Pro:
schnelle Zubereitung, Mischung mit Röstkaffee
Kontra:
etwas teuer im Vergleich zu ähnlichen Produkten
Empfehlung:
Ja
- Löslicher mit 15 Prozent feinem Röstkaffee
Der Bremer Kaffeeröster Jacobs hat mit "Jacobs Momente" eine neue Kaffee-Komposition auf den Markt gebracht. Im Kern handelt es sich um einen löslichen Kaffee, den man also schnell ohne Maschine, Kaffeefilter und dergleichen zubereiten kann. In diesem Fall besteht die Kaffeemischung aus 85 Prozent löslichem Kaffee und 15 Prozent sehr fein gemahlenem Röstkaffee. Dadurch soll der Geschmack verstärkt und - laut Werbung - das Kaffeeerlebnis auch bei löslichem Kaffee aromatischer und genussvoller werden.
Stimmt das? Ich habe den Kaffee jetzt getestet und bin ein wenig zwiegespalten.
- Ohne Zusatzstoffe, aber recht teuer
Jacobs Momente gibt es in drei Variationen. Zum einen als Tassenportion (dann sind 10 einzeln verpackte Tassenportionen mit je 1,8 Gramm in einer Packung). Ferner werden 100- und 200-Gramm-Gläser angeboten. Das 100 Gramm Glas kostet im Handel durchschnittlich 5,49 Euro, die zehn Tassenportionen (also nur 18 Gramm) gibt es für im Schnitt 1,99 bis 2,49 Euro. Die Zusammensetzung besteht aus 85 % löslichem und 15 % Röstkaffee, also keinen weiteren Zusatzstoffen oder Geschmacksverstärker, was ich schon mal gut finde. Kaffee pur - aber zu einem Preis, der über dem Durchschnitt liegt, zumal, wenn man No-Name-Lösliche Kaffee betrachtet. Doch damit will Jacobs wohl nicht verglichen werden, denn deren Löslicher enthält ja auch Röstkaffee.
Ich empfand den Geschmack von Jacobs Momente etwas besser und intensiver als den Geschmack von sonstigem löslichen Kaffee, aber für mich war das Geschmacks-Erlebnis auch nicht so umwerfend. Nimmt man nach der Dosieranleitung eine Tassenportion oder einen Teelöffel Pulver für eine Tasse, dann ist der Kaffee für meinen Geschmack doch etwas dünn und wenig überzeugend. Besser wird es schon, wenn man die Dosierung etwas erhöht, also z.B. zwei Portionsbeutel für einen Becher Kaffee (das wären ja so etwa 1,5 Tassen) nimmt. Dann nimmt der Kaffee-Geschmack zu und kommt dem Genuss-Erlebnis der Werbung näher. Also in meinem Fall: Etwa zwei Teelöffel Pulver für einen Becher oder 1,5 Teelöffel voll für eine Tasse. Zugeben will ich dabei, dass ich eigentlich etwas kräftigeren Kaffee mag, also nicht die milden Sorten. Am Morgen möchte ich schon eine kräftigere Kaffee-Mischung genießen. Nach dem Mittagessen dann vielleicht künftig die Momente von Jacobs.
- Nicht schlecht, der Kaffeesud
Offenbar weil der Kaffee besonders fein gemahlen ist, bleibt in der Tasse etwas Kaffeesud zurück, den man auch getrost mittrinken kann. Das ist in etwa so, wenn ich mir ab und zu mal einen Kaffee in einem Espressokocher zubereite, auch dann bleibt im Kaffee ein Sud, der für mich oft erst einen Kaffee ausmacht. Das werte ich an Jacobs Momente positiv.
Der Vorteil eines löslichen Kaffees (und auch diesen mit 15 % Röstkaffee aufgepimpten Kaffee) legt natürlich in der Zubereitung. Er ist sehr schnell zubereitet, was besonders im Büro oder bei überraschenden Gästen von Vorteil ist. Man kocht einfach die gewünschte Menge Wasser ab, je nachdem wie viele Tassen oder Becher man trinken möchte. Mit dem Wasserkocher geht das sehr schnell und zudem stromsparend. Kaffeepulver in die Tasse oder den Becher, heißes Wasser drauf - fertig. Besonders dann, wenn man nur mal eben eine Tasse trinken möchte, bietet sich die neue Kaffee-Mischung von Jacobs an.
Preislich gesehen liegt der Preis für eine Tasse Momente etwa in der Mitte von Pads und Kaffee-Kapseln, doch deutlich über dem Preis einer gewöhnlich zubereiteten Tasse Filter-Kaffee, egal von von Jacobs, Eduscho, Tchibo oder Aldi.
Ich werde wohl künftig ab und zu mal den neuen aufgepimpten Löslichen von Jacobs vorrätig haben und genießen, wenn ich für mich alleine zwischendurch Lust auf einen schnellen Kaffee habe. Aber wirkliche Genuss-Momente bereite ich mir mit meiner Pad-Maschine zu, denn ich mag - besonders zum Frühstück und am Wochenende - doch lieber den etwas kräftigeren Kaffee. weiterlesen schließen
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