Pro:
Gutes Essen | guter Service | sehr gute Lage
Kontra:
"verwohnter" Allgemeinzustand | "Chemie" im Pool? | Sandstrand 280 m entfernt
Empfehlung:
Ja
| Fakten
Iberostar Lanzarote Park
Playa Blanca
35570 Yaiza
Lanzerote
E-Mail: [email protected]
Homepage: http://www.iberostar.com/EN/Lanzarote-hotels/Iberostar-Lanzarote-Park_3_12.html
Koordinaten: N 28° 51.395 E 13° 50.285
| Warum dieses Hotel?
Nach einem verregneten August beschlossen wir nochmals eine Woche Richtung Süden zu "fliehen", um dort vor dem strengen Winter eine Portion Sonne zu tanken. Doch auf diese Idee kamen leider auch viele andere August-Regen-geplagte Deutsche. Im Reisebüro holte uns die freundliche Reiseverkehrskauffrau schnell auf den Boden der Tatsachen zurück, weil sie uns nur wenige freie Flüge anbieten konnte. Zwei Punkte erschwerten die Suche zusätzlich:
1. Wir wollten zu dritt verreisen, da uns meine Mutter begleiten sollte. Eine Unterkunft für drei Personen zu finden, ist nicht ganz einfach. Ein Doppelzimmer zur Einzelbenutzung ist fast nicht zu bezahlen. Die allein stehende Person hätte ein Drittel mehr berappen müssen als die anderen beiden, was für meine Mutter - eine Rentnerin - nicht akzeptabel war. Als Alternative suchten wir nach einer Suite, was auch nicht einfach war, da die meisten bereits von Familien gebucht worden waren.
2. In der ersten Oktoberwoche gibt es bekanntlich einen Feiertag und außerdem fanden während unseres Aufenthalts in drei Bundesländern Ferien statt. Dadurch wurde die Auswahl nochmals reduziert.
Unsere Reiseverkehrskauffrau bot uns das Iberostar Lanzerote Park*** für 727.- EUR/Woche inkl. Halbpension an, was zugegebenermaßen nicht ganz billig war. Im August - so hatte ich in einem Erfahrungsbericht gelesen - hatten zwei Personen im Doppelzimmer für zwei Wochen All-inclusive 630.- EUR bezahlt. Da wir aber schon leicht genervt zwei Stunden im Reisebüro verbracht hatten, stimmten wir resignierend zu und buchten diese Last-Minute-Reise von Neckermann.
Antwort auf die anfangs gestellte Frage "Warum dieses Hotel?": Weil es uns im Reisebüro vermittelt wurde.
| Anreise
Unser Auto hatten wir auf einem Flughafen-Transfer-Parkplatz in Eitting bei München abgestellt, wo es für 43.- EUR/Woche gut in einem Carport untergebracht war. Der Condor-Flug von München nach Arrecife (Lanzarote) dauerte ca. 4 Std. 15 Min. Der Transfer vom Flughafen Arrecife (ca. 45 Min.) bis nach Playa Blanca verlief mit dem Neckermann-Bus problemlos.
Wer das Hotel individuell buchen möchte, erreicht es mit dem Mietwagen ebenfalls vom Flughafen kommend über die LZ2. Die Beschilderung leitet einen über die gut ausgebaute Straße nach Yaiza und danach Richtung Playa Blanca.
| Hotel-Preise
Möchte man das Hotel individuell buchen, sollte man die tagesaktuellen Preise per E-Mail abfragen. Mir liegt eine umfangreiche Preisliste von 2006 vor, aus der ich nur ein Preisbeispiel nennen möchte. So zahlt eine Person in der Zeit vom 1.11. bis 10.12.2006 75.- EUR/Übernachtung im Doppelzimmer. Die Suite kostet 25.- EUR pro Person und Tag Aufpreis. Ich kann der Liste jedoch nicht entnehmen, ob es sich hierbei um ÜF oder HP handelt. Wer All-inclusive hinzu buchen möchte, muss nochmals 24.- EUR/pro Person und Tag hinlegen.
