen. Ermahnte sich aber, weil sie sich ziemlich lächerlich vorkam.
Ihr Interesse wandte sich wieder der weißen Feder in ihrer Hand zu. Noch nie hatte sie so eine Feder wie diese gesehen. Sie war sehr lang, aber schmal. Sie schien zu leuchten.
Dana musste wieder an das Geschöpf aus ihrem Traum denken. Ein Geschöpf das aussah wie ein Engel. Und diese Feder hier hatte eine große Ähnlichkeit, mit den Federn auf seinen Flügeln.
Schnell schüttelte sie den Kopf. Sie wusste worauf ihre Gedanken hinaus laufen würde, doch sie hatte keine Lust dazu. Zufall. Alles Zufall.
Vielleicht träumte sie ja immer noch? Um sich zu Vergewissern, kniff sie sich in den Arm. Sie war wach.
Sie guckte auf ihren Wecker, der 6.15 am anzeigte. Dana seufzte. Eigentlich viel zu früh zum Aufstehen, aber sie würde wahrscheinlich nicht mehr einschlafen können. Nicht nach dem Traum. Nicht nach diesem Fund.
Entschlossen schwang sie ihre Beine aus dem Bett und ging Richtung Badezimmer.
Um 7.23 am erreichte Dana ihr Büro des FBI-Gebäudes. Sie holte sich eine Tasse Kaffee und ließ sich in den Sessel fallen. Eine Weile saß sie nur da, doch dann öffnete sie ihre Tasche und holte die Feder heraus.
Der Traum ließ sie nicht los und sie beschloss in den X-Akten, die ihr Partner so liebevoll sammelte, nach ähnlichen Fällen zu suchen.. Nur aus Neugier. Sie konnte nicht glauben, das dies eine größere Bedeutung für sie hatte.
Eine Weile durchblätterte sie einige Akten über Engelserscheinungen. Fand aber in keiner Übereinstimmungen mit ihrer Situation, bis sie eine Akte in der Hand hielt in der ein 12 Jähriger Junge erwähnt wird, der von nicht geschehenen Morden geträumt hat. Jedes Mal trat auch ein Engel in seinen Träumen vor. Doch keiner hatte ihm geglaubt und die Morde geschahen tatsächlich. Obwohl der Junge erst 12 Jahre alt waren kam er in Verdacht mit den Morden etwas zu tun zu haben...
„Ein Wunder, Sie sind mal eher im Büro als ich!“ sprach eine fröhliche Stimme hinter ihr. Erschrocken fuhr Scully herum und klappte die Akte zu.
*Morgen, Mulder!* sagte sie und lächelte verlegen.
*Was sehen Sie sich denn an?* fragte er und steuerte auf sie zu.
*Ach nichts, wollt mir nur die Zeit vertreiben!* sagte sie schnell und plazierte die Akte wieder im Regal.
*Was für einen Fall müssen wir bearbeiten?* fragte sie und setzte sich erst mal hin.
*Nichts besonderes. Wahrscheinlich haben wir heute nur Papierkram zu bearbeiten.* antwortete Mulder und ließ sich in seinen Lieblingssessel fallen.
*Was ist das?* fragte er interessiert und griff nach dem weißen Gegenstand, den Scully ganz vergessen hatte.
*Ich, ähm, ich hab sie auf der Strasse vor meinem Haus gefunden!* erwiderte sie zögernd.
*Die Feder ist sehr schön, wissen Sie von welchem Vogel sie stammt?* wollte er wissen.
Scully zuckte nur mit den Schultern und tat so, als ob es ihr egal war, um nicht weiter sein Interesse an dieser ganzen Sache zu wecken.
Dies hatte auch Wirkung und Mulder legte die Feder beiseite und beide machten sich über den Haufen Papierkram her, der sich schon seit langem angehäuft hatte.
Der Tag verlief ohne weitere Unannehmlichkeiten oder besondere Ereignisse. Dana trat ziemlich müde in ihre Wohnung und schaffte es gerade mal zu ihrem Sofa.
Sie war so müde, wie schon lange nicht mehr. Wahrscheinlich hatte sie durch den Traum letzte Nacht keinen erholsamen Schlaf gehabt und war deshalb so müde.
Schleppend ging sie in ihr Schlafzimmer, zog sich ihren Pyjama an und legte sich aufs Bett. Sofort viel sie in einen tiefen Schlaf.
Kurz nach 4 Uhr nachts erwachte sie. Wieder hatte sie diesen seltsamen Traum von letzter Nacht gehabt. Exakt den gleichen. Vollkommen fertig richtete sie sich auf. Ihre Gedanken überschlugen sich. Es kann vorkommen, dass sich ein Traum bei erneuten einschlafen fortsetzte, aber dass man einen Traum noch mal träumt, war sehr selten, wenn nicht sogar unmöglich. Besonders unbehaglich wurde ihr bei dem Gedanken an den Engel. Sie konnte nicht sagen warum. Es machte ihr Angst.
Leichtes Licht fiel in das Schlafzimmer. Dana fürchtete sich das Licht anzuschalten.
Vielleicht würde wieder eine Feder auf ihrem Nachttisch liegen?
Sie atmete tief durch und schaltete die Tischlampe ein. Nichts. Keine weiße Feder.
Dana lächelte. Aber nur für kurze Zeit, dann musste sie wieder an den Traum denken.
Jedes Mal spürte sie einen Stich im Herzen, wenn sie daran dachte, wie ihr Partner auf der
Strasse lag. Ihr Freund.
Langsam konnte sie sich nicht mehr einreden, das alles nur ein Zufall war.
Dana stand auf und ging ins Wohnzimmer. Sie suchte nach ihrer Arbeitstasche mit der Feder. Doch die Feder war nicht da.
*Verdammt, ich muss sie im Büro liegen gelassen haben.* fluchte sie und fasste sich an den Kopf. Seufzend steuerte sie wieder ihr Bett an und setzte sie sich auf die Bettkante. Sie konnte nicht glauben, dass alles eine Bedeutung hatte. Sie wollte es nicht. Mulder wird nicht sterben. Und sie würde nie tatenlos reagieren, wenn ihr Partner in Gefahr war. Partner. Er war mehr als nur ein Partner. Er war ihr Leben.
Sie musste versuchen noch mal einzuschlafen. Wenn sie es nicht tun würde, wäre sie am nächsten Tag zu müde um ihn zu retten.
*Was für ein Quatsch* sagte sie laut.
Dana legte sich aufs Bett und schloss die Augen. Eine halbe Stunde lang blieb sie so liegen, bis sie endlich einschlief, ohne etwas zu träumen.
Ausgeruht, dennoch etwas zerschlagen betrat Dana Scully ihr Büro. Überrascht blieb sie stehen. Mulder saß wie immer in seinem Sessel, in seiner Hand hielt er die Feder. Er blickte auf und lächelte Scully an.
*Scully, schön, dass Sie schon da sind. Ich hab ein paar Neuigkeit für sie!* meinte er geheimnisvoll.
Sie ging zum Schreibtisch und stellte ihre Tasche ab. Als Mulder ihre volle Aufmerksamkeit hatte, fuhr er fort.
*Ich hab einiges über Ihre Feder hier rausbekommen!*
Scully bekam eine Gänsehaut und fluchte insgeheim, dass sie die Feder hier vergessen hatte.
*Ich hab sie untersuchen lassen. Sie stammt von keinem bekannten Tier auf diesem Planeten. Also, wo haben Sie die Feder wirklich gefunden?* fragte er fordernd.
*Auf der Strasse, wie ich es Ihnen gestern erzählt habe!* log sie.
*Kommen Sie Scully, sie können mich nicht anlügen. Warum machen Sie so ein Geheimnis um diese Feder?*
’Wenn Du wüsstest’ dachte Scully und war froh, dass sie die Worte nicht laut gesagt hatte.
Es herrschte eine Weile Stille und Mulder bemerkte, dass er jetzt nicht viel von Scully erfahren würde.
*Ich muss in einer viertel Stunde kurz weg. Wie wär’s, wenn wir uns um 9 Uhr in dem Café La Belle, gegenüber von hier treffen würden? Vielleicht sind Sie dann gesprächiger?*
Scully nickte nur. Dann hatte sie wenigstens Zeit, sich eine gute Ausrede einfallen zu lassen.
Mulder würde jetzt nicht aufhören nachzuhaken.
Er gab ihr die Feder und verließ das Büro. Nachdenklich starrte Dana auf die Feder in ihrer Hand.
Plötzlich vernahm sie ein Leuchten von der Feder aus. Erschrocken, ließ Dana die Feder fallen, als diese kochend heiß wurde.
Die Feder glühte förmlich auf.
Dana rieb sich die Augen, in der Hoffnung, dass alles nur pure Einbildung ist und die Feder ganz normal auf dem Boden lag. Jedoch ohne Erfolg.
Nach ein paar Sekunden verebbte das Glühen.
Dana war fassungslos. Es musste eine Erklärung dafür geben. Wahrscheinlich war sie doch nicht so ausgeruht, wie sie dachte und hatte schon Halluzination?
Sie drehte sich um und schüttelte den Kopf. Zielstrebig und schnell verließ sie das Büro und ging in das Café, wo sie sich mit Mulder treffen wollte.
Nachdem sie draußen einen Tisch gefunden hatte, bestellte sie sich einen Kaffee, den sie wirklich zu brauchen schien.
Auf der Strasse vernahm sie laute Hupgeräusche. Sie schaute hin und sah, dass eine Menge Autos von einem Baufahrzeug am schnell fahren behindert wurden.
Erst lächelte sie und dann erlosch ihr Lächeln. Ihre Haut nahm eine ungesunden weißen Farbton an.
Und da war Mulder, auf der anderen Straßenseite. Winkte ihr fröhlich zu.
Sekunden schnell sprang sie auf und schrie Mulder zu, dass er keinen Schritt weiter gehen sollte. Er hatte schon den Mittelstreifen erreicht.
*Gehen Sie keinen Schritt weiter!* schrie Dana aus vollen Leibeskräften.
Verdutzt blieb Mulder stehen. Doch dann Verstand er.
