Pro:
sehr guter Geschmack, für eine Halbbitterschokolade recht mild
Kontra:
der Preis
Empfehlung:
Ja
Der Zufall wollte es, dass ich letztes Jahr meine Vorgesetzte bei einer Besprechung vertreten musste, bei der auch Mitarbeiter der Firma „Bremer Chocoladenfabrik“ anwesend waren, die unter anderem die Marken „Hachez“ und „Feodora“ vertreibt. Und wie es das Glück so wollte gab es dann auch pro Firma eine kleine Mustertüte, in der unter anderem auch diese leckere Schokolade „Hachez Cocoa De Maracaibo“ enthalten war, über die ich euch heute berichten möchte.
Gliederung
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1. Die Firma Hachez
2. Allgemeines über Schokolade
3. Diese Schokolade
a. Verpackung
b. Zutaten
c. Geschmack
d. Preis
4. Meine Meinung
5. Fazit
6. Quellen
1. Die Firma Hachez
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Gegründet wurde das Unternehmen Hachez im Jahr 1890 von dem belgischen Chocolatier Joseph Emile Hachez. Schon von Anbeginn wurden für die Zubereitung der feinen Schokoladen und Pralinen nur hochwertige Edelkakaobohnen aus Venezuela und Ecuador verwendet, die auch heute noch zu den besten Anbaugebieten für Edel-Kakaobohnen der Welt gehören.
Nach der Ernte werden diese per Hand geernteten Kakaobohnen sofort mit Bananenblättern für die Fermentierung abgedeckt und erhalten dabei ihre wichtigen Aromastoffe und verleihen der späteren Schokolade ihren einmaligen Geschmack.
„Chocolade aus Leidenschaft“ ist der Sinnspruch der Unternehmensphilosophie, die ich hier gerne aus dem Heftchen, das wir mitbekommen haben, einmal zitieren möchte:
„Um Chocoladen und Pralinés herzustellen, die dem Namen Hachez gerecht werden, bedarf es mehr, als einfach nur erlesene Zutaten in ansprechende Form zu pressen. Was die Hachez Creationen so besonders macht, ist das Streben nach Vollkommenheit in Form und Geschmack.
Eine äußerst lebendige Leidenschaft, die in den Herzen aller Mitarbeiter pulsiert und die dafür sorgt, dass die Hachez Originalrezepturen die Grundlagen für hanseatische Chocoladengenüsse der feinsten Art bilden.
Diese Liebe zur Chocolade ist der Garant für gleich bleibende Qualität in allen Herstellungsphasen. Geprägt vom gemeinsamen Willen, cacaobetonte Verführungen zu kreieren, die wählerischen Zungen höchste Befriedigung verschaffen.
Hachez ist also Handwerk und Kunst in einem.
Hachez ist gleichzeitig die verführerische Verbindung von Tradition und Moderne. Und das ist kein Widerspruch, sondern die treibende Kraft des Unternehmens.“
Heute wird die Firma Hachez von Hasso G. Nauck und Wolf Kropp-Büttner geführt und hat ihren Sitz in Bremen.
Die Anschrift lautet:
Bremer Chocolade-Fabrik Hachez GmbH & Co.KG
28199 Bremen
Im Internet findet man die Firma unter: www.hachez.de
2. Allgemeines über Schokolade
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Bevor Kolumbus seine berühmten Fahrten nach „Indien“ unternahm, war der Kakao in Europa völlig unbekannt, denn die Heimat der Pflanze ist in Mittelamerika zu suchen.
Im Jahr 1502 stieß Kolumbus das erste Mal auf die Mayas und damit auch das erste Mal auf die Kakaobohne, deren Bedeutung ihm aber noch verschlossen blieb. Erst seine Nachfolger sollten diese Bohne und die Art der Verwendung, wie sie bei den Mayas üblich war, an den spanischen Hof bringen, die dieses Geheimnis bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts hüteten. Danach verbreitete sich das Getränk in ganz Europa und hat ca. 1640 Deutschland erreicht. Allerdings war die Ursprungsform der Mayas den Europäern etwas zu kräftig, so dass sie den Kakao mit Rohrzucker versüßten.
Vor ca. 200 Jahren wurde dann die feste Schokolade erfunden, war aber erst den oberen Schichten wegen ihres Preises vorbehalten. Erst um 1800, als mit der maschinellen Fertigung begonnen wurde, so dass dem Siegeszug der Schokolade in all ihren Variationen nichts mehr im Weg stand.
Was die Namensgebung der Schokolade betrifft, kenne ich mittlerweile mehrere Varianten:
In der Ausbildung hatte ich gelernt, dass sich der Name des Getränks von einem alten Indianer-König namens „Quezacoatl“ ableitet. Beim Surfen (bzw. googeln) habe ich aber auch die Information gefunden, dass er bei den Azteken eine Götterfigur gewesen sein soll, unter anderem für die Landwirtschaft (fitforfinalfantasy.de/lexikon/q_quezacoatl.html).