Vom 24.12.2006 bis 31.12.2006 wird es dann richtig teuer. Dann kostet das Doppelzimmer 127.- EUR/Person/Nacht. Das Gala-Buffet am 25.12. steht mit 73.- EUR Zuzahlung und das Gala-Buffet am 31.12.2006 mit ganzen 109.- EUR auf der Rechnung. Da lohnt sich sicherlich eine Pauschalbuchung über das Reisebüro.
| Playa Blanca
Playa Blanca ist ein Badeort im Süden der Insel Lanzarote mit typisch touristischem Flair. Es gibt zahlreiche Hotels, Shopping- und Flaniermeilen, Restaurants, Bars und Cafés. Lanzarote hat nur wenige Sandstrände anzubieten - viele davon sind künstlich aufgeschüttet worden. So auch die kleinen Strände des Iberostar Lanzarote Park.
| Lage
Das Hotel liegt sehr zentrumsnah - nur ca. 1 km vom Ortskern entfernt. Den Spaziergang kann man auf der Strandpromenade entlang leicht bewältigen - einzig durch ein kurzes, unansehnliches Hafengebiet unterbrochen, in dem die Fährschiffe von Fuerteventura anlegen.
Die Hotelanlage befindet sich direkt am Meer und wird nur durch einen Fußweg und durch ca. 10 m karstigen Fels vom Wasser getrennt. Es empfiehlt sich nicht, dort ins Meer zu steigen, da die Brandung gefährlich und die Felsen sehr scharfkantig sind. Etwa 280 m westlich befindet sich eine Mole, in der das Wasser angenehm ruhig ist. Hier gibt es auch den feinsandigen Strandabschnitt namens "Playa Flamingo".
| Die Hotelanlage Allgemein
Iberostar Lanzarote Park besteht im wesendlichen aus drei ringförmigen Gebäuden. Das Hauptgebäude liegt in der Mitte - in ihm befinden sich neben der Rezeption, dem Restaurant (+ Grill-Pool-Bar) und der Cocktail-Bar auch die Zimmer Nr. 1101 bis 1319. Im "Ost-Flügel", dem sog. Ring "B", liegen die Zimmer 2001 bis 2322 und im "West-Flügel" (Ring "C") die Zimmer 3001 bis 3322.
In der Mitte jedes kreisrunden, 3-stöckigen Gebäudes gibt es ein Schwimmbecken, von dem ich noch berichten werde. Das komplette Gelände ist sehr harmonisch angelegt. Es gibt viele Palmen, Oleander und Kakteen, die eine grüne Oase ins wasserarme Lanzarote zaubern. Runde Formen dominieren die gesamte Anlage, was mir sehr gut gefiel.
In den Innenräumen des Hotels herrscht Rauchverbot - so auch in den Zimmern. Rauchen darf man nur im Freiluftbereich (auf Balkonen, auf der Terrasse der Bar etc.).
| Zimmer
Wir hatten eine so genannte Suite, die sich im 1. Stock befand. Es gab dort ein separates Schlafzimmer, ein Bad, einen Wohnraum und einen angenehm großen Balkon. Meine Mutter schlief - recht gemütlich - im Wohnraum auf einem 90 cm breiten Bett, das tagsüber mit Polstern zu einer Couch umgebaut werden konnte. Es gab hier zwei dieser Bett-Couch-Kombinationen. In einer Ecke stand das Fernsehgerät (50 cm Durchmesser), in dem u.a. ZDF, RTL, VOX, Pro7, 3sat, Phoenix, hr, swf und DW empfangen werden konnten. Die Fernbedienung wurde einem gegen eine Kaution von 10.- EUR an der Rezeption ausgehändigt. Die Quittung sollte man bis zum Urlaubsende aufheben, weil sie wieder abgegeben werden muss.