Ein BMW-Fahrer fuhr mit einer hohen Geschwindigkeit an ihm vorbei, dass es ihn fast von den Beinen gerissen hätte. Gefolgt von einer Polizeistreife.
Sekunden für Sekunden stand Mulder einfach nur, starrte dem BMW-Fahrer hinter her und dann sah er zu Scully, die zu ihm rannte.
*Mulder!* brach es aus ihr heraus und umarmte ihn so heftig, dass er um sein Gleichgewicht kämpfen musste.
*Lassen Sie uns von der Strasse gehen.* flüsterte sie. Auf dem Bürgersteig angekommen, fragte Mulder fassungslos: *Woher...*
*Erzähl ich Ihnen nachher.* unterbrach sie ihn und umarmte ihn erneut. Als sie über seine Schultern guckte, vernahm sie eine Gestalt.
Der Engel.
Nur diesmal sah er anders aus. Seine Flügel standen vom Körper ab und schwebten in der Luft. Die Augen erfüllt von einem Leuchten. Nun wirkte er nicht mehr verloren, sondern Kraftvoll, kämpferisch. Einfach gigantisch. Er sprach zu ihr mit einer tiefen Stimme:
*Die Zukunft hat viele Wege. Ihr Menschen wählt sie. Aber manchmal muss Euch der Weg gezeigt werden, damit ihr Euch nicht verliert.*
Dann verschwand er.
Dana lächelte, sie verstand die Worte zwar nicht ganz, aber das war unwichtig. Wichtig war, dass sie den richtigen Weg gewählt hatte.
*Sie wissen gar nicht, was für eine Angst ich hatte, als mir bewusst wurde, dass ich mich in der selben Situation befinden, die ich in meinem Traum erlebt hatte.* meinte Dana und nippte an einem Kaffee.
Inzwischen war es 8.34 pm und sie und Mulder saßen auf ihrer Couch in ihrer Wohnung.
*Ich danke Ihnen!* sagte Mulder und sah ihr tief in die Augen.
*Sie müssen nicht mir danken, sondern ihrem Schutzengel.* sprach Dana und lächelte.
Mulder erwiderte ihr Lächeln.
*Sie glauben daran?* fragte er.
*Ich weiß es nicht. Vielleicht war alles nur eine Vorahnung und ich hab mir den Engel nur eingebildet.* behauptete Scully.
„Und die Feder?“
Scully dachte nach. Sie war ja selbst nicht von ihren Worten überzeugt.
*Es ist egal, hauptsache, Sie sind nicht angefahren worden. Ich kann nur sagen, falls es Schutzengel wirklich gibt, hat der bei Ihnen eine Menge zu tun.*
Mulder lächelte schwach. Sie hatte recht. Manchmal war er vielleicht zu unvorsichtig gewesen.
Ihm wurde bewusst, dass er nicht nur vorsichtiger sein musste um sein Leben zu schützen, sondern auch um ihres nicht zu zerstören.
*Ich werde vorsichtiger sein!* versprach er Dana und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
Ihr Blick verriet ihm, dass sie nicht sehr überzeugt war von seinem Versprechen. Wie konnte sie auch überzeugt sein, nicht nur der Job ist gefährlich, die Welt wird auch immer gefährlicher, keiner kann voraussehen was kommen wird. Es sei denn man bekommt die einmalige Chance in die Zukunft blicken zu können.
The End
Ich freu mich immer über Feedback, also schreibt mir: [email protected]
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-12 12:29:07 mit dem Titel Star Trek Voyager Fan Fiction Teil 1: Sehr spannend!!!
Titel: Family and Friends
Autor: Nana
Feedback: [email protected]
Genre: Action, Science Fiction
Spoiler: man muss schon die Folge Kollektiv gesehen haben
Summary: Ein Wiedersehen mit Spezies 8472 bringt Aufregung mit sich. Außerdem soll Seven dem Baby-Borg einen Namen geben.
Family and friends
by Nana
Seven geht durch den hellerleuchteten Korridor, Richtung Krankenstation. Vereinzelte Crewmitglieder begegnen ihr und grüßen sie.
Sie wird nicht mehr als Außenseiter angesehen, in manchen Angelegenheiten vielleicht noch, aber im großen und ganzen wird sie als vollständiges Mitglied der Familie angesehen und auch so behandelt.
Sie ruft auch keine Ängste mehr bei den Anderen hervor. Schließlich ist sie auch nicht mehr die einzige Ex-Borg auf der Voyager. Ihre Gefühle für die Neulinge waren sehr unterschiedlich. Einerseits ist sie stets unsicher, wie sie die Kinder behandeln soll. Andererseits erfreut sie die Tatsache, den Frachtraum nicht mehr alleine zu bewohnen. Bei der Ankunft der Kinder sind Gefühle entstanden, die sie
vorher nicht kannte. Der Drang die Jugendlichen zu beschützen war sehr groß. Größer als sie je gefühlt hatte.
Seven erreicht die Krankenstation und betritt den Raum.
Der Doctor ist gerade damit beschäftigt den Brutkasten des Säuglings neu einzustellen. Er lächelt als er Seven erblickt und begrüßt sie freundlich.
"Ich habe Ihnen die Borg spezifischen Daten über den Säugling ausgewertet. Hier sind die Ergebnisse." sagt Seven und reicht ihm das Padd.
"Danke, für die schnelle Arbeit."
"Wie geht es ihr?" fragt Seven und betrachtet den Brutkasten.
"So weit, so gut. Die Borg haben ihr ein wirklich kräftiges Organ gegeben. Da die Kleine keine Mutter hat, die sie stillt, habe ich ein Verfahren erprobt, welches auch die Borg genutzt haben um Säuglinge zu ernähren. Doch wenn die individuelle Umwandlung fort geschritten ist, muss ich auf andere Mittel zurückgreifen."
Er merkt, dass Seven ihm gar nicht richtig zu hört. Starr hält ihr Blick an dem Säugling fest.
Er muss grinsen. Seit dem das Baby in der Krankenstation ist, stattet Seven ihm regelmäßige Besuche ab. Aber nicht um ihn zu sehen, sondern das Baby.
"Möchten Sie sie halten?" fragt er und reißt sie aus ihren Gedanken.
"Ich weiß nicht, wie ich sie halten soll!" murmelt Seven.
"Ach, das ist nicht schwierig." versichert der Doc. Er nimmt das Baby vorsichtig aus dem Brutkasten und legt es langsam in Sevens Arme.
Die Kleine wirkt viel munterer als zu dem Zeitpunkt, wo sie auf die Voyager gebeamt wurde. Der Doc hatte schon einige Borg-Implamtate entfernen können.
"Sie mag Sie!" stellt er fest.
" Sind Sie sicher?" fragt Seven und zieht eine Augenbraue hoch.
"Natürlich! Schauen Sie, wie sie Sie anlächelt."
In der Tat strahlt das kleine Geschöpf und streckt seine Hände nach Sevens Gesicht aus.
Der Doc nimmt einen Tricorder und scannt die Kleine.
" Sie ist in einer wirklich guten Verfassung. Nach den Werten zufolge, müsste sie ungefähr 3 Monate alt sein. Konnten Sie etwas über ihre Herkunft herausfinden?"
"Ich konnte leider nur herausfinden, welcher Spezies sie angehörte. Und zwar gehört sie der Spezies 298 an. Die Salendo. Nur wenige Individuen dieser Spezies konnten von den Borg assimiliert werden. Ihre Planeten waren fast unauffindbar für die Borg. Nur wenn die Tarnvorrichtungen der Planeten Fehlfunktionen aufwiesen, waren sie für andere Spezies auffindbar.
Bei Gefahr ziehen die Völker meist auch weiter. Sie sind überall im Quadranten verteilt. Ich denke, es wird sich als Hoffnungslos erweisen, die Familie des Säuglings zu suchen.
Die Bezeichnung des Babys, den ihr ihre Eltern gaben, konnte ich nicht in Erkundung bringen." bedauert Seven. Sie beobachtet jede Bewegung des kleinen Mädchens in ihren Armen.
Die Tür der Krankenstation geht auf und der Captain tritt herein.
" Seven , Doctor, schön Sie zu sehen. Na, meine Kleine." Kathryn beugt sich zu dem Baby hinunter.
Seven grübelt immer über die Worte nach, meine Kleine, unsere Kleine. Sie versteht einfach nicht, was die Menschen damit meinen. Immerhin, waren sie alle Individuen und gehörten niemandem.
"Gut Captain, dass sie kommen, ich wollte mit Ihnen noch über die Daten reden, die mir das Außenteam letzte Woche übergeben hat."
meint der Doc und führt Janeway in sein Büro. Seven bleibt mit dem Baby allein.
Welch ein Gefühl, denkt Seven. Sie hätte nie gedacht das ein so kleines Individuum solche Gefühle in ihr hervorrufen könnte. Fürsorgliche Gefühle.
Als Borg waren Gefühle irrelevant. Säuglinge und Kinder waren nicht zu gebrauchen. Sie konnten keine Arbeit verrichten, machten aber viel Arbeit. Selbst Seven hatte die Einrichtung der Reifekammern immer für effizient gehalten. Bis jetzt. Heute spürt sie nur Hass auf die Borg. Ihr selbst hatte man die Kindheit geraubt. Schon der kurze Lebensabschnitt eines Säuglings war enorm wichtig für den späteren Charakter des Individuums.
"Ich werde nicht zu lassen, dass Dir irgend jemand jemals wieder Schmerzen zufügt."
Seven wundert sich selber über diese Worte, hatte sie das wirklich eben gesagt?
Schnell dreht sie sich um, damit sie sich vergewissern konnte, dass kein anderer die Worte gehört haben könnte.
Sie hat Glück, der Doc und der Captain sind immer noch in seinem Büro.
Vorsichtig legt Seven die Kleine wieder zurück in den Brutkasten, wirft noch einen kurzen Blick auf das Kind und steuert die Tür an.
Im letzten Moment hält Janeway sie zurück.
"Seven ich möchte gerne mit Ihnen reden!"
"Jetzt wäre kein guter Zeitpunkt , der Unterricht der Kinder fängt gleich an."
