Israel Testberichte
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Tests und Erfahrungsberichte
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Israel
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s.Bericht
Kontra:
s.Bericht
Empfehlung:
Ja
Israel ist derzeit wieder bezüglich der Verhandlungen mit den Palästinensern in den Nachrichten. Für mich ist hier immer wieder nicht verständlich wieso sich diese zwei Völker nicht mal einigen können. Es handelt sich hier einfach um zwei sture Völker. Sie würden beide davon profitieren. Israel ist nicht mehr durch seine arabischen Nachbarn gefährdet und die Palästinenser könnten sich mit einem richtigen eigenen Staat immens verbessern. Israel sollte einfach mal die Siedlungen ad acta legen und den Palästinensern eine wirkliche Autonomie zugestehen. Aber ich möchte hier nicht politisieren zumal Israel mehr zu bieten hat als nur den Konflikt mit den Palästinensern.
Nämlich ein wunderschönes, höchst interessantes und vor allem kulturell einzigartig attraktives Land.
Ich kann euch einige Städte/Orte/Sehenswürdigkeiten besonders empfehlen:
1. Tel Aviv
Tel Aviv ist die zweitgrößte Stadt Israels und Ort der Unabhängigkeitserklärung Israels. Tel Aviv hat 390.300 Einwohner (das Ballungsgebiet sogar 3 Millionen Einwohner), den größten Flughafen Israels, einen sehr schönen ewig langen Sandstrand und die beste Partyszene im Nahen Osten (was nicht viel heißen mag, ich würde Tel Aviv sogar als Top-Partystadt weltweit bezeichnen)
Meine Israel Reise ist schon etwas länger her aber immer noch gut in Erinnerung. Ich bekam die Reise von einem Universitäts-Austauschfonds bezahlt und besuchte mit einer Professoren/Studenten Reisegruppe einige Wochen lang ganz Israel.
Tel Aviv war definitiv ein Höhepunkt. Ich habe jetzt eine gute Freundin in Tel Aviv und möchte die Stadt unbedingt wieder besuchen, allerdings wird es sich im Jubiläumsjahr nicht mehr ausgehen.
Ein Jahr indem es sich ansonsten aber sehr lohnen würde die Stadt zu besuchen.
Eindrücke
Tel Aviv überzeugte mich vor allem durch den ewig langen schönen Sandstrand an dem schon sehr viel los war.
Nach Jerusalem war Tel Aviv reinste Erholung. Die Atmosphäre in Jerusalem hat mir gar nicht gut gefallen, sie war durchgehend aggressiv und wenig einladend. Tel Aviv hat hingegen eine entspannte und fröhliche Atmosphäre. Tel Aviv ist eine rein jüdische Stadt und geprägt durch moderne, junge Israelis.
Ich ging damals zuerst an den Strand und genoß das Meer, Strand und Sonne. Von alledem hat Tel Aviv reichlich. Am Strand gibt es viel Körperkultur. Beeindruckend waren hier auch die selbstbewussten jungen Frauen. Wir - ich und ein anderer Student- wurden damals von 3 israelischen Soldatinnen angehalten die uns filzten. Im Grunde ging es dabei aber nur um Kontaktaufnahme und Spaß, was uns jedoch erst ganz am Schluß klar wurde. Am Strand wird klar dass auch die Frauen eine militärische Ausbildung haben, soviele körperertüchtigende Frauen habe ich davor und danach weltweit nirgends gesehen (nicht mal in Florida). Wir waren damals auch Zuschauer bei einer Flugshow des israelischen Militärs die sehr beeindruckend war. Das Militär ist in Israel ganz was anderes als wir es aus dem TV kennen. Lachende, lockere israelische Soldaten sieht man bei uns im TV nie. Klar - in der Hölle Gaza Streifen gibt es auch nichts zu lachen. In Tel Aviv sieht es ganz anders aus, das Militär gehört zum Leben dazu ist aber nie bedrohlich und einfach jeder ist im Militär.
