Hotel Cesars Testberichte
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Pro & Kontra
Vorteile
- Wir leben noch
- nichts
- gutes Essen, freundliches Personal, Sauberkeit
- Vermutlich der Preis ..aber die Türkei ist wohl immer günstiger,es war trotzdem nicht angemessen. Also Nichts.
- Preis, Lage, Verpflegung,...
Nachteile / Kritik
- Das Hotel leider auch...
- alles
- Animationsprogramm
- Alles.
- 5 Sterne sind übertrieben, 4 aber verdient
Tests und Erfahrungsberichte
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Der allerschlimmste Urlaub meines Lebens!!!!!!!
02.06.2004, 10:28 Uhr von
Starflyer15
Ich bin ein großer Flugzeugfan und werde im April 04 mit dem Abi beginnen und hoffentlich aus bes...0Pro:
nichts
Kontra:
alles
Empfehlung:
Nein
Mit diesem Bericht möchte ich euch eindringlich vor dem Cesars Komplex in Side warnen! Ich verbrachte meinen Urlaub im vermeintlichen 5*-Hotel in Side vom 04.08.03-18.08.03 und bin maßlos enttäuscht gewesen. Aber lest bitte selber.
1. Der Gesamteindruck des Hotels
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Das Hotel besteht aus einem großen Haupthaus, einem Annex-Gebäude und kleineren Bungalows. Das Hotel eignet sich eigentlich für alle (Singles, Familien,...). Die Ausstattung des Hauses ist nicht schlecht, alles wirkt jedoch alt und ist sehr stark abgenutzt. Von außen sieht der Kasten ganz hübsch aus, das Grauen kommt später. Im Haus selbst gibt es alles mögliche, auch ein Hallenbad, was bei den Temperaturen im August super geeignet ist, um sich so richtig abzukühlen. Der Außenpool ist sowas von klein, dass er mit 3 Personen und 3 Luftmatratzen wegen Überfüllung geschlossen werden muss. Es gibt einen kleinen Speisesaal (unterteilt in (Nicht)-Raucher und viele Tische im Außenbereich. Zudem gibt es eine Bar in der Nähe des Strandes. Störend im Hotel sind die vielen Treppen, es sei denn die vielen Aufzüge funktionieren mal. Das AI-Angebot ist eigentlich stink-normal, da es keine besonderen Zusatzleistungen gibt. Im Hotel gibt es noch einige kleine Läden (Juwelier, Taschenladen, Lederatelier,...). Beim Taschenhändler kann man SEHR günstig einkaufen.
Das Hotel ist vom Flughafen Antalya in ca. 1 Stunde zu erreichen. Man sollte lieber nicht mit einer Last-Minute-Gesellschaft fahren, sondern mit den großen wie Thomas Cook oder ITS, da bleiben einem viel Ärger und Umstände erspart!
2. Die Lage des Hotels
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Das Hotel liegt nach vorn hinaus direkt am schönen Sandstrand, und nach hinten hinaus direkt am doch relativ großen Ort Kumköy. Nach Side selbst sind es knappe 10 km. Neben dem Hotel reiht sich eins an das andere (Defne Garden und Miramare). Der Strand ist eigentlich sauber, das Wasser jedoch nicht immer! Am Strand geht es recht gedrängt zu, da es wenige häßliche Schattenpanele am Strand gibt. Duschen und (eklige) Toiletten sind am Strand vorhanden. Der Ort Kumköy selbst ist gut, um abends zu schlendern. Die Disco direkt am Annex-Gebäude macht bis 4 Uhr einen Höllen-Lärm.
