Pro:
Klut? Inszinierung, wenn man das Genre mag bestimmt der Film
Kontra:
pervers, ekelhaft, schockierend
Empfehlung:
Nein
Heute schreibe ich meinen Bericht zu einem Film, den ich das erste mal am Samstag auf einer gebrannten DVD gesehen habe, es handelt sich dabei um den Film "Haus der 1000 Leichen".
Filminhalt
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Die Startszene: eine Tankstelle, ein Tankwart mit einem aufgemalten Clowngesicht, 2 Räuber, einige blöde Wortwechsel, ein Schuß, noch einer, eine Leiche, viel Gelächter unter den Beteiligten. Schnitt.
Es ist Halloweenabend im Jahre 1977. 2 junge Paare befinden sich mit dem Auto auf dem Weg nach Hause. Doch auf der Strecke irgendwo bei Ruggsville verirren sie sich und halten so an einer abgelegen, etwas merkwürdigen Tankstelle an. Doch dies ist nicht bloß eine einfache Tankstelle, es befindet sich auch ein sehr dubioses Horrormuseum direkt anbei, geleitet von dem noch dubioseren Captain Spaulding. Die 2 Burschen der Gruppe sind sofort begeistert und zerren ihre Freundinnen auf eine Tour durch das Museum, welche natürlich wieder unser dubioser Captain führt. Auf diesem Trip durch die Horrorgeschichte erfahren die Jungen etwas über die bekanntesten Mörder die die Geschichte hervorbrachte, so zum Beispiel etwas über den Sadomasochisten Albert Fish, seines Zeichens Mörder und Kannibale. Aber auch von einem mehr als verrückten Wissenschaftler berichtet Spaulding auf seiner Tour, dieser Wissenschaftler war dank seiner mehr als fraglichen und ekelhaften Methoden nur mehr bekannt unter dem Namen Dr. Satan. Angeblich wurde dieser Dr. Satan an einem Baum erhängt, doch seine Leiche war spurlos verschwunden und wurde nie wieder gefunden....
Leicht schockiert aber dennoch glücklich über diese Informationen setzen die 4 dann ihre Reise fort, wollen aber am Weg noch diesen besagten Baum suchen, welcher sich angeblich ganz in der Nähe der Tankstelle befinden sollte. Plötzlich sehen sie am Straßenrand im strömenden Regen eine blonde, junge Frau stehen, ihr Name Baby, sie eine hübsche Person. Angeblich kann sie die Gruppe zu dem Baum führen doch dann platzt ein Reifen und Baby schlägt vor, den Wagen abschleppen zu lassen und mit ihr nach Hause zu kommen....
So beginnt dann der reale Horrortrip für die jungen Leutchen, denn im Haus von Baby wohnen nur Psychopathen schlimmsten grades, nicht nur Baby selbst und ihre 3 durchgeknallten, perversen Brüder, nein auch die Mutter und der ganz eigenartige Großvater. Als sich die 4 weigern, dem Halloween Essen die geforderte Aufmerksamkeit zu bringen, rastet die Familie komplett aus und schon begint ein Gemetzel, ein Hinrichten und eine Quälerei der anderen Art. Da wird skalpiert und geschlitzt, gehackt und geschossen, geschrien und natürlich noch mehr geblutet. Aber werden sie entkommen? Nein, es gibt kein Entrinnen, denn immerhin folgt im Showdown nach einer unmenschlichen Blutorgie noch Dr. Satan persönlich.....
Näher möchte ich eigentlich nicht auf den Inhalt eingehen, es könnte einigen den Magen umdrehen und die Bilder sind wirklich alles andere als schön anzusehen oder nett. Inhalt gibt es eigentlich auch nicht mehr zu erzählen, denn ab dem Zeitpunkt ist alles nur mehr eine blutige Psycho-Party mit viel Geschrei und noch mehr Gemetzel.
Filminfos
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Titel im Original: the house of 1000 corpses
gedreht in den USA 2002
Länge 88 min.
Genre: Horror
FSK 18 Jahre (!!!)