Kurz zum Thema Sicherheit. Wir fühlten uns in Tel Aviv durchaus sicher.
Die Kriminalität ist gering und derzeit gibt es auch keine Anschläge zu befürchten.
Das Essen in Israel ist kein kulinarischer Höhenflug aber es gibt jede Menge gute Restaurants. Ich mag die arabische und auch die israelische Küche, Falafel usw und hatte daher immer meine Freude am Essen. Lästiger war das wir damals als österreichische Reisegruppe immer wieder Schnitzel bekamen a la damit ihr was von eurer Heimat essen könnt. Nach der fünften Schnitzeleinladung keine große Freude mehr.
In schlechter Erinnerung sind mir eigentlich lediglich die arroganten (weil über all unter dem Motto wir sind Diplomaten falsch parkende), halbgebildeten Diplomaten die wir trafen. Einer machte komplett unzutreffende Vergleiche zwischen der aktuellen Lage Israels und Österreich in den 30er Jahren. Depperter wie man bei uns sagt.
Zurück zum Thema Restaurants. In Tel Aviv ist es üblich eine gemeinsame Rechnung zu erhalten. Getrennte Rechnungen sind komplett unüblich und überfordern die Bedienung. Ansonsten wird man aber immer zuvorkommend und freundlich bedient.
Architektonisch ist Tel Aviv eine "weiße Stadt", die Bezeichnung kommt von tausenden im Bauhausstil und im Internationalen Stil errichteten Häuser aus den 30er Jahren. Es gibt auch noch einen eigenen Stadteil Weiße Stadt in dem besonders viele solche Häuser stehen, dieser Teil Tel Avivs ist mittlerweile UNESCO-Welterbe.
Vor allem ist Tel Aviv eine Partystadt. Hier geht richtig die Post ab. Damals beeindruckte mich die Anzahl von Clubs und Lokalen schwer, laut meiner Freundin in Tel Aviv sind es sogar noch um einiges mehr geworden. Dazu kommt eine große Anzahl von Museen, allem voran das erstklassige Kunstmuseum, Theater und Galerien.
Das Kunstmuseum sollte für jeden Besucher ein Muss sein.
Die Sammlung ist sehr groß. Der Schwerpunkt liegt auf israelischer Kunst, die durchaus sehenswert ist, und moderne Kunst.
Wir waren damals auch im Diasporamuseum ((Beth haTfuzoth) das auch einen Besuch wert ist. Hier wird wie der Name schon sagt die Geschichte des jüdischen Volkes im Exil nacherzählt. Wer sich für jüdische Geschichte und Leben interessiert sollte es unbedingt besuchen.
Insgesamt eine klare Empfehung für diese weltoffene, schöne, wunderbar gelegene und interessante Stadt.
2. Untrennbar mit einem Israel Besuch verbunden ist für mich Yad Vashem
Das Museum zur Geschichte des Holocaust vermittelt mittels Bilder, Kunstwerken, Dokumenten, Videos und Exponaten das Grauen des Holocaust. Es gibt zudem eine Halle der Erinnerung mit einer Gedenkflamme für die Opfer des Holocaust und in der die Namen der größten KZ´s eingraviert sind. Im Garten der Gerechten unter den Völkern stehen Bäume für die Nicht-Juden die gegen den Völkermord ankämpften bzw. Juden retteten. Auf das Denkmal für die Kinder möchte ich noch am Schluß besonders eingehen.
Adresse:
Yad Vashem
The Holocaust Martyrs' and Heroes' Remembrance Authority
Har Hazikaron
P.O.B. 3477
Jerusalem 91034 Israel
Öffnungszeiten:
Sonntag bis Mittwoch: 09:00-17:00
Donnerstag: 9:00-20:00
Freitag: 09:00-14:00
Das Museum ist an jüdischen Feiertagen und am Samstag geschlossen
Der Eintritt ist frei. Kinder unter 10 haben jedoch keinen Zutritt (was auch gut ist)
Da ich vor dem Besuch von Yad Vashem schon das KZ Dachau besichtigt hatte und mich intensiv mit dem Holocaust beschäftigte waren die Bilder nicht neu für mich. Schrecklich sind sie dennoch immer wieder. Yad Vashem ist weitaus eindrücklicher als ein ehemaliges KZ zu besichtigen.
