Pro:
lässt sich prima reinigen
Kontra:
keine Temperaturregelung, der Preis ist heiß
Empfehlung:
Nein
Liebe Leser,
Der George Foreman Magerfett-Grill hat, wie ich beim Stöbern durch Eure Berichte gelesen habe, auch einige von euch dazu veranlasst darüber zu schreiben. Die Meinungen darüber sind durchweg gut, aber ich habe andere Erfahrungen damit gemacht. Ich hatte diesen Grill gleich zweimal bei mir zu Hause und mich konnte das alles nicht so überzeugen. Ich fange mal von vorne an:
---Objekt---
George Foreman Kontaktgrill 35 x 24 cm Grillfläche mit Brötchenvorwärmfach
Zubehör: 2 Spachtel und zwei Auffangschalen. 1280 Watt. Ca. 19 x 36 x 36 cm. aktueller Preis 117,50 Euro
Lieferbare Farben: blau, weiß, grün, orange und rot.
Lieferbare Größen:
38 x 26 cm Grillfläche 87,65 Euro zzgl. 4,95 Euro Versandkosten
21 x 21 cm Grillfläche 64.00 Euro zzgl. 4,95 Euro Versandkosten
19 x 16 cm Grillfläche 43,50 Euro zzgl. 4,95 Euro Versandkosten
Der Grill ist hinten etwas höher, sodass die Grillfläche sich nach vorne neigt, dass das Fett welches sich beim Grillen sammelt auf der so entstandenen Schräge in die dazugehörigen Auffangschalen abfließen kann. Tolle Idee!! Die Grillflächen sind antihaftbeschichtet.
Ein kleines orange leuchtendes Fenster erlischt, wenn der Grill warm ist.
---Bezugsquelle---
Verkaufssender
QVC Handel GmbH
Rheinstudios
Plockstrasse 30
40221 Düsseldorf
Tel: 0800/29 22 222
---Mein erster Versuch---
Ich habe mal auf QVC die Vorführung gesehen und das hat mich schon beeindruckt, wie das im Fernsehen so aussah. Damals Ende 2001 kostete der Grill (35 x 24 cm) 170,00 DM plus 4.95 DM Versandkosten im Tagesangebot (Normalpreis 198, 00 DM). Ich bestellte das Gerät. Man hat ja auch kein Risiko bei QVC. Bei Nichtgefallen schickt man die Ware einfach wieder zurück. Kostenlos selbstverständlich.
Nach ca. einer Woche klingelte der Postbote und ich packte meinen Grill voller Erwartung aus. Schön war er wie er da stand. Der blau Deckel und die silberne Umrandung. Macht schon was her fand ich. Ich kontrollierte die einzelnen Teile. War alles da. Abends probierte ich ihn dann aus. Ich reinigte zuerst die Grillflächen und steckte den Stecker ein. Das Kabel ist nicht sehr lang. Steht der Grill auf der Arbeitplatte in der Küche ist das kein Problem, stellt man ihn aber auf den Tisch wird ein Verlängerungskabel nötig sein. Die Aufwärmzeit beträgt ca. 10-12 min.
Ich stellte eine der beiden im Lieferumfang enthaltenen Fettauffangschälchen unter und bestückte meine neue Errungenschaft mit drei Bratwürstchen und zwei Käsegriller.
Dann wartete ich gespannt auf das Ergebnis. Im Fernsehen war immer alles was da so gegrillt wurde schön gebraten und es sah echt zum Anbeißen aus. Nach 15 min. hob ich den Deckel und schaute nach, also die brauchten wohl noch Zeit, denn von richtigem Gegrillten waren sie noch ein gutes Stück entfernt. Nach 20 min. hatten wir Hunger und beschlossen die Würstchen zu essen wie sie waren. Der Geschmack war wirklich gut, aber wie das Grillgut auf dem Feuer oder der Holzkohle war es nicht. Klar den rauchigen Geschmack kann ich von einem teflonbeschichteten Grill nicht erwarten das weiß ich auch, aber das die Bratwürstchen gut gebräunt, oder die Käsegriller etwas knusprig sind habe ich mir schon erhofft.
In dem Fettschälchen waren auch nur 3 Tropfen Fett. Lag wohl an den Würstchen.
---Reinigung---
Also, das Saubermachen des Gerätes geht so leicht und macht solchen Spaß, das glaubt man nicht.
