Pro:
Das Jagdschloss innen und außen. Hervorheben möchte ich hier das Federzimmer, die Kapelle und das Festzimmer.
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Schloss Moritzburg
Jagschloss und Teichlandschaft
Erster Tipp:
Um den wirklichen Charme vom Schloss Moritzburg in sich aufnehmen zu können, sollte der Gast einen entspannten Tag einplanen, der von schönem Wetter begleitet wird.
Zweiter Tipp:
Die Anreise sollte wenn möglich nicht mit dem PKW erfolgen, sondern mit der Lößnitzgrundbahn (auch Lößnitzdackel genannt), da man bereits hier die Natur in aller Ruhe auf sich wirken lassen kann. Nähere Informationen gibt es auf der Homepage www.bvo.de/loessnitzgrundbahn.
Dritter Tipp:
Viel Zeit einplanen und gutes Schuhwerk, denn zum Jagdschloss gehört eigentlich auch ein Besuch des Wildgeheges, des Fasanenschlösschens und des Leuchtturms, den August der Starke errichten ließ, um seinen nachgestellten Seeschlachten das nötige Flair zu geben. Für den Fußweg Jagdschloss Moritzburg bis zum Leuchtturm ohne Zwischenstopps sollten so ca. 1 bis 1 ½ h eingeplant werden. Denn keiner wird rennen, sondern schlendern wollen.
Wir haben uns im September 2009 nur auf das Jagdschloss Moritzburg konzentriert und waren ein wenig unvorbereitet, als wir feststellen, was eigentlich zu einem Komplettprogramm Moritzburg gehören müsste. Daher meine einführenden Tipps für eventuelle Besuche eurerseits. Wir werden sicherlich irgendwann noch einiges nachholen.
Ein wenig Geschichte:
1542 legte der spätere erste sächsische Kurfürst Herzog Moritz den Grundstein für das Jagdschloss. August der Starke ließ es dann zu einem Barockpalast umbauen, hielt Jagdgesellschaften ab und benutzte den Palast als Rückzugsort für sich und seine Mätressen. Wer sich das Innenleben anschauen möchte, sollte eine Führung in Anspruch nehmen. Wir haben es zwar nicht gemacht, aber mussten immer in Wartestellung hinter einer Führung her gehen und konnten so einige interessante Anekdoten aufschnappen. Daher sind wir der Meinung, eine Führung würde sich auf jeden Fall lohnen. Zusätzliche Führungskosten sind uns nicht bekannt.
Kosten, Öffnungszeiten:
Erwachsene: 6,00 €
Ermäßigt: 4,00 €
Kinder bis 16 Jahre: 1,00 €
Familienkarte: 10,00 €
Wer an einer Führung teilnimmt, muss eventuell etwas Wartezeit aufbringen, da es dafür festgelegte Zeiten gibt. Kosten für den Park gibt es nicht.
April bis Oktober
täglich 10.00 Uhr - 17.30 Uhr
Nov., Dez., Febr., März
Dienstag - Sonntag 10.00 Uhr - 16.00 Uhr
Januar
Sonnabend - Sonntag 10.00 Uhr - 16.00 Uhr
24. Dezember geschlossen
31. Dezember
09.00 Uhr - 12.00 Uhr
Weitere Informationen gibt es auf der Homepage www.schloss-moritzburg.de. Außerdem beherbergt das Schloss einen sehr gut ausgestatteten Souvenirshop und ein Schloss-Cafe.
Das Museum:
Eigentlich sind wir keine Museumsbesucher mehr, aber da uns das Schloss nicht so riesig vorkam, haben wir es gewagt.
Zu unserer Besuchszeit waren folgende Zimmer frei gegeben.
Moritzburger Federzimmer (Himmelbett mit bunten Federn verziert und Federbilder; dazu läuft ein Film, der sich mit der Federnverarbeitung befasst).
sehr interessant und sehenswert
Steinsaal, Augustzimmer I und II, Zimmer mit Chinoiserietapete, Glaszimmer, Schrankzimmer mit Ledertapete, Lackmöbelzimmer, Moritz Galerie, Billardsaal, Gästezimmer, Gästezimmer I + II, Quartierzimmer 6 und 2, Moritzburger Küchenkultur (Geschirr)
Montrösensaal (Malereien auf Leder mit Motiven aus der antiken Mythologie). sehenswert.
Festsaal (eingedeckte Tafel umrahmt von großen Spiegeln und massenhaft vergoldeten Geweihe unterschiedlichster Größe).
beeindruckend
Schlosskapelle (Blick hinein vom darüber liegenden Flur).
sehenswert.
Was ich vermisst habe?
Komischerweise sieht man bei solchen Museumsbesuchen immer nur die Räumlichkeiten der Herrschaften. Mich persönlich hätten aber auch Zimmer des Personals interessiert oder ein Blick in die Küche von damals. Im nachhinein haben wir dann aber erfahren, dass noch einige Räumlichkeiten restauriert werden. Ebenso befindet sich die Außenhaut des Jagschlosses teilweise fest in der Hand von Restauratoren.
Parkanlage:
Die komplette Schlossanlage befindet sich mitten auf dem Schlossteich. Die Parkanlage ist sauber und geometrisch angelegt. Das gesamte Gelände wird von Kastanienbäumen umrahmt. Ansonsten gibt es bloß Rasenflächen und Sitzbänke. Blumenbeete findet man hier nicht. Auf uns hat die Parkanlage direkt am Schloss ein wenig fade gewirkt.
Abschließende Meinung:
Das Jagschloss Moritzburg ist aus meiner Sicht für einen Besuch bei schönem Wetter und verbunden mit meinen anfänglichen Tipps einen Besuch wert. Jedoch würde ich nur das Schloss so schnell nicht wieder besuchen. Wie man so schön sagt - wir haben es gesehen und das reicht.
Die von mir angeführten Zimmer beherbergen Möbel, Öfen, Geweihe und vielfältige Ölporträts der ehemals ansässigen Herrschaften. Ein Rundgang durch das Schloss ohne Führung dauert so ca. 30 Minuten. Ebenso schnell ist die Parkanlage zu durchwandern, eventuell auch noch etwas schneller, da es dort nicht viel zu sehen gibt. Wir sind nun mal keine Schlossfans, die sehen sicherlich einige Dinge mit anderen Augen und verweilen hier länger.
Fährt man wie wir mit dem PKW zum Schloss, beläuft sich die benötigte Zeit von Dresden ca. zwanzig Minuten. Ein großer Parkplatz befindet sich linker Hand der Schlossstraße direkt vor dem Haupteingang zum Schloss (gebührenpflichtig). Hier ist unter anderem auch ein Kutschenstand.
Mit einer Bewertung für das Jagdschloss Moritzburg in Moritzburg tue ich mich etwas schwer. Ich bin keine Kunstkennerin in dem Sinne und möchte auch keine zukünftigen Gäste vergraulen. Daher vergebe ich für NUR das Jagdschloss mit dem kleinen Park vier Sterne und verweise nochmals auf meine drei Tipps.
Es grüßt die Leseratee weiterlesen schließen
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