Pro:
Atmosphäre, tolle Story, viele Erweiterungen, innovative Waffen
Kontra:
veraltete Grafik (durch Blue Shift) verbesserbar, keine Ahnung
Empfehlung:
Ja
Im wohl bekanntesten Ego-Shooter Half-Life müssen sie versuchen aus Black Mesa zu fliehen. Mit Hilfe von Wissenschaftlern und einem großen Waffenarsenal müsste es ihnen eigentlich gelingen aus der Alien-verseuchten Station zu fliehen. Da die Regierung den Vorfall in Black Mesa vertuschen will stellen sich ihnen eine Menge Regierungssoldaten in den Weg (in der deutschen Version sind es hässliche Roboter). Am Ende des Spiels kommen sie nach Xen, dem Heimatplaneten der Aliens, um das Geheimnis ihrer Anreise zu ergründen.
Zur Story:
Sie sind Gordan Freeman, ein ganz normaler Forscher der Black Mesa Forschungsstation in der Wüste Nevadas. Zu Anfang des Spiels fahren sie mit einer Schienenbahn durch riesige Canyons und lange Tunnels zu ihrem Arbeitsplatz, dem Lambda Komplex. Nach ein paar Gesprächen mit ihren Kollegen sind diese bereit, sie am geplanten großen Forschungsprojekt teilnehmen zu lassen. Mit einem Schutzanzug begeben sie sich in den Experimentraum. Sie starten das Experiment und etwas läuft (ihrendwegen) schief.
Riesige Massen von Aliens werden auf einmal in den Black Mesa Komplex gebeamt. Als sie den Experimentraum verlassen finden sie viele tote und einige lebendige vor. Dann finden sie ihre erste Waffe, eine Brechstange. Mit der geht’s durch einige Fahrstühle, oder was davon übrig ist. Mit der Brechstange können sie sich die ersten kleinen Aliens vom Leib halten. Bald darauf treffen sie auf einen der Sicherheitsmänner, der nach seinem Ableben seine Pistole für sie hinterlässt. Mit der können sie sich schon größere Aliens vom Leib halten.
Nach einiger Zeit kommen sie mit etwas größerem Waffenarsenal an die Oberfläche. Da die Regierung kein Interesse hat das Informationen des Vorfalls an die Öffentlichkeit gelangen, landen überall in Black Mesa riesige Massen von Soldaten. In der deutschen Version sind es klobige und hässliche Roboter. Diese bereiten ihnen ab sofort eine Menge Ärger. Wenn sie Glück haben bekämpfen sich auch Aliens und Soldaten, sodass sie nicht viel zu tun haben.
Es geht über und unter der Erde weiter. Sie treffen auf zwei riesige Zwischengegner, die nur durch Spezialbehandlung erledigt werden können. Immer wieder müssen sie durch nuklear verseuchtes Wasser schwimmen und mit der Black Mesa Schienenbahn größere Entfernungen zurücklegen. An einigen Stellen werden sie auch von Hubschraubern verfolgt, welche mit dem Raketenwerfer leicht beseitigt werden können. Gegen Mitte des Spiels halten sie sich fast nur noch im Lambda-Komplex auf. Dort treffen sie einige Wissenschaftler, welche sie zum Heimatplaneten der Aliens, Xen, teleportieren wollen.
Dort angekommen müssen sie sich erst einmal an die geringere Schwerkraft gewöhnen. Massenhaft Aliens warten hier darauf sie zu töten. Nach dem sie sich bis ein eine Alien-Fabrik durchgekämpft haben, wartet auch schon der Endgegner auf sie. Nach dessen Eliminierung bekommen sie ein unmoralisches Angebot gemacht.
Zum Spiel:
Während des Spiels passieren immer ein paar lustige Dinge. Zum Beispiel wird ein Forscher mit dem sie gerade noch gesprochen haben in einen dunklen Gang oder Lüftungsschacht gezogen und seine Überreste kommen wie aus dem Mixer vor ihren Füßen wieder zum Vorschein. An einer anderen Stelle werden sie von Soldaten geschnappt, all ihrer Waffen beraubt und in eine Müllpresse gesteckt.
Im Spielbegegnet ihnen ständig ein Mann mit Anzug und Aktenkoffer, welchen sie nie ansprechen können, da sie immer eine Tür oder mehrere hundert Meter Entfernung trennen. Manchmal kann es auch passieren, dass sie gerade einen Aufzugschacht hinaufklettern und an ihnen ein Aufzug mit Forscher hinunterrast. An einer Stelle kriechen sie gerade durch einen Lüftungsschacht, als jemand von der anderen Seite eine Granate hineinschmeißt. Jetzt nur einen kühlen Kopf bewahren.
