Pro:
Rundturm, Wasserfall, Seen
Kontra:
am Wochenende total überfüllt
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Leser!
Heute möchte ich euch mit meinem Bericht wieder eine neue Sehenswürdigkeit Irlands vorstellen. Es ist
»Glendalough«
Glendalough heißt auf Deutsch „Tal der zwei Seen“. Es ist ein Tal am unteren See in den irischen „Wicklow Mountains“ und liegt ca. 40 km südlich von Dublin entfernt. Diese Klostersiedlung ist weltbekannt und Irlands berühmteste Klosteranlage.
Anschrift:
Glendalough
Irland
Tel. +353(404)45325
http://www.glendalough.ie
Geschichte: Quelle: Wikipedia
„Der Heilige Kevin zog sich im 6. Jahrhundert hierhin zurück. Ähnlich dem Hl. Franziskus wurde auch er von Vögeln begleitet und wird daher in bildlichen Darstellungen oftmals mit einer Amsel gezeigt. Er wollte im Einklang mit der Natur und zurückgezogen leben, aber aus seiner Eremitage wurde rasch ein belebtes Zentrum und eine Schule der Iroschottischen Kirche. Kevin soll der Legende nach 618 im Alter von 120 Jahren gestorben sein. In alten Überlieferungen wird berichtet, dass bereits im 12. Jahrhundert mehr als 3.000 Menschen im Tal lebten und sieben Kirchen bestanden. Obwohl mehrmals Wikinger und englische Truppen das Kloster überfielen und 1398 Großteils zerstörten, konnte es sich noch bis zur Auflösung aller irischen Klöster im Jahr 1539 durch den englischen König Heinrich VIII. behaupten. Der Heilige Kevin zog sich im 6. Jahrhundert hierhin zurück. Ähnlich dem Hl. Franziskus wurde auch er von Vögeln begleitet und wird daher in bildlichen Darstellungen oftmals mit einer Amsel gezeigt. Er wollte im Einklang mit der Natur und zurückgezogen leben, aber aus seiner Eremitage wurde rasch ein belebtes Zentrum und eine Schule der Iroschottischen Kirche. Kevin soll der Legende nach 618 im Alter von 120 Jahren gestorben sein. In alten Überlieferungen wird berichtet, dass bereits im 12. Jahrhundert mehr als 3.000 Menschen im Tal lebten und sieben Kirchen bestanden. Obwohl mehrmals Wikinger und englische Truppen das Kloster überfielen und 1398 Großteils zerstörten, konnte es sich noch bis zur Auflösung aller irischen Klöster im Jahr 1539 durch den englischen König Heinrich VIII. behaupten. Jedes Jahr am 3. Juni wird der St. Kevin's Day begangen und es kommen Pilger aus allen Teilen der Insel ins Tal.“
Meine Erfahrungen:
Die Anlage besteht aus einigen Klosterruinen, einem Friedhof mit dem St. Krevin´s Cross, einem großen Areal aus zwei Seen, Wald, dem Poulanass Waterfall und dem berühmten Rundturm. Das erzählte uns vorab unser Reiseführer im Bus. Wir besuchten den bekannten Ort an einem Sonntag und gerade an diesem Tag war das Wetter herrlich, die Sonne schien und es war warm. Was heißt das in Irland? Für die Iren war ja am Sonntag auch arbeitsfrei und so strömten fast alle Menschen aus Dublin mit der ganzen Familie, Oma, Opa usw. zu dieser Klosteranlage. Dementsprechend war es bereits vor der Anlage auf der Straße voll, überall parkten Autos, wo sie gar nicht stehen durften und somit hatte unser Bus arge Probleme zur Klosteranlage zu gelangen. Die Straße die zur Anlage führte war links und rechts zugeparkt, so dass es ein wahres Kunststück war, überhaupt auf den Busparkplatz zu gelangen. Schließlich gelang es uns mit einigen Anläufen.
Eintritt muss man dort nicht bezahlen. Dementsprechend voll war es. Es war nicht wirklich ein Spaß. Überall auf den Rasenflächen lagen Menschen, spielten Kinder oder tobten Hunde rum. Riesige Familienschwärme bewegten sich in Richtung Klosteranlage. So auch wir. Die Klosteranlage liegt eingebunden in einen Park, dem Nationalpark, viele Sitzmöglichkeiten, ein kleines Bächlein mit Brücke am Anfang, viele blühende Blumen und mitten drin ein Maler, der wunderschöne Landschaftsbilder der Gegend malte. Es gibt dort 2 Seen, den oberen und den unteren See. Wir haben es nicht mehr zeitlich geschafft, einen Fußmarsch zum oberen See zu machen. Es muss traumhaft schön sein, am Wasserfall zu stehen, aber auch wenn wir es zeitlich geschafft hätten, bei der Besucheransammlung wäre der Zauber verloren gegangen. So haben wir nur einen kleinen Teil der Anlage besichtigen können. Eigentlich ist Glendalough eine Ansammlung von Klosterruinen mit einem eindrucksvollen Friedhof und dem 33 m hohen gut erhaltenen Rundturm. Es war richtig gruselig durch den Friedhof mit vielen meist schief stehenden Grabsteinen und hohen Kreuzen zu latschen. Ich fand das auch gar nicht wirklich schön, denn überall spielten Kinder herum, es wurde auf den Grabplatten herumgelaufen und in meinen Augen ist das Ruhestörung der Toten. Na ja, andere Länder, anderen Sitten. Gleich daneben der Rundturm und die größere Klosterruine. Der Rundturm hatte früher die Funktion eines Schutzturmes. Bei einem Angriff könnten sich die Mönche mit ihrem Hab und Gut in den Turm zurückziehen. Sie brauchten nur noch die Leiter bis zu dem in 5 m Höhe gelegenen Turmeingang hochzuziehen und waren so sicher vor ihren Feinden. Er wurde 1066 während der Wikingerinvasionen errichtet, um die religiösen Reliquien, Bücher und Kelche zu schützen.
