Pro:
schmeckt toll, für Babys geeignet, Bio, keine Konservierungsstoffe, keine Farbstoffe
Kontra:
nix
Empfehlung:
Ja
Im Augenblick weiß ich kaum noch, was ich essen darf. Entweder wird mir schlecht, ich bekomme Durchfall davon oder - und das ist das häufigste - ich habe Sodbrennen. Klar, das liegt an der Schwangerschaft und wird ja dann irgendwann vorbei sein. Aber zur Zeit ist das doch ziemlich quälend.
Gestern war´s mal wieder besonders "schön". Den ganzen Tag über war mir schlecht. Frühstück ging gar nicht, beim Mittagessen hatte ich tierisch Hunger und nach den ersten paar Bissen das Gefühl, schon viel zu viel gegessen zu haben. Abendessen ließ ich deshalb lieber ausfallen, aber gegen 10 Uhr fiel ich vor Hunger fast um. Ich wollte aber nichts essen, denn so kurz vorm Schlafengehen zu essen hätte mit Sicherheit heftiges Sodbrennen bewirkt und somit die nächste schlaflose Nacht.
Mein Mann wühlte trotzdem im Kühlschrank, ob sich nicht irgendwas Leichtverdauliches finden ließ und brauchte mir ein Gläschen, das ich mal als Beigabe zu Pfannkuchen gekauft hatte. So ein Riesenglas Apfelmus ist für mich und Jasmin nämlich zuviel und der Herr des Hauses ißt lieber Hackfleisch zu den Pfannkuchen.
Hipp Heidelbeeren in Apfel
war seine Ausbeute, ein "großes" 250-gr-Glas. Im ersten Moment hatte ich keine Lust darauf, dann dachte ich, probieren kann ich ja mal und wenn´s mir nicht schmeckt, futtert Jasmin garantiert den Rest am nächsten Morgen.
Im Glas befand sich ein sehr feines Mus von unappetitlich bräunlicher Farbe und mit winzigen Pünktchen gesprenkelt. Naja, so sieht´s halt aus, wenn man Apfel und Blaubeeren mischt und keine Farbstoffe dazutut. Diese Sprenkel liefern Blaubeeren nun mal an, die selbstgesammelten sprenkeln die Milch, in der ich sie dann serviere genauso.
Der Geschmack
hat mich dann total überrascht. Das schmeckte tatsächlich wie allerfeinstes Apfelmus, das man noch mal extra durch den Seiher oder die flotte Lotte gegeben hat. Apfel ist zwar die Hauptsache, die Heidelbeeren machen sich aber sehr deutlich bemerkbar. Und da ich beide Früchte sehr gerne mag, hat mir das Mus auch wunderbar geschmeckt. Will´s mal so sagen: Um zu erfahren, ob Jasmin das auch mag, muß ich ein neues Glas kaufen.
Konsistenz und Eignung für Babys
Es sind nicht mal kleinste Stückchen zu spüren und die Konsistenz ist weder Brei noch Mus, denn beide Bezeichnungen sind zu grob für dieses zarte Etwas. Zweifellos ist das wunderbar geeignet für Babys, die bisher nur Milch kannten. Hipp empfiehlt das ja ab dem vierten Monat.
Jasmin bekam 6 Monate lang nur Milch, aber wenn jemand früher mit dem Beifüttern anfangen möchte, ist dieses Mus absolut geeignet. Bei allergiegefährdeten Kindern wie meinen würde ich aber doch erst im 7. Monat mit Beikost anfangen und dann erstmal vorsichtig die Reaktion beobachten. Jasmins Vater z.B. ist gegen Äpfel allergisch und kann das natürlich vererben. Bislang hat die kleine Maus aber noch keine Probleme mit Äpfeln.
Das Mus läßt sich übrigens gut am Gläschenrand abstreifen, es ist also nicht nötig, jeden Löffel beim Füttern erstmal selbst in den Mund zu nehmen. Ich hab diese Unsitte schon oft beobachtet und mich schaudert´s jedesmal dabei. Karies wird nämlich durch Bakterien verursacht, mit denen ein Baby sich erstmal anstecken muß und das geht mit dieser Methode wunderbar. Jasmin mit ihren 2 1/2 Jahren hat laut Zahnarzt noch keine Kariesbakterien und das soll möglichst lange so bleiben. Kariesbakterien können übrigens auch in einem zahnlosen Baby-Mäulchen so lange überleben, bis die ersten Zähnchen kommen.