"Wir wär's, ich lade Sie heut abend zum Abendessen ein?"
Seven sieht den Captain verwundert an. Leicht verunsichert nickt sie schließlich.
"Um 19 Uhr. Aber pünktlich!" grinst Kathryn.
Frachtraum 2
"Regenerationszyklus abgeschlossen."
4 Kinder steigen aus den Alkoven. Sofort läuft Mezoti zu Seven und Naomi.
" Was für eine Unterrichtseinheit werden wir heute behandeln?"
"Wir werden heut 2 Stunden auf dem Holodeck verbringen. Das Programm könnt ihr euch selber aussuchen." antwortet Seven.
"Aber wie sollen wir das aussuchen?" will Azan wissen.
"Naomi wird euch helfen."
Naomi lächelt und geht zusammen mit den drei kleineren Kindern aus dem Raum. Nur Seven und Icheb bleiben zurück.
"Ich möchte nicht mit auf das Holodeck. Ich empfinde es, als reine Zeitverschwendung."
"Sie sollen Freizeitaktivitäten nachgehen. Das musste ich auch lernen, als ich auf die Voyager kam. Sie sind noch jung. Geniessen Sie die Zeit. Meine Kindheit ist verloren. Ihre noch nicht. Ich befehle Ihnen was daraus zu machen."
Icheb überlegt. Er versteht nicht richtig, was sie damit meint, sie signalisiert ihm aber nicht nachzufragen.
Holodeck 2
Noami hat ein ein Vergnügungspark als Programm eingestellt. Der Park ist im Stil aufgebaut, wie er im 23. Jahrhundert gewesen sein müsste.
"Wozu dienen die ganzen Maschinen und was machen die Menschen da drinnen? Sind das Forschungsmethoden?"
Seven muss beinahe lächeln.
"Diese Geräte sind zum Vergnügen da."
"Und warum schreien die Leute da drüben?" Icheb macht einen verständnislosen Eindruck.
Seven seufzt. Sie weiß nicht genau, wie sie es Icheb erklären soll. Sie selber verstand manche Eigenschaften der Menschen noch nicht. Wie sollte sie das dann einem Kind erklären?
"vSie haben Angst. Komischer Weise finden es die Menschen sehr erfrischend, wenn sie bei Vergnügungsaktivitäten Angst bekommen. Sie haben Spaß dran. Sie sind ständig auf der Suche ihre Grenzen kennenzulernen."
Icheb beäugt sie misstrauisch, sagt aber nichts mehr.
"Komm schon, wenn Du einmal mit der Extrembahn gefahren bist, dann weißt Du warum Menschen das machen." drängelt Naomi und die Kinder gehen zur ersten Bahn.
Seven bleibt zurück. Sie setzt sich in ein kleines Café und beobachtet die Kinder. Auf einmal steht ein Mann vor ihrem Tisch und lächelt sie an.
"Hätten Sie etwas dagegen, wenn ich mich zu Ihnen setze?" fragt er freundlich.
"Nein, setzen Sie sich." erwidert sie.
Der Mann nimmt sich einen Stuhl vom Nebentisch und stellt ihn zu Sevens Tisch.
"Mein Name ist Jason. Ich bin mit meinem Sohn hier. Und wer sind sie?"
"Seven. Seven of Nine."
"Waren das eben all ihre Kinder mit denen sie hier hergekommen sind?"
"Nein, ich betreue sie nur. Warum?"
"Ach sie sind ihre Lehrerin?"
"Richtig."
"Ich fragte nur, weil sie ihnen so ähnlich sehen."
Seven nickt nur knapp. Sahen die Kinder ihr wirklich ähnlich? Doch nur wegen den Borg-Implantaten.
"Haben Sie eigene Kinder?" fragt Jason interessiert.
Etwas genervt rutscht Seven auf ihrem Stuhl hin und her. Sie hat wirklich keine Lust mit ihm zu reden. Sie hält solche sinnlosen Fragen immer noch für nervtötend. Sie würde am liebsten ganz in Ruhe hier sitzen. Doch sie weiß, dass ein Holoprogramm sie nicht in Ruhe lassen würde. Außerdem muss sie ja noch ihre sozialen Kontakte verbessern.
"Nein, ich habe keine Kinder."
"Möchten Sie gerne welche? Glauben Sie mir, dass ist das schönste auf der Welt."
Ihr Gesichtsausdruck verdüstert sich. Das geht jetzt wirklich zu weit, denkt sie. Warum soll Sie mit einem Hologramm über so etwas reden?
Ein Glück unterbricht ein kleiner Junge das Gespräch. Es ist der Sohn von Jason.
Er wickelt seinen Vater sofort in ein Gespräch ein, ohne Seven eines Blickes zu würdigen.
Seven steht auf.
"Sie möchten gehen?" fragt Jason enttäuscht.
"Ich darf meine Aufsichtspflicht nicht verletzen.""
Nach einer Stunde kommen die Kinder zurück zu Seven. Sie wirken ziemlich aufgedreht. Schweigend stellen sie das Programm ab und treten in die Korridore, Richtung Frachtraum 2, bis Mezoti das Schweigen bricht.
"Seven, sind wir eine Familie?"
"Wie meinst Du das?"
"Wir sind alle Borg gewesen, also gehören wir doch einer Familie an?"
"Die Voyager ist unsere Familie."
"Ja, aber Naomi zum Beispiel hat ihre Mutter. Sie bilden eine richtige Familie. Sie sind verwandt und gehören einer Spezies an. Icheb,ich, Azan, Rebi, das Baby und Sie gehören den Borg an, also bilden wir auch eine richtige Familie?"
"Ursprünglich gehören wir alle aber einer anderen Spezies an. Nur Azan und Rebi sind verwandt. Außerdem muss man nicht verwandt sein oder einer gleichen Spezies angehören um eine Familie zu bilden. Man ist zwar nach der Geburt automatisch in einer Familie. Aber auch Menschen denen man vertraut, wo man sich geborgen und sicher fühlt, bilden für einen eine Familie."
Mezoti nickt nachdenklich.
Naomi lächelt Seven an. Die Beiden hatten auch schon mal so ein Gespräch gehabt. Und das hatte Seven wirklich viel gebracht.
Ihr Kommunikator meldet sich. Es war die Stimme des Captains, die sagt, dass Seven so schnell wie möglich auf die Brücke kommen soll.
Brücke
Die Ex-Borg tritt aus dem Turbolift und stellt sich an ihren Posten.
"Seven, wir haben eine verschlüsselte Nachricht bekommen, wir benötigen ihre Hilfe.“ spricht Janeway.
Seven fängt an die Nachricht zu untersuchen.
"Die Nachricht scheint sehr stark verschlüsselt zu sein."
"Herkunft?" fragt der Captain.
"Mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem fluiden Raum." erwidert die Ex-Borg.
"Spezies 8472. Die hätte ich beinahe vergessen."
"Ich schicke die Nachricht in die Astrometrie und werde sie dort entschlüsseln."
"Einverstanden, ich erwarte so schnell wie möglich einen Bericht von Ihnen." befehlt der Captain und Seven verläßt den Raum.
Angenehm überrascht lässt Kathryn sich in den Sessel fallen.
"8472. Ich bin wirklich gespannt, was sie von uns wollen."
"Ich auch. Vielleicht bekomme ich endlich meine Führung durch den fluiden Raum?" meint Chakotay spaßig, aber doch sichtlich nervös.
Janeway stimmt ihm zu, aber auch sie ist ein wenig beunruhigt. Ob 8472 immer noch auf ihren Friedensvertrag eingeht? Sie hofft es.
Quartier des Captains
"Herein!" antwortet Janeway auf den Türmelder. Seven tritt ein.
"Pünktlich wie immer." lächelt Janway und stellt ein weiteren Teller auf den gedeckten Tisch. Seven war ein bisschen aufgeregt. Noch nie hatte sie mit dem Captain zusammen gegessen, obwohl ihr der Captain wirklich nahe stand. Von Anfang an.
"Sie haben ein wunderschönes Kleid an." bemerkt Kathryn. Seven sieht an sich herunter.
"Naomi und Mezoti haben es für mich repliziert."
"Mezoti zeigt daran Interesse?"
"Ich denke, dass hat man Naomi zu verdanken. Die Beiden sind wirklich sehr kreativ."
"Setzen Sie sich." bittet der Captain.
"Ich finde es sehr erfrischend weitere Kinder auf der Voyager zu haben. Am meisten freut mich das für Naomi."
"Die Kinder haben sich sehr an die Voyager gewöhnt. Ich sehe, dass es für Kinder leichter ist, die Umstellung von Borg zum Menschen zu bewältigen. Bei Icheb ist es schon ein bisschen schwieriger. Haben Sie denn schon Kontakt zu den anderen Familien der Kinder hergestellt?"
"Leider nein, ich nehme an, dass ihre Familien oder sogar ihre ganze Sepzies auch assimiliert wurden."
Seven ist über diese Antwort eigentlich froh. Sie kann es sich nicht mehr vorstellen, dass ganze Leben alleine in diesem Frachtraum zu verbringen.
"Nun dann lassen Sie es sich schmecken." sagt Kathryn freundlich und nippt an ihrem Glas.
Nach einer Weile fährt sie fort.
" Haben Sie schon Fragmente der Nachricht entschlüsseln können?"
„In der Tat. Spezies 8472 hat uns Koordinaten zugeschickt, wo wir uns morgen Mittag bereit halten sollen." Die Koordinaten sind in der Nähe der Sa`helm Kolonie."
"Was halten Sie davon?"
"Ich bin mir nicht sicher. Sie könnten in Frieden kommen, um die Mißverständnisse der Vergangenheit endgültig zu klären. Aber sie könnten auch andere Gründe haben."
"Ich verstehe was Sie meinen." sagt Janeway nachdenklich.
"Wir werden morgen früh mit den anderen darüber reden und entscheiden, wie wir vorgehen werden. Bis dahin verbleiben wir in der Nähe der Koordinaten."
Sevens Gesicht verrät , dass sie mit dem Vorschlag des Captains übereinstimmt.