Die sich daneben befindliche große Klosterruinen aus dem 9. Jahrhundert war eine Kathedrale. Diese war von ihrer Größe her, die größte Kirche zu dieser Zeit in Irland.
Weiterhin gibt es hier in der Anlage noch eine kleine Kirche. Diese ist immer noch super erhalten und gilt als ältestes Gebäude. Sie stammt aus dem 11. Jahrhundert, besitzt einen Kamin und einen aufgesetzten Glockenturm. Im Volksmund heißt dieses Gebäude „St. Kevin´s Kitchen“, also Kevins Küche.
Die Anlage war schon beeindruckend, aber es machte einfach keinen Spaß, bei solcher Menge Menschen und für irische Verhältnisse sehr warmem Wetter sich auf den Spuren der Geschichte zu begeben. Nicht mal richtig fotografieren konnte man, ohne dass irgendjemand vor die Linse sprang. Also wie bereits erwähnt, war halb Dublin dort, mit der ganzen Familie und auch mit Hund. Es machte irgendwie keinen Spaß und wir, mein Mann und ich, suchten uns ein schattiges Plätzchen, was kaum so leicht zu finden war und genossen ein Eis. Im angrenzenden Hotel gab es auch ein Café mit Terrasse, aber es war einfach alles überfüllt. Am Rande der Klosteranlage gab es sogar einige fahrbare Stände mit warmen und kalten kleinen Snacks, Eis usw. Dementsprechend sah es auch überall aus, Abfall u.ä. Da hatten wir Glück auf einem Mäuerchen fanden wir Platz. Von weitem hörten wir eine ältere Frau, die Dudelsack spielte. Ich war zwar ein wenig traurig, dass ich nicht mehr von dieser bekannten Klosteranlage sehen konnte, den Wasserfall und die Seen hätte ich in aller Ruhe und entspannend genossen. In Ufernähe des zweiten Sees befinden sich noch einige weitere Gebäudereste aus der Gründerzeit des Klosters, wie auch die Überreste einer Mine.
Aber zeitlich waren 2 Stunden einfach zu wenig für diese Klosteranlage. So haben wir nur einen Teil davon gesehen. Wir brauchten dann noch einmal eine Ewigkeit, um mit dem Bus wieder vom Parkplatz durch die zugestellte Zufahrtsstraße zu gelangen. Beeindruckend war es trotzdem dort, vor allem hat mich, der sehr gut erhaltene Rundturm zum Staunen gebracht. So alt und noch so gut erhalten.
Ja, ich habe Glendalough gesehen, aber es war nicht wirklich ein Erlebnis. Abgeschreckt durch die vielen Menschen hatte man nicht wirklich Lust sich auf Abenteuer zu begeben und die überfüllten Trampelpfade entlang zu gehen.
Fazit:
Ein Ort der irischen Geschichte ja, aber so beeindruckend fand ich diesen Ort nun auch wieder nicht. Vielleicht wirkt er romantischer, wenn keine Menschenmassen unterwegs sind, aber so waren wir dann froh wieder im Bus zu sitzen und weiter zu fahren, um mehr vom Land und seiner Geschichte zu erfahren. Es war ja auch nicht unsere einzige Klosteranlage, die wir besichtigten.
Unter normalen Bedingungen würde ich diesen Ort Glendlough weiter empfehlen, denn hier steckt ein Teil Irlands Geschichte drin. Es soll aber immer am Wochenende dort mit Menschen überfüllt sein sagte uns unser Reiseführer. Also solltet ihr einmal diesen Ort besichtigen wollen, dann nicht am Wochenende.
Trotzdem gebe ich eine Empfehlung für Glendalough. Ich vergebe aber hierfür nur 3 Sterne.
Ich hoffe, ich konnte weiter helfen, bedanke mich für das Interesse, für die Lesungen und natürlich auch für die Bewertungen und hinterlasse liebe Grüße aus Potsdam. weiterlesen schließen
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