Bei wikepedia.de heißt es, dass der Name von den Mayas stammt, wo das kräftige Getränk „xocoatel“ hieß.
Auf einer anderen Seite, theobroma-cacao.de (wo ich auch die geschichtlichen Informationen herhabe), ist zu lesen, dass der Name aus der Sprache der Olmeken stammt, die schon um 1000 v. Chr. Kakao getrunken haben und bei ihnen „kakawa“ hieß.
Ähnlich wie beim Joghurt mit den verschiedenen Fettstufen, gibt es auch bei der Schokolade namentliche Unterschiede:
- Milchschokolade: Kakaoanteil unter 30%, dafür ein höherer Anteil an Milch und Zucker.
- Vollmilchschokolade: mindestens 30% Kakaoanteil mit dem höchsten Anteil an Milchfett
- Zart- oder Halbbitterschokolade: es muss mindestens 50% Kakao enthalten sein, der Geschmack wird dadurch natürlich bitterer
- Bitterschokolade: so darf sich eine Schokolade erst nennen, wenn sie einen Kakaoanteil von mindestens 60% hat
Hochwertige Schokoladen werden heutzutage bis zu 72 conchiert (Conchieren: ununterbrochenes Aneinanderverreiben und Bewegen der Schokoladenmasse), die günstigeren meistens nur 8 – 12 Stunden.
Findet man nach dem Öffnen einer Schokoladenverpackung die Schokolade von einem feinen weißen Belag überzogen, ist das kein Zeichen dafür, dass die Schokolade schlecht ist, sondern eher ein Zeichen, dass entweder bei der Verarbeitung etwas nicht in Ordnung war oder aber, was öfter der Fall sein wird, dass die Schokolade zu warm gelagert wurde, was gerade in den Sommermonaten durchaus vorkommen kann, da Schokolade die Wärme nicht so gut verträgt. Dann bahnt sich das Kakaofett seinen Weg an die Oberfläche und überzieht die Schokolade mit eben jenem weißen Belag, den die meisten wohl schon einmal zu Gesicht bekommen haben. Trotzdem kann man die Schokolade dann immer noch essen, da es ja ein natürlicher Bestandteil der Schokolade an sich ist. Weiße Schokolade besteht zum größten Teil aus diesem Kakaofett.
Trotzdem sollte ein Blick auf das MHD in dem Fall nicht unterbleiben. Nicht das man eine Schokolade erwischt hat, die doch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat.
Handelsübliche Schokolade hat normalerweise eine Haltbarkeit von ca. einem Jahr nach der Herstellung.
Neueste Forschungen haben ergeben, dass der Verzehr gerade von Bitterschokolade dafür sorgen kann, dass das Risiko von Herzerkrankungen gemindert werden kann, weil in der Schokolade bzw. im Kakao ein Stoffe enthalten ist, der die Blutgefäße erweitert und so für eine bessere Durchblutung sorgt. Allerdings ist dafür eine größere Menge notwendig und wenn man dann den Kaloriengehalt von durchschnittlich 500 Kalorien pro 100g Schokolade dagegen rechnet, ist diese Erkenntnis wohl eher zwiespältig zu sehen.
3. Diese Schokolade
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a.) Die Verpackung
Hier bei Yopi gibt es ja glücklicherweise ein Produktfoto, so dass ich mir die Beschreibung der Vorderseite sparen kann.
Auf der Rückseite befinden sich dann noch Informationen wie die Zutaten, der Preis, das MHD, der Hinweis, die Schokolade bitte kühl zu lagern und ein kleiner Hinweis der Firma Hachez: „Das Geheimnis dieser milden Chocolade liegt in den verwendeten Cacaos, die seit Jahrhunderten nur an wenigen Plätzen zu finden sind. Die Edel-Cacaos aus Venezuela werden für Cacao de Maracaibo nach den hohen Qualitätsansprüchen von Joseph Emile Hachez chargenweise geröstet und besonders schonend verarbeitet. So entsteht eine Komposition, die ihren hohen Cacaogehalt mit dem Charakter feiner Vollmilchchocolade zu einer außergewöhnlichen Chocolade-Creation verbindet.“
b.) Die Zutaten
Hachez begnügt sich nicht damit, die Angaben in Deutsch zu machen, sie werden zudem noch in Englisch, Französisch, Italienisch und ich meine in Dänisch gemacht:
Kakaobutter, Zucker, Kakaomasse, Vollmilchpulver, Kakaopulver, Butterreinfett, Emulgator Lecithine, Bourbon-Vanille, Kakao-Gehalt mindestens 55,5 %. Kann Spuren von Nüssen enthalten.
