Pro:
Gruselstimmung, Video- und Sprachaufnahmen, Schauspieler sind echt gut
Kontra:
der Preis
Empfehlung:
Ja
Stadtbrand, Pest, Inquisition, Störtebeker und Sturmflut. Dies hat Hamburg bereits alles erlebt. Und jetzt kann man im Hamburg Dungeon dies alles auch erleben. Und dies nicht einmal schlecht umgesetzt.
Lage:
*******
Hamburg Dungeon findet man in der Speicherstadt. In der Nähe der U-Bahn-Station Baumwall. An den Eingangsbereichen zur Speicherstadt kann man sich dann informieren, wo es genau hin geht.
Attraktionen:
***********
Man wird am Eingang erst einmal fotografiert. Das Bild ist ganz nett, aber keine 7 Euro wert. Sag ich gleich mal vorab.
Dann geht es zur Kasse und danach muss man sich in der Schlange einreihen, bevor man von einem gruseligen Führer abgeholt wird. Wir hatten Glück, dass er die Schulklasse vor uns extra nahm und wir in die nächste Gruppe konnten. Denn an solchen Orten ist es schlecht mit schreienden Kinder, die Angst haben und diese durch ihr völlig überdrehtes Verhalten zeigen, den Dungeon zu durchschreiten. Dungeon ist übrigens englisch für Kerker oder Verlies.
Man fährt also mit einem Fahrstuhl weit hinunter. Unten angelangt wird man in eine Bibliothek gebracht und hier auf die Gefahren des Dungeon hingewiesen. Es werden dann vom Führer zwei Auserwählte bestimmt. Also nicht zu weit in Richtung des sprechenden Kopfes, denn dort stehen die Auserwählten. Diese müssen dann die Gruppe anführen.
Danach erlebt man den Stadtbrand von Hamburg. Rauch vernebelt einem die Sicht und dann muss man durch eine Röhre, in der einem ganz mulmig wird. Hat man dies hinter sich gebracht, so kommt man vor die Inquisition.
Hier werden einige Besucher aufgerufen und zu ihren Sünden gefragt. Bei uns wurde eine Hexe verurteilt und jemand, der nachts nackt um ein Nonnenkloster gelaufen ist. Es war eigentlich sehr lustig, weil die Besucher so gut mitgemacht haben. Danach folgt die Wanderung durch ein Labyrinth. Dieses ist sehr gut gestaltet. Durch Spiegel hat man das Gefühl in einem riesigen Gewölbekeller zu sein.
Wenn man das Labyrinth gemeistert hat, so nimmt man an einer Pestvorlesung teil. Meine Freundin, Medizinstudentin, konnte es natürlich nicht lasse, wie im wirklichen Leben auch, gleich mir alles zu erzählen. Das passte der Dozentin jedoch gar nicht. Meine Freundin musste aufstehen und das wiederholen, was die Dozentin gerade gesagt hatte. Danach durfte sie sich wieder setzen. Die Leiche, die vorne lag war sehr gut gemacht. Leider wurden ein paar von uns mit der Pest infiziert. Sie werden wohl in den nächsten Tagen sterben.
Das nächste Event heißt „Störtebeker.“ Hier kann man sich richtig als Pirat fühlen. Ein Schiff rudern und Störtebeker aus den Händen der Hanse befreien. Am Ende erfolgt noch eine Bootsfahrt durch die Sturmflut, die Hamburg 1717 erreichte. Die Fahrt ist jedoch sehr kurz.
Die ganze Vorstellung geht etwa 90 Minuten.
Preise:
******
Erwachsene bezahlen 14,50 Euro. Dies finde ich sehr teuer. Doch es gibt einen Trick, wie man sich 50% spart. Ich habe im Sparmarkt in der Nähe der Börse eingekauft. Auf der Rückseite des Einkaufszettels ist dann ein Gutschein, mit dem eine Begleitperson bei einem Vollzahler umsonst hineinkommt. So kostet der Dungeon nur noch 7 Euro, was ich vollkommen ausreichend finde. Es wird einem zwar ziemlich viel geboten, aber 14 Euro finde ich echt heftig.
Sonstige Ermäßigungen:
Kinder bis einschl. 14 Jahre 10,- € Schüler/Studenten/Senioren 12,50 €
Öffnungszeiten:
*************
täglich (außer Heiligabend) 11:00-18:00 Uhr,
Juli - August 10:00-18:00 Uhr
FAZIT:
******
Mir hat es im Hamburg Dungeon sehr gut gefallen. Es war gruselig und lehrhaft sogleich. Man hat einiges über die Hamburger Geschichte erfahren. Vor allem durch Videoaufzeichnungen oder Vorlesungen (z.T. von an den Wänden hängenden toten Köpfen). Die Besucher werden richtig integriert und somit hat man mehr Spaß an der Geschichte. Nur das Eintrittsgeld finde ich zu hoch. Wer mehr erfahren will, kann auch auf die Homepage www.hamburgdungeon.com
Die 90 Minuten vergingen echt wie im Flug. Es ist einem eigentlich nie langweilig geworden. Meiner Meinung nach können Touristen wie auch die Hamburger den Dungeon besuchen, da es für beide gleichermaßen interessant ist.
Der Hamburg Dungeon gehört übrigens zu einer Kette, die in Edinburgh, London, York und Amsterdam ähnliche Gruselerlebnisse anbieten. weiterlesen schließen
Bewerten / Kommentar schreiben