"Der eigentliche Grund für das Abendessen, ist der Namen des Babys. Da man nicht mehr herausfinden kann, wie die Kleine hieß, bevor sie asssimiliert wurde, müssen wir ihr einen geben. Und nach reiflicher Überlegung, bin ich zu dem Entschluss gekommen, Ihnen diese Aufgabe zu überlassen." erklärt Janeway.
Seven hat sich beinahe verschluckt.
"Ich? Warum ich?" fragt sie schnell.
"Meiner Meinung nach haben Sie die engste Beziehung zu dem Baby. Einmal weil Sie sie gerettet haben und weil das Mädchen auch eine Ex-Borg ist."
Sevens Gedanken rasen, sie weiß nicht was sie darauf antworten kann. Ihr Blick ist gesenkt , ihre Finger spielen mit den Besteck.
"Anders als bei den Borg, wird die Bezeichnung nicht nach der Funktion des Menschen gewählt. Nach der Geburt eines Kindes wird ein beliebiger Name gewählt, meistens aber schon vorher. Jedenfalls bei den Menschen.“
" Und wie wählt man den Namen eines Menschen?"
"Oh, das ist unterschiedlich. Manche Eltern denken sich schon Wochen vor der Geburt einen Namen aus. Sie suchen sich einen Namen aus, den sie sehr schön finden oder sie benennen das Kind nach einem Idol, wie z.B. einem Schauspieler, Sänger, Wissenschaftler. Fragen Sie doch den Doctor, er war eine Zeitlang ständig auf der Suche nach einen Namen für sich."
"Ich werde es versuchen."v verspricht Seven.
Konferenzraum 7 Uhr
"Das Problem liegt auf der Hand. Wir wissen nicht mit welchen Absichten Spezies 8472 uns treffen will. Ich nehme an mit Guten. Aber hundert prozentig können wir das nicht sagen. Uns wurde zwar versichert, dass den Vorgesetzten ihrer Spezies alles berichtet werden würde, und sie umgestimmt werden, aber ob es funktioniert hat, kann keiner sagen.
Ich möchte vor dem Treffen nur unsere Voyager in Sicherheit wissen, für alle Fälle. Vorschläge?" Janeway hofft wie immer auf gute Ratschläge der Crew und meistens gibt es sie auch.
"Seven und ich hatten heut morgen eine Idee. Und zwar sind die Waffen ähnlich aufgebaut wie die Spezies und die Raumschiffe selber.
Man müsste die Schilde konfigurieren können, damit ihre Waffen genauso unschädlich gemacht werden wie die Raumschiffe und die Wesen von den Nano-Sonden. "erklärt Harry Kim energisch und zuversichtlich.
"Wollen sie die Nano-Sonden wieder als Waffe einsetzen?" fragte der Doc vorsichtig.
"Nein, ich denke dieses Kapitel ist abgeschlossen. Wir wollen keinen feindlichen Eindruck vermitteln . Außerdem haben Sie es bestimmt schon geschafft die Nano-Sonden unschädlich zu machen. Wann können Sie mit den Schilden fertig werden?"
"Wir bräuchten schon einige Stunden." gibt Seven zu.
"Sie bekommen jeden Crewmen den Sie brauchen." verspricht Janeway.
"Icheb bat mich bei den Vorbereitungen zu helfen." sagt Seven.
" Einverstanden. So wie es aussieht wird Spezies 8472 ca. um 16 Uhr den nicht fluiden Raum erreichen. Bis dahin erwarte ich von Ihnen stündlich Bericht. Doctor für den extremen Notfall stellen sie doch noch Nano-Sonden her. Sie werden aber noch nicht in die Schiffeinstellungen eingebaut.
B`Elanna, Seven, Harry, Sie arbeiten an den Schildkalibrierungen. Tom, Sie navigieren zu den Koordinaten. Wir halten uns am Besten
im Salem Nebel auf."
Die Leitenden Offiziere nicken.
"Gut, dann wegtreten." befehlt Janeway.
Astrometrie 14 Uhr
"vWie weit sind Sie?" fragt Janeway ungeduldig.
"Es gab einige Schwierigkeiten. Und zwar haben wir Probleme damit, den Abwehrmechanismus für eine lange Zeit benutzen zu können, nach ein paar Sekunden bricht das System wieder zusammen." meint Seven.
"Wir hoffen aber das Problem in der nächsten Stunde gelöst zu haben." fährt Icheb fort.
"Machen Sie weiter so, ich erwarte um 15 Uhr einen Bericht."
Janeway verlässt die Astrometrie und geht durch die Korridore. Allerdings weiß sie nicht wohin. Zuerst zur Brücke oder zum Maschinenraum? Nichts von Beiden, sie muss ins Casino.
Die Aufregung und Anspannung wird von Minute zu Minute höher.
Als sie das Casino betritt ist nur Neelix aufzufinden. Alle Crewmen arbeiten ohne Pausen auf ihren Posten.
"Captain, wie schön Sie zu sehen. Ich muss Ihnen sagen, dass ich mich schon unheimlich auf unser Treffen freue, wann geht's denn los?"
"In etwa 2 Stunden. Ich möchte, dass Sie für heute Abend einen Empfang für unsere Gäste vorbereiten. Falls unsere Gäste freundlich gestimmt sind."
"Sehr gern, schade, dass wir nicht wissen was Spezies 8472 ißt, ich hätte sonst deren einheimischen Speisen repliziert."
"Ich denke, dass Spezies 8472 mit unseren Speisen sehr gut auskommt, vielleicht haben sogar ein paar ihrer Leute gefallen daran gefunden."
"Da haben Sie recht, ich werde mich beeilen."
"Falls es Schwierigkeiten geben wird, dass heißt wenn wir gleich zu Anfang Probleme mit unseren Besuchern haben, gehen Sie bitte zu den Kindern. Ich möchte sie ihn guten Händen wissen."
"Mach ich doch gerne!" antwortet der Talaxianer fröhlich. Er kann einen wirklich aufmuntern und beruhigen.
15.51 Uhr Brücke
Es herrscht eine unheimlich Stille auf der Brücke. Jeder Crewmen arbeitet an seinem Platz ohne auch nur ein Wort zu sagen. Die Atmosphäre ist elektrisierend. Anspannung, Aufregung, sogar Angst liegt in der Luft.
Captain Janeway sitzt in ihrem Captainsessel und kontrolliert die eben erst eingegangenden Berichte.
"Seven of Nine an den Captain!" ertönt eine Stimme aus Janeways Kommunikator.
"Sind Sie endlich fertig?" fragt sie leicht genervt.
Sie wartet schon seit einer Stunde sehnsüchtig auf die Beendigung der Schildkonfigurationen.
"Ja, Captain. Die Schilde sind einsatzfähig."antwortet Seven.
Kathryn lehnt sich erleichtert zurück.
"Doch wir müssen die Schilde ständig neu einstellen. Es kann passieren, dass sie für ein paar Sekunden aussetzen."
"Sorgen Sie dafür, dass das nicht passiert!" befehlt der Captrain und starrt auf den großen Sichtbildschirm.
"Ich denke, wir brauchen uns keine Sorgen machen. Sie werden sich nicht mit uns treffen, wenn sie uns noch fürchten oder verabscheuen." sagt Chalotay schließlich.
"vJa, ich weiß, mein Misstrauen ist einfach zu groß. Aber kann mir das einer verübeln?"
"Nein, natürlich nicht. Aber ich versichere Ihnen, das unser letztes Treffen einen zu guten Eindruck hinterlassen hat. Zwar wurde uns auch gesagt, dass es einige Schwierigkeiten geben wird, die Vorgesetzten zu überzeugen, aber genau deswegen wollen sie sich mit uns treffen. Um sich zu vergewissern."
"Ein Kanal öffnet sich, 32 000 km vor uns.
Ein Raumschiff aus dem Fluiden Raum durchquert ihn." sagt Harry Kim.
Janeway drückt auf ihren Kommunikator.
"Seven, Schilde hoch! Gelber Alarm, Waffen deaktiviert lassen!"
Vor Ihnen taucht aus der unendlichen Schwärze ein Raumschiff auf. Ein gigantisches Raumschiff. Fünf Mal größer als die Voyager und ganz anders als die Kampfschiffe von 8472.
Die Stille auf der Brücke ist wieder zurückgekehrt.
Jeder sieht erstaunt auf den Bildschirm. Fast ehrfürchtig.
Fortsetzung folgt ...
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-12 12:43:37 mit dem Titel Star Trek Voyager Fan Fiction Teil 2
Teil 1 ist natürlich auch bei Yopi veröffentlicht.
Titel: Family and Friends
Autor: Nana/Susperia
Feedback: [email protected]
Genre: Action, Science Fiction
Spoiler: man muss schon die Folge Kollektiv gesehen haben
Summary: Ein Wiedersehen mit Spezies 8472 bringt Aufregung mit sich. Außerdem soll Seven dem Baby-Borg einen Namen geben.
Family and friends
by Nana
"Sie scannen uns. Ihre Waffen sind deaktiviert und ihre Schilde hochgefahren." bestätigt Kim.
"Sie haben wohl den gleichen Gedanken, wie wir." bemerkt Kathryn.
"Sie rufen uns!"
"Auf den Schirm ."
Eine Gestalt wird sichtbar, genauer genommen ein als Mensch erscheinender 8472.
"Guten Tag Captain Janeway! Ich bin Captain Tim Roland. Wir haben ihre Gestalt angenommen, damit wir besser mit Ihnen kommunizieren können. Ich hoffe, dass stört sie nicht."
"Ganz und gar nicht. Ich begrüße Sie im nicht fluiden Raum!"
Captain Roland sah sehr misstrauisch aus.
"Wir haben um ein Treffen gebeten, weil uns Bericht erstattet wurde, dass wir Sie falsch eingeschätzt haben. Wir möchten uns vergewissern, dass das stimmt."
"Kein Problem, wenn Sie möchten können Sie sich sofort auf unsere Schiff beamen lassen und wir werden es Ihnen beweisen."
Roland überlegt eine Weile, dann nickt er.
"Senken Sie die Schilde, ich werde mit 2 meiner Besatzung rüber beamen."
