Pro:
Klein und übersichtlich, nett aufgebaut
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Eigentlich gibt es schon Berichte über den Flughafen in Dublin, aber der letzte ist von vor 2 Jahren. Vielleicht hat sich seit dem ja etwas getan und so mache ich mich auch mal dran und schreibe so über meinen Eindruck.
Die meisten, die dort waren, werden sagen, er ist sehr klein, aber die Grösse macht es bestimmt nicht einfacher und ich finde, ein Flughafen ist ja eh nur zum Einsteigen und Aussteigen gedacht und nicht zum Shoppen oder den ganzen Tag sich aufhalten. Dann kann man bestimmt auch anderes ausserhalb des Flughafens machen, zumal das Zentrum von Dublin keine 30 Minuten mit dem Bus entfernt liegt.
Baile Atha Cliath ist der gällische Name von Dublin, was soviel wie ‘Ort an der Schilffurt’ bedeutet, also wo man einen Wasserlauf gut überqueren konnte und es viel Schilf gab. Der alte Name Dubhlinn (=schwarzer Sumpf) lässt auf eine Versandung der Furt schliessen. Dieses als kleiner Hintergrund für die beiden Namen, die auf dem Flughafen stehen, damit man zumindest nicht beim ersten, dem gällischen, denkt, man sei im verkehrten Flieger und lande nun ganz woanders.
Anreise:
Den Anflug finde ich schon sehr schön, denn man sieht auf das flache Land, im Hintergrund ziemlich niedrige Berge, die Stadt auf der linken Seite, Felder und unendliches Grün drumherum und beim immer niedriger werden blaues Wasser, Strand kilometerlang, vorgelagerte Landzungen und eine Halbinsel mit einem kleinen Yachthafen. Aus dem Flieger sieht auch der Flughafen klein und übersichtlich auf und ich denke an Neapel, der vielleicht schon fast grösser scheint.
Wir landen und ‘doggen’ kurz danach an. Beim herausgehen folgt man ganz leicht der Berschilderung oder den anderen zur Passkontrolle. In der übersichtlichen Gepäckabholung gibt es 11 Gepäckbänder, drei Airline Custumer Services und der Lost&Found für verlorenes Gepäck, ich laufe aber nur durch, denn ich habe ja nur meinen federleichten Rucksack und bin sofort durch den Zoll. Bein Rauskommen stehe ich in einem grossen länglichen Raum. Sitzgelegenheiten, Geschäfte, Bars, 7 Autovermietungen, ein Vodafone-Shop, Toiletten, Aufzüge, Bus und Zugverbindungen- und ticket-Schalter und dahinten fast in der Mitte der Dublin Airport Information-Schalter. Da kann ich vielleicht eine Unterkunft buchen. Und genau dort bekomme ich auch eine. Ich finde es nicht teuer, denn man bezahlt nur 4 Euro für die Vermittlung und 10% des Preises für die gebuchte Unterkunft. Dort bezahlt man dann die restlichen 90%. Ich bekomme einen ausgedruckten Zettel mit den nötigen Informationen, Adresse und auch die Busnummer und wo ich aussteigen muss. Was will man mehr?
Ich gehe noch einmal links zur Tourist Information und kaufe Bustickets, weil man hier auch mit einem grösseren Schein bezahlen kann. Nach rechts gehe ich dann nach draussen durch einen der 2 Ein-/Ausgänge und dort fahren die Busse nach Dublin, County etc. linkerhand ab. Nach Dublin fährt man ca. eine halbe Stunde bis ins Zentrum (No. 16 und viele andere), nach Swords (No. 41)ca. eine viertel Stunde. Taxen habe ich auch gesehen.