Wer die kleine Kochnische in der Suite benützen möchte, kann sich den Schlüssel an der Rezeption abholen. Wir haben diese Einrichtung nicht genutzt, weshalb ich keine Erfahrungen wiedergeben kann. Den Kühlschrank, der nicht abgeschlossen war, nahmen wir jedoch rege in Anspruch. Das darin befindliche Eisfach konnten wir nicht benützen, weil die Klappe aus der Verankerung gerissen war.
Meiner Mutter stand im Wohnraum ein kleiner Kleiderschrank zur Verfügung, was ihr völlig ausreichte. Leider gab es weder hier noch in unserem Schlafzimmer eine Kofferablage. Die fehlte uns sehr, denn wir wollten in der kurzen Woche nur "aus dem Koffer leben". Deshalb funktionierten wir sowohl den Wohnzimmertisch als auch den Schreibtisch im Schlafzimmer zu einer Kofferablage um.
In unserem Schlafzimmer befanden sich zwei Einzelbetten, die zusammen geschoben worden waren. Je nach "nächtlicher Aktivitäten" konnten die Betten auseinander driften. Ein ausreichend großer Kleiderschrank und zwei Nachtkästchen komplettierten die Ausstattung.
Unser Schlafzimmerfenster ging auf den überdachten Außengang hinaus. Glücklicherweise befand sich unser Zimmer am Ende des Gebäudes, so dass wir abends/nachts weitgehend von vorbei laufenden Hotelgästen verschont blieben. Leider sind die Räume recht hellhörig, weshalb wir Nachbars quengelnde Kinder und dessen Toilettenspülung deutlich hörten.
Der Balkon war angenehm groß, so dass wir drei uns nur selten im Weg standen. Leider reichte der an der Wand befestigte Wäscheständer nicht aus, um unsere komplette Badekleidung und -Handtücher aufzuhängen. So mussten der Plastiktisch und die vier Stühle kurzfristig als Wäschetrockner herhalten. Da auf dem Balkon immer eine leichte Brise wehte, trockneten unsere Sachen schnell.
Die meisten Zimmer blicken übrigens aufs Meer hinaus, so dass man vom Balkon auf die Poolanlage, die Strandpromenade und aufs Wasser schauen kann. Schweift der Blick etwa 17 km weiter übers Meer, sieht man dort Fuerteventura liegen.
Im geräumigen Bad gibt es eine Toilette, ein Bidet, eine Badewanne mit abnehmbarem Duschkopf und ein Waschbecken mit großem Spiegel und ausreichend Ablagefläche. Aus den Wasserhähnen kam zu jeder Tageszeit heißes Wasser, welches jedoch unangenehm schmeckte. Wer darauf empfindlich reagiert, sollte zum Zähneputzen Mineralwasser aus der Flasche benützen.
Nach dem Toilettengang muss das Bad durch das Wohnzimmer entlüftet werden, weil es keine Abluftanlage gibt. Das gefiel mir überhaupt nicht, weshalb es eindeutig Abzüge gibt!!
Ein Fön war leider auch nicht vorhanden. Dafür aber ein kleines Schälchen mit Seifen, Duschgel, Badhaube, Kamm etc. Nachdem wir die beiden Seifen verbraucht hatten, wurden sie leider nicht aufgefüllt.
Während unseres Urlaubs wurde die Suite täglich geputzt, der Boden wurde alle zwei Tage gewischt. Handtücher wurden ebenfalls täglich gewechselt, auch wenn wir sie nicht - wie erbeten - in die Duschwanne warfen. Toilettenpapier wurde zuverlässig aufgefüllt. Am Freitag hatten die Zimmermädchen frei. Dann wurden die Zimmer nicht gereinigt und die Handtücher nicht gewechselt. Wer trotzdem neues Frottier haben wollte, musste dieses an der Rezeption bestellen. Uns wurden die Tücher dann aber erst um kurz vor 18 Uhr gebracht, was uns zu spät war. Um diese Zeit wollten wir bereits geduscht haben. Ach, übrigens! Es wird nicht gerne gesehen, dass man die Duschtücher mit an den Pool oder Strand nimmt. Also bitte eigene Badetücher mitnehmen.