Während des Spiels finden sie jede Menge nützliche und skurrile Waffen. Außerdem gekommen sie es mit schweren Artillerie-Panzern zu tun. Die Gegner agieren geschickt und gehen immer in Deckung. Des öfteren müssen sie logische Rätsel lösen. Meist sind dies Schalterrätsel oder komplexe Hüpfpassagen. Besonders das Besiegen der Zwischengegner erfordert besonders viel Hirnschmalz, da sie diese ohne Cheats nicht mit normalen Waffen besiegen können.
Während des ganzen Spiels begegnen ihnen die skurrilsten Monster:
Facehugger:
Kleine Biester, die wie Frösche durch die Gegend sprigen und ihnen nur geringfügig Schaden zufügen.
Die beste Waffe um die kleinen Biester zu besiegen ist die Brechstange oder die normale Pistole. Am Anfang begegnen sie diesen Aliens am öftesten.
Zombies:
Dies sind Forscher, welche von Facehuggern befallen wurden und mit ihren Klauen um sich schlagen. Die beste Waffe gegen diese Gegner ist die Brechstange.
Firewalker:
Dieses Monster schießt mit Energiestrahlen, welchen sie leicht ausweichen können. Nach kurzer Zeit müssen die Aliens sich wieder mit Energie aufladen. Der ideale Moment um mit Schrotflinte oder MG anzugreifen.
Elektrohund:
Gelb-blaues hundegroßes und hundeartiges Wesen. Wenn es bellt schickt es gleich darauf Energiewellen los, welche ihnen nichts antun können, wenn sie springen. Dann mit der Brechstange zuschlagen, wenn die Hunde sich aufladen.
Bullchicken:
Dieser Zeitgenosse Schlägt sie mit seiner Schnauze einige Meter weit zurück und spuckt mit Säure nach ihnen. Wenn sie sich in Entfernung halten greift das Biest nicht an. Mit der MG oder der Schrotflinte können sie die Biester aus größerer Entfernung erledigen.
Icky:
Ein Riesenfisch der sich gerne in verseuchten Gewässern aufhält und unter Wasser kaum zu besiegen ist. Von der Oberfläche aus sollten sie ihn mit der MG oder der Armbrust ausschalten.
Alien Grunt:
Alien Soldaten, welche eine wärmegelenkte Geschosse abfeuernde Waffe bei sich tragen. Hier hilft die MG am besten. Aus großer Entfernung können sie auch Granaten schmeißen. Beim schießen sollten sie möglichst seinen Schüssen ausweichen.
Armeesoldat (Roboter):
Er trägt entweder eine MG oder Schrotflinte mit sich. Zusätzlich trägt er eine Granate bei sich.
Sie sollten immer in Bewegung bleiben und mit der MG, der Schrotflinte, der Armbrust oder dem Revolver angreifen. Auf jeden Fall sollten sie nicht zu lange in Deckung gehen, da sonst eine Granate in ihr Versteck fliegt. Manchmal müssen sie nicht angreifen, da plötzlich auftauchende Aliens die Sache für sie erledigen.
Hubschrauber:
Mit MG und Raketenwerfer ausgestattet sind die schnellen und wendigen Hubschrauber nur mit dem Raketenwerfer oder der Energiekanone zu besiegen. Da er, wenn er sie nicht sieht auf Patroullie fliegt sollten sie dann schießen, wenn er ihnen den Rücken zukehrt.
Panzer:
Er sieht zwar schwer gepanzert aus, kann aber leicht geknackt werden. Entweder sie versuchen wie er mit Raketen zu schießen und auszuweichen, oder sie rennen schnell auf ihn zu und springen auf den Panzer drauf. Dann schlagen sie mit der Brechstange auf den Ausstiegsdeckel und nach einigen Hieben ist der Panzer schrottreif. Panzer mit Maschinengewehr sind natürlich auch so zu besiegen.
Ninjas:
Diese schnellen und wendigen Gegner begegnen ihnen meist in dunklen Lagerhallen. Nur durch ihre Lauf- und Springgeräusche sind sie auszumachen. Eine MG ist hier sehr nützlich. Unfairerweise benutzen die Ninjas im Dunkeln ein Nachtsichtgerät.
Barnacle:
Diese kleinen Fleischpakete hängen an der Decke und lassen einen klebrigen Faden herunterhängen. Wenn sie daran kommen, bleiben sie hängen und werden hochgezogen. Meist begegnen sie diesen Aliens in dunklen Gängen. Von unten aus lassen sie sich mit der MG ausschalten. Wenn sie hochgezogen werden, warten sie, bis sie fast im Maul des Viehs angekommen sind und schlagen mit der Brechstange zu.
Tentakel:
Denen begegnen sie in Black Mesa, sowie auf Xen. Diese blinden, sehr langen Monster scheinen nur einen Hals mit Kopf zu besitzen und kleben am Boden fest. Da sie blind sind hören diese Giraffenhälse sehr gut. Wenn sie an ihnen vorbei wollen, müssen sie schleichen. Falls sie bemerkt werden und in Reichweite sind, haben sie so gut wie verloren. Nur einmal können sie diese Biester per Rückstoßflamme eines Shuttletriebwerks zerbrutzeln.