Die Schilde senken sich und 3 Menschen erscheinen auf der Brücke.
"Willkommen auf der Voyager." begrüßt Janeway die Gäste.
"Danke. Links von mir steht mein Commander Serge Ricken, rechts von mir Lillian D´Arc."
"Folgen Sie mir doch bitte!" sagt Captain Janeway und führt die Gäste in den Konferenzraum.
"Wir wurden genauestens über den letzten Kontakt von Ihnen zu unserer Spezies unterrichtet. Es gab lange Diskussionen. Und ich muss zugeben, dass die Meisten nicht einverstanden waren ein friedliches Abkommen mit ihrer Spezies zu schließen. Doch ich bin der Meinung, wenn es Möglichkeiten zu einem solchen Abkommen gibt, sollte man diese auch umsetzen."
"Das freut mich zu hören." meint Janeway.
"Ich möchte ihr Schiff und ihre Besatzung kennenlernen. Wenn wir alle Unklarheiten bereinigt haben, werde ich Ihnen Zutritt zu meinem Schiff geben. Aber ich möchte zuvorkommend sein. Zwei ihrer Leute dürfen jetzt auf mein Schiff beamen, damit auch Sie keine Zweifel haben werden. Ich denke, dass ist fair."
"Ich bin absolut einverstanden. Tuvok, Chakotay, Sie werden auf das Schiff unserer Freunde beamen."
Die beiden Offiziere nicken und verlassen den Raum.
"Mr. Neelix und Seven of Nine werden Ihnen unser Schiff zeigen. Dann haben wir für heut abend einen Empfang vorbereitet."
"Das freut mich."
"Seven, Neelix, führen Sie unsere Gäste durch das Schiff." befehlt der Captain.
Casino 18 Uhr
Der Raum ist erfüllt mit Gelächter und Leuten. Alle genießen die lockere Atmosphäre. Seven tritt mit den Kindern ein und Janeway kommt ihr entgegen.
"Oh, Sie haben die Kinder mitgebracht?"
"Sie bestanden drauf, wenigstens eine Stunde hier verweilen zu dürfen. Sie möchten unbedingt die Gäste kennenlernen. Ich habe es ihnen erlaubt."
Janeway wollte gerade zu einem Satz ansetzten, wurde aber dann von Neelix zu sich gerufen.
Sie lächelt Seven zu und kommt Neelix Bitte nach.
"Man kann die Fremden ja gar nicht von unseren Leuten unterscheiden?" stellt Mezoti fest.
"Es sind keine Fremden, sie sind unsere Gäste." erwidert Seven leise mit einem mahnenden Blick.
"Ach, das macht doch nichts. In den Augen der Kinder sind wir Fremde." mischt sich freundlich ein Mann ein. Zweifellos muss es einer der Spezies 8472 sein.
"Und Sie sind?" fragt Seven.
"Commander Jeff Smith. Ich bin vor einer Stunde auf ihr Schiff gebeamt worden. Sie müssen Seven of Nine sein."
Die Ex-Borg nickte.
"Und wer seid ihr?" will Jeff von den Kindern wissen, die sich darauf hin alle vorstellen.
"Die Borg-Kinder sind noch nicht lange hier?"
"Nein, Seven hat uns gerettet." erzählt Mezoti.
"Wirklich?" Jeff machte einen staunenden Eindruck.
"Die Voyager hat sie gerettet." stellt Seven klar.
"Haben Sie auch Kinder auf ihrem Schiff?" fragt Azan.
"Nicht auf dem Schiff, mit dem wir hier sind. Die Mission ist zu gefährlich für Kinder. Aber in unserer Heimat, haben wir auch viele Kinder."
Naomi kommt angelaufen und teilt den anderen etwas mit. Dann verlassen sie das Casino und Seven und Jeff bleiben allein stehen.
"Sie hegen immer noch Mißtrauen gegen uns?"
Seven schluckt. Sie hatte gehofft, den Eindruck nicht erkennen zu lassen, anscheinend fällt es ihr langsam schwer Gefühle zu überspielen.
"Sie haben Recht. Ich teile nicht immer Captain Janeways Optimismus in Punktum Frieden mit anderen Spezies. Ich muss aber sagen, dass ihr Vorgehen sehr effektiv ist und mich des öfteren belehrt hat.
Warum wurden Sie hier her gebeamt?"
"Ich habe damals den ganzen Krieg zwischen uns, den Borg und den Menschen verfolgt. Ich bin von den Borg, wie von den Menschen in manchen Sachen sehr angezogen. Ich wollte auf die Voyager um die Menschen und auch die Borg kennenzulernen."
"Hier sind aber keine Borg ."
"Aber kein Anderer kann besser über die erzählen als Sie!"
"Ein anderes Mal vielleicht!" meint Seven kühl und geht weg. Ein flüchtiges Lächeln huscht über Jeffs Gesicht.
Nach einer viertel Sunde erhebt Captain Roland die Stimme und sein Glas: "Ich freue mich, dass dieses Treffen stattgefunden hat. Missverständnisse können behoben werden und man kann neue Freunde gewinnen.
Auf das unsere beiden Spezies für immer Frieden erleben!"
Applaus tönt durch den Raum.
Astrometrie
"Ich habe Ihnen die Liste mitgebracht!" sagt der Doc fröhlich, als er Seven erblickt.
"Welche Liste?" fragt sie, ohne von ihrer Arbeit aufzuschauen.
"Na, die Namenliste, damit Sie für das Baby einen Namen aussuchen können."
"Achja, das hätte ich beinahe vergessen."
"Ein Borg mit einem schlechtes Gedächtnis? Unmöglich." spaßt er.
Seven wirft ihm einen Blick zu, der besagt, dass das ein nicht besonders guter Witz war.
" Soll ich Ihnen helfen?"
"Nein, Danke, Ich ziehe es vor eine Weile allein zu sein. Ich nutze die Arbeit in der Astrometrie, um zur Ruhe zu kommen. Ich denke, noch habe ich Probleme ständig unter Menschen zu sein."
"Kein Problem. Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht."
"Ich Ihnen auch." erwidert Seven und widmet der Arbeit wieder ihre volle Konzentration.
Nach einer Weile sieht sie auf das Padd. Zögerlich nimmt sie es und transferiert die Daten in den Computer, damit sie die Liste auf den Großbildschirm sehen kann.
Ihr Augen weiten sich. Tausend von Namen erscheinen auf dem Bildschirm. Menschliche, Vulkanische, Klingonische und viele mehr.
Sie seufzt. Wie kann sie nur diese Aufgabe bewältigen?
Die Tür gleitet zur Seite und Commander Jeff Smith tritt herein.
"Commander?"
"Schön Sie wieder zu sehen Seven. Ich habe eine kleinen Rundgang durch die Voyager gemacht und nun wollte ich die Astrometrie sehen."
"Sind sie allein?" fragt Seven und zieht eine Augenbraue hoch.
"Oh nein. Ein Sicherheitsposten wartet draußen. Was ist das ?" fragt er und deutet auf den Bildschirm.
"Eine Liste mit allmöglichen Namen, die man einem Kind geben kann. Ich soll dem Baby auf der Krankenstation einen Namen geben."
"Ist es Ihr Kind?"
"Nein," Seven schüttel schnell den Kopf , " wir haben es zusammen mit den anderen Kinder gerettet. Captain Janeway ist der Meinung, dass ich die Einzige sei, die diese Aufgabe bewältigen soll."
"Ich kenne das Problem. Meine Frau und ich haben sozusagen tausende von Namen für unsere Tochter durchgesucht, bis wir uns entscheiden konnten."
"Ist ihre Frau mit auf dem Schiff?"
"Nein, sie ist kurz nach der Geburt meiner Tochter gestorben und mit ihr das Kind."
"Das tut mir leid."
"Ist kein Problem, es ist schon einige Zeit her. Ich habe es akzeptiert..
Kurzzeitig herrscht Stille bis Seven fragt:" Wie haben Sie das Kind genannt?"
"Dara!"
"Ein schöner Name." bemerkt Seven und das ist die Wahrheit. Sie glaubt zu wissen, dass sie den Namen schon mal gehört hatte, konnte es aber nicht zuordnen wo.
"Würden Sie mich ins Casino begleiten und mir Gesellschaft leisten?"
Seven sieht ihn verwundert an. Sein Lächeln faszinierte sie.
"Gerne!" antwortet sie, selber überrascht, dass sie zugesagt hatte, aber irgendwie konnte sie gar nicht anders.
Konferenzraum
"Also Captain, ich bin mehr als zufrieden mit diesem Treffen. Ich denke, wir haben neue Freunde gefunden."
"Danke. Ich freue mich über ihr Angebot und nehme es natürlich an."
"Sehr gut, könnte ich sie in einer Stunde zu einer kleine Führung durch mein Schiff einladen?"
"Einverstanden." erwidert Janeway erfreut und schließt die Verhandlungen.
Als sie die Brücke betritt , kommt ihr Chakotay entgegen.
"Commander, wie war ihr Aufenthalt bei Spezies 8472?"
"Hervorragend, zwar hab ich immernoch nicht den fluiden Raum kennengelernt, aber der Besuch war so ähnlich. Ihre Technologie ist erstaunlich."
"Wo ist Tuvok?"
Chakotay grinst hämisch.
"Naja, ihm wurde eine einheimische Speise angeboten, doch das Essen bekam ihm nicht so gut." Kathryn lacht.
"Ich werde in einer Stunde auf das andere Schiff gebeamt, Sie werden dann die Brücke übernehmen. Es sei denn, Sie hatten auch Probleme mit deren einheimischen Köstlichkeiten?"
"Oh, mir geht es bestens."
"Gut, wie wär's, wir essen heut abend zusammen?"
"Abgemacht.“
Krankenstation 9:15 Uhr
"So, Mr. Tuvok, Sie können gehen, trotzdem sollten sie sich bis morgen frei nehmen und sich ausruhen."
"Danke Doctor." brummt Tuvok.
"Und noch was, das nächste Mal essen sie nicht alles, was ihnen angeboten wird. Der vulkanische Magen verträgt nicht alles."