Es besteht die Möglichkeit, seine Wäsche gegen Gebühr waschen zu lassen. Innerhalb von 48 Stunden bekommt man angeblich seine gewaschene Kleidung zurück. Die Reinigung eines Badetuches kostet 2,65 EUR, eines Handtuches 1,65 EUR und eines Badeanzugs 1,45 EUR. BH und Slip kosten ebenfalls 1,45 EUR, eine kurze Hose 4,30 EUR, eine lange Hose 5,35 EUR. Bei diesen Preisen muss man sich wirklich überlegen, ob man nicht lieber etwas Handwaschmittel mitnimmt.
Den Allgemeinzustand des Zimmers möchte ich als "ordentlich" und "wohnlich", aber nicht als "heimelig" oder "gemütlich" bezeichnen. Es ist eher ein langweiliges Allerwelts-Hotel-Zimmer, in dem man eigentlich nicht viel Zeit verbringen möchte. Vorhänge, Bilder, Wandfarben oder ähnliche Accessoires geben dem Zimmer leider keine persönliche Note, was ich schade finde. Weder Couch noch Stühle laden zum gemütlichen Verweilen ein. Im Gegenteil! Die Sitzgelegenheiten waren äußerst unbequem, so dass wir keine Lust verspürten, abends auf der Terrasse oder am Tisch des Wohnraumes zu sitzen und evtl. Karten zu.
Ein eigenes Thema sind die Zimmer-Klingeln. Am Eingang jedes Zimmers sind Klingeln angebracht, die man - wenn man nicht klopfen möchte - benützen kann. Das stellte sich bei uns als kleines Ärgernis heraus. Da die Kinder unserer englischen Nachbarn ständig das Bedürfnis verspürten, bei ihren Eltern zu klingeln, wurden wir durch das laute Scheppern ständig gestört. Die Klingeln sind nämlich so laut, dass man im Nachbarzimmer fast aus dem Bett fällt.
| Schwimmbäder
Zwischen 60 cm und 2,20 m tiefes, gechlortes Wasser erwarten den schwimmfreudigen Urlauber. Einen Bademeister haben wir nur am Becken des Hauptgebäudes gesehen, wo es tagsüber auch wesentlich voller war. Etwas entsetzt waren wir, als wir unsere Badekleidung nach zweimaligem Schwimmen wegwerfen mussten. Die Nähte meines Badeanzuges lösten sich auf. Bei der Badehose meines Freundes löste sich der Gummizug auf. Da beide Kleidungsstücke bereits drei/vier Jahre alt waren, gingen wir der Sache nicht weiter nach. Wir beschlossen trotzdem, nicht mehr ins Wasser zu steigen. Wir schauten lieber jeden morgen dem "Chemiemeister" zu, der seine Kanister in die Anlage kippte.
Im zweiten, kleineren Becken am Hauptgebäude lösten sich an unserem vorletzten Tag die Mosaikfliesen des Bodens. Das Becken wurde in der Nacht abgesperrt und die losen Fliesen am nächsten Tag entfernt. Das Becken wurde für den Schwimmbetrieb wieder freigegeben. Da wir an diesem Tag abreisten, sahen wir nicht mehr, ob und wann das Fliesenloch repariert wurde.
