Pro:
Naja, ist ganz nett geschrieben...
Kontra:
Realitätsfremd, zieht sich teilweise...
Empfehlung:
Nein
Als ich beim Stöbern im Buchladen entdeckte, dass es einen Roman von HELEN FIELDING gibt, dass ich noch nicht kenne, musste ich es einfach haben. Denn die Bridget-Jones-Romane hatte ich mit dem allergrößten Vergnügen verschlungen. Und entsprechend freute ich mich schon aufs Schmökern in diesem Roman. Ich hatte eine leichte, unterhaltsame Kost erwartet.
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Klappentext
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Olivia Joules ist eine furchtlose, eigenwillige und äußerst attraktive Journalistin. Doch leider geht ihre Phantasie manchmal mit ihr durch. Bei ihrer neuesten Reportage meint sie, in einem geheimnisvollen Filmproduzenten einen weltweit gesuchten Terroristen zu erkennen. Ein Irrtum. Aber das hindert Olivia nicht daran, den Mann hartnäckig zu verfolgen - mit nichts ausgestattet als einer Hutnadel, ihrer messerscharfen Beobachtungsgabe und einem ganz besonderen BH ...
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DIE AUTORIN
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Die heute in London und Los Angeles lebende Helen Fielding wurde in Yorkshire geboren. Ihr Roman Schokolade zum Frühstück schaffte es 1997 auf die Bestsellerlisten, wurde weltweil über 4 Millionen Mal verkauft und wurde sogar verfilmt. Sie hat eine wöchentliche Kolumne im Independent und arbeitet als Autorin für verschiedene überregionale Zeitungen. Die Fortsetzung schaffte es immerhin noch unter die Top 5 der britischen Bestsellerliste
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LESEPROBE
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Und damit Ihr Euch Euren eigenen Eindruck vom Schreibstil Helen Fieldings verschaffen könnt, hier eine Leseprobe vom Anfang des Buches.
„Weißt du, was dein Problem ist, Olivia? Du denkst dir zu viele Sachen aus. Mit dir geht die Phantasie durch.“
„Stimmt ja gar nicht“, widersprach Olivia Joules gereizt.
Barry Wilkinson, Ressortleiter Außenpolitik der Sunday Times, lehnte sich in seinem Chefsessel zurück, versuchte dabei seine Wampe einzuziehen und schaute über seine Halbbrille auf das verstimmte kleine Wesen vor ihm. Aber dafür bist du ein heißer Feger, dachte er.
Er sagte jedoch: „Und was war mit der Geschichte über die Riesenheuschrecken, die angeblich halb Äthiopien aufgefressen haben? Ganze Wolken von nie gesehenen Kreaturen, die die Sonne verdunkeln und mit ihren entsetzlichen Mahlwerkzeugen ganze Landstriche verwüsten?“
„Das war im Sudan.“
Barry seufzte. „Hör mal, wir schicken dich um die halbe Welt, und du kommst mit zwei Grashüpfern zurück – in einem Plastikbeutel.“
„Aber es hat diese Heuschreckenplage wirklich gegeben. Sie war nur in den Tschad weitergezogen. Egal, dafür habe ich euch die Geschichte über die verhungernden Zootiere mitgebracht.“
„Olivia, das war ein einzelnes Warzenschwein, und das sah in meinen Augen noch putzmunter aus.“
„Na und? Dafür hätte ich euch das Interview mit den fundamentalistischen Frauen und dem Kreuzamputierten geliefert. Aber ich musste ja gleich zurück.“
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Meine Meinung
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Um es vorweg zu sagen: Nach dem Lesen dieses Romans jedoch, bedauerte ich, dass ich mir das Buch gekauft hatte... Voller Hoffnung, dass dieses Buch mit der Zeit vielleicht doch noch besser wird (manchmal muß man sich ja erstmal "reinlesen"), habe ich mich ganz durch gequält - aber zu meinem allergrößten Bedauern wurde es leider nicht besser.... für meine Begriffe eher noch schlimmer.... viel schlimmer!
Ist es eine Liebesgeschichte? Oder eine Agentengeschichte? Hmm, schwer zu sagen. Jedenfalls geht's in diesem Buch um Olivia Jones, eine überaus phantasievolle Journalisten, die für meinen Geschmack Realität und Phantasie etwas zu sehr durcheinander bringt. Dieser Meinung ist im Übrigen auch ihr Chef.
Olivia ist überzeugt, in einem Filmregisseur Osama-Bin-Laden zu erkennen... Natürlich hat dieser - so meint Olivia - mindestens eine Gesichts-OP hinter sich.... mir scheint das etwas an den Haaren herbei gezogen - aber vielleicht habe ich auch einfach nicht genügend Phantasie ;-).
Olivia Joules ist sehr furchtlos und mindestens genauso eigenwillig - und als sie glaubt Osama Bin Laden vor sich zu haben, kann nichts und niemand sie daran hindern diesen Mann zu verfolgen. Leider entwickelt sich hieraus kein atemberaubendes Abenteuer (zumindest hat es mir nicht den Atem geraubt ;-)).
Am Schluß des Buches (wer es lesen möchte, sollte die nächsten Zeilen jetzt bitte überspringen ;-))) rettet Olivia auch noch als neue Agentin des britischen Geheimdienstes die Oscar-Verleihung in Hollywood.
Ich persönlich fand das Buch weder witzig noch spannend... Es war mir zu konstruiert, zu realitätsfremd... kein Vergleich zu den anderen Fielding-Romanen. Und ich habe schon eine Weile nicht mehr so lang gebraucht um ein Buch fertig zu lesen.
Zwar waren die Kritiken (Die Times schrieb beispielsweise "Wenn Bridget Jones ein bestimmtes Lebensgefühl der 90er Jahre formte und zu dessen Synonym wurde, könnte Olivia Joules für das neue Jahrzehnt dasselbe tun.") überwiegend gut, aber mir hat’s dennoch nicht gefallen... Und darum mein Tipp: Wer es unbedingt lesen will, der sollte mal sehen, ob er es sich irgendwo leihen kann... weiterlesen schließen
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