Pro:
nette Geschichte
Kontra:
Anfang langweilig, typisch Hohlbein
Empfehlung:
Ja
Die Verschiedenen Meinungen zu "Märchenmond" von Wolfgang Hohlbein gehen ja bekanntlich stark auseinander. Manche sind total begeistert von der Geschichte und andere wiederum sind eher enttäuscht und stören sich an der typischen Hohlbein Grundstory, an der angeblich fehlenden Spannung, den Wortwiederholungen etc.
In diesem Bericht möchte ich euch gerne mal meine Ansicht zu diesem Buch näher bringen. Viel Spaß.
..::Der Autor::..
Ich hoffe es ist kein Problem, wenn ich den Text über den Autor aus einem vorherigen Bericht von mir kopiere. Wäre doch Blödsinn, jedes Mal alles neu zu schreiben ;)
Wolfgang Hohlbein ist 1953 in Weimar geboren. Seit 1974 ist er mit seiner Frau Heike verheiratet, mit der er heute oft zusammen seine Geschichten zu Papier bringt. Früher schrieb er zuerst Kurzgeschichten, danach Horror und kurz darauf auch Western. Im Jahre 1982 wurde er bei einem Wettbewerb für Fantasy und Since-Fiction entdeckt. Er sandte ein Manuskript seines Romans "Märchenmond" (das heute wohl bekannteste und Buch von ihm) ein und gewann den ersten Preis. Das Buch erklomm bald die Bestsellerlisten und gewann mehrere Preise.
Heute ist er einer der meistgelesenen Fantasyautoren in Deutschland. Seine bekanntesten Bücher sind die Märchenmond-Trilogie, Die Chronik der Unsterblichen, Die-Temperlin-Trilogie und viele andere.
Seine Tochter, Rebecca Hohlbein, ist heute ebenfalls Autorin einiger Bücher.
..::Inhaltsangabe::..
Kims kleine Schwester Rebekka liegt im Koma, seit man sie in Narkose versetzt hat, um eine Operation durchzuführen. Die ganze Familie macht sich große Sorgen um sie und eine unangenehm bedrückende Stimmung liegt im Haus. Eines Nachts, als Kim spät nachts noch aufwacht, hat er das Gefühl, er sei nicht allein in seinem Zimmer, was sich auch als richtig herausstellen soll: Auf einem Stuhl in seinem Zimmer sitzt ein alter Mann namens Themistokles, der Kim beschwört, nach Märchenmond zu gehen und seine Schwester aus den Händen des schwarzen Lords zu retten.
Mit der Viper, einem fliegenden Etwas (?), fliegt er in das Land Märchenmond und gerät direkt in das Land hinter dem Schattengebirge, dem Ort, an dem Rebekka gefangen gehalten wird. Durch eine waaghalsige Rettungsaktion wird Kim schließlich ebenfalls gefangen genommen. Der dunkle Zauberer Boraas schlägt ihm dann vor, seine Schwester frei zu lassen wenn er auf seiner Seite kämpft.
Durch Zufall schafft Kim es, wieder zu entkommen. Er macht sich sofort auf die Suche nach dem Zauberer Themistokles und reist quer durch das Land Märchenmond. Auf dem Weg lernt er viele Freunde kennen, die ihm helfen, Themistokles wieder zu finden und seine Schwester zu retten. Ob er es letztendlich schafft, ist eine andere Frage...
..::Das Buch::..
Meine Version ist ein Taschenbuch von Heyne. Das Cover ist großteils in blau gehalten. In der Mitte des Buches sieht man eine idyllische Landschaft in der Nacht, mit Wasserfall, Wald, See, Gebirge etc... Darunter steht in gelb "Erstmals im Taschenbuch", wiederum darunter in rot: Märchenmond Roman. Über dem Buch steht in weiß Wolfgang und Heike Hohlbein, daneben ist das alte Verlagszeichen von Heyne Bücher.
Seitenzahl: 394
Best.-Nr.: 01/10647
ISBN: 3-453-13720-5
..::Kritik::..
Nun, wie ich oben schon erwähnt habe, sind die Meinungen hierzu geteilt.
Der Schreibstil von Hohlbeins ist hier auf jeden Fall noch nicht perfekt, aber er ist soweit ganz in Ordnung. Was besonders auffällt ist, dass er zwar weniger genau Beschreibt, dafür aber schafft er es des öfteren Spannung aufzubauen und den Leser hin und wieder zum Lachen zu bringen. Er hat eben seine ganz bestimmte Art zu Schreiben, ob die nun so gut ist oder nicht.
Der Anfang des Buches ist aber eher schleppend und langatmig, es dauert ziemlich lange bis überhaupt mal etwas wirklich spannendes passiert. Erst das mit dem Krankenhaus, dann das mit der Viper und mit Boraas... na ja.
Was es auch eher zu Bemängeln als gut zu heißen gibt, ist, dass es eben mal wieder die typische Grundstory ist, nachdem sich die meisten Autoren richten, um sich nicht allzu große Mühe geben zu müssen. Wie ich in einem anderen Bericht erwähnt habe ist es eine typische "Gewöhnlicher-Junge-kommt-in-ein-phantastisches-Land-das-dem-Untergang-geweiht-scheint-und-rettet-es-in-letzter-Sekunde"-Geschichte. Es sind wirklich nur Kleinigkeiten, die ein wenig dazugedichtet und abgewandelt sind. Leider ist daher die Geschichte ziemlich voraussehbar, man kann sich auch gut vorstellen, wie das Buch zu Ende geht, nicht?
All das ändert jedoch nichts daran, das Märchenmond eben Kult in dieser Richtung ist, genauso wie der Autor selbst. Ich denke, wenn man sich Fantasyfan nennen will, muss man dieses Buch gelesen, wenigstens davon gehört haben, ob mans nun gut oder schlecht findet. Es ist einfach ein Muss. Ich würde nicht sagen dass Märchenmond etwas besonderes ist, dafür werden aber die anderen zwei Teile gut, sehr gut sogar.
..::Fazit::..
Man kann dagegen sagen was man will, Märchenmond hat ne Menge Fans, mehr als die meisten Bücher, dies wahrscheinlich noch eher verdient hätten. Besonders für welche, die sich am Schreibstil und an dieser typischen Story nicht stören, d.h. welche, die sich so ziemlich das erste mal in die große Welt der Fantasy begeben wollen, ist dieses Buch gut geeignet. Es ist auch sehr unterhaltsam, keine Frage, nur für die meisten eben einfach nichts neues mehr, und das ist das, was das Buch für manche langweilig macht. Ich persönlich find das Buch nicht schlecht, weder richtig schlecht noch besonders gut. Dafür werden die weiterführenden Teile mehr interessanter, mehr fantasievoller, auch wenn die Story sich bis zum letzten Band durchzieht, so, dass eigentlich nie was wirklich neues passiert. Immer wieder ist Märchenmond in Gefahr und Kim muss es retten.
Deshalb vergebe ich 6 von 10 möglichen Punkten. weiterlesen schließen
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