Regie: Rob Zombie
Verleih: Alamode Film
Darsteller: Chad Bannon (Karl), Sid Haig (Captain Spaulding), William Bassett (Sheriff Huston), Karen Black (Mother Firefly), Bill Moseley (Otis), Michael J. Pollard (Stucky), Joe Dobbs (Gerry Ober), Sheri Moon (Baby), Jeanne Carmen (Miss Bunny), Judith Drake (Skunk Ape Wife), Chris Hardwick (Jerry Goldsmith), Gregg Gibbs (Dr. Wolfenstein), Tom Towles (George Wydell), Erin Daniels (Denise Willis), Dennis Fimple (Grandpa Hugo)
Ton & Bild
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Ton und Bild sind wirklich in Ordnung, auch bei den makaberen Szenen blieb die Kameraführung im Bild und man konnte sehr gut sehen, wie ein Schnitt angesetzt und durchgeführt wurde oder eben wie man einen Menschen skalpiert. Der Ton ist oftmals aber leicht kratzend, wie aus den alten Horrorklassikern schon bekannt, ich denke hier wurde bewusst auch dieses Kratzen eingesetzt. Untermalt sind die doch sehr deutlichen, grausamen Bilder von stets wirklich noch fast genau so grausamer Musik und das Zusammenspiel von Ton und Bild ist hier perfekt insziniert. Ich habe selten zuvor so ein geisteskrankes Massaker so deutlich in einem Film gesehen, die Bilder sind zum Teil wirklich realitätsnah und eigentlich schon zu relaistisch. Daher kann ich sagen: Bild ist spitze, wenn auch meist etwas düster und meiner Meinung nach etwas zu Rot, und der Ton ist akzeptabel wenn auch hin und wieder schon störend musikalisch unterlegt. Trotzdem ist der Ton in Dolby Digital, DTS, SDDS.
Hintergrund
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Eigentlich war die Produktion zu dem Film bereits im Jahre 2000 so gut wie abgeschlossen, aber im letzten Moment wurde die Beteiligung an der Produktion von den Universal Studios zurückgezogen. Grund hierfür war die Angst, dank des hohen Gewaltanteiles im Film eine eingeschränkte Freigabe in den Kinos zu bekommen. Dieses Risiko wollten Universal Studios natürlich nicht eingehen. 2 Jahre lang lag dann der Film bzw. das Material brach, dann endlich fand sich ein Studio, das sich einkaufte und so die Veröffentlichung ermöglichte. Immerhin betrugen die Kosten für die Produktion knappe 7 Millionen Dollar. Unter den Fans des Genre wird der Streifen schon als Kultverdächtig gehandelt, so bizaar und schräg ist dieser gemacht. Entweder man mag den Film oder man hasst ihn, ein Mittelweg ist hier kaum möglich.
Meinung
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Wie schon erwähnt, entweder man mag den Film oder man hasst ihn, ich hab ihn zwar mit Spannung verfolgt, aber ich persönlich fand ihn schon zu brutal, zu menschenverachtend und zu brutal. Das Ausmass dieser Quälreien dehnt sich schon fast uns unermessliche, der Zuseher wird von einem Extreme ins andere gebracht, immer wieder vor Augen die brutalen, blutspritzenden Szenen. Anfangs findet sich der Zuseher in einer komisch düsteren Horrorkomödie, dann folgen unzählige Folterszenen und Quälereien der bestialischen Art und der restliche teil des Filmes ist eigentlich nur mehr der Trip zur Hölle. Besonders gut an dem Film fand ich trotz all der Grausamkeit aber die Kulissen, welche sehr gut in Szene gesetzt wurden.
Besonders auffällig in dem Film sind auch die Einspielungen alter Bilder aus den vergangenen Zeiten eben der Massenmörder und Psychopathen. Immer wieder wird der Zuseher mit diesen Bildern konfrontiert, um dann wieder schnell in das Geschehen gezogen zu werden und sich wieder dem Hinrichten der Beteiligten hinzugeben. Gesamt gesehen ist dieser Film mit Abstand das Ekelhafteste das ich bisher gesehen habe, gepaart mit der kompletten geisteskranken Familie wohl wirklich ein eigener Streifen für die wahren Fans solcher Filme. Inhaltlich bietet der Film leider nur Anfangs eine Geschichte, diese geht dann aber schnell in dem Gemetzel unter und es regiert der Blutrausch.
Die Darsteller überzeugen nur zum Teil, leider wurden hier zum Teil Charaktäre eingesetzt, die wohl dem hohen Anspruch nicht ganz gerecht werden konnten, immerhin scheinen die einen oder anderen doch etwas gestellt und nicht wirklich gut in der Umsetzung. Aber ich kann nur den eingefleischten Fans von Splatter und Trash empfehlen, sich diesen abgefahrenen Ekelschocker anzusehen. Aber für sanfte Gemüter und Menschenrechtskämpfer ist dieser Film absolut das Falsche, also bitte nicht ansehen. Ich gebe nur eine eingeschränkte Empfehlung weiter, eben nur für die wahren Fans. Für alle anderen ein klares Nein und daher auch bei mir ein nein bei empfehlenswert und 2 Sterne. Ist nicht ganz mein Geschmack, aber wers gerne blutig hat sollte einen Blick riskieren...
Bonnal für Ciao am 13. April 2004, für Yopi am 02. Mai 2004
P.S. da ich für den Film weder etwas bezahlt habe noch eine Kinokarte lösen musste, kann ich keine Auskunft über einen Preis nennen. Auch weiß ich nicht ob die DVD schon am Markt ist, ich habe den Film nur als Kopie von einem Bekannten erhalten weiterlesen schließen
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