3. Die Serviceleistungen
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Das Personal war zumeist freundlich, aber nicht kompetent. Das Hotel überbucht notorisch, daher wird man direkt mit anderen Zimmern abgespeist, z. B. mit denen im Nebengebäude. Erst nach 3 Tagen erhält man dan sein, immer noch falsches, aber besseres, Zimmer. Zuvor mussten wir (4 Personen) 2 Nächte in einem einzigen Doppelzimmer verbringen!!!!!!! An einem Tag kamen ca. 60 russische Gäste, die mussten alle in der Rezeption schlafen. Was ist denn das für eine Politik??? Bei Beschwerden hartnäckig bleiben und im Zweifelsfalle mit Abreise oder Presse drohen, dann gehts schneller. Die Sauberkeit lässt doch zu wünschen übrig, insbesondere bei den Handtüchern, die oft überhaupt nicht gewaschen ins Zimmer gehängt wurden. PFUI TEUFEL! Meine Mutter hat sich eine Infektion eingefangen (im Hotel, das bestätigte uns der Arzt im türkischen Krankenhaus hinter vorgehaltener Hand), deshalb musste síe 3 Tage ins türkische Krankenhaus (sehr gut!), anschließend 2 Tage zu Hause und nun schon wieder seit 3 Tagen. Die Animation konnte man ebenso in der Pfeife rauchen. Ein Arzt ist im Hotel vorhanden, der ist ABSOLUT KOMPETENT und auch freundlich. Er und alle anderen sprechen gut bis perfekt Deutsch.
4. Das Essen
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Das Essen war immer üppig und schmeckte auch sehr gut. Hygiene ist wieder so ein Thema, da manche unverschämte Leute die Kelle vom Büffet zum Probieren in den Mund nehmen und wieder zurück legen. Was ist das denn für ein Benehmen??? Das Personal war freundlich und hilfbereit, das Essen wechselte im Wochen-Rhythmus. Themenabende gab es nie. Die Essenszeiten waren für meinen Geschmack und nach internationalen Erfahrungen recht knapp bemessen: Frühstück 8.30-10.30 Mittag 13.00-14.30 Abend 19.00-20.30 Am besten sitzt man draußen unter freiem Himmel, da die Klimaanlage im Restaurant nicht läuft. Aber vorsicht, durch die Nähe zum Pool kann man auf dem nassen Stein sehr leicht ausrutschen! Insgesamt muss ich sagen, dass das Essen das Beste im ganzen Urlaub war.
5. Sport und Animationsprogramme
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Sportmöglichkeiten kann ich nicht ganz bewerten, da mein Motto SPORT IST MORD lautet. Allerdings gab es täglich Volleyball und Boccia am Strand und Tennisplätze, die ich aber nirgends gesehen habe. Schwimmen ist ja klar und neben dem Hallenbad gab es noch einen Fitnessraum mit einer kleinen aber feinen Auswahl von Geräten. Wie oben erwähnt gibt es einen viel zu kleinen Außenpool, ein separates Kinderbecken und ein Hallenbad. Außer in Kinderbecken kann man aufgrund ausreichender Tiefe (1,60-1,90) einen Köpper machen, ohne im Krankenhaus zu landen. Handtücher gibt es am Strand, zudem gibt es noch türkisches Bad, Massagen und einen Lancôme Beauty-Salon. Die Unterhaltung war wie erwähnt ziemlich mau, die meisten waren um 23 Uhr schon im Bett oder zogen den Fernseher vor.
6. Die Zimmer (oder was auch immer das sein soll)
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Die Zimmer waren normal groß, jedoch stark abgewohnt, alt und ziemlich renovierungsbedürftig. Die Betten waren entweder Bretthart, oder durchgelegen. Es gibt vier Typen von Zimmern: Annex-Zimmer (laut, abrissreif) Bungalow-Zimmer (ruhiger, muffig) Haupthaus-Zimmer (mit Teppichboden, alles in Grün) Suiten (wirklich sehr schön, mit Kirschholz, Bett auf Empore, Mèerblick).
