Pro:
spannend, interessantes Ende
Kontra:
manchmal zu viel Geplänkel
Empfehlung:
Ja
Da ich für 2 Jahre im Buchclub war und man da zu bestimmten Zeiten etwas bestellen musste, bin ich auf das Buch “Flieh, wenn du kannst” von Joy Fielding gestoßen, denn es hat sich sehr interessant angehört.
***Vorab ein paar Infos***
Ich habe das Buch damals für 12,90 DM bekommen. ES hat 412 Seiten, für einen Roman also eine mittlere Länge und im Original ist das Buch unter dem Titel “Don’t cry now” erschienen.
Vom Umschlag des Buches ist der Verlag nicht sofort
zu erkennen, aber im Buchinneren steht, dass das Copyright der deutschen Auflage 1995 bei dem Wilhelm Goldmann Verlag GmbH liegt (Verlagsgruppe Bertelsmann GmbH).
***Zur Autorin***
Schon in jungen Jahren, nämlich mit 8, begann Joy Fielding zu schreiben. Ihre Geschichten wollte sie dann in einer Zeitung veröffentlichen lassen, was aber leider abgelehnt wurde.
Danach wechselte sie über in den schauspielerischen Bereich und spielte sogar in ein paar kleinen Werbespots mit. Schließlich nahm sie das Schreiben wieder auf und zählt heute zu den besten Autoren Amerikas. International bekannt wurde sie durch ihren Roman “Lauf, Jane, lauf!”
Weitere Werke sind z.B.:
Am seidenen Faden; Zähl nicht die Stunden; Schau dich nicht um; Lauf, Jane, lauf!
***Die Story***
Bonnie, eine Lehrerin, ist mit Rod verheiratet und hat zusammen mit ihm eine Tochter, Amanda. Eines Tages bekommt sie einen Anruf der Ex-Frau ihres Mannes, Joan Whealer. Joan muss unbedingt mit Bonnie reden, da sie eine wichtige Information für sie hat, sie will sie warnen, denn sie und Amanda seien in Gefahr.
Joan ist Immobilienmaklerin und bestellt Bonnie zu einer Hausbesichtigung. Als Bonnie jedoch an diesem Haus ankommt, findet sie Joan tot ind er Küche, sie wurde erschossen.
Wie üblich folgen darauf Befragungen der Polizei, doch das schlimmste wartet noch auf Bonnie und Rod, denn Rod muss seinen beiden Kindern (Sam und Lauren), die er zusammen mit seiner Ex-Frau hat, erklären, was mit ihrer Mutter geschehen ist. Verblüffenderweise reagieren beide unterschiedlich. Während Lauren sehr bestürzt ist, ist Sam ohne Anteilnahme. Da sie nun nicht allein in dem Haus bleiben können, werden sie von nun an bei ihrem Vater und seiner neuen Frau, Bonnie, leben. Dazu kommt noch Lil’ Abner, die Schlange von Sam.
Bei Recherchen im Haus Joans werden dann merkwürdigerweise Telefonnummern in ihrem Adressbuch gefunden von Personen, mit denen sie eigentlich nichts zu tun hat, wie z.B. die von Bonnies Bruder oder Sams Kunstlehrer etc.
Von nun an verfolgen Bonnie ängstliche Gedanken, wer ihr etwas anhaben könnte und was ihrer Tochter drohen könnte, als es dann zu folgenden Vorkommnissen kommt. An ihrem ersten Schultag nach dem Mord steht plötzlich eine vermummte Gestalt and er Schule, doch als Bonnie rausrennt ist diese wieder verschwunden. Kurz darauf wird ihre Tochter im kindergarten von einem Fremden mir Blut übergossen. Bonnie bekommt immer mehr und mehr Angst und beginnt durch diese Begebenheiten in jedem Menschen eine Gefahr zu sehen.
Um zu erfahren, wovor Joan sie warnen wollte, fährt Bonnie fast unwillkürlich zu Leuten, um Informationen über Joan und ihr Leben zu bekommen.
Die Beziehung zwischen Bonnie und ihren beiden Stiefkindern, die sich bis jetzt etwas schwierig gestaltete, bessert sich auch im Laufe der Zeit, sodass jetzt fast eine glückliche Familie aus ihnen wird, wäre da nicht Joans Angst vor allem und Jedem.
Eines Tages bekommt Lauren grippeähnliche Symptome, die sich nach einiger Zeit auch bei Bonnie zeigen. Lange Zeit geht es ihr nicht gut und es will sich auch nicht bessern, bis sie eines Tages doch endlich einen Arzt aufsucht und... (mehr wird nicht verraten) nur noch so viel. Daraufhin geschieht ein weiterer Mord und zwar an der besten Freundin Bonnies, Diana.
Doch wer hat diese Morde begangen und wer gefährdet das Leben von Bonnie und Amanda?
Das will ich natürlich nicht verraten. Jedoch muss ich noch sagen, dass mich das Ende total überrascht hat, denn man würde nie wirklich vermuten wer hier was vor hat oder getan hat.
***Meine Meinung***
Mit seinen 412 Seiten hat dieser Roman eine mittlere Länge. Diese Seiten ziehen sich aber durch keinen schweren Schreibstil in die Länge, denn das Buch ist fast in sehr simpler Sprache geschrieben, lässt sich daher sehr schnell lesen, wodurch das Lesen dieses Romans natürlich gleich noch mehr Spaß macht. An manchen Stellen fehlt meiner Meinung nach zwar etwas das Ausgeschmückte oder vielleicht auch ein klein wenig eine Vorgeschichte oder genaue Beschreibungen zu den Personen, durch das man sie sich besser vorstellen könnte, ist aber im Großen und Ganzen nicht sehr störend für diesen Roman.
Was mich allerdings wirklich etwas gestört hat, war, dass sich die wirklich interessanten Stellen der Handlung dieses Buches erst ca. in den letzten 150 Seiten zeigen. Zwar sind davor schon einige spannungsähnliche Momente, wie der Mord, der vermummte Mann an der Schule, die mit Blut übergossene Tochter etc., aber dazwischen kommt sehr oft Geplänkel, das leider nicht zum Spannungsaufbau beiträgt, sondern ihn eher etwas hemmt.
Aber ab dann kommt die Spannung wieder auf und man versucht auch jeder Zeit herauszubekommen, wer diese gefährliche Person ist. Ich habe auf einige Personen getippt, die es aber am Ende gar nicht waren, somit hat dieses Buch für mich ein verblüffendes aber auch ergreifendes Ende. Aber lest es besser selber einmal.
***Fazit***
Für Leute, die sehr auf ausgeschmückte Darstellungen stehen eventuell nicht geeignet. Von der Art der Story und vor allem aber auch vom verblüffenden Ende ein interessantes Buch, dass sich auch sehr schnell lesen lässt. weiterlesen schließen
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