Noch warm habe ich, wie im Fernsehen gesehen einen Küchenschwamm nass gemacht und ihn über der Grillfläche ausgedrückt das Schmutzwasser floss in die Auffangschälchen und ich rieb mit dem Schwamm noch mal über die Grillfläche und trocknete dann mit einem Papiertuch ab. Das aufgefangene Schmutzwasser kippte ich weg und spülte noch das Schälchen. Fertig. Den Spachtel brauchte ich nicht.
Der Familienrat beschloss aber dafür keine 170,00 DM auszugeben und so schickten wir ihn zurück.
---Mein zweiter Versuch---
April 2002 sah ich zufällig wieder die Sendung und es sah abermals verlockend aus. Ich dachte vielleicht haben wir dem Gerät keine Chance gegeben. Wir hätten noch was anderes damit grillen sollen. Vielleicht wäre das besser gegangen. Ich zögerte ein wenig und dann bestellte ich den Grill ein zweites Mal. Diesmal kostete er 106,00 (T)Euro.
Wieder 8 Tage später war er da. Diesmal probierten wir Putenschnitzel natur. Es dauerte wieder lange, bis man eindeutige Grillspuren (wie im Fernsehen zu sehen) erkennen konnte. Bevor die Schnitzel trocken waren, aßen wir sie mit schwachem Grillmuster. Der Geschmack war o.k.
In der Auffangschale waren wieder nur 3-4 Tropfen, was auch daran lag, dass die Putenschnitzel an sich sehr mager sind und wir keine Marinade hatten.
Das Reinigen war wieder ein Vergnügen. Ich könnte das Stunden lang machen. Ja ehrlich!
---Fazit---
Um es vorweg zu nehmen, der Grill ging wieder zurück.
Dass der Grill keinen Temperaturregler hat ist ein echter Schwachpunkt, denn der Temperaturfühler im Gerät geht aus, wenn er die vom Hersteller programmierte Temperatur erreicht hat und wieder an, wenn er die Wärme verliert. Da das Gerät die CE und GS Prüfzeichen hat ist er auf Sicherheit getestet um mögliche Gefahren auszuschließen. Deshalb wird er mir persönlich auch nicht heiß genug um richtig zu grillen. Mit einer Grillpfanne für ungefähr 25 € erziele ich bessere Ergebnisse, weil ich die Temperatur am Herd höher einstellen kann und evtl. Fett bleibt auch in der Pfanne zurück.
Dass bei mir kein Fett in der Auffangschale war lag natürlich am Grillgut. Im Fernsehen sammelten sich während so einer Präsentation ca. einen halber Liter Fett und Fleischsaft an. Also, mal ehrlich. Das Fett, dass bei denen abfloss war die Marinade in der sie das Grillgut eingelegt hatten. Und vielleicht hat das Fett sogar etwas damit zu tun, warum es im Fernsehen immer so lecker und gut gegrillt aussah, weil mit dem Fett wird’s ein bisschen heißer. (Ob Manipulationen an deren Grill, oder was auch immer dazu führen solch ein Ergebnis zu erzielen kann ich nicht behaupten)
Das Ding heißt auch Magerfettgrill und der gute George Formen hat es entwickelt um viel essen zu können ohne unnötiges Fett zu sich zu nehmen. Wer sich gesund und „fettfrei“ ernähren will, kauft der fettiges Fleisch? Oder legt er das Gargut vorher extra in fettige Marinade? Ich jedenfalls nicht. Und wenn ich an den Sommer denke und klassischen Schwenkbraten mit Marinade habe, dann läuft das Fett auch ab, ob ins Feuer oder in die Rillen der Grillpfanne sei jedem selbst überlassen.
---Ps---
Der Preis ist echt heiß und Heißes dehnt sich aus wie man in der Schule gelernt hat. Also, zuerst waren es 170.00 DM im Tagesangebot (Normalpreis 198,00 DM). 2002 dann 106,00 Euro dann 112,00 Euro und jetzt satte 117,00 Euro. zzgl. 4,95 Euro Versandkosten
Das waren meine Erfahrungen mit dem George Foreman Kontaktgrill. Ich hoffe ich konnte euch ein wenig damit helfen und bedanke mich schon mal für’s Lesen.
Ich grüße auch meine heißgeliebten „Nörgler“ und frage: War das jetzt ausführlich genug?
Liebe Grüße weiterlesen schließen
Bewerten / Kommentar schreiben