Die Familienzimmer sind normale Doppelzimmer. Es gibt ein großes Ehebett, eine Holzplatte mit 3cm dickem Maträtzchen und eine Schlafcouch. Die Badezimmer waren schon recht braun angelaufen, manche Reisende beschwerten sich wegen extremsten Schimmelbefall im ganzen Zimmer. Die Klimaanlage stinkt und funktioniert nur zwischen 16 und 2 Uhr. Meistens erst 18-1 Uhr. Der Kühlschrank wird täglich mit Wasser gefüllt. Es gibt ein Sat-TV mit RTL,Pro7,ZDF und SAT.1, allerdings in schlechter Qualität. Das Bad ist wie gesagt eine Katastrophe, einziger Vorteil - ein Föhn. Die besten Zimmer sind die Suiten mit den Zimmer-Nummer 32xx. Sehr hübsch. Die restlichen 90 % kann man vergessen !
7. Tipps und Empfehlungen
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Bei Ausflügen sollte man immer genügend Wasser dabei haben. Einkaufen kann man im Ort besser als im Bazar von Antalya.
Meine Eltern waren auf jeden Fall das erste und das letzte Mal in der Türkei. Ich würde auch nur unter Umständen wiederkommen. Am besten sollte man es vermeiden im Juli/August zu fliegen. Zu schwül!
Und man sollte es vermeiden, mit Inter Airlines zu fliegen, wenn man nicht 3 Stunden kerzengerade ohne Beinfreiheit sitzenbleiben möchte.
8. Grunddaten
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Veranstalter: ITT
Airline: Inter Airlines (s. mein Bericht)
Aufenthalt: 14 Tage / All inclusive
Personen: 4
9. Anmerkung
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Für die zwei verlorenen Urlaubstage haben wir von ITT Reisen eine Entschädigungspauschale erhalten (Lob!) weiterlesen schließen -
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Das Hotel, das aus der Hölle kam ...
25.05.2004, 01:14 Uhr von
e_n_a
Berichte schreiben ist mein neuestes Hobby - hoffentlich halte ich da länger durch als bei all me...Pro:
Wir leben noch
Kontra:
Das Hotel leider auch...
Empfehlung:
Nein
Tja, leider bin ich erst nach meinem Horrortrip in die Türkei auf die Idee gekommen, mir diverse Testberichte und Internetseiten anzusehen. Böser Fehler!
Aber mal von vorne: Mein Freund und ich hatten uns vorgenommen, unseren Urlaub mal wieder in der Türkei zu verbringen. Leider konnten wir nur in den Ferien fliegen, da mein Freund noch in der Ausbildung ist. Das hatte natürlich zwei Konsequenzen:
1. geringe Auswahl
2. überhöhte Preise
Wir fanden schließlich am Flughafen Düsseldorf ein Angebot, das für uns preislich noch erschwingbar war. Zu einem anderen Zeitpunkt wären wir für das Geld zwar zwei bis drei Wochen in einem der in Belek ansässigen Luxushotels untergekommen, aber das war nun mal nicht möglich.
So buchten wir bei ITT 2 Wochen (vom 14.08. - 18.08. 2003) Cesars mit Unterkunft im Cesars Annex, womit, wie man uns erklärte, kleine Bungalows auf dem Hotelgelände gemeint wären.
Nun gut, wir freuten uns auf einen erholsamen Sonnenurlaub, Strand, Meer, ein bisschen Luxus ... Pustekuchen, aber dazu später mehr.
**Der Flug**
Wir flogen mit der, mir bis dato unbekannten Fluglinie Inter Airlines, die, wie uns gesagt wurde, ganz toll sei, weil sie ja mit der Lufthansa zusammenarbeiten würde. Klar, tat sie zur Überraschung der Lufthansa-Angestellten auch, bei der ich mein pingelig beanstandetes Übergepäck bezahlen musste, wirklich sehr kulant...
Das Flugzeug war eine der gewohnten Touristen-Sardinenbüchsen, die man anscheinend für Menschen mit abschraubbaren Körperteilen konzipiert hat. Aber na ja, Gewohnheitssache.
