Pro:
hübsche, farbige, kleine Verpackung
Kontra:
Geschmack, Preis, Aussehen
Empfehlung:
Nein
Halloren Kugeln – hier die Geschmacksrichtung Stracciatella-Creme – hatten meine Neugier geweckt, denn bisher hörte ich nur Gutes von diesen Kugeln und dass sie total lecker schmecken sollen.
Nach dem Mittagessen habe ich diese Packung als Nachtisch spendiert! Ich war ja relativ neugierig wie diese Kugeln nun schmecken, hatte ich mir doch was absolut Leckeres darunter vorgestellt.
* Verpackung *
Packung öffnen! Leichter gesagt als getan. Es gibt kein „hier öffnen“ oder ein erkennbares Aufreißsystem am Pappschächtelchen. Also mit Kraft an der schmalen Seite gerissen, die obere Papplasche war auf, die kleineren links und rechts waren noch im Weg. Abgerissen, sonst hätte ich das Kunststoffförmchen nicht herausbekommen. Zuerst habe ich das weiße, mehrlagige, gewellte Schutzpapier, das auf den Kugeln liegt, herausgezogen und dann erst dieses gelbbraune, vorgeformte Kunststoffförmchen, das 12 Kuhlen und Trennbarrieren rundherum hat (ähnlich wie bei Negerküssen nur viel, viel kleiner).
* äußeres Aussehen der Kugeln *
(In Gedanken hatte ich immer das Aussehen und die Größe von Mozartkugeln.)
Ah, endlich konnte ich die Kugeln sehen! Kugeln?
Also die sehen nicht wie ordentliche Kugeln aus. Meine Kugeln (müssen irgendwo gelitten haben) hatten alle eine flache Kuppel, also nicht kugelrund, sondern als hätte was Schweres oben drauf gelegen. Jede Kugel war aber von Haus aus nicht rund, sondern hatte einen kleinen Schokoschnippel an sich bzw. es fehlte der Schokoladenüberzug und die Füllung lukte heraus! Das ist wohl eindeutig der Herstellung zuzuschreiben! Und wenn, dann passt das Wort Kügelchen viel besser, denn sie sind ca. so groß wie ein Giotto.
Im Nachhinein habe ich mir gedacht, das ist ja auch logisch, denn die kleine Pappschachtel lässt je gar keine großen Kugeln zu!
* Geschmack*
Mit Spannung und viel Erwartung die erste Kugel in den Mund gesteckt.
Mein erster Geschmackseindruck war: Marzipan! Pfui, das mag ich nicht.
Daraufhin sofort auf der Verpackung die Zutaten gelesen, aber da wird Marzipan nicht aufgeführt! Mein Sohn mag Marzipan sehr gerne, also gewartet bis er die erste Kugel im Mund hatte! Bingo! Auch er sagt, dass es nach Marzipan schmeckt!
Die Kugeln schmecken nicht nach Stracciatella-Creme, die Füllung schmeckt auch nicht nach Creme, dafür ist sie zu fest. Die äußere Schokoladenhülle der Kugeln schmeckt auch nicht nach leckerer Schokolade! Viel mehr nach billiger (alter) Schokolade! Dabei heißt es auf der Verpackung Kugeln in zarter Schokolade, also da muss ich heftig widersprechen.
Dank Internetpräsenz von Deutschlands ältester Schokoladenfabrik habe ich dort folgende Beschreibung zu meinen Kugel gefunden:
„Stracciatella Creme - Halloren Kugeln mit einer feinen Füllung aus von kleinen Schokoladenstückchen durchsetzter Creme. Italienisches Lebensgefühl zwischen Ober- und Unterkiefer - Mhh.. das ist Dolce Vita auf hallorisch.“
Nein, nein, nein! Das stimmt alles nicht!
* inneres Aussehen der Kugeln*
Also eine zweite Kugel zwischen die Fingerspitzen genommen und abgebissen.
Jetzt konnte ich die Füllung betrachten und mit dem Bild auf der Verpackung vergleichen! Sorry, das wird nichts! In echt sieht die Füllung ganz anders aus, von Stracciatella würde ich da nicht reden, eher ein Gemisch aus hell und dunkel. Eine weiße oder helle Creme, in welcher Schokosplitter(-chen) enthalten sein sollen, ist es definitiv nicht – nur auf dem Verpackungsbild. Das einzig gut erkennbare ist die haudünne Schokoschicht drumherum.
So und das war´s dann für mich, mehr Kugeln gebe ich mir nicht mehr, die schmecken echt scheußlich. Aber da wir zu viert waren, wurde meine 3. Kugel – sofern wir ehrlich geteilt hätten – zum Glück anderweitig genascht.
*Gewicht*
Jetzt war meine Enttäuschung schon enorm, da kam ich auf die Idee, die noch verbliebenen Kügelchen zu wiegen. Es sollten 125 g sein, geteilt durch 12 = 10,417. Na gut, das passt wieder, meine gewogenen Kugeln brachten alle 10 g auf die Waage.
*Zutaten*
Zucker, Schokolade 20% (Kakaomasse, Zucker, Kakaobutter, Emulgator: Lecithin), Vollmilchpulver, Schokoladenstreusel (6,9%), glukosesirup, Wasser, Butter, Säuerungsmittel: Zitronensäure, Aroma, Invertase.
Schokoladenüberzug Kakaobestandteile mind. 60%
*Hersteller*
Halloren Schokoladenfabrik GmbH, 06007 Halle/Saale
www.halloren.de
*Inhalt und Preis*
125 Gramm = 12 Kugeln für 0,89 Euro (Sept. 2003)
*Haltbarkeit*
Im September 2003 gekauft, die Verpackung gibt an Mai 2004.
Kühl und trocken lagern
*Aussehen der äußeren Verpackung*
9,5 x 14 x 2,5 cm große/kleine Pappschachtel.
Die Vorderseite ist farblich schön gestaltet:
ein weißer Hintergrund mit kleinen blassen hellblauen Männern (das Männchen ist Bestandteil des Hallorenlogo) und kleinen braunen Fleckchen mit diagonal und goldfarben verlaufendem Satz „Aus Deutschlands ältester Schokoladenfabrik“. Dieser Satz – in Schreibschrift – steht auch gold in blauem Rechteck am unteren Rand.
In der Mitte wird ein ganze Kugel und davor ein angeschnittene Kugel gezeigt. Die angeschnittene Kugel zeigt die Füllung und einige Schokoraspeln liegen drum herum. Hinter den beiden Kugeln ist ein blau umrandetes oranges Feld, in dem Original Halloren Kugeln steht.
Die Rückseite zählt die Zutaten in 5 Sprachen auf. Dann wieder die gleiche Abbildung der beiden Kugeln wie auf der Vorderseite, darunter die Einladung, das Schokoladenmuseum zu besuchen und einen Blick auf die gläserne Produktion zu werfen.
8 weitere Geschmacksrichtungen werden aufgeführt mit der Bitte, diese doch einmal zu probieren. Abschließend Hersteller, Anschrift, Inhaltsangabe.
*Fazit*
Ich kaufe Halloren Kugeln nie wieder!
Der Geschmack ist fürchterlich.
Für diesen Preis könnte ich eine leckere und gefüllte Tafel Schokolade bekommen!
Wem sie schmecken, der soll sie ruhig weiter essen, da habe ich nichts dagegen, denn Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden! weiterlesen schließen
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