Pro:
gutes Mittel zum Entfärben, Aufhellen und zur Beseitigung leichter bis mittlerer Flecken
Kontra:
bei starken Flecken versagt auch dieses Pulver; bei weitem nicht bei allen Textilien zu verwenden
Empfehlung:
Ja
Manchmal läßt sich ein Fleck in der Kleidung nicht vermeiden. Ich habe dafür ein besonderes Talent. Doch auch meine kleine Annika gab und gibt mir oft eine Nuß zum Knacken, denn so mancher Strampler schien verhunzt, weil er mit Karotten- oder Spinatflecken geziert war. Hinzu kommt noch mein Mann, der als Küchenchef arbeitet. So sieht auch seine Kochkleidung aus, obwohl er doch in strahlendem Weiß glänzen soll.
Darum habe ich mich durch etliche Produkte zur Fleckenentfernung getestet und probiert. Die Regale der Supermärkte sind ja voll davon. Doch zwischen all den bunten Fläschchen und Packungen prangte
„Vanish Oxi Action“ von Hoffmanns
hervor. Das grelle Pink der Dose kann man einfach nicht übersehen…
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Herstellerinformationen
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Hergestellt wird Vanish Oxi Action von der Firma
Reckitt Benckiser Deutschland
68004 Mannheim
Tel: 0621-32460
Diese Firma bietet verschiedene chemische Produkte unter verschiedenen Markennamen an. Vanish Oxi Action gehört zur Marke Hoffmanns.
Weitere Informationen zur Firma, deren Marken und dazugehörige Produkte findet man auf der Internetseite www.reckittbenckiser.de.
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Produktinformationen
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Zu kaufen gibt es Vanish Oxi Action in einer runden grell pinkfarbenen Plastikdose, welche etwa 10 cm hoch ist und einen Durchmesser von ca. 9 cm hat. Der Inhalt beläuft sich auf 500 gr und kostete mich bei Kaisers stolze 5,99 €.
In dieser Dose befindet sich ein weißes feinkörniges Granulat und ein kleiner Schöpflöffel, der einem bei der Dosierung behilflich sein soll.
Sowohl auf dem Rundum-Etikett der Dose, als auch in beigelegter Minibroschüre kann man die Informationen zum Produkt und dessen Anwendung erlesen.
Als Inhaltsstoff sind 30% Bleichmittel auf Sauerstoffbasis angegeben. Was die restlichen 70% des Produktes ausmachen bleibt ein Rätsel.
Das Pulver ist gesundheitsschädlich und ist deshalb fern von Kindern aufzubewahren! Doch auch als Erwachsener sollte man aufpassen. Wer empfindliche Hände hat, sollte bei der Prozedur Handschuhe tragen. Die Dämpfe sollten nicht eingeatmet werden. Natürlich darf auch nichts in die Augen gelangen.
Das Produkt ist zur Vorbehandlung der Wäsche und als Waschmittelzusatz für Maschinenwäsche geeignet. Allerdings sollen Wolle, Seide, Leder oder versiegelte Oberflächen nicht damit behandelt werden. Außerdem ist Vorsicht geboten bei farbigen Materialien. Das schränkt natürlich den Anwendungsbereich bedeutend ein.
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Anwendungsgebiete
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Das Pulver kann in verschiedener Form verwendet werden.
> > > als Fleckensalz:
Dazu wird 1 Dosierlöffel vom Pulver dem Waschmittel bei der Maschinenwäsche hinzugefügt. Das empfiehlt sich bei leichten Flecken und besonders bei mehreren Wäschestücken.
Ich habe es bei normal verschmutzter Wäsche und leicht angegrauten weißen Blusen und Unterwäsche benutzt. Das Ergebnis war positiv. So manche Bluse erstrahlte wie neu. Auch meine Gardinen sahen fabelhaft aus, denn sie ergrauen nicht nur, sondern haben (weil in unserem Haushalt auch geraucht wird) auch einen gelblichen Stich. Diese habe ich jedoch vor der Maschinenwäsche noch eingeweicht. (sh.nächsten Abschnitt) Aber auch hellbunte Blusen und T-Shirts haben eine neue Ausstrahlung bekommen. Irgendwie sahen die Farben wieder frische aus.