Ungewohnt war, dass eine Dose Cola dort 2,50€ kostete und dass kein Raucherbereich existierte, was mir zwar recht war, den ganzen nervösen Individuen um mich herum aber leider weniger.
**Ankunft**
Der Reiseleiter, die uns zu unseren Hotel begleiten sollte, sprach, was in der Türkei eher ungewöhnlich ist, kein Wort deutsch. Was er uns zu sagen hatte, hatte er sich anscheinend in Lautschrift aufgeschrieben. Schlimmer noch war aber seine Ortsunkundigkeit, die Gäste, die im Cesars Annex untergebracht werden sollten, wollte er zehn Minuten lang nicht aus dem Bus lassen, da ihm nicht bekannt war, dass es sich hierbei um einen Teil des Cesars handelte.
Nach längerer Überzeugungsarbeit konnten wir ihn aber davon abhalten, mit uns eine weitere Rundreise zu machen.
Nach einer geschlagenen Stunde Warterei an der Rezeption wies uns die Rezeptionistin das nach ihrer Auskunft ruhigste Zimmer im Annex zu, das, wie sich herausstellte, kein Bungalow, sondern ein Nebengebäude war.
Dieses lag direkt an einer Straße mit diversen Einkaufsmöglichkeiten, die auch teilweise im Erdgeschoss des Gebäudes untergebracht waren.
Unsere Koffer durften wir netterweise selbst dorthin tragen, inklusive der Treppen, die zur Straße führten.
**Das Zimmer**
Unser Zimmer erwies sich als kleiner, karger, zur Straße gelegener und daher von außen gut einsehbarer Raum, dem an jeglichem Komfort mangelte.
Das Bad war winzig klein (was mir später zu gute kam- aber später mehr dazu), die Badewanne kaputt, die Fugen und Fliesen waren stark angeschimmelt.
Als Toilettenpapierhalter diente der Stiel einer Klobürste und die Seife in den am Waschbecken und in der Dusche angebrachten Spendern war ebenfalls verschimmelt. Wirklich sehr appetitlich. Noch Appetitlicher aber waren die Kakerlaken, die ich dort mehrmals gesichtet habe.
Begeistert war ich auch von den Handtüchern. Diese waren mindestens so alt wie ich, steinhart, löchrig und ausgefranst, zudem gerade mal groß genug, um ein Kleinkind damit ordentlich einwickeln zu können
Die Schlafnische, anders kann man es nicht nennen war sehr eng gestellt, die Betten so hart, dass wir uns gefragt haben, ob nicht der Teppich bequemer wäre. Wir haben es dann, auch mangels Platz, nicht ausprobiert, hatten dafür aber den ganzen Urlaub lang Rückenprobleme. Da waren die Liegen am Strand echt eine Erholung.
Eine Deckenbeleuchtung war nicht vorhanden, nur ein Licht am Bett und eines am Spiegel, die kaum genug Licht spendeten, um lesen zu können. Zwar hätte man tagsüber die Gardinen aufziehen können, aber schon beim ersten Versuch winkte mir ein Besitzer einer der gegenüberliegenden Läden zu, der sichtlich Vergnügen dabei fand in unser Zimmer zu schauen.
Im Zimmer gab es keinen einzigen Stuhl, ebenso auf dem Balkon. Nur ein alter, gammliger Hocker und ein Brettergestell mit Matratzenauflage, welches wir allerdings als Kofferablage benutzen mussten, da es sonst in diesen Zimmer absolut keinen Platz dafür gab. So mussten wir uns halt auf dem steinharten Bett aufhalten.
Die einzige Trocknungsmöglichkeit für unsere Handtücher war dann das rostige Balkongeländer, das auch sichtliche Spuren hinterlassen hat.
Die Klimaanlage - na ja, ich schätze, es war nur ein Ventilator hinter einem dreckigen Gitter - hatte absolut keinen Kühlungseffekt, sie war nur eine weitere Geräuschquelle von der es, wie wir schnell bemerkten, mehr als genug gab.
