Pro:
spannend bis zum Ende
Kontra:
naja, schon sehr sehr blutig
Empfehlung:
Ja
Inhalt: Am Genfer See wird Max Böhm tot in einem Storchennest gefunden. Herzinfarkt! Er hatte sich nach seiner Pensionierung ganz der Storchen – Ornithologie verschrieben, kannte jedes Nest und wartete jedes Frühjahr auf die Anrkunft der Störche aus dem afrikanischen Quartier. Als mit den Jahren immer mehr Störche ausbleiben bittet er Louis Antioche darum, der Reiseroute der Störche zu folgen und so vielleicht herauszufinden wo die Störche bleiben.
Ja und dann verstirbt er. Die Obduktion bringt eine Überraschung: Max Böhm hatte eine Herztransplantation hinter sich von der scheinbar niemand etwas wußte.
Antioche reist los. Bereits in Serbien kommt es zu mysteriösen und schrecklichen Zwischenfällen und diese setzen sich dann auch in Bulgarien, der Türkei und Israel fort. Immer an Orten an denen die Störche auf Ihrem Zug Rast machen wird versucht Antioche aus dem Weg zu räumen.
Schließlich landet er in Zentralafrika in der Gegend in der die Störche überwintern. Zu diesem Zeitpunkt weiß er aber bereits sehr viel über das Geheimnis der verschwundenen Störche.
Und in Zentralafrika lüftet sich dann auch das Geheimnis der Herzoperation von Max Böhm.
Fertig und Heimreise.
Doch nicht genug. Nach den grauenvollen Ereignissen dort im tiefsten Afrika setzt sich der Spuk zuhause in Paris fort und Antioche reist schon wieder los. Diesmal geht es um ein weiteres Geheimnis: seine eigene Herkunft, der Verbleib seiner Familie....und um da alles zu erfahren muß er nach Indien reisen, nach Kalkutta.
Wertung:
Ich bin ornithologisch interessiert, das war mein Beweggrund für die Lektüre dieses Buches. Es ist ja faszinierend, daß Störche dieselbe Route nehmen und auch dieselben Nester besetzen, Jahr um Jahr.
Aber das ist nur das Gerüst für diesen schauderhaften Krimi, den uns Jean- Christophe Grangé da serviert. Die Storchenroute ist mit Blut behaftet. Auf allen Stationen kommt es zu Anschlägen auf Louis Antioches Leben, muß dieser sich wehren und morden.
Und das inszeniert Grangé immer so barbarisch und gemein, daß der Leser geneigt ist zu sagen: genug! So furchtbar metzeln muß er doch nicht... ein Schuß würde genügen – wieso muß da gleich der Kopf explodieren?
Irgendwie zieht sich das Grauen, das Schlachten durch das Buch. Blutvergießen in Strömen.
Sicher kein Buch für schwache Nerven – aber es ist auch nicht so, daß sich dieses grauenvolle Geschehen festsetzt. Ich habe Abends gelesen bis mir die Augen zufielen, geträumt habe ich nie davon.
Zu unwahrscheinlich, zu krank sind die Phantasien. Daß es trotzdem zu einem Roman gelangt hat ist sicherlich ein Verdienst des Autors.
Aber: Literatur ist es nicht! Eher ein Groschenroman der sich mit wissenschaftlichen Details wichtig zu machen versucht und sich so einen edleren Anstrich gibt..
Fazit:
Ein Buch als Urlaubslektüre zu empfehlen, man liest es atemlos durch, legt es dann aber zur Seite und freut sich, daß der Albtraum vorbei ist. weiterlesen schließen
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