Haltbarkeit, Aufbewahrung und Servieren
Ich hab das Gläschen gleich nach dem Kauf in den Kühlschrank gestellt und gestern abend das schön gekühlte Mus genossen. Man kann es aber auch auch außerhalb des Kühlschranks aufbewahren, solange es nicht geöffnet ist. Babys sollten das Mus ohnehin zimmerwarm und nicht kühlschrankkalt serviert bekommen. Beim ersten Öffnen muß der Deckel klicken, sonst ist Luft reingekommen und der Inhalt wahrscheinlich verdorben.
Ich hab das Glas um Ostern herum gekauft und es ist bis Oktober haltbar. Wohlgemerkt, ungeöffnet. Obwohl Hipp auf Konservierungsstoffe verzichtet hat, glaube ich ihm das sofort. Mein selbstgemachtes Apfelmus ist schließlich auch ohne Konservierungsstoffe und hält, gut eingekocht, sogar Jahre. Da sieht man mal wieder, wie unnötig die ganzen Nahrungszusätze eigentlich sind.
Das Mus läßt sich gut aus dem Glas löffeln, aber wenn vorauszusehen ist, dass der kleine Konsument nicht alles ißt, sollte die benötigte Menge umgefüllt werden. Sonst gelangt Speichel in den Rest und der fängt dann schon mal mit der Zersetzung an. Ein angebrochenes Glas gehört ohnehin zugedeckelt in den Kühlschrank und drei Tage später ausgespült in den Müll.
Hipp empfiehlt, mit Plastiklöffel zu füttern, um das Glas nicht zu beschädigen. Okay, ich hatte einen Metalllöffel genommen und es ist nichts passiert, aber für Baby werde ich natürlich Plastik nehmen, ist ja auch für Babys Mündchen angenehmer.
Inhaltsstoffe
Das hat mich ebenfalls überrascht, bin doch gewöhnt, dass so allerhand Zeugs beigemischt wird. Hier habe ich aber schlicht und einfach Äpfel und Heidelbeeren gegessen, mit säurearmen Apfelsaft dazu, etwas Reisgrieß und Reisstärke und zugesetztem Vitamin C. Der reine Fruchtanteil hierbei sind volle 96 %. Da ist also wirklich mal drin, was draufsteht und sonst fast nichts.
Früchte und Reisgrieß sind aus biologischem Anbau, Stärke und Vitamin nicht. Vitamin C ist übrigens ein natürlicher Konservierungsstoff, da es die Verbindung mit Sauerstoff und das darauffolgende Verderben weitgehend verhindert.
Herr Hipp hat sehr gut mitgedacht und statt Weizen Reis beigemischt. Reis ist nämlich als beinahe einziges Getreide völlig glutenfrei. Gluten ist eines der Hauptallergene und Babys, ob allergiegefährdet oder nicht, sollten im ersten Lebensjahr so wenig wie möglich damit in Berührung kommen. Auch der säurearme Apfelsaft sagt mir zu, da gibt´s dann keinen wunden Po hinterher.
Auf Zucker wurde hier auch verzichtet, die Süße stammt von den Früchten. Da wird den Babys gleich beigebracht, wie Apfel und Heidelbeeren von Natur aus schmecken. Heutezutage knallt uns die Nahrungsindustrie ja soviel Zucker, krebserregende Süßstoffe und Geschmacksverstärker ins Essen, dass uns "natürliches" Essen gar nicht mehr schmeckt. Hipp wirkt dieser Entwicklung entgegen.
Woher?
Ich hab das Gläschen beim Minimal gekauft. An den Preis erinnere ich mich leider nicht mehr, ich weiß aber noch, dass ich mit den anderen Babykost-Herstellern verglichen habe. Die normalen 150 gr.-Gläschen waren bei den anderen günstiger, aber bei 250 gr. war Hipp nur noch minimal teurer.
Fazit:
Heute nacht habe ich endlich mal wieder schlafen können, soweit es mir der kleine Strampler erlaubte. Kein Sodbrennen, kein Völlegefühl und kein Heißhunger mitten in der Nacht, weil Baby mit seinen nächtlichen Aktivitäten alle Kalorien aus meinem Blut gesogen hat. Vielleicht sollte ich mich bis Juli/August von Hipp-Babynahrung ernähren.
Inzwischen weiß ich übrigens auch, wie es Jasmin schmeckt. Sie hat nämlich den Deckel abgeschleckt - hoffentlich hat Hipp inzwischen die krebserregenden Verbindungen aus den Deckeln rausgenommen, die entsprechende Ökotest-Zeitung hab ich grad nicht zur Hand - und kam dann an: "Das ist lecker!". Dann fand sie das zweite Glas (Williams-Christ-Birne) und im Moment steht sie mit dem Löffel neben mir und wartet, dass der Bericht fertig wird und wir das zweite Gläschen zusammen essen können. weiterlesen schließen
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