Tuvok nickte mürrisch und steuert die Tür an. Seven betritt den Raum und begrüßte ihn.
Knapp erwidert er den Gruß und verschwindet.
"Er sieht nicht sehr gut aus. Was hat er denn?" fragt Seven den Doc verwundert.
"Naja, er hat sich eine kleine Magenverstimmung zugezogen.. Was treibt Sie zu mir?"
"Ehrlich gesagt, bin ich geflüchtet vor den vielen Menschen da draussen."
"Ah, der Tag der offenen Tür! Fühlen Sie sich hier, wie zu Hause."
Seven geht zu der Babywiege. Währenddessen betritt ein weiterer Mann die Krankenstation.
"Fähnrich, wie kann ich Ihnen helfen?" fragt der Doc gleich.
"Naja, eigentlich können Sie mir nicht mehr helfen!" Plötzlich reißt der Fähnrich eine unbekannte Waffe hoch und zielt auf ihn und Seven.
Fortsetzung folgt ...
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-12 14:13:13 mit dem Titel Star Tre Voyager Fan Fiction Teil 3
Die beiden ersten Teile sind natürlich auch bei Yopi zu finden.
Titel: Family and Friends
Autor: Nana
Feedback: [email protected]
Genre: Action, Science Fiction
Spoiler: man muss schon die Folge Kollektiv gesehen haben
Summary: Ein Wiedersehen mit Spezies 8472 bringt Aufregung mit sich. Außerdem soll Seven dem Baby-Borg einen Namen geben.
Family and friends
by Nana
Konferenzraum
"Was ist passiert?" fragt Janeway gereizt.
"Ein Crewman von Spezies 8472 hat sich auf der Krankenstation eingesperrt und hält Seven, den Doc und das Baby als Geisel."erklärt Tuvok, dem man immer noch ansah, dass er krank war.
"Wer?" möchte Captain Roland wissen.
"Fähnrich Sellow."
"Wie kam er an eine Waffe, es wurden doch angeordnet, das alle Crewmitglieder durchsucht werden." Janeway klingt aufgeregt und verärgert.
"Es ist eine der unsrigen Waffen. Sie können in Einzelteile zerlegt werden und dann wieder ganz leicht zusammengebaut werden."
"Er möchte mit Ihnen reden." berichtet Tuvok und stellt eine Verbindung zwischen der Krankenstation und dem Konferenzraum her.
Sellow´s Gesicht erscheint auf dem Bildschirm.
"Hallo Captain Janeway, Captain Roland!" spricht Sellow in einem verächtlichen Ton.
"Was wollen Sie? Warum haben Sie meine Crewmitglieder als Geisel genommen?"
"Was ich will?" lacht er in einem sarkastischen Ton.
"Ich will Rache. Ich werde Ihnen genau das antun, was Sie auch meinem Vater und meinen Brüdern angetan haben, als sie mit den Borg eine Allianz eingegangen sind.Ich will Sie tot sehen."
"Hören Sie, ich gehe nicht auf Drohungen ein."
"Sollen Sie auch nicht." unterbrach er Janeway. "Sie brauchen auf gar nichts einzugehen. Egal was sie tun, es wird so kommen, wie es kommen muss.
"Wie gehts den Geiseln?"
" Noch gut." antwortete Sellow und unterbricht die Verbindung.
"Verdammt!" Janeway lässt sich seufzend in den Sessel fallen.
"Captain. Es tut mir leid. Ich wusste nicht, dass sowas passieren würde." sagt Captain Roland ehrlich.
"Ich mache Ihnen keine Vorwürfe. Wichtiger ist es, die Geiseln zu retten, ohne das jemand verletzt wird."
"Ich bin mir sicher, dass man mit Sellow verhandeln kann. Wir sollten ein 2. Gespräch abwarten." meint Smith.
"Einverstanden. Trotzdem sollten wir in der Zeit einen Weg zur Lösung des Problems erarbeiten."
Krankenstation
"Hören Sie, dass hat doch gar keinen Sinn." versucht der Doc auf Sellow einzureden.
"Halten Sie den Mund!" schreit Sellow. Schweißperlen bilden sich auf seiner Stirn. Sein Blick ist wirr und auch ein Eindruck von Angst schwingt mit. Aber der größte Anteil ist Hass.
Purer Hass.
"Ich werde Sie alle töten."
"Das würde den Schmerz ihres Verlustes auch nicht ändern." sagt Seven kühl.
"Sie wissen doch gar nicht, was es heißt, den größten Teil seiner Familie zu verlieren. Sie haben ja noch nicht mal eine.
Zu ihrer Antwort zurück. Natürlich würde der Tod von Ihnen allen was bringen. Und zwar würde ich meiner Spezies ersparen, einen weiteren tödlichen Fehler zu begehen. Die Menschen sind den Borg sehr ähnlich. Sie sind brutal und dabei noch hinterlistig. Sie tun so, als ob sie Freunde wären und vernichten dann alles.
Und Sie Seven, werden mein erstes Opfer sein, das mir die größte Genugtuung geben wird. Ein Mischling zwischen Borg und Mensch. Falls ich es nicht schaffen werde, ihre beiden Spezies zu vernichten, dann habe ich wenigstens erreicht das der Konflikt zwischen unseren Spezies besteht. Der wird den Rest meines Plan erledigen."
Das Baby fängt fürchterlich an zu weinen.
"Halten Sie das Baby ruhig, sonst ... ."
Seven steht schnell auf und nimmt das Kind in den Arm. Verzweifelt versucht Sie es ruhig zu bekommen.
"Ein Borg-Kind. Sie versuchen durch unschuldige Kinder die Borg zu stärken. Ihre Allianz mit den Borg scheint ganz und gar größer zu sein, als wir dachten."
"Wir haben keine Allianz."
"Ach nein?" Er richtet die Waffe auf Seven und das Kind. " Sie lügen bis zum Tode."
"Was tun Sie da?" schreit der Doc empört und stellt sich zwischen den Geiselnehmer und Seven.
Sellow feuert auf den Doc und dessen Programm destabilisiert sich.
Seven legt das Kind in die Wiege. Ihr Gesicht ist rot angelaufen. Hass spiegelt sich nun auch in ihren Augen wieder.
"Kein Schritt weiter und Sie leben länger. Aber was machen doch einige Sekunden aus."
Seven gehorcht und lässt sich nieder sinken. Die Lage scheint hoffnungslos zu sein. Wann kommt denn jemand zur Hilfe?
Konferenzraum
"Ein Dämpfungsfeld verhindert das Eindringen in die Krankenstation. Wir können es nicht deaktivieren, weil Sellow deren Technologie angewandt hat." erklärt Tuvok
"Ich setze ein paar meiner Leute daran."
Janeway geht im Zimmer hin und her, mit der 5 Kaffeetasse in der Hand in dieser Stunde.
"Wie schätzen Sie Sellow ein, wird er in der Lage sein, Die Geiseln umzubringen?"
möchte Kathryn wissen.
"Ich fürchte ja. Er ist unberechenbar."
"Wie könnte ich mit ihm verhandeln?"
"Er meldet sich wieder."
"Sind Sie zu einer Verhandlung bereit?" fragt Janeway Sellow.
"Das Baby gegen Sie Captain Janeway."
"Erstmal möchte ich wissen, ob die Geiseln noch leben."
"Einverstanden."
Sellow geht zu Seven, packt Sie am Arm und zerrt Sie zum Bildschirm.
"Seven, alles mit Ihnen in Ordnung?"
"Ja, Captain."
"Wo ist der Doc?"
"Das ist egal." sagt Sellow und schubst Seven weg, sie kehrt jedoch zurück und erzählt, dass der Doc durch die Waffe deaktiviert wurde.
"Ich habe Ihnen gesagt, Sie sollen den Mund halten." schreit Sellow und schlägt ihr mit der Faust ins Gesicht. Seven fällt zurück und fühlt wie ihr warmes Blut die Oberlippe hinter läuft.
"Sie Schwein, ich werde es nicht zulassen das ihr was passiert!" brüllt auf ein Mal Smith in den Bildschirm, Janeway starr vor Angst betrachtet diese Situation ohne ein Wort zu sagen.
Sie musste eine Rettungsaktion starten, sie konnte doch nicht Seven und das Baby weiterhin in den Händen dieses Mannes lassen?
"Smith. Du enttäuscht mich. Ihre Frau und ihr Kind wurden Beide von den Borg getötet und jetzt verteidigen Sie eine angebliche Ex-Borg?" behauptet Sellow.Jeff konnte sehen, wie Seven aufsah. Sie konnte ihn zwar nicht sehen, aber das war auch gut so. Ihr Gesicht ist versteinert.
Smith konnte sich vorstellen, was sie dachte. Nun ist sie bestimmt der Meinung, dass er vielleicht einen ähnlichen Racheakt verüben wollte und deshalb mit ihr Kontakt aufgenommen hat. Ihre Augen sind entsetzt.
"Ich werde Dich eigenmächtig umbringen!" schrie Smith und ballt seine Faust.
"Commander. Verlassen Sie den Raum." sagt Captain Roland und flüstert ihm was ins Ohr.
"Sie machen diese Angelegenheit immer noch schlimmer."
"Smith. Sie sind ein Verräter!" stellt Sellow fest und schließt die Verbindung.
Jeff ist ausser sich vor Wut.
"Wir sollten den IX-Chip anwenden."
Captain Roland erschrickt bei diesen Worten.
"Sagen Sie kein Wort mehr."
"Was für einen IX-Chip?" möchte Janway wissen.
"Ach nichts, es ist nur..."
"Ein Chip der jedem unserer Spezies eingepflanzt ist und falls einer unserer Leute ein Verbrechen begeht, wird er durch den Chip getötet." unterbricht Smith den Captain Roland.
"Verlassen Sie sofort das Schiff." befehlt er ihm.
"Nein." mischt sich Kathryn ein." Sie haben uns etwas verschwiegen. Eine Tatsache, die von großer Bedeutung ist."
"Wir dürfen keinem Fremden sowas erzählen. Es ist zum Schutz." versucht sich der andere Captain rauszureden.