Das Museum ist riesig und sehr umfassend. Nach einer gewissen Zeit waren mir die vielen grausamen Bilder und Videos fast schon zuviel.
Interessant war das neben uns eine Gruppe israelischer Soldaten recht gelangweilt durch das Museum ging. Wahrscheinlich waren sie schon x-mal hier und hatten wenig Interesse. Dann wieder kamen wir zu Bildern der Todesmärsche und ein alter jüdischer Mann (orthodox-jüdische Kleidung) weinte, schluchzte und schüttelte mit dem Kopf. Eine junge Frau (Enkelin oder Tochter) versuchte ihn zu trösten. Dies war meine erste unauslöschliche Erfahrung in Yad Vashem.
Die zweite war das Denkmal für die Kinder.
Yad Vashem ist für mich ein Pflichtbesuch für jeden Israel Reisenden. Gerade in einer Zeit in der ein Ahmadinedschad im Iran den Holocaust leugnet und österreichische FPÖ sowie BZÖPolitiker ihn verharmlosen ist es immens wichtig die Erinnerung an den Völkermord aufrechtzuerhalten.
Das Museum informiert umfassend über den Holocaust und die damalige Zeit, über den Ablauf des Völkermordes und sein Ende.
Sehr empfehlenswert ist auch die Seite http://yadvashem.org mit einer riesigen Datenbank mit den Namen und Angaben zur Verfolgung von jüdischen Opfern, Unterrichtsmaterialien, einer Fotogalerie von Yad Vashem etc.
Der bewegendste Teil von Yad Vashem war für mich die Gedenkstätte für die über 1 500 000 jüdische Kinder die im Holocaust von den Nazis ermordet wurden. Betritt man die Gedenkstätte kommt man nach grellem Tageslicht in ungewohnte Dunkelheit. Am Eingang sieht man die Bilder von einigen ermordeten jüdischen Kindern. Ich hatte da schon einen Kloß im Hals da die Kinder sehr liebenswert aussahen und ein Kind mich anlächelte. Dann kommt man in die Dunkelheit. Dazu kommen Tausende Kerzen die durch Spiegelungen 1,5 Millionen Lichter sein sollen. Eine Männerstimme verließt die Namen von jüdischen Kindern die ermordet wurden mit Name, Alter und ihrem Wohnort. Ich hatte das Gefühl dies geht ewig und dachte immer wieder an Kinder die ich kenne, mein Gedankengang war immer wieder was für Menschen waren das damals die Kinder ermorden? Nach der Gedenkstätte redete in meiner Gruppe keiner mehr ein Wort bis wir mit dem Bus wieder beim Hotel waren.
Yad Vashem bringt einem das Grauen, die Unmenschlichkeit des Holocaust sehr nahe.
Kein Muss aber empfehlenswert ist Haifa.
3. Haifa ist eine Stadt mit 267 000 Einwohnern in Nordisrael.
Im Rahmen unserer Israel Besuches besichtigten wir in Haifa den Schrein des Bab und danach die Altstadt von Akko.
Haifa ist eine schöne Hafenstadt die für das friedliche Zusammenleben der Religionen, Juden, Muslime, Bahai und Christen bekannt ist.
Haifa litt jedoch unter den Raketen der Hisbollah die den Tourismus nahezu zum Erliegen brachten. Zur Zeit als ich auf Besuch in Haifa war es friedlich und derzeit ist dies auch der Fall. Wir hatten allerdings wenig Zeit zur Verfügung und sahen eben nur das Zentrum der Bahai.