An den beiden Außenbecken standen während unseres Aufenthalts ca. 100 Sonnenliegen - am Hauptgebäude schätzten wir die dreifache Menge. Trotzdem - da waren
sich die überwiegend deutschen und schweizer Urlauber einig - musste man um 7.30 Uhr morgens die Liegen mit Badetüchern belegen. Der beste Schattenplatz, der schönste Sonnenschirm oder die bequemste Sonnenliege - da wurde morgen kräftig hin- und her geschoben. Anfang Oktober fanden wir gegen 9.30/10 Uhr trotzdem noch ein hübsches Plätzchen im Ostflügel. Im Hauptgebäude war um diese Zeit schon Rushhour angesagt.
Am Pool des Hauptgebäudes konnte man kühle Getränke bekommen, weil man sich in der Nähe der Cocktail-Bar befand. An den beiden Außengebäuden gab es leider keine Erfrischungsmöglichkeit. Schade! Das hat uns hier gefehlt. Auch eine Toilette war nicht vorhanden. Man musste notgedrungen aufs Zimmer gehen.
| Strand
Am felsigen Strand befinden sich in unregelmäßigen Abständen kleine Fleckchen, die mit feinem Sand aufgeschüttet wurden, damit die Urlauber nicht auf ihren Sandstrand verzichten müssen. Diese kleinen Fleckchen waren allerdings nicht sehr beliebt. Lag es an der Enge oder am starken Wind, der vom Meer her wehte? Ich persönlich hätte mich aus genau diesen beiden Gründen nicht dort hingelegt. Den 280 m entfernten Sandstrand "Playa Flamingo" suchten wir nicht auf, weil wir nicht all unsere Utensilien mitschleppen wollten und wir außerdem an ein paar sehr übel riechende Abwasserleitungen vorbei gemusst hätten.
Auf den hoteleigenen "Sandflecken" wurden dem Gast kostenlos ein paar Liegen sowie zwei/drei Schirme (pro "Fleckchen") zur Verfügung gestellt. Was mir positiv aufgefallen ist: hier gibt es keine lästigen Strandverkäufer! Man kann in "Ruhe" Sonne tanken, wenn man mal von den vielen Spaziergängern auf der Strandpromenade absieht.
| Restaurant
Um es auf den Punkt zu bringen: in unserer Urlaubswoche habe ich drei Kilogramm zugenommen! Das sagt wohl viel über die Qualität der Küche aus, oder? Zum Frühstück (Buffet von 7.45 bis 10.15 Uhr) gab es verschiedene Wurst- und Käsesorten, Spiegel-, Rühr- und hart gekochte Eier, Omelette, Sandwiches, Pasteten, Speck, warme Würstchen, Gurken, Tomaten, Marmeladen, Honig, Nutella, Eierkuchen mit Sirup (mmmmmmh!)... dazu einige Brot- und Brötchensorten. Abschließend konnte man Müsli, Joghurts, Kompott und Trockenfrüchte sowie zahlreiche Obstsorten (Melone, Äpfel, Birnen, Trauben...) probieren. Zu trinken gab es Kaffee aus dem Automaten, Kakao, Tee (versch. Beutel + heißes Wasser) oder heiße Milch. Ein Automat bot vier verschiedene Sorten Saft an, der uns sehr gut schmeckte. Ausreichend gestärkt starteten wir in den Tag.
Abends wurde das Angebot nochmals getoppt! Es würde den Rahmen dieses Berichts sprengen, wenn ich alles aufzählen müsste. Ob Fleisch, ob Fisch, Salat oder Gemüse - das umfangreiche Büfett bot eine leckere Auswahl, so dass jeder etwas für sich finden konnte. Jeden Tag gab es eine andere spezielle Leckerei. An einem Tag Spanferkel für die Fleischfresser und Scampis für die Fischliebhaber. Als Vegetarier wird man auch satt, obwohl man sehr aufpassen muss, was man sich auf den Teller tut. So findet man im Kartoffelsalat Tintenfisch oder Speck oder in den Nudeln irgendwelche Meeresfrüchte.