"Das ist mir egal. Ich will meine Leute retten. Lebend."
Captain Roland senkt den Blick.
"Mister Tuvok, versuchen Sie eine erneute Verbindung mit Sellow einzugehen. Ich werden auf den Handel eingehen. Wenn ich in die Krankenstation gehe, ist das Dämpfungsfeld gesenkt. Falls es uns nicht gelingen wird Sellow alleine zu bewältigen, möchte ich, dass der IX-Ship eingesetzt wird."
"Aber Captain?"
"Nichts aber."
"Sie wissen ja gar nicht wie der Chip aktiviert werden kann." meint Roland trotzig.
"Aber ich." erwidert Jeff Smith.
Krankenstation
"Sie werden scheitern." murmelt Seven.
"Die Borg. Sie sind sich bei allem so sicher und doch irren Sie sich so oft. Hm, die melden sich ja gar nicht, vielleicht sollte ich nicht mehr warten."
Er nimmt seine Waffe und geht auf Seven zu. Sie richtet sich auf, versucht keine Angst zu zeigen, doch es gelingt ihr nicht ganz.
Kurz vor ihr bleibt er stehen. Sein Blick sieht gefährlich wirr aus, wie bei einem Mann der nichts mehr zu verlieren hat. Er war absolut unzurechnungsfähig geworden. Nichts und niemand konnte ihn nun aufhalten.
Die Waffe berührte ihr Kinn, ihre Wange, dann richtet er sie auf Sevens Stirn.
Doch plötzlich zieht er die Waffe zur Seite auf das Baby. Im letzten Moment schnellt Sevens Arm hoch und prallt gegen den Seinen. Der Schuss verfehlte das Kind nur knapp und die Waffe rutsche einige Meter weiter.
Seven und Sellow starren sich an. Das Geschrei des Babys hallt durch den Raum.
Dann versuchen beide gleichzeitig zur Waffe zu gelangen. Seven schubst ihn zur Seite, doch seine Hand greift instinktiv in ihre Haare und reißt sie mit einem Ruck zurück. Sie schreit und ihr Gesicht verzerrt sich zur einer schmerzvollen Grimasse.
Vor Wut tritt Seven mit voller Wucht gegen sein Bein. Er fällt hin, aber nur einige Zentimeter neben der Waffe. Seven versucht sein Bein zu fassen. Schnell bohren sich ihre Fingernägel in das Fleisch seiner Waden.
Sellow stöhnt vor Schmerzen und Wut und versucht sie loszuwerden. Mit voller Wucht tritt er ihr ins Gesicht an die Schläfe. Benommen bleibt sie liegen. Alles wird schwarz vor ihren Augen und der Schmerz breitet sich aus. Ihr wird übel.
Dann registriert sie, dass er mit der Waffe in der Hand auf sie zueilt.
"Das Spiel ist aus!" schreit er und seine Finger ziehen die Abschusstaste.
Seven sieht ihr Leben in einigen Sekunden vor ihrem Auge abspielen. Doch die größte Angst die sie empfand, war nicht vor dem Tod, sondern die Angst um das Baby.
Sie schliesst ihre Augen.
Doch nichts passiert.
"Du verdammtes Ding." brüllt Sellow und schlägt auf die Waffe ein.
Seven öffnet ihre Augen und sieht, dass seine Waffe nicht mehr funktioniert.
Die Ex-Borg nimmt die Gelegenheit wahr und rennt zu den Krankenstationkrontrollen, um das Dämpfungsfeld zu deaktivieren.
Als Sellow das merkt, gerät er in Panik, schmeisst die Waffe hin und reißt das Baby aus der Wiege. Das entsetzliche Geschrei der Kleinen lässt Seven umdrehen.
"Ich mag zwar keine Erfolg gehabt haben, aber ein Opfer nehme ich mit in den Tod."
Konferenzraum
"Das Dämpfungsfeld wurde deaktiviert." ruft Tuvok.
"Der Handel wurde doch noch nicht geschlossen?"
"Seven. Sofort ein Sicherheitstaem in die Krankenstation beamen." erwidert Janway aufgeregt.
Krankenstation
"Tun Sie ihr nichts. Sie kann nichts für ihren Verlust." meint Seven bösen und verzweifelt zugleich.
"Das ist mir doch egal. Ich habe gar keine andere Wahl!" schreit Sellow und schüttelt das Baby grob. Es schreit aus allen Leibeskräften und Seven fühlt den größten Schmerz ihres Leben in ihrem Herzen und die größte Wut. Ihre Hände beginnen zu zittern und ihre Sehstärke verschlechtert sich. Wahrscheinlich wegen dem Tritt gegen die Schläfe.
Sellow hört auf das Kind zu schütteln.
Seven und er starren sich nur an.
Plötzlich erscheinen mehrere Sicherheitsoffiziere.
Sellow lässt das Kind fallen und rennt zu einer Jeffriesröhre. Seven schmeisst sich in diesem Moment in seine Richtung und nur knapp gelingt es ihr das Kind mit ausgestreckten Armen aufzufangen.
Die Sicherheitsoffiziere stürzen sich auf den Geiselnehmer. Der verzweifelte Versuch sich von Ihnen loszureißen mißlingt.
Vor Wut spuckt er dem einen Offizier ins Gesicht und schreit:" Ihr Mörder."
Dann sackt er in sich zusammen und das Nervengift, welches er in seinem Körper freigelassen hat, tötet ihn. Es wird still im Raum.
Seven setzt sich hin und presst das Kind an ihren Körper. Blut quillt nun aus weiteren Wunden in ihrem Gesicht. Sie sieht fruchterregend aus.
Janeway und Jeff Smith betreten die Krankenstation. Kathryn geht schnellen Schrittes auf Seven zu. Smith hingegen betrachtet mitfühlend die Situation.
Von Seven vernimmt man ein leises Schluchzen, dann das erstemal in ihrem Leben, läuft ihre eine Träne die Wange hinunter. Gefolgt von weiteren Tränen.
Kathryn lässt sich in die Hocke sinken und streichelt Sevens Schultern.
"Seven. Es ist vorbei. Ich nehme jetzt das Kind." flüstert sie leise.
Nur zögerlich löste Seven die Umklammerung. Ein lautes Schluchzen erfüllt den Raum. Seven steht auf und rennt aus dem Raum. Jeff will hinterhergehen, aber Tuvok hält ihn zurück und schüttelt den Kopf.
Log-Buch Captain Janeway
Es ist nun ein Tag nach diesem schrecklichen Ereignis vergangen. Das Programm des Docs konnte wieder hergestellt werden und Seven und dem Baby geht es den Umständen entsprechend gut. Nur Sevens Gemütszustand beunruhigt mich ein bisschen. Sie hat sich stark zurück gezogen. Es wird lange dauern, bis sie das Ereignis verkraftet hat.
Spezies 8472 wird heute in den fluiden Raum zurückkehren. Wir haben uns nochmal gründlich unterhalten und kamen zu dem Entschluss, dass es noch nicht Zeit genug ist, die Freundschaft zu kräftigen. Doch ein weiteres Treffen ist nicht ausgeschlossen.
Log-Buch Eintrag Ende
Astrometrie
Jeff Smith möchte sich von Seven verabschieden und findet sie wie immer an ihrem Arbeitsplatz.
"Hallo!" begrüßt er sie.
"Hallo." erwidert Seven und unterbricht ihre Berechnungen.
"Ich wollte Ihnen nur auf Wiedersehen sagen und mich entschuldigen."
"Entschuldigen?"
"Das ich Ihnen nicht die Wahrheit gesagt habe. Ich weiß, was Sie in dem Moment gedacht haben. Aber das entspricht nicht der Wahrheit."
"Und was ist die Wahrheit?"
"Ich war nach dem Tod meiner Frau und meinem Kind auf Rache aus. Ich habe die Menschen für die größten Feinde für uns gehalten. Aber dann habe ich recherchiert . Auch über den letzten Treff unserer Spezies und ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich mich geirrt habe. Es war nicht leicht für mich, dass zu akzeptieren, aber deshalb wollte ich Sie kennenlernen um mich zu vergewissern."
"Und?"
"Ich habe herausgefunden das ihre Spezies es mehr als nur Wert ist in Freundschaft mit uns zu treten. Und Sie Seven, sind eine tolle Frau und wären eine gute Mutter."
Seven sieht verwundert auf.
"Wie haben Sie das Baby genannt?" fragt Smith.
Seven weicht seinen Blicken aus.
"Dara."
Jeff lächelt. Seit Jahren war dies das größte Geschenk, welches er bekommen hatte. Er beugt sich vor und gibt ihr einen Kuss auf die Wange. Dann dreht er sich um und geht.
"Sehen wir uns wieder?"
"Natürlich!" erwidert Jeff und verschwindet.
Seven bleibt zurück und starrt ihm hinterher. Tausend Emotionen und Gedanken schwirren in ihrem Kopf herum. Sie fühlt ein reinstes Chaos.
Sie setze sich auf die Treppen stufen und vergräbt ihr Gesicht in ihren Armen.
Hoffentlich sah sie ihn wieder.
The End
Wenn ihr an Serien Fan Fiction interessiert seid, schaut doch mal unter www.nanasfanpage.de nach. Die Seite bietet ein Fan Fiction Archiv mit
mehr als 150 Stories über Star Trek, Akte X, Pretender, Charmed und Stargate. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
-
-
Tach auch, oder wie Trude zu Hitwin kam
29.10.2002, 21:30 Uhr von
LillyMarlene
Hallo Yopianer, ich denke es wurde Zeit für ein Update und schreibe jetzt mal was über mich, viel...Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
***Geschrieben habe ich diesen Mehrteiler letztes Jahr im August, zu einer Zeit, der in mir Hitwin noch sehr viel bedeutet hat. Auch wenn es
nicht ganz hierher passt, möchte ich sie auch trotzdem zum Lesen geben, damit einfach sieht, welchen Elan man damals noch hatte. Über zahlreiche Kommentare würde sich Trude sehr freuen ;-)***
____________________________________________________
Tach auch, ich bin die Trude. Ich komm aus Castrop-Rauxel und bin 53 Jahre alt und Hausmütterken. Ich wohn mit dem Vadder in so'n Zechenhaus, dat der vor 23 Jahren gekauft hat und hab nen Jung, den Andreas. Der is ja jetzt in ne Lehre. Bei dem Kowalski. Da lernt der ja Tischler, damit der uns ja bald dat Dach ausbauen kann und mit seine Perle, der Susi da einzieht.