Meine Schokolade ist bis zum 15.12.2006 haltbar.
c. Der Geschmack
Nachdem ich nun die Verpackung samt der dünnen Silberfolie geöffnet habe, strömt mir ein eher süßlicher Duft entgegen, der mehr auf eine Vollmilch- als auf eine Halbbitterschokolade schließen lässt. Der Halbbittergeruch ist nur vergleichsweise dezent bemerkbar und das, obwohl es sich per Definition um eine Halbbitterschokolade handelt.
Aber Hachez hat mich ja mit seinem kleinen Hinweis auf so etwas vorbereitet.
Vor mir liegt jetzt also eine Tafel Schokolade in der „klassischen“ Form mit sechs Reihen zu vier Stücken. Auf jedem Einzelstück ist noch der Firmenname eingedruckt.
Sie lässt sich sehr gut mit einem leichten „Knack“ und ohne Krümeln zerbrechen und schon dabei bemerkt man ihre Zartheit.
Diese macht sich dann auch sogleich beim ersten Geschmackstest. Denn anders als bei so mancher Zartherb-Schokolade anderer Hersteller „überfällt“ einen nicht gleich der bittere Geschmack, sonder zunächst steht der mildere Geschmack einer Vollmilch-Schokolade im Vordergrund. Erst nach einiger Zeit macht sich dann auch das Bittere im Mund bemerkbar. Aber auch hier wieder nicht so kräftig und aufdringlich. Die beiden Geschmäcker „mild“ und „bitter“ verschmelzen zu einer hervorragenden Mischung, so dass man gerne reinbeißt und das Stück zerkaut.
Der Schmelz der Schokolade ist zart und zergeht sehr gut im Mund. Auch an der Festigkeit habe ich nichts auszusetzen. Man kann die Stücke sehr gut kauen/beißen und muss keine Angst um seine Zähne haben – jedenfalls nicht in diesem Zusammenhang.
d. Der Preis
Tja, kommen wir zum Knackpunkt der ganzen Geschichte, denn soviel Qualität hat natürlich auch seinen Preis.
Und so kostet eine 100g-Tafel Hachez Cacao De Maracaibo auch glatte 1,75€ und liegt damit auf jeden Fall im oberen Preissegment.
Der Preis ist auf der Rückseite aufgedruckt, so dass ich einmal davon ausgehe, dass sie überall gleich kosten wird.
Aber ehrlich gesagt ist sie auch jeden Cent wert.
4. Meine Meinung
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Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, bin ich von dieser Schokolade voll auf begeistert, zumindest was den Geschmack betrifft.
Ich habe schon viele Schokoladen gegessen, vor allem solche aus dem Segment „halbbitter“ bzw. „bitter“ und möchte behaupten, dass dieses die beste Schokolade aus diesem Segment ist. Ich esse zwar auch gerne Schokolade mit einem noch höheren Kakaoanteil als 55,5%, aber eher seltener und dann meistens auch nicht gleich die ganze Tafel. (Diese hier hat auch das Schreiben des Berichtes nicht überlebt.)
Diese Schokolade überzeugt mich vor allem durch ihre Zartheit, die sehr abgewogene Mischung des Geschmacks mit einer milden und einer bitteren Note.
Qualitativ kann ich also absolut nichts bemängeln.
Leider hat diese Spitzenqualität natürlich so ihren Preis, wie es bei den meisten Premiumfirmen nun einmal der Fall ist und daher werde ich mir diese Schokolade nur zu besonderen Gelegenheiten einmal selber kaufen. Dafür dann aber auch diese, denn sie schlägt in meinen Augen vergleichbare Produkte anderer mir bekannter Markenfirmen (auch die aus Aachen) um Längen.
5. Fazit
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Ich kann diese Schokolade jedem nur sehr ans Herz legen, da sie mich voll überzeugt hat. Natürlich nicht für den Alltag, denn dafür ist der Preis doch zu hoch, aber zu besonderen Gelegenheiten. Auch als Geschenk für einen besonderen Menschen ist sie in meinen Augen geeignet, so er denn Schokolade mit einem bitteren Geschmack mag.
Natürlich vergebe ich auch die vollen 5 Sterne.
Bei "Anhalten der Frische nach dem Öffnen" hab ich kurz angegeben, weil die Schokolade bei mir so schnell weg ist, dass ich alles andere nicht beurteilen kann. Und Suchtfaktor "mittel", weil sie bei dem Preis halt nicht so oft auf den Tisch kommt. Ansonsten wäre wohl "hoch" die richtige Auswahl.
6. Quellen
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Bücher: Gut eingekauft (meine Ausbildungslektüre für die Warenkunde), „Schokolade und Pralinen“ (Nestlé Chocoladen GmbH), „Aus Liebe zur Chocolade“ (Hachez)
Internet: theobroma-cacao.de und wikepedia.de
Ich veröffentliche meine Bericht auch bei Ciao und Dooyoo unter dem Namen MK-Man weiterlesen schließen
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