Zum Nachtisch kann man sich am kleinen Büfett Kuchen, Cremes und Eis nehmen oder am Obststand bedienen.
Abends muss man seine Getränke während des Essens bezahlen. Für ein Glas roten Hauswein (1/8 Ltr.) bezahlten wir 2,25 EUR, der halbe Liter Wasser kostete 1,65 EUR. Wenn man All-inclusive gebucht hat, bekommt man am "All-inclusive-Stand" diverse Softgetränke und Wein gratis. Möchte man eine ausgefallenere Weinsorte aus der Getränkekarte wählen, zahlt man als AI-Gast 50% des angegebenen Preises. So gibt es zum Beispiel einen roten, spanischen Wein vom Festland, von dem ein Glas 9,90 EUR kostet. Der AI-Gast zahlt dafür 4,95 EUR.
Wem das alles noch nicht genügt, der kann auch in der so genannten Grillbar essen gehen. Wir waren allerdings kein einziges Mal dort, weil wir mit dem normalen Angebot völlig zufrieden waren.
Ich habe schon mehrmals gelesen, dass Urlauber mit dem Service des Restaurants nicht zufrieden waren und die Kellner teilweise unhöflich oder sogar unverschämt fanden. Wir konnten uns nicht beklagen. Das Schlechteste, was ich über ein paar wenige sagen kann, ist, dass sie "teilnahmslos" ihrer Arbeit nachgingen - sprich, sie lächelten nicht und sprachen auch niemanden freiwillig an. Aber die meisten begrüßten einen höflich, lachten oder scherzten auch mal und waren immer flink darum bemüht, schmutziges Geschirr schnell vom Tisch zu räumen. Bat man um ein neues Tischtuch, weil die Vorgänger ihren Platz unordentlich verlassen hatten, konnte es allerdings schon mal etwas länger dauern, bis es gewechselt wurde. Getränke wurden aber sehr schnell gebracht, außer man bestellte nach - dann brachte man den ein oder anderen Kellner aus dem Konzept. So etwas kommt wohl nicht oft vor. Man trinkt üblicherweise wohl nur ein Tischgetränk und zahlt dann.
| Cocktail-Bar
In der Cocktail-Bar findet abends eine kurze Kinderanimation statt, in der - wie üblich - mit den Kindern getanzt wird. Danach werden den Erwachsenen verschiedene Shows angeboten. Die Qualität dieser Veranstaltungen war während unseres Aufenthalts mehr oder minder gut. So sahen wir eine eher durchschnittliche Pantomimen-Show und eine wesentlich bessere spanische Tanzshow. Die Animateure wechseln sich mit professionellen Künstlern ab, was etwas Abwechslung ins Programm bringt.
Die Getränkekarte bietet eine Auswahl an Getränke, die auch preislich in Ordnung sind. Für einen alkoholfreien Cocktail zahlten wir 2,75 EUR, der alkoholische kostete 3,75 EUR. Ein Café con legge war mit 1,80 EUR durchaus im Rahmen, obwohl die Tasse nicht sehr groß war. Geschmacklich war er ebenfalls "in Ordnung" - aber Kaffee können die Spanier wirklich nicht kochen. Achtung! Wer einen Cappuccino bestellt, bekommt meist einen schwarzen Kaffee mit geschlagener, gesüßter Sahne darauf.
Das Personal war - im Gegensatz zu den Kollegen im Restaurant - eher unfreundlich. Vielleicht lag es daran, dass 50 Prozent der Gäste "All inclusive"-Urlauber waren und ihre Getränke kostenlos erhielten. Dadurch fiel das Trinkgeld natürlich etwas mager aus.
| Animation
Ein umfangreiches Animationsprogramm sorgt dafür, dass keine Langeweile aufkommt. So wird neben diversen Spielturnieren (Boccia, Bogenschießen, Luftgewehrschießen etc.) auch große Unterhaltung für kleine Leute geboten. Die Kinder werden den ganzen Tag beschäftigt und es sah ganz so aus, als seien sie ganz begeistert. Dazu eine kleine Geschichte. Zwei kleine Mädchen stellen einer der Animateure abends vor dem Speisesaal folgende Frage: "Duuuuuuhuuuu, Steeeeffi, hast du unseren Vater gesehen???"