Unser Zimmer lag in Reichweite einer Disco und mehrer Bars, die bis 4 Uhr morgens lautstark Musik spielten – zum Vergleich: in Belek ist um spätestens 1 Uhr Nachtruhe angeordnet. Und IN diesem Ort gibt es keine Hotels. Auch mit Ohropax war dem Lärm nicht beizukommen, hörte man die Musik nicht, spürte man den Bass.
**Der Strand**
Der Weg vom Annex zum Strand betrug bei durchschnittlicher Schrittgeschwindigkeit rund 10 Minuten (Die Strecke betrug nicht, wie angegeben, nur 100 Meter). Zuerst musste man über die Einkaufsstraße – sehr angenehm in Badekleidung – dann an den, doch vorhandenen, Bungalows vorbei, über den Vorplatz des Hotels, durch die Lobby, die Einkaufspassage des Hotels, Treppen hinunter, durchs Restaurant, am Pool vorbei, dann an weiteren Bungalows und schließlich und endlich an der Strandbar.
Wer nun dachte, puh, endlich da, hatte sich getäuscht. Um ans Meer zu kommen musste man noch ewig durch den Sand stapfen den der Strand war seeehr breit – dafür sehr kurz und sehr dicht belegt. Auch hier war man fehl am Platz, wenn man Ruhe gesucht hatte. Direkt vor unseren Liegen war das Volleyballfeld, alle zwei Stunden kam einer vorbei und schrie Booochiiiaaa ... und spielte selbiges natürlich genau vor unseren Plätzen. Wo auch sonst, war der Strand ja gerade mal so lang wie das genannte Volleyballfeld.
Die Sauberkeit des Strandes ließ zu wünschen übrig; häufig flogen Plastik- und Styroporbecher herum, von Zigarettenkippen und sogar teilweise Exkrementen gar nicht zu reden.
Das gespannte Sonnensegel war so durchlässig, dass wir uns, nach dem ersten Sonnenbrand, wassertaugliche T-Shirts besorgen mussten.
Auch das erste schwimmen im lang herbeigesehnten Meer war „unangenehm“. Nirgendwo, weder am Strand selbst noch im Katalog oder anderswo, waren Hinweise auf vorhandene Felsbänke, an denen ich mich auch prompt verletzte, aber da war ich nicht die Einzige. Nach einigen Gesprächen mit Hotelangestellten (mein Freund kommt aus Antalya und spricht somit türkisch) konnten wir in Erfahrung bringen, dass das Cesars das einzige Hotel an diesem Strand war, das sich nicht die Mühe gemacht hatte, die Felsbänke zu entfernen.
Auffällig war auch, dass es keinerlei Vorrichtung gab, um die Wassersportgeräte des Hotels an Land zu ziehen, was ja nicht weiter gestört hätte, wäre mein Freund nicht mehrere Mal vom Personal angesprochen worden, ob er nicht beim Ziehen helfen könne! Da blieb mir schon die Luft weg...
Zu Beginn des, zum Glück, letzten Wochenendes unseres Aufenthalts löste sich dann die Absperrung, welche den Schwimmbereich vom Wassersportbereich trennte, was zur Folge hatte, dass Jetskis und andere Geräte gefährlich nah an den Schwimmenden vorbeizischten.
Außerdem musste man, um überhaupt schwimmen zu können, die Absperrung, die inzwischen parallel zum Strand trieb, anheben oder unter ihr durchschwimmen. Und das ganze 4 Tage lang, bis sich mal jemand bequemte, das Ding wieder zu befestigen. Auf die von meinem Freund mehrmals vorgetragene Bitte, bzw. Aufforderung, erntete er jedes Mal nur ein „Ja, ja“ oder sogar ein „machs doch selbst“. Wow, was für ein Service!