Zum Schrein des Bab:
Der Schrein des Bab gehört zum Weltkulturerbe und ist eine bedeutende Bahai-Pilgerstätte in Haifa. Bab wurde 1819 in Schiraz, Iran geboren. Er behauptete göttliche Offenbarungen zu haben und erhielt zehntausende Anhänger. Revolutionär waren vor allem seine Ansichten zu den Rechten der Frauen und seine Kritik an Religionsgelehrten. Eine Anhänger des Bab legte öffentlich den Schleier ab. Juli 1848 sprachen sich die Anhänger des Bab vom Islam los. Daraufhin kam es zu staatlicher Verfolgung und schließlich zur Füsilierung des Bab am 9. Juli 1850
Tausende seiner Anhänger wurden in weiterer Folge ermordet. Die Anhänger des Bab teilten sich in zwei Gruppen. Die unter Baha'u'llah gründete die Religion der Bahai. Deren Geschichte ist stark mit Haifa verbunden da sich hier ihr Weltzentrum befindet.
Mittlerweile gibt es in 219 Ländern fast 8 Millionen Bahai.
Im Iran werden sie nach wie vor verfolgt und diskriminiert.
Ein zentraler Grundsatz der Bahai ist, dass Religion nicht der Vernunft und der Wissenschaft widersprechen dürfe. Als wichtigstes Element der Religion bezeichnete Abdu'l Baha die Nächstenliebe. Religion, die zu Zwietracht führt, verfehle ihren Zweck und es sei besser ohne sie zu leben. (dieser Absatz zitiert nach Brockhaus und Abdu'l Baha: Ansprachen in Paris)
Vor meinem Besuch in Haifa wusste ich eigentlich nichts über die Bahai.
Leider durften wir nicht in den Schrein hinein aber wir durften die Gärten ansehen. Die Gärten sind sehr schön und man hat in der weitläufigen Anlage auch seine Ruhe. Die kunstvoll terrassenförmig angelegten Gärten sind für jeden Gartenfreund einen Besuch wert, interessant ist vor allem aber auch das die Gestaltungselement verschiedener Kulturen vereinbart wurden. Es gibt viele Springbrunnen, Wasserfontänen und Ornamente. Die Gärten sind sehr harmonisch und geschmackvoll angelegt. Für Bahai ist der Schrein von großer Bedeutung, ein Pilgerort, das Grab des Religionsstifters Baha'u'llah ist sogar der heiligste Ort für sie. Ein Video gibt es hier:
http://www.bahai-einblicke.de/kategorien/pilgerre ise
ein Foto gibt es hier:
http://www.hagalil.com/01/de/Israel.php?itemid=25 20
Der Tempel mit der goldenen Kuppel ist sehr eindrucksvoll, vor allem wirkt er schon von der Ferne sehr majestätisch mit den 19 Terrassen.
Ein Besuch lohnt sich aus zwei Gründen:
1. um die Bahai kennenzulernen
2. wegen den schönen Gärten
Letztere gaben unserem hektischen Tag einen geruhsamen Ausklang. Ganz klare Empfehlung.
4. Totes Meer
Im Rahmen meiner hier schon erwähnten Israel Reise (siehe Tel Aviv Bericht) war ich natürlich auch am Toten Meer.
Ich denke die Gegend um das Tote Meer sollte kein Israel-Reisender auslassen, allerdings denke ich auch nicht das man mehrere Wochen dort verbringen sollte. Wir waren einen Tag dort und das hat meiner Ansicht nach vollkommen gereicht. Nach Massada war der Besuch freilich eine willkommene Erholung.
Das Tote Meer ist eigentlich ein 600 km2 großer See der vom Jordan gespeist wird und hieß bis ins 4 Jahrhundert Asphaltsee.
Er ist mit minus 420 m Seespiegelhöhe der am tiefsten gelegene See der Welt.