"Steffi" stutzte. "Steffi" überlegte. Und kam leider nicht darauf, wer von den 100 bis 150 Vätern der richtige ist. Ich musste herzhaft lachen, als ich Steffis ratloses Gesicht sah.
Da wir nur eine Woche dort waren und drei Tage davon mit dem Auto die Insel erkundeten, habe ich von der Animation nicht viel mitbekommen. Ich fand es persönlich nur schade, dass "Bogenschießen", "Luftgewehr-" und "Pistolenschießen" nur zweimal die Woche auf dem Programm standen. So konnten wir daran leider nie teilnehmen. Meine Mutter nahm einmal an einem Luftgewehrschießen teil und fand es sehr unterhaltsam. Zum Schluss bekam jeder - egal wie man abgeschlossen hatte - eine kleine Medaille ausgehändigt. Ein hübsches Souvenir!!!
| Internet
Im Foyer steht ein PC. Hier kann man für 4.- EUR eine halbe Stunde surfen. Das war uns zu teuer. In Neapel hatten wir dafür im Sommer 2,50 EUR bezahlt. Unsere E-Mail-Kontrolle musste also warten.
| Hotelsafe
Im Zimmer gibt es einen Safe, den man gegen eine geringe Gebühr (- ich glaube, es waren 8.- EUR pro Woche) mieten kann. Wir hatten angefragt, ob wir unsere Pässe und Flugtickets an der Rezeption deponieren könnten, das wurde uns eher widerwillig zugebilligt.
| Sauberkeit
Unser Zimmer, die Außengänge und alle Innenräume waren sehr ordentlich und sauber. Es wurde auch in der Gartenanlage darauf geachtet, dass Ordnung herrschte. Plastikbecher, Servietten und ähnliche Dinge, die vom Wind weggeweht worden waren, wurden baldmöglichst beseitigt.
| Service
Ein Tag nach unserer Ankunft klingelte in unserem Zimmer das Telefon. Die Dame an der Rezeption fragte an, ob wir alles zu unserer Zufriedenheit vorgefunden hätten. Das fand ich sehr aufmerksam! Mir fiel ein, dass unsere Eingangstür sehr schwer zu öffnen und schließen war und sagte es der Dame am Telefon. Sie versprach, einen Handwerker vorbei zu schicken, der auch prompt eine halbe Stunde später bei uns klingelte. Die Angelegenheit wurde behoben, wofür es von mir ein großes Lob gibt! Leider hatte ich vergessen, die Kühlfachtür zu reklamieren.
| Einkaufsmöglichkeiten
Schon beim Einchecken wurden wir darauf hingewiesen, dass es ca. 300 m entfernt einen Spar-Supermarkt geben würde, in dem wir die nötigsten Lebensmittel bekommen könnten. Das fand ich von der Rezeptionistin sehr nett. Noch am gleichen Abend machten wir uns auf den Weg, um uns mit dem nötigsten einzudecken. Der Spar-Markt erreicht man, wenn man die Strandpromenade Richtung Fährhafen entlang läuft. Kurz vor diesem Fährhafen gibt es auf der linken Seite ein chinesisches Restaurant. Hier biegt man links ab und läuft Richtung Straße hoch
| Ausflüge
Über Neckermann kann man vor Ort zahlreiche Ausflüge buchen. Hier ein kleines Preis-/Leistungsbeispiel...