**Der Pool**
Der Pool, es war nur ein einziger, war für ein Hotel dieser Größenordnung viel zu klein. Das störte uns aber dann nicht weiter, da uns der auf dem Wasser schwimmende Fettfilm sowieso nicht zum schwimmen einlud.
Mein erster und einziger Versuch dort zu schwimmen wurde vorzeitig beendet. Waren mehr als 10 Leute und ein bis zwei Luftmatratzen im Wasser, konnte man sich kaum noch bewegen. Gekrönt wurde die Erfahrung, als sich ein Junge vor unseren Augen am erhöhten Beckenrand den Kopf aufschlug – er hatte es gewagt barfuß zum Pool zu rennen.
Falls der Pool einmal gereinigt wurde, was nicht oft vorkam, geschah dies während der Essenzeiten. Dazu muss man sagen, dass das Restaurant direkt am Pool liegt – oder eher: der Pool liegt fast im Restaurant.
**Essen und Getränke**
Die Essenszeiten waren für türkische Verhältnisse ein Witz, das Abendessen endete bereits um 20.30 Uhr!!
Die Essensauswahl war minimal. Morgens gab es 4 verschiedene Sorten Müsli, Milch, Kaffee und Tee. Verschiedene Brotsorten standen zur Auswahl, allerdings schmeckten sie alle gleich, einige Marmeladen, zwei verschiedene Wurst- und drei verschiedene Käsesorten. Etwas Obst (Orangen, Melonen) und Eier.
Mittags wie abends gab es drei bis vier verschiedene warme Gerichte, eine kleine Auswahl an Salaten, Brot – diesmal wirklich verschiedener Art – und eine kleine Auswahl an Desserts (Pudding, Kuchen, Baklava und eine Creme, die nach Plastik schmeckte). Und auch sonst bleibt zu sagen, das Essen entsprach der Qualität einer Pommesbude, allerdings keiner deutschen, denn die wird vom Gesundheitsamt kontrolliert:
Die Hygienezustände im Restaurant waren katastrophal. Jede Speise auf dem Buffet war mehr oder weniger von Fliegen besiedelt. Überall schwirrten diese Mistviecher herum, man hatte keine ruhige Minute, wollte man sie von sich und seinem Essen fernhalten.
Getränke wurden fast nur in Bechern serviert – nein, sie wurden nicht serviert, man musste sie sich selbst holen – Gläser waren absolute Mangelware. Toller 5-Sterne-Standard.
Man mag mir nachsehen, wenn ich mich an das dortige Essen nicht genauestens erinnern kann, denn nach zwei bis drei Tagen habe ich dort nichts mehr angerührt. Es fing bereits am ersten Tag an: Nach dem Essen wollten mein Freund und ich zu unserem Zimmer, gingen die Treppe hoch und, platsch, ich stand mitten drin: ein Junge hatte sich über die gesamte Treppe übergeben. Nachdem ich es geschafft hatte, meinen Schuh abzuwaschen, ohne mich ebenfalls zu übergeben erzählte mir mein Freund, dass der Junge den Rest seines Mageninhalts im Herrenwaschraum verteilt hätte. Komisch, was hatte der arme Junge nur?
Am nächsten Tag passierte mir etwas ähnliches. Ein junger Mann – o.k., er war wohl ungefähr in meinem Alter *g* - stieß mich zur Seite um sich netterweise nicht auf mich, sondern in die Büsche zu übergeben. Langsam kam ich ins grübeln.
Tja, am nächsten Tag war dann auch mir übel, aber, hartgesotten wie ich (bzw. mein Magen) bin (ist), bekam ich „nur“ Durchfall. Jetzt bekam ich zu spüren, welche Nachteile ein solch breiter und enger Strand noch hatte. Einige Male schaffte ich es nur knapp auf die, nicht gerade saubere, Strandtoilette.