Als Zusatz zur Maschinenwäsche hat das Pulver natürlich nicht die optimale Wirkung. Deshalb ist es auch wirklich nur für leichte Verschmutzungen geeignet. Grobe Flecken müssen vorbehandelt werden. Zum Beispiel wie folgt…
> > > zum Einweichen:
Will man Wäschestücke mit etwas gröberen Verschmutzungen vor der Maschinenwäsche einweichen, so nimmt man sich eine Plastikschüssel und mischt 4 Liter Wasser mit 2 Dosierlöffeln des Pulvers. Das Wasser sollte eine Mindesttemperatur von 40° haben, da erst dann das Mittel Wirkung zeigt.
In diese Lauge kann man bunte Wäsche je nach Verschmutzungsgrad 30 bis 60 Minuten einweichen. Weiße Wäsche kann man sogar 1 bis 6 Stunden in der Lösung lassen. Allerdings dürfen die Kleidungsstücke keine Metallteile wie Reißverschlüsse, Metallknöpfe oder Nieten an sich haben. Dafür ist die Mischung zu stark. (Deshalb auch eine Plastikschüssel verwenden und keine aus Metall. Auch sind am Waschbecken die Ketten meistens aus Metall und deshalb nicht geeignet.)
Darin habe ich also bunte Strampler oder auch weiße Kochkleidung eingeweicht. Natürlich voneinander getrennt. Nach der Einwirkzeit konnte ich schon erste Ergebnisse feststellen. Einige sehr leichte Flecke waren verschwunden, stärkere Flecken wurden aufgehellt. Nach anschließender Maschinenwäsche, wobei ich das Pulver als Fleckensalz hinzugefügt habe, war das Ergebnis dann teils teils. Im Großen und ganzen waren die Flecken verschwunden. Nur ganz hartnäckige Verschmutzungen, wie Spinat und Karotte von Annikas Brei oder dunkle Bratensauce, Rotkohl und Rote Bete in der Kleidung meines Mannes waren noch nicht entfernt worden. Manche blieben sehr unansehnlich, manche waren nur auf den ersten Blick verschwunden. Hab ich aber die Kleidung gegen Licht gehalten, war noch ein Schimmer erkennbar. Somit war ich bei diesem Test weniger zufrieden.
Doch was wunderbar geklappt hat: Entfärben. Es passiert wohl jeder guten Hausfrau einmal, daß sich zwischen heller Wäsche mal ein dunkles Stück versteckt, welches die andere Wäsche verfärbt. Weicht man diese Stücke jedoch in der Lauge ein, dann kann man alles ungeschehen machen. Das fand ich dann doch wiederum sehr toll.
> > > als Paste:
Nun hatte ich ja immer noch die Superflecken, die mich sehr störten. Also mußte ich die nächste Anwendungsvariante probieren: die Paste.
Diete stellt man sich aus Pulver und Wasser im Verhältnis 2:1 her. Bei der Dosierung hilft der beigefügte Löffel.
Diese Paste wird dann direkt auf den Fleck aufgetragen, wo man sie dann maximal eine halbe Stunde einwirken läßt. Bei dieser Konzentration des Pulvers ist die Wirkung natürlich enorm, ja schon aggressiv, so daß bei farbigen und empfindlichen Textilien absolute Vorsicht geboten ist. Ich habe zuerst an Annikas weißen Lätzchen getestet, bevor ich mich an T-Shirts und Kochjacken versuchte. Diese Materialien waren alle aus weißer Baumwolle.
Hier war das Ergebnis dann schon besser. Bratensauce und Karottenflecken waren nun endlich weg. Doch noch immer grinsten mich die Flecken von Spinat, Rotkohl und roter Bete an. Sie haben wiederum an Intensität verloren, waren jedoch nicht völlig verschwunden.
Einen bunten Baumwollstrampler konnte ich auch als fleckenfrei bezeichnen, jedoch war nun ein kreisrunder aufgehellter Farbfleck zu erkennen. Somit wäre die Vorsicht, die man bei bunter Wäsche walten lassen sollte, bestätigt.
Da dieses nun die intensivste und aggressivste Möglichkeit der Anwendung war und ich dennoch auch den letzten Fleck nicht herausbekam, war dieser Test für mich nur mittelmäßig zufrieden stellend.
