Pro:
alle Hits auf einem Album, toller Klang, endlich ein Lebenszeichen
Kontra:
Lediglich Ain’t it fun
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Community. Schon lange haben Guns N’Roses nicht mehr von sich hören lassen und es ist sehr still um sie geworden. Kein weiß, was mit ihnen ist. Werden sie von ihrer Pause jemals wieder zurückkehren oder sind sie in der Zwischenzeit schon längst getrennt? Es gibt viel Platz um Spekulationen. Vor allen jetzt, wo es mit dem Greatest Hits Album, welches die Tage erschienen ist, ein Lebenszeichen der bekannten Band gibt. Ist es nun nur ein Versuch, die alten Fans wieder aufzuwecken, bevor ein neues Album erscheint, oder wird hier nur versucht, mit ein paar alten Hits etwas Geld zu machen? Ich habe mir die CD jedenfalls zu einem Preis von 13,99 € gekauft, und möchte euch nun von ihr berichten.
.:: Cover ::.
Die CD befindet sich in einem Papp-Cover, welches in einem edlen grau ist. Auf der Vorderseite ist das bekannte Guns N’Roses Logo abgebildet, was ihr auch oben auf dem Bild sehen könnt. Es ist ein silberner Ring mit dem Namen der Band, der von zwei Revolvern, die von zwei Rosen geziert sind, überdeckt wird. Über diesem Logo ist der Titel des Albums, Greatest Hits, zu lesen.
Auf der Rückseite ist ein Bild der Band in Grautönen zu sehen, worunter die einzelnen Titel aufgelistet sind.
Klappt man das Papp-Cover auf, so kommt die CD zum Vorschein, welche in einer durchsichtigen Halterung steckt. Unter ihr ist ein Farbbild der Band zu sehen. Ein Booklett gibt es zu der Cd leider nicht. Das Cover lässt sich zwar noch ein weiteres Mal aufklappen, doch dahinter versteckt sich nochmals die Titelliste, diesmal auch mit der dazugehörigen Zeitangabe. Außerdem sind alle Cover der Album zu sehen, auf denen die Hits ursprünglich zu hören waren.
Insgesamt sind auf dem Album 14 Titel, die eine Gesamtlaufzeit von 79:16 Minuten hat.
Ich finde die CD-Hülle sehr gelungen und sie sieht sehr edel aus. Auch wenn sie aus Pappe ist und somit leider auch etwas anfälliger, so gefällt sie mir ausgezeichnet.
.:: Titel ::.
1. Welcome to the Jungle ( 4:31 Min. )
2. Sweet Child O’Mine ( 5:55 Min. )
3. Patience ( 5:55 Min. )
4. Paradise City ( 6:46 Min. )
5. Knockin’ on Heaven’s Door ( 5:36 Min. )
6. Civil War ( 7:41 Min. )
7. You could be Mine ( 5:44 Min. )
8. Don’t Cry ( 4:44 Min. )
9. November Rain ( 8:57 Min. )
10. Live and let Die ( 3:02 Min. )
11. Yesterdays ( 3:15 Min. )
12. Ain’t it fun ( 5:07 Min. )
13. Since I don’t have you ( 4:19 Min. )
14. Sympathy for the Devil ( 7:35 Min. )
.:: Einzeltitel ::.
Welcome to the Jungle
Mit fetzigen und schnellen Klängen auf Gitarre, natürlich von Slash, und dem Schlagzeug geht es hier gleich richtig zur Sache. Axl Rose beginnt mit seiner unverkennbaren schrillen und rauen Stimme wenig später mit dem Gesang. Das Zusammenspiel zwischen Instrumenten und dem Gesang ist sehr gut. Mir gefällt es sehr, das man beim Gitarrensolo immer wieder ein vereinzeltes Aufstöhnen oder leichtes Schreien von Axl zu hören bekommt. Beim großen Gitarrensolo ist er dann aber still und man kann sich hier so richtig auf die rockigen Klänge konzentrieren. Ein genialer Einstieg in dieses Album.
Note 2
Sweet Child O’Mine
Auch dieser Titel beginnt mit Gitarrenrhythmen, die aber im Gegensatz zum vorherigen Titel deutlich sanfter sind. Sie geben dem Lied etwas anmutiges, wie ich finde. Als dann der Gesang einsetzt, bin ich überrascht. Axl Rose ist mit einer für seine Verhältnisse sehr sanften Stimme zu hören. Sie klingt nicht gequält und ist auch ganz und gar nicht schrill. Man könnte schon fast sagen, dass es sich bei dem Titel um eine Ballade handelt. Ledigleich beim Refrain geht er etwas mehr aus sich heraus und wird lauter. Aber die anschließende ruhige Gitarre sorgt dafür, dass man wieder zur vorherigen Stimmung zurückfindet.