Nordtour: Teguise, Kaktusfelder von Guatiza, Mirador del Rio, Jameos del Agua, Haria = 48.- EUR (Ki. 24.-)
Fuerteventura: Fährfahrt, Naturpark Coralejo, La Oliva, Casa de los Coroneles, Inselhauptstadt Betancuria, Casa "Santa Maria", Handwerksvorführung und Wein-/Käseprobe, Multivisionsshow = 60.50 EUR.
Zum Wochenmarkt in Teguise fährt Neckermann den Gast für 14.50 EUR.
Helicopterrundflug gefällig? Dafür zahlt man 176.- EUR für 30 Min. Die Jeep-Safari für 49.- EUR - so heißt es im Reiseführer - lohne sich nicht, weil die Inselregierung viele Nebenstraßen für den Jeeptourismus gesperrt habe, um die Umwelt zu schützen. Sehr lobenswert!
Wir haben mit einem Pärchen gesprochen, das für 48.- EUR eine "U-Boot-Fahrt" gemacht hatte. Sie waren vom "dressierten Rochen" sehr enttäuscht und trösteten sich damit, dass man wohl nie wieder die Möglichkeit haben würde, mit dem U-Boot zu fahren. Auf Mallorca gibt es übrigens ähnliche enttäuschende Fahrten.
Wir haben uns von Deutschland aus einen Seat Ibiza mit Klimaanlage gemietet. Achtung! Hier gibt es Tagespreise! Je früher man bucht, desto günstiger ist das Auto zu bekommen. Wir zahlten für drei Tage 108.- EUR - ein paar Tage vorher hätten wir dafür nur 92.- EUR berappen müssen. Vor dem Hotel gibt es mehrere Autovermietungen, wo man angeblich ab 27.- EUR einen Polo ohne Klimaanlage bekommt. Überprüft haben wir diese Angaben nicht. Mein Tipp: Eine Klimaanlage sollte der Mietwagen unbedingt haben!
Damit kann man dann in drei Tagen (reicht völlig!) die ganze Insel erkunden. Detailierte Ausflugstipps findet ihr bald in meinem ausführlichen Lanzarote-Bericht, der bereits in Arbeit ist...
| Sonstiges
Als wir unseren Urlaub im Reisebüro buchten, wurde uns das "Iberostar Lanzarote Park" als 4-Sterne-Hotel angepriesen. Leider übersahen wir folgenden kurzen Satz im Neckermann-Katalog: "Span. Kat.: 3 Schlüssel"
Vor Ort erkundigten wir uns, was dies zu bedeuten hat. Die freundliche, aber eindeutige Auskunft lautete, dass das Hotel lt. Landeskategorie ein 3-Sterne-Hotel sei, aber Neckermann aufgrund des hervorragenden Services und der tollen Lage des Hotels vier Sterne vergeben würde.
Daraus ergibt sich folgendes Fazit….
| Fazit
Das "Iberostar Lanzarote Park" ist, was es ist. Drei Sterne sind durchaus angebracht. Aufgrund des Allgemeinzustandes und im Vergleich zum "Iberostar Playa de Muro" auf Mallorca, in dem ich vor ein paar Jahren meinen Urlaub verbracht habe, wären 4 Sterne nicht gerechtfertigt. Abzüge gibt es für den "gebrauchten" Allgemeinzustand (klemmende Türen, defekte Eisfachklappe, "welche Chemie war da im Swimmingpool" etc.), die lieblose Zimmergestaltung und die schlechte Laune des Bar-Personals. Ein Pluspunkte vergebe ich für das gute Essen und den netten Service an der Rezeption. Die Strandlage hätte zwar auch einen Punkt verdient, da man aber nur die Aussicht und keinen eigentlich Sandstrand genießen kann, hebt sich eine bessere Bewertung dadurch - meiner Meinung nach - auf.
In diesem Sinne… alles bleibt anders… eure Dotti
[...auch bei ciao und dooyoo unter ähnlichem Nick tätig ;-) ] weiterlesen schließen
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