Beeindruckend ist aber vor allem der 28 % Salzgehalt des Mittelmeeres im Wasser. Dieser ist darum so hoch weil der See nicht abfließt und das Wasser durch das Wüstenklima stark verdunstet. So bleiben Mineralien, Salze. Tot ist das Tote Meer nicht aber es leben auch nur Mikroorganismen und wenige Pflanzen in dem lebensfeindlichen See.
Die Gegend um das Tote Meer ist touristisch sehr gut erschloßen. Wir waren damals nur einen Tag am Toten Meer nach einem sehr anstrengenden Besuch in Massada. Ich fand dies ausreichend da man als Tourist eh nicht mehr macht als das obligatorische "Mann im Wasser mit Zeitung" Foto zu schießen. Schwimmen kann man im Toten Meer nicht, Wellen gab es auch keine und das Wasser trinken ist sogar lebensgefährlich. Ans Tote Meer geht man freilich um sich zu entspannen, Partygänger sind hier komplett fehl am Platz. Interessanter ist der See für Menschen die an Schuppenflechte leiden da die Mineralien des Toten Meeres (Magnesium, Brom und Kali) eine heilende Wirkung haben. Ein Arbeitskollege von mir wurde sie so los (auf Anfrage kann ich seine Kontaktadresse gerne weitergeben). Zudem ist die Luft sauerstoffreich und UV-arm. Noch kurz zum Thema Sicherheit - am Toten Meer gab es soviel ich in Erfahrung bringen konnte noch nie an Anschläge. Wichtiger ist es sich der Sonne nicht schutzlos auszuliefern. Auf jeden Fall braucht man am Toten Meer ein sehr gutes Sonnenschutzmittel.
Ich habe vor dem Baden ein Schlammbad genommen und mich dann (mit der obligatorischen Zeitung) ins Wasser begeben. Irgendwie war dies nichts für mich, ich fühlte mich nicht sonderlich wohl. Ich bin mehr der Typ der im Wasser schwimmen will. Die Schlammsession hat mir hingegen sehr gut gefallen und meiner Haut hat der Tag am Toten Meer auch gut getan. Man bekommt auch Massagen und einige Veranstalter bieten Wanderungen oder Spaziergänge an. Kulturell lohnt sich ein Besuch der ehemaligen Festung Massada (dazu folgt aber noch ein Bericht meinerseits) oder der Höhlen von Qumran.
Insgesamt eine Empfehlung für Ruhe suchende Touristen und Menschen mit Hauterkrankungen.
5. Jerusalem ist natürlich ein Muss.
Felsendom und Klagemauer muss man gesehen haben. Die Stadt an sich war aber nicht meins. Ich war noch nie in einer Stadt mit einer solch negativen Atmosphäre. Kein Vergleich zur Leichtigkeit von Tel Aviv. In Jerusalem laufen jüdische Siedler mit Gewehren umher und die Araber sind auch alles andere als freundlich.
Natürlich ist für Christen die Stadt auch was besonderes. Wobei gerade auch zwischen den Christen in der Grabeskirche nicht freundlich gegenüberstehen.
Die Grabeskirche wurde 326 nach Christus errichtet. Sie wurde an der Stelle errichtet wo nach mündlicher Überlieferung bzw. lokaler Tradition der Ort war an dem Jesus begraben wurde. Sicher kann man nach der langen Zeit freilich nicht sein. Damals stand an dem Ort ein römischer Tempel der abgetragen wurde.
Die ursprüngliche Kirche wurde zuerst durch ein Erdbeben und später durch den barbarischen Fatamidenkalifen al-Hakim zerstört.
Nach relativ toleranten Herrschern war er ein Fanatiker und Massenmörder. Er ging nicht nur gegen Christen und Juden brutalst vor sondern auch gegen die Frauen. Ein Beispiel für seine unsinnigen Verbote ist das Verbot Damenschuhe herzustellen (damit die Frauen in den Häusern bleiben mussten). Selbst Damenschuhe durften nicht mehr hergestellt werden, um die Frauen in die Häuser zu zwingen. Al-Hakim verschwand plötzlich von der Bildfläche (wahrscheinlich wurde er ermordet) ist aber ein Beispiel dafür das die Ansicht von toleranten muslimischen Herrschern zu dieser Zeit ein nettes Märchen ist (mit Ausnahme der Herrscher in Andalusien).