Wir begannen nachzuforschen, woher das denn nur käme. Der Zufall wollte es, dass ich einen der Kellner dabei beobachtete, wie er das Getränkepulver, das später als „Saft“ gekennzeichnet wurde anmischte: nämlich mit Leitungswasser in einem alten Ketchup-Eimer.
Nun war mir klar, woher der Durchfall kam. Nicht umsonst stand in bisher jedem Hotel, das ich bisher in der Türkei besucht hatte, der Hinweis „Leitungswasser nicht trinken“. Auf die Frage meines Freundes erklärte ihm der Kellner, dass das hier so üblich sei, der Cola, Fanta usw. würden übrigens auch Leitungswasser beigemischt (was den faden Geschmack und die fehlende Kohlensäure erklärte). Von da an trank ich nur noch Mineralwasser, der Durchfall verschwand (kurzzeitig).
Da ich nun die Quelle gefunden zu haben meinte, begann ich auch wieder, im Hotel ein wenig zu essen. DAS war der größte Fehler den ich hätte machen können.
Nach zwei Tagen Ruhe ging’s los, aber richtig! Es fing mit Übelkeit an, die immer stärker wurde und das rasant. Wir hatten das Hotel gerade verlassen, um die Familie meines Freundes zu besuchen – ich fühlte mich dazu noch in der Lage – als regelrechte Bauchkrämpfe dazukamen. Ich erklärte ihm, ich könne nun doch nicht mitkommen und er solle alleine fahren. Das hat ihm einiges erspart.
Zurück im Zimmer setzte der Durchfall wieder ein. Kaum vom Klo herunter musste ich mich übergeben – das erste mal seit mindestens 10 Jahren!
Erschöpft legte ich mich ins Bett, sah aber wenig später ein, dass das wenig sinnvoll war – ganz schnell wieder zum Klo – vom Klo zum Waschbecken und zurück zum Bett ...das ging so von ca. 7 Uhr abends bis weit nach Mitternacht. Dann, auch wenn es peinlich ist, es verdeutlicht, was dort meinem Verdauungstrakt angetan wurde, lief quasi alles aus mir heraus. Ich schaffte es nicht mal mehr, auf die Toilette– ich stellte mich also in die Badewanne. Kaum dachte ich, mehr kann nicht kommen, musste ich mich erneut übergeben.
Ich weiß bis heute nicht, wie das ganze Zeug in mich hineingekommen ist, hatte ich doch kaum etwas zu mir genommen.
Nun legte ich mich wieder ins Bett, harrend der Dinge, die da kommen würden, und knacks, hatte ich mir irgendetwas in der Lungengegend eingeklemmt, wahrscheinlich durch die Anstrengung begünstigt.
Jetzt war ich nicht nur erschöpft, ich konnte mich auch nicht mehr bewegen. Jedes mal, wenn ich aufstehen wollte, bzw. musste, musste ich meinen inzwischen zurückgekehrten Freund wecken, damit er mir vorsichtig hoch hilft. Bis dahin war dies wirklich einer der schlimmsten Tage meines Lebens, ich war völlig verzweifelt ...
Aber es war ja auch noch nicht zu Ende. Ich erwachte gegen vier Uhr mit einem fürchterlichen Krampf im Bein, wie ich ihn noch nie erlebt habe. Es war fast, als würde es absterben. Mineralienmangel. Wo sollte ich auch Mineralien hernehmen?! Natürlich, wenn nicht aus dem Essen, dann aus der Apotheke...
Nachdem sich mein Körper etwas beruhig hatte, konnte ich am übernächsten Tag auch wieder etwas zu mir nehmen, aber NICHT im Hotel. Ich fuhr dazu lieber die 40 km zu den Eltern meines Freundes, wo mir das Essen dann auch bekommen ist.
Auf meinem Weg zum Strand entdeckte ich i Restaurant dann das, was dem ganzen das Krönchen aufsetzte: Hatten die da doch glatt ein „Buffet für unsere kranken Gäste“ aufgestellt. Blanker Hohn!