> > > weitere Möglichkeiten:
Der Broschüre kann man ebenfalls das Rezept zur Herstellung einer Lösung entnehmen. Diese verwendet man, wenn die Paste zu stark wäre oder ein Einweichen nicht von Nöten scheint. Außerdem kann man diese Lösung zur Behandlung von Teppichböden und Polstermöbeln verwenden.
Das es ja auch mal passiert, daß meine kleine Annika ihren Brei vor Lachen auf den Teppich spuckt, so mußte ich auch hier handeln. Als erstes wird natürlich das Grobe mit einem feuchten Lappen entfernt. Doch in den fasern bleibt ja immer noch etwas hängen. Wenn also das Kind im Bett ist und die Lösung zubereitet, wird diese auf den Fleck gegeben. Nach etwa 10 Minuten kann man den Fleck mit einem sauberen Tuch abtupfen. Doch man muß diese Stelle mit klarem Wasser mehrmals nachfeuchten und wieder abtupfen, damit man die aggressiven Stoffe so gut wie möglich wieder aus dem Teppich herausbekommt.
Eine etwas umständliche Variante, wie ich finde, aber es hat geklappt. Wenn ich es auch nur einmal zu Testzwecken probiert habe. Denn ich habe auch Erfolg gehabt, wenn ich heißes Wasser mit etwas Spülmittel versetzt habe. So konnte ich auch diese Art Flecken herausrubbeln
> > > Sonstige
Laut Broschüre werden noch folgende Flecken und deren Beseitigung beschrieben. Dazu von mir jeweils eine Kurzeinschätzung:
Früchte und Fruchtsaft: Die Fleckenentfernung klappte bei mir prima!
Blutflecken: Erfüllte meine Erwartungen mit gutem bis sehr gutem Ergebnis.
Rotwein: Kann ich nicht sagen, denn ich trinke keinen und hatte deshalb keine solchen Flecke zum Testen.
Tinte: Ergebnis war gut.
Tee: Vollständige Beseitigung dieser Flecken. Sehr gut!
Grasflecken: Leichte Grünfärbungen ließen sich hervorragend beseitigen. Starke Verfärbungen blieben leicht erhalten oder waren bestenfalls als Schimmer auf der Kleidung wahrzunehmen.
Limonade- und Cola: Limonade habe ich bisher nie speziell behandeln müssen und Cola trinke ich nicht. Sorry!
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Fazit:
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Bevor man also dieses Zauberpulver anwendet, sollte man sich die ausführlichen Anwendungs- und Zubereitungstips gründlich durchlesen. Danach erfolgt die Einschätzung der Flecken, die man behandeln will. Einige Fleckentypen sind ja genauer beschrieben, den Verschmutzungsgrad der Wäsche muß man selbst bestimmen.
Die Zubereitung von Lösungen und Paste ist sehr genau beschrieben und darum kann hierbei dank des mitgelieferten Dosierlöffels nichts schief gehen.
Mich überzeugte dieses „Vanish Oxi Action“ nur bedingt. Sicherlich war ich beim Entfärben meiner Wäsche begeistert. Auch bei der Behandlung von weißen Baumwoll-T-Shirts, weißen Blusen und Gardinen war ich sehr zufrieden. Doch das waren nur grob verschmutze bzw. leicht oder mittel befleckte Teile. Ganz hartnäckige Flecken bekam ich auch mit diesem Produkt nicht beseitigt.
Hinzu kommt, daß man ja bei weitem nicht alle Textilien bearbeiten kann. Ganz im Gegenteil. Hier sind starke Einschränkungen vorgenommen worden. Es betrifft Metallteile, farbintensive Kleidungsstücke und mehrere Materialien. Sortiert man seine fleckige Wäsche nach diesen Kriterien aus, da bleibt leider nur noch ein kleines Häufchen übrig.
Und für diese wenigen Kleidungsstücke, da gibt es auch weitaus preiswertere Mittelchen, die ihre Aufgabe ebenso erfüllen.
Deshalb kann ich zwar eine Kaufempfehlung aussprechen, wenn auch nur eine bedingte, aber es gibt auch nur 3 knappe Sterne von mit. Mehr ist nicht drin…
(05.03.2004) weiterlesen schließen
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