Er zerstörte auch das Felsengrab an sich.
Die Kreuzritter bauten die Grabeskirche 1144 wieder neu auf.
Die christlichen Kirchen stritten sowohl unter osmanischer Herrschaft, unter britischer Herrschaft als auch unter israelischer Herrschaft heftig um die Rechte in der Kirche. Schon die Namensgebung zeigt die Uneinigkeit. Grabeskirche heißt die Kirche für Katholiken und Protestanten, Auferstehungskirche für die Orthodoxen. Ganze 6 Kirchen kümmern sich um die Verwaltung der Grabeskirche. Die Griechisch-Orthodoxe, die Römisch-Katholische Kirche (durch die Franziskaner) und die Armenische Apostolische Kirche haben den meisten Platz erhalten. Weiters die Syrisch-Orthodoxe Kirche, die Kopten und die Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo-Kirche vertreten. Protestanten, Alt-Katholiken etc. haben keine Rechte. Alles ist genau festgelegt etwa wer wann wie lange beten kann. Zwischen den Priestern und Mönchen gibt es dennoch immer wieder Streitigkeiten über die Gebetsordnung die sogar schon zu Schlägereien ausarteten. (ein Video gibt's unter http://www.spiegel.de/panorama/zeitgeschichte/0,15 18,548555,00.html
Die Grabeskapelle ist der wichtigste Teil der Kirche. Hier befindet sich das Grab von Jesus. Das Grab liegt in einem sehr prachtvoll verzierten Kapellbau innerhalb der Rotunde, deren ornamentiertes Kuppeldach von Säulen getragen wird. Die Grabkapelle wird von einem Zirkel aus zwölf Säulen umgeben.
Am Eingang der Kirche ist der Salbungsstein auf dem Jesus für die Bestattung vorbereitet sein soll, rechts vom Eingang ist der Golgotafelsen wo Jesus gestorben sein soll. Für die griechisch-orthodoxen Christen ist die Adamskapelle noch von großer Bedeutung. Für sie lag hier der Schädel Adams. Für die Katholiken ist die Kreuzauffindungskapelle bedeutend, an der Stelle soll der Fundort des Kreuzes von Jesus sein. Das Katholikon der Orthodoxen ist das Mittelschiff mit Altar der Kirche.
Ich war an dem Ort nicht wirklich religiös inspiriert. Es herrschte ein großes Gedrängel und irgendwie eine aggressive Stimmung zwischen den Mönchen und Priestern an dem Ort.
Einzig die Gläubigen auf die tiefbewegt waren und inbrünstig ihre Gebete verrichteten gaben dem Ort die Stimmung die er haben sollte. Ich kam dort ins Gespräch mit Gläubigen aus Kanada und Armenien. Vor allem die Armenier beeindruckten mich da sie jahrelang gespart hatten um die Reise nach Jerusalem anzutreten. Sie waren alle begeistert von der Grabeskirche und meinten für sie sei die Grabeskirche der Höhepunkt der Israel-Reise.
Die damalige hektische Atmosphäre und die schlecht gelaunten Priester waren nicht gerade sehr einladend für mich. Ich bin von dem Ort nicht religiös bewegt worden, der prächtige Kapellbau gefiel mir aber sehr gut.
Allerdings brauchte ich aber auch noch nie einen Ort um Gott nahe zu sein. Für überzeugte Christen ist die heiligste Stätte der Christenheit freilich ein "Muss".
Zum Felsendom schreibe ich noch mehr wie auch der Bericht noch erweitert wird.
Fazit: empfehlenswert weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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MasterSirTobi, 18.10.2010, 20:24 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
SH, was sonst. LG von dem MasterSirTobi
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