Note 1-
Patience
Eine weitere ruhige Nummer steht an. Zu der Akustik Gitarre, die langsam vor sich hinspielt, pfeift Axl Rose eine Melodie. Dieses Zusammenspiel hört sich bezaubernd an und sorgt für eine leichte Gänsehaut. Selbst mit dem Gesang, der diesmal langsam und gedämpft vorgetragen wird, bringt diese Stimmung nicht durcheinander. Ich denke auch mal, dass der Titel Patience recht passend ist. Denn hier wird die gesamte band sicherlich sehr viel Geduld gehabt haben. Mir gefällt es auf jeden Fall sehr gut.
Note 1
Paradise City
Ein echter Klassiker und für mich ist diese Lied Guns N’Roses! Die Gitarre klingt noch sanft, wird dann von einem kräftigen Schlagzeug unterstützt. Axl Roxe beginnt dann mit seiner schrillen Stimme, was aber alles noch recht ruhig und gesittet klingt. Dann folgt erst einmal ein langes instrumentales Solo aus Gitarre und Schlagzeug. Doch dann ertönt plötzlich ein Pfiff auf einer Pfeife und die ganze Stimmung dreht sich. Gitarre und Schlagzeug werden lauter, fordernder und schneller. Ein super fetziger Beat, der von einem fordernden Axl Rose mit seinem herrlichen Gesang unterstützt wird. Am besten gefallen mir hier aber immer noch die instrumentalen Passagen, die selbst mich mit dem Kopf mitwackeln lassen. Einfach genial!
Note 1+
Knockin’ on Heaven’s Door
Diese alte Nummer von Bob Dylan wurde von Guns N’Roses nahezu perfekt gecovert. Schlagzeug und Gitarre spielen eine angenehmen Sound im Hintergrund, während Axl Rose mit einer sehr gequälten und schrägen Stimme seinen Gesang zum Besten gibt. Im zweiten Teil des Liedes ändert sich seine Stimmlage aber drastisch und es ist ein satter Sound zu hören, der mir absolut gut gefällt. Sehr schön finde ich hier wieder einmal das Ende, welches von einem starken Gitarrensolo eingeleitet wird. Anschließend singt Axl abwechselnd mit einem Chor „Knockin’ on Heaven’s Door“. Einfach spitze!
Note 1
Civil War
Eine einfühlsame Gitarre, dazu wieder einige gepfiffene Klänge, dass ist hier der Einstieg. Es ist auch eine Art kurze Ansprache zu hören, die aber dann unter den verschwindet. Der Gesang ist anfangs leise und man könnte meinen, dass es so die gesamte zeit über weitergeht. Doch dann von einem auf den anderen Moment, kippt die Stimmung! Plötzlich sind laute Gitarren- und Schlagzeugklänge zu hören, die von einer lauten Stimme begleitet werden. Wow, jört sich das gut an. Aber was ich noch viel besser finde ist, dass anschließend wieder kurzfristig zur ursprünglichen Situation zurückgekehrt wird. So kann man sich wieder ein wenig erholen, bevor es dann doch wieder lauter wird. Ein toller Wechsel.
Note 2+
You could be Mine
Dieser Titel ist von Beginn an sehr temporeich und laut, was durch wilde Schlagzeug- und Gitarrenklänge unterstrichen wird. Diese Einleitung dauert gut 70 Sekunden, bevor der Gesang einsetzt. Auch dieser ist laut und passt sich somit den instrumentalen Vorgaben perfekt an. Auch hier darf selbstverständlich ein Gitarrensolo von Slash nicht fehlen, was diesmal allerdings etwas zu kurz kommt. So hat Axl Rose auch deutlich mehr Zeit, sich völlig zu verausgaben, was er meiner Meinung auch schafft.
You could be mine war damals der Titelsong zu Terminator 2, mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle. Ich finde, dass der Song bestens zu dem Film passt. Der Titel gehört für mich mit zu den Lieblingshits von Guns N’Roses, da ich mich bei dem Lied am bestens abreagieren kann.
Note 1
Don’t Cry
Nach so viel Power ist es an der Zeit, wieder ein beruhigendes Lied zu spielen. Was würde sich da besser eignen, als Don’t Cry? Als Instrumente sind diesmal eine Akustik-Gitarre und ein Schlagzeug zu vernehmen. Doch diese sind sehr sanft und spielen schon fast langweilige Klänge. Doch so schlimm ist es nun auch wieder nicht. Der Gesang ist ebenfalls ruhig und ist daher auch sehr verständlich. So ungefähr in der Mitte des Liedes kommt eines der berühmten Gitarrensolo von Slash, was sehr fetzig ist und somit eine Wendung bringt. Doch diese ist mit dem Ende des Solos wieder vorbei und es wird zur ursprünglichen Ausgangslange zurückgekehrt. Genial finde ich das Ende, wo Axl das Don’t Cry auf bis zu 27 Sekunden lang zieht. Einfach unglaublich!