Ach ja, ich wollte ja erzählen, wie ich dat Hitwin entdeckt hab. Also dat war so. Der Andreas hat ja einen Computer und den hat der wohl vergessen auszumachen, als der heute morgen zur Maloche gegangen ist. Da ich ja immer dem seine olle Wäsche einsammeln tu und auch dat Zimmer putze, bin ich also heute morgen mit dem Lappen und Eimer in dat Zimmer rein und wollte ma so richtig den Computer saubermachen, weil da alles voll Nikotin ist. Der Andreas is ja Kettenraucher und da klebt der Nikotin nun ma überall. Also ich mit den Lappen erstma an dat kleine Ding, wat da auf dem Schreibtisch liegt und ist doch tatsächlich der Fernseher angegangen. Neugierig wie ich ja nunma bin, habe ich erstma geguckt, wat der da so macht.
Ich denk ma, dat der noch im Hinternet oder wie dat heißt war, weil da stand nämlich wat von Hitwin und wat man da alles machen kann. Ich Mütterken hab natürlich keine Ahnung von Hinternet und habe erstma den Vadder geholt, weil der doch ma so nen Kursus gemacht hat. Also ich ganz laut Vaaaaaaaaaadder gerufen und der kam auch sofort. Wat für den Vadder nicht selbstverstänlich ist. Ich sag, Vadder guck Dir ma an, wat der Andreas da so macht und sag mir ma, wie dat geht. Ich will dat nämlich auch machen.
Also hat der Vadder mir erklärt, dat dat kleine Ding auf dem Tisch ne Maus ist und dat ich die so ziehen kann und klicken kann. Der sacht doch zu mir, wenn die Hand mit dem Finger siehs, dann kannse klicken und dann kommste in ein neues Bild. Ich erstma meine Lesebrille geholt, damit ich auch die Hand sehen kann und dann habe ich geklickt.
Hab mir die ganze Seite von Hitwin angeguckt und wat man da alles so machen kann. Boah da kann man Bilder gucken von Tiere und Blumen. Tiere hab ich ja auch. Der Vadder züchtet nämlich Tauben und is im Taubenverein. Blumen habe ich, die wachsen bei mir so im Garten rum. Aber wie die jetzt in da Hinternet kommen, is mir bis jetzt ein Rätsel. Und dann kann man da noch wat schreiben, so wie ich jetzt hier. Boah da habe ich sogar ein neues Rezept für dat Mittagessen gefunden. Wat exotisches. Irgendwat aus'm Wok.
Quizzen kann man auch. Mal sehen, ob sich die 8 Jahre Schule jetzt bei mir mal bezahlt machen und ich auch wat weiß. Wetten mag ich ja nicht, dat macht der Andreas immer mit seine Kumpels vom Opel-Club. Dann haben die da noch wat, wo man die Leute wat von einem wissen wollen. Pollwin heißt da, glaub ich. Is ja alles ganz nett. Aber warum wollen die dat wissen?
Achja und meine Gelsenkirchener Barocksammlung kann ich in dat Hitwin verkaufen, wenn dat einer haben will.
Stockwin gibbet da auch noch. Dat interessiert mich nicht, bin ja noch gesund und brauche keinen Stock, obwohl ich bei dem Wetter ja doch immer Wasser inne Beine hab, aber einen Stock, ne brauche ich nicht.
Dann kann ich auch noch wat testen. Ma gucken, vielleicht dat neue Putzmittel, wat ich gestern bei Schlecker gekauft hab. Dat müßte doch gehen.
Tipwin weiß ich auch nicht, wat dat ist. Tipp ja nur die Loddozahlen und dat schon seit über 20 Jahren. Bis auf die 5 Richtigen war aber noch nie wat dabei.
Und dann is da noch so wat wo man Spiele machen kann. Ich spiel ja nur Canasta mit der Berta und der Irmgard. So ein modisches Schnickschnack tut mich ja nicht interessieren.
So Kindders, jetzt muß ich aber mal Schluß machen, der Vadder und der Andreas wollen gleich wat zu essen haben. Aber ich muß sagen, dat Hitwin ist schon eine dolle Sache. Da kriecht man sogar Miles. Jetzt frage ich mich nur, wat ich mit den ganzen Kilometern soll, muß ich die alle ablaufen?
So, dann gehe ich jetzt Mittag machen und dann putze ich dat Andreas sein Zimmer, damit der et immer schön sauber hat, dat Susi will ja heute hier wieder pennen.
Ich wünsche Euch dann noch wat.
Eure Trude
Teil 2 folgt
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-29 20:30:05 mit dem Titel Tach auch oder Trude bei den Zuckerschnecken
***Geschrieben habe ich diesen Mehrteiler letztes Jahr im August, zu einer Zeit, der in mir Hitwin noch sehr viel bedeutet hat. Auch wenn es
nicht ganz hierher passt, möchte ich sie auch trotzdem zum Lesen geben, damit einfach sieht, welchen Elan man damals noch hatte. Über zahlreiche Kommentare würde sich Trude sehr freuen ;-)***
Ach ja, Teil 1 ist auch hier veröffentlicht ;-)
____________________________________________________
Tach Kindders hier ist wieder die Trude. Heute ist dat ja eine furchbare Hitze draußen und weil mich dat Wasser in ne Beine so quälen tut, hab ich mich heute ma an den Computer von dem Andreas gesetzt und bin ein bißcken in dat Hinternet, ach nä dat heißt ja Internet, gegangen und dann direkt nach dat Hitwin.
Der Andreas tut mir ja helfen, weil bei die Hitze habe ich heute morgen gesagt, Junge Du gehs heute nicht auf die Maloche, die Mutti ruft gleich den Kowalski an und sacht, dat Du krank bis. Aber dafür muß mir abba da Hitwin noch ma anmachen. Und dat wo man die Bilder gucken kann. Denn heute möchte ich ma Bilder gucken. Der Andreas hat zwar erst gemeckert, aber seine Mutti tut der ja nich widersprechen.
Und dann sind wir nach Photowin gegangen und ich habe gesacht, Andreas mach mir ma die Bilder mit den netten Männer an, weil ich hab ja gesehen, dat man da auch Bilder von so lecker Kerlckes gucken kann. Boah und ich sach Euch, da warn schon lecker Zuckerschnecken dabei. Die hab ;n mich ja irgendwie an den Vadder erinnert, als der noch ein junger Bengel war. Dat war auch so ;n lecker Kerlcken, deswegen hab ich den ja auch geheiratet.
Und dann bin ich ja auf ne Idee gekommen. Ich sag Andreas ich will auch in dat Hitwin rein. Hol doch mal den Fotoappart und mach ma ein Foto von mir. Ich hab mir auch extra den schicken neuen Kittel angezogen, den ich mir gestern im Sommer-Schluß-Verkauf gekauft hab. Die Stützstrümpfe hab ich dann auch noch ausgezogen, weil wenn ich ja in dat Hitwin geh, will ich ja schick sein. Andreas hat mich nur angeguckt und hat dann doch gesagt, ne Mudder lass dat ma sein. Die bei Hitwin haben Niveau. Ich sach, Niveau, wat is dat denn? Und außerdem tut man seiner Mutti nich widersprechen, also Jung hol die Kamera ich will in dat Hitwin.
Und dann hat mich der Andreas fotografiert. Ich hab natürlich mein schönstes Lächeln aufgesetzt und jetzt ist der Jung ja den Film inne Stadt bringen zum Entwickeln. Vorher hat der mir dann noch erklärt, dat ich, wenn ich die Bilder von den lecker Kerlckes gucke und denn sage, ob ich dat Bild schön finde, da ja die Miles für bekomme. Ich sach, Andreas, Du weißt doch, dat ich Wasser in den Beinen habe und nicht so weit laufen kann. Irgendwie sah der Jung ja schon komisch aus, als der nur dat weiße inne Augen hatte und ganz komisch Mudder sachte. Dann er der mir erklärt, dat dat Geld ist, wat man dafür bekommt. Dat Miles keine Kilometer sind, sondern dat 2 Miles ein Pfennig ist oder so. Und dann sachte der noch, dat ich auch Miles kriech, wenn mein Bild dann in dat Hitwin ist, aber er meinte auch, dat dabei wohl nicht viele rumkommen wird, weil wenn man nämlich ein Flop für dat Bild kriecht, dann gibbet auch keines Miles. Naja so ganz begriffen hab ich dat noch nicht, aber dat wird schon. Hauptsache ich bin auch bald in dat Hitwin drin und von den Miles kauf ich mir dann die schicken Fellschuhe für den Winter, die ich gesehen habe, die waren nämlich ganz neu in dat Geschäft, wo ich gestern die Schluffen für den Vadder gekauft hab.
Tja, Kindders wat soll ich Euch noch sagen, mir gefällt dat Photowin und jetzt gucke ich mich jeden Tag neue Bilder von Zuckerschnecken an. Und wenn der Andreas ma wieder Zeit hat, erklärt er mich noch richtig dat Pollwin, weil Fragen habe ich ja viele, die Euch stellen möchte.
Also Kindders schönen Tach auch und denkt dran, bei der Hitze immer viel trinken und wenn Ihr auch Wasser in ne Beine habt, legt die immer fleißig hoch oder tragt wie ich Stützstrümpfe, weil ich muß ja jetzt dat Haus putzen und dann Mittag machen, weil ich kann mich ja nicht hinlegen.
Teil 3 folgt weiterlesen schließen
Informationen
Die Erfahrungsberichte in den einzelnen Kategorien stellen keine Meinungsäußerung der Yopi GmbH dar, sondern geben ausschließlich die Ansicht des jeweiligen Verfassers wieder. Beachten Sie weiter, dass bei Medikamenten außerdem gilt: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Bewerten / Kommentar schreiben