Pro:
Langlebiges Produkt, einfache Verwendung und einfache Reinigung!
Kontra:
Teuer!
Empfehlung:
Ja
Liebe Leserinnen und Leser!
Auch wenn ich meine Kartoffelknödel meist mit Fertigpüree zubereite so kann ich es nicht lassen, zwischendurch auch mal Knödel tatsächlich selbst zuzubereiten. Dafür habe ich mir vor längerer Zeit die „GeFu Küchenboss Kartoffelpresse“ zugelegt – na ja eigentlich hab ich sie von Bekannten aus Deutschland geschenkt bekommen - da es sehr mühsam ist diese Erdäpfel per Hand zu zerdrücken. Auch gelingen die Kartoffel nicht so gut und man hat dann Bröckerln im Teig, die sich in Kartoffelknödel nicht sonderlich gut machen.
Das Aussehen beschreibe ich euch nicht aufs genaueste, da wohl fast jeder eine Kartoffelpresse kennt und außerdem ist oben ein Produktbild zu sehen. Aber soviel sei gesagt – die Presse besteht aus zwei Teilen die ineinander gefügt sind und durch einen Verbindungsstift zusammengehalten werden – dieser Stift fungiert wie ein Scharnier.
Der Einsatz
... ist ein ganz einfacher. Man nimmt ein oder zwei gekochte und geschälte Kartoffel – je nach Größe, Legt sie in den größeren Teil der Presse und drückt die beiden Metallteile fest zusammen. Die Löcher an dem quasi Außenteil sind relativ klein, sodass man mit ein wenig Druck richtig gepresste Kartoffelwürstel heraus kommen sieht. Da bleibt kein Körnchen ganz, alles ist sehr fein und der Teig kann wie gewohnt und unter Beigabe der üblichen Zutaten geknetet und zubereitet werden.
So eine Presse hatte meine Oma schon und aus dieser früheren Zeit weiß ich, dass wir hierzulande nicht nur die Kartoffel für Knödel pressen sondern wenn wir Schmalz auslassen werden die zerlassenen Speckwürfel ebenfalls mit der Kartoffelpresse bearbeitet. Bei uns nennt man das fertige Produkt dann Grammeln ich glaube in Deutschland nennt man sie Griefen. So weit ich mich erinnere ist das eher ein Restprodukt beim Schmalz auslassen jedoch weil man früher ja kaum Essbares wegwarf, wurden diese Grammeln weiter verwendet. Passen übrigens super zu Sauerkraut oder verwendbar bei Grammelknödel.
Die Reinigung
Nachdem ich meine Kartoffel gepresst habe spüle ich das Gerät sofort ab, Kartoffel beinhalten Stärke die sehr hartnäckig ist wenn man sie trocknen lässt. Zur weiteren Reinigung ziehe ich dann den Verbindungsstift seitlich heraus und nehme die beiden Teile auseinander. Obwohl die Kartoffelpresse relativ einfach zu reinigen ist – die Oberfläche ist sehr glatt und es bleibt wenig dran haften, muss man beachten dass die kleinen Löcher ebenfalls frei von Kartoffelresten sind. Wenn das mal eingetrocknet ist wird’s schwierig das Teil sauber zu bekommen. Ich ©Perserkatze lege die Presse nach dem abspülen gerne in den Geschirrspüler denn der schafft auch den kleinsten Schmutz aus der kleinsten Rille.
Da meine Kartoffelpresse aus rostfreiem und hochwertigem Edelstahl gefertigt ist habe ich bis zum heutigen Tag weder Rost entdecken können, noch ist irgendetwas abgeblättert oder abgeschürft. Lediglich der am Anfang so herrliche Glanz ist ein wenig matter geworden. Aber ich muss gestehen, dass ich die Presse nicht ganz so oft verwende.
Kleiner Tipp am Rande
Wer gerne Schmalz isst – ja ich weiß, ist nicht sehr gesund und schadet dem Magen, aber ein Schmalzbrot ist schon etwas Leckeres – der kauft beim Fleischer reines Schweinefett ohne Schwarte und schneidet dieses in etwa 1cm³ große Würfel. Diese werden dann in einem Topf so lange erhitzt bis sie in ihrem eigenen Fett schwimmen. Das dauert schon eine ganze Weile bis sämtliches Fett sich verflüssigt hat. Dann kommt die Kartoffelpresse zum Einsatz. Mit einem Schöpfer (Kelle) werden die Würfel aus dem Fett geholt und im GeFu Küchenboss leicht zerdrückt. Nicht zu viel Gewalt anwenden, denn wenn man die Griefen völlig ausdrückt sind sie hart und ungenießbar. Soviel zur Zubereitung von Grammeln.
Hier ist die Reinigung etwas einfacher, da sich flüssiges Fett ja nicht in den Löchern versteckt hält. Hier reicht es mit heißem Wasser und Spülmittel zu reinigen – für alle die keinen Geschirrspüler besitzen.
Am Ende
Da ich das Gerät ja geschenkt bekommen habe kann ich euch nicht genau sagen wo und um wie viel es gekauft wurde. Aber unter http://shop.sonnen-alm.de findet ihr das Produkt um € 33,90. Dies finde ich doch etwas überzogen, denn in einem Haushaltsartikelladen bekommt ihr ein Ähnliches sicher um weniger Geld. Dafür werde ich am Ende auch einen Stern abziehen. Zu diesem Preis hätte ich mir deine Kartoffelpresse wohl selber nicht gekauft – aber geschenkt ist geschenkt und da ist es mir natürlich völlig egal was es gekostet hat.
Auf jeden Fall kann ich das Produkt trotz überhöhtem Preis empfehlen, vor allen Dingen wenn man gerne selber Kartoffelknödel oder Griefen macht – und möchte man Grammelknödel kochen, so kann man sie gleich zweifach benutzen.
Auch wenn ich die GeFu Küchenboss Kartoffelpresse nicht so oft verwende möchte ich sie nicht missen!
Nun bedanke ich mich noch für eure Geduld, hoffe nichts vergessen oder übersehen zu haben und wünsche allen Lesern noch einen schönen abend. Lieben Gruß, eure pressende ©Perserkatze!
Wien, am 04. März 2006
PS.: Solltet ihr noch Fragen haben oder euch Informationen fehlen so steht euch dafür der Kommentarbereich oder mein Gästebuch zur Verfügung - lasst es mich wissen sollte etwas fehlen!
PPS.: Ich poste auch bei Ciao unter ©Perserkatze1 und bei DooYoo als ©AustroCat! weiterlesen schließen
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