Note 1-
November Rain
Was ist denn das? Ich höre ein Klavier und Streichinstrumente! Das kommt doch etwas unerwartet, ist aber ein einzigartiger Einstieg in eine der wohl schönsten Balladen der vergangenen Jahre. Ja ihr habt richtig gelesen, eine Ballade! Das schöne an dem Lied ist, dass es wirklich die gesamte zeit über so schön ruhig bleibt und somit eine Stimmung zaubert, die zum Träumen einlädt. Selbst das diesmal sehr ausgiebige Gitarrensolo ist sanft und lädt zum Dahinschmelzen ein. Zum Ende hin gibt es dann allerdings doch noch eine kleine Wendung, die inständiger ist. Doch das ändert sich daran, dass hier ein geniales Lied abgeliefert wurde, was fast 9 Minuten dauert! Zum Ende hin ist ein Regenschauer zu hören, der wahre November Rain eben!
Note 1+
Live and let Die
Auch hier haben sich Guns N’Roses ein altes Lied gecovert, diesmal Live and let Die von Paul McCartney. Hört es sich zu Begin noch sehr ruhig an, so ist es dann doch ein paar Sekunden später mit der Ruhe vorbei. Ein sehr fetziges Gemisch aus E-Gitarre und Schlagzeug führen einem in dem Lied weiter. Doch zum Refrain hin wird wieder zu einer ruhigen und dann schon fast besinnlichen Stimmung zurückgekehrt. Aber eben nur zum Refrain, denn anschließend ist es mit der Erholung auch schon wieder vorbei.
Note 2
Yesterdays
Der Anfang hört sich seltsam an, schon fast ein wenig poppig. Aber wieso nicht, schließlich haben Guns N’Roses schon das eine oder andere Mal auf dem Album überrascht. So ist neben dem Schlagzeug, was diesmal eher still bleibt, noch ein Klavier zu hören. Das macht sich alles in allem sehr gut und passt auch sehr gut zum Gesang von Axl Rose. Eine nette Nummer, die sich auch gut als Musik für den Hintergrund eignet.
Note 2
Ain’t it fun
Nach einem schier unendlich vorkommenden Gitarrensolo, setzt der Gesang ein. Er ist mal lauter, mal leiser. Doch im großen und ganzen, kann ich dem Lied nicht viel abgewinnen. Es ist meiner Meinung nach nur als Mitläufer auf dem Album, welcher zu den bisherigen Stücken in keiner Weise passt. Ain’t it fun ist deutlich schwächer und kommt daher nicht im geringsten an die bisherigen Stücke heran.
Note 3
Since I don’t have you
Der Einstieg mit der genialklingenden E-Gitarre hört sich vielversprechend an. Dazu kommt dann kurze Zeit später noch ein Klavier, was dem ganzen eine ganz eigene Stimmung gibt. Der Gesang von Axl Rose ist sehr klar und deutlich gesungen und daher bestens verständlich. Das Lied hat irgendetwas eigenes an sich, was mir sehr gut gefällt. Ich weiß zwar nicht genau was es ist, aber es hört sich einfach super an.
Note 1-
Sympathy for the Devil
Zum Schluss noch ein Lied, welches im Original von den Rolling Stones ist. Bongos und eine Gitarre sind im Hintergrund zu vernehmen, während ein recht ruhiger und sanfter Gesang an den Tag gelegt wird. Doch bei dem Gesang handelt es sich eher um Sprechgesang, der sich aber trotz alle dem sehr gut anhört. Ich finde, dass man hier die Rolling Stones heraushören kann, auch wenn sie natürlich nicht mitsingen. Aber ihre Eindrücke sind in dem Lied doch ganz klar drin. Aber trotzdem wurde hier ein perfekter Abschluss abgeliefert, der das gesamte Album sehr gut abrundet.
Note 1
.:: Fazit ::.
Ich bin von dem Greatest Hits Album von Guns N’Roses begeistert. Die Auswahl der Lieder ist absolut gelungen und mit gefällt bis auf Ain’t it fun jedes einzelne sehr gut. Der Klang ist dabei sehr gut und wird absolut perfekt wiedergegeben. Selbst bei weit aufgedrehter Anlage ist kein verzerren zu hören, was ich sehr positiv finde. Positiv ist mir auch aufgefallen, dass die CD über keinerlei Kopierschutz verfügt und somit problemlos in jedem CD-/DVD-Laufwerk und in Auto-CD-Player wiedergegeben wird.
Trotzdem würde ich mir wünschen, dass es bald wieder ein komplett neues Album von Guns N’Roses gibt. Vielleicht sind die Greatest Hits wirklich nur ein Anfang. Ich kann dieses Album nur wärmstens empfehlen, sicherlich auch für nicht Fans. Die Musik ist einfach spitze! Daher ist meine Bewertung mit 5 Sternen auch absolut gerechtfertigt.
Ich danke für eure Aufmerksamkeit.
Ciao T_Goose weiterlesen schließen
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