Abreise:
Manchmal zum Glück, manchmal leider, geht es ja auch wieder zurück oder nach hause. Ich hatte viel Zeit, mein Flug ging erst um 14.35 Uhr. Und um 12.30 Uhr war ich schon dort. Von Swords kommend mit dem Bus 41 bin ich eine Station zu früh ausgestiegen und einigen Parkmöglichkeiten vorbei zum Abflugsgebäude gegangen. Die Lanzeitparker haben 2 Zonen etwas weiter weg zu der N1, Autobahn hin. Direkt vor dem Gebäude hingegen sind die Kurzparker, also Bringer und Abholer. Es gibt auch 2 Hotels auf dem Gelände, die ich aber nicht weiter gesehen habe und ich dementsprechend nichts zu sagen kann.
Wieder 2 Eingänge für den Abflugbereich, der sich übrigens in dem einzigen Terminal im Obergeschoss befindet. In der Mitte sieht man gleich die Ein-check-Schalter und ich gucke gleich nach dem der Turkish Airlines, vielelicht kann ich es ja schon machen und habe so meinen vorderen Sitzplatz. Sitze nämlich nicht so gerne hinten. Es geht, ganz hinten links finde ich den Schalter. Ein netter junger Mann fragt mich, ob ich auch keine scharfen gegenstände in meinem Riesengepäck habe und ob es auch meines ist und nicht von wem anders. Ich gucke ihn etwas überrascht an und sage ‘nein’ zum einen’ und ‘ja’ zum anderen. Ich solle kein Buch mitnehmen. ‘Was?’ sage ich, achso, von einem anderen. Nee, kaufe ich selber! Alles geklärt und ich checke ein. Ist auch sofort gemacht, weil ja noch fast keiner da ist.
Es gibt hier draussen eine Apotheke, sehe ich, Fahrstühle, eine Bank, eine Toilette sehe ich hinter mir, aber sonst nichts besonderes, wie’s scheint. Also gehe ich in den Zollbereich durch die Durchleuchtungsmaschinen. Hier sieht es allerdings ganz anders aus. Viele Menschen und genauso viele Geschäfte. Aha, es schreit schon wieder nach Geldausgeben. Und dabei war ich so tapfer die Tage! Ich bummel hier also 1,5 Stunden herum und kaufe natürlich noch ein paar Souvenirs. Aber ich halte es in Grenzen! Es gibt hier auch Telephonmöglichkeit, die Anna Livia Business Lounge, in die ich als armes Mädchen natürlich nicht rein komme, ein Wechselbüro – brauchen wir ja in Europa nicht mehr. Zu meinen Pier C muss ich nach links gehen von der Durchleuchtung, zum B-Pier geht’s gerade aus und zum C-Pier nach rechts, aber da habe ich nur die Richtung gesehen.
An meinem Ausgang siztend warte ich auf den verspäteten Flug und lese fleissig in meinem gestern in Dublin erstandenen Buch. Dabei sehe ich der Beerdigung eines wichtigen Ex-Aussenministers von irland zu, auf einem riesigen Monitor übertragen. Später höre ich noch nachrichten und denke:’Auch hier zweisprachig, rechts der Sprecher mit englisch, links geschrieben auf gällisch. Ein Land mit 2 Sprachen. Die Bars, Telephone und Toiletten habe ich hier nicht mehr genutzt.
Zum Abflug geht es durch den üblichen Gang in den Flieger und ab aus einem Land, in das ich hoffentlich bald zurückkomme, aber für Jahre, nicht Tage.
Ich finde, dass er übersichtlich ist und ich persönlich ziehe so kleine Flughäfen einem Riesen wie Frankfurt eindeutig vor! Beim Warten habe ich so mal geguckt, wie oft ein Flieger landet: denke so alle 10 Minuten. Jedenfalls stehen sie nicht Schlange!
In den Geschäften findet man natürlich hauptsächlich irische Sachen, teilweise echt witzige. Um sich allerdings fast 2 Stunden dort aufzuhalten, wird es dann letztendlich doch langweilig. Man sollte sich dann schon in eine der Bars/Cafés setzten. Eigenartig fand ich: es gibt nirgends Briefmarken! Postkarten habe ich auch keine gesehen. Es soll einen Briefmarkenautomaten geben im Pier A. Da bin ich natürlich nicht hin.
Auf nach Dublin, auf nach Irland! weiterlesen schließen
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