**Personal / Reiseleitung**
Den Satz „besser als gar nichts, sei froh, dass du überhaupt was bekommst“ möchte man in einem angeblichen 5-Sterne Hotel eigentlich nicht hören, besonders nicht von einem Kellner, der dir gerade die Cola in einem Schnapsglas serviert hat. Aber gegenüber einem Türken kann man sich das wohl erlauben.
Das dachte sich auch der Wachmann, den man passieren musste, wollte man vom Annex in Cesars. JEDEN ABEND hielt dieser uns an und fragte meinen Freund, ob er denn auch wirklich in diesem Hotel wohnen würde, er solle doch mal sein Armband zeigen. Zu widersetzen wagte man sich diesem Mann kaum, er trug einen Knüppel und eine Pistole – was nicht mal die Polizei dort tut, nur das Militär. Das gleiche passierte des öfteren am Strand.
Die Krönung war allerdings der, bzw. die Reiseleiter von ITT. Von drei mitreisenden türkischen Mädchen hatten wir erfahren, dass sie von einem der Reiseleiter massiv belästigt wurden, so dass sie Angst hatten, sich im Hotel frei zu bewegen. Denn, ungewöhnlicherweise, hielten sich die Reiseleiter andauernd im Hotel auf, aßen dort, tranken dort – und belästigten die Gäste sogar telefonisch von der Rezeption aus.
Unser Versuch, uns bei einem anderen Reiseleiter über die Zustände zu beschweren, endete in einem lauten Wortwechsel, der, kaum waren wir wütend abgedampft, telefonisch weitergeführt wurde. Erst als mein Freund dem Mann mit einer Anzeige drohte, hörte dieser auf ins Telefon zu schreien. Nun versuchte er auf die freundliche Tour, an unsere Unterlagen zu gelangen. Hatte er Minuten zuvor noch geschrieen, wir hätten überhaupt kein Recht uns zu beschweren, wollte er nun unsere Papiere, um uns anderweitig unterzubringen. Da wir aber mitbekommen hatten, dass bereits Gäste wegen ihrer Beschwerden aus dem Hotel geschmissen wurden, gingen wir darauf natürlich nicht ein.
Eine Bestätigung, dass eine Beschwerde unsererseits erfolgt ist, wurde uns natürlich verweigert.
Kurz darauf erfuhren wir auch noch, dass das Hotel angeblich der Mafia gehören soll. Das passt zwar ins Bild, man wundert sich aber doch über den schlechten Geschmack der Mafiosi ;-)
Wieder zu Hause angekommen, informierte ich mich in einem Lastminute-Büro von L’tur, mit dem wir bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht hatten, über das Hotel Cesars. Ein Mitarbeiter sagte uns, dass es in der Branche lange bekannt sei, dass dieses Hotel der reinste Schrott ist. Sie würden es schon seit mind. 5 Jahren nicht mehr anbieten.
Alles in allem hatte ich nach dieser Erfahrung erst mal Urlaub nötig.
Diesen ellenlangen, vielleicht etwas zu detaillierten und unappetitlichen Bericht habe ich geschrieben, weil ich wirklich JEDEN dringend warnen möchte, seinen wohlverdienten Jahresurlaub in diesem „Hotel“ zu verbringen. Besonders bei einem angeknacksten Gesundheitszustand kann das ganz leicht im Krankenhaus enden.
Also: VORSICHT!!
Der Berich soll aber auch keinen davon abhalten, seinen Urlaub in der Türkei zu verbringen. Da gibt es durchaus Hotels, bei denen ich ins Schwärmen geraten könnte.
[für yopi & ciao] weiterlesen schließen
Informationen
Die Erfahrungsberichte in den einzelnen Kategorien stellen keine Meinungsäußerung der Yopi GmbH dar, sondern geben ausschließlich die Ansicht des jeweiligen Verfassers wieder. Beachten Sie weiter, dass bei Medikamenten außerdem gilt: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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