Flammenmonster:
Dieses Riesenungetüm ist selbst mit zig Schuss mit dem Raketenwerfer nicht zu erledigen. Nur per gewaltigem Stromschlag räumen sie es aus dem Weg. Dabei müssen sie immer ausweichen, da seine Flammen sehr weitreichend sind.
Big Momma:
Eine riesige Alienmutter mit vier Beinen und einer Öffnung an der Unterseite des Bauchs. Dieses kopflose Vieh spuckt aus seinem Bauch winzigkleine Exemplare seiner selbst, welche vom Verhalten und Aussehen sehr an Facehugger erinnern. Mit der MG, dem Raketenwerfer und anderen starken Waffen können sie es besiegen.
Dies sind die Waffen und die (Feuer)modi (primär, sekundär) mit denen sie den Gegnern zu Leibe rücken:
-Brechstange: Schlagen
-Pistole: Normaler, Schnellfeuermodus (sie zielen schlechter)
-Revolver: Schießen
-MG: Schnellfeuer, Gewehrgranate (nur für stehende Gegner)
-Schrotflinte: Normaler und Doppelschuss
-Armbrust: Explosionspfeile, bei Zoom mit einem Schuss tödlich
-Alienwaffe: Wärmegelenkt, Schnellfeuermodus (nicht wärmegelenkt)
-Strahlenwaffe: länger draufhalten und der Gegner stirbt
-Energiekanone: Schnellfeuer (sie zielen schlechter), Aufladen (mehr Schaden)
Diese Waffe bekommen sie zweimal. Die erste Variante explodiert bei zu langem Aufladen.
-Raketenwerfer: Normaler Modus, Zielhilfe + wärmegelenkt
-Minialien: Werfen und es hüpft durch die Gegend und kann auch sie als auch Gegner verletzen.
-Granate: Werfen
-Haftmine: Wenn die Waffe an die Wand platziert wurde kommt ein Laserstrahl aus der Öffnung. Die Mine explodiert wenn jemand durch den Laserstrahl läuft.
-Mine mit Fernzünder: wird gelegt und explodiert auf Knopfdruck, mehrere Minen gleichzeitig legen und explodieren lassen
Da sie auch verletzt werden können und es sehr schwere Sprungpassagen im Spiel gibt, gibt’s ein paar Hilfsmittel:
Medikit: Sie bekommen +15 Lebensenergie.
Panzerung: Sie bekommen +15 Panzerung
Taschenlampe: Leuchtet auf Knopfdruck und muss nach einiger Zeit aufgeladen werden.
Zur Grafik:
Von 384 mal 288 bis hin zu 1600 mal 1200 ist jede Auflösung vorhanden. Die Grafik ist sehr veraltet, kann aber durch das zweite Add-On Blue Shift verbessert werden. Die Levels sind sehr eckig und klotzig aufgebaut.
Das Nachladen der Waffe ist gut animiert. Die Gegner bewegen sich etwas abgehackt.
Zum Sound:
Der Sound ist auch heute noch spitze und die deutsche Version wurde gut synchronisiert. Die Hintergrundmusik fehlt zwar, aber das fällt beim Spielen sowieso nicht schwer auf.
Zur Steuerung:
Ego-Shooter-typisch wird mit der Maus geschossen, sich umgesehen, und gesprungen. Per Tastatur wählen sie die Waffe und sprechen verbündete an. Die Steuerung an sich ist sehr flüssig und es gibt keine Mängel.
Zum Multiplayer:
Es gibt etliche Modifikationen. Auch der reine Half-Life-Multiplayer bietet heute noch Spaß. Sie können gegen bis zu 31 Bots oder menschliche Gegenspieler antreten. Es gibteine Vielzahlvon Multiplayer-Levels, die sich per Level-Editor vergrößern lässt.
Hardwareanforderungen:
Minimum: CPU mit 133 Mhz, 16 MB Arbeitsspeicher und eine 4MB Grafikkarte.
Empfohlen: CPU mit 266 Mhz, 32MB Arbeitsspeicherund eine 8 MB Grafikkarte.
Optimal: CPU mit 450 Mhz, 64 MB Arbeitsspeicher und eine 16 MB Grafikkarte.
Läuft auch unter Windows 95.
Sonstiges:
Es gibt wie gesagt mehr als ein Duzend Modifikationen. Counterstrike und Team Fortress Classic sind die berühmtesten. Doch Firearms oder Action-Half-Life sind ebenfalls sehenswert.
Fazit:
Dank Grafik-Update, zwei Add-On und jeder Menge Modifikationen ist es ein Muss Half-Life zu spielen. Wer’s nicht hat sollte es sich kaufen.
LETSTHOMMES weiterlesen schließen
Bewerten / Kommentar schreiben