Pro:
stark wirkendes Herbizid - zuverlässig,wurzeltiefe Wirkung
Kontra:
teuer,bei hoher Konz. eventuell auch für Nutzinsekten tödlich
Empfehlung:
Ja
Vom Eise befreit sind sind Bäche und Flüsse – der Frühling ist da!
Alles grünt und blüht und erstrahlt in neuem Frühlingsglanz – die schönste Zeit für den Hobbygärtner scheint gekommen - wenn da nur nicht schon wieder das lästige Unkraut wäre...
Als Gartenbesitzer kann man ein Lied davon singen – Unkräuter wachsen nicht nur viel schneller als die kultivierten Pflanzen,sie sind auch noch nahezu unverwüstlich! Selbst Hitzeperioden,bei denen der letzte Grashalm verdorrt,können
hartnäckigen Unkräutern nichts anhaben – sie überleben.
Wer selbst Hand anlegt und versucht die unerwünschten Gartenbewohner herauszureißen,stellt bald fest,dass Wurzelrückstände zurückbleiben und der nächste Regen schon bald wieder für die unerwünschte Regeneration des Unkrauts
sorgt...was also tun?
Zum Glück hat die Firma Bayer Vital GmbH ein universal anwendbares Herbizid auf den Markt gebracht:
Es heißt: „Keeper“ – und hält den Garten weitgehend von Unkräutern frei - so zumindest in der Theorie...
Hier nun die harten Fakten von Keeper:
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Keeper Unkrautfrei ist ein nicht selektiv wirkendes Herbizid mit systemischer Wirkung.
Es wird über die grünen Teile der Pflanze aufgenommen und mit Hilfe des Saftstromes in der gesamte Pflanze bis hin zu den Wurzeln verteilt. Auch Unkräuter die schon mehrere Jahre alt sind ,werden sicher bekämpft.
Das Pflanzengift hat keine Bodenwirkung.
Wirkstoff: Glyphosat
Inhalt: 100 ml
Preis: ca. 10 bis 12 Euro
Anwendungszeitraum ist Frühjahr bis Herbst.
Anwendungshinweise:
Das Herbizid kommt am besten bei Temperaturen von 15-25°C zum Einsatz.
Die volle Wirkung des Produktes setzt nach etwa 10-14 Tagen ein.
Wenn das Gift erst in den Blättern eingewirkt ist, kann auch nachfolgender Regen dem Unkraut nicht mehr helfen – es ist dem Tode geweiht und muss vergehen...
Trotzdem sollten zwischen Anwendung und Regenfall etwa 6 Stunden vergehen um ganz sicher zu sein.
Welche Unkräuter werden nun eigentlich bekämpft?
Es sind dies: alle Ampfer Arten, Berufkraut , Bingelkraut ,Große Brennessel, alle Distel-Arten ,Ehrenpreiss-Arten, Weißer Gänsefuß, Hahnenfuß, Hohlzahn – Arten,Honiggras,Huflattich,Kamille,Klettenabkraut,Knöterich,Kreuzkraut,Löwenzahn,Melde,Gemeine Quecke,Farn,Rispenarten,Schilf,Vogelmiere ,Wegerich, Weißklee,Wiesenkerbel ,Ackerwinde.
Nicht bekämpft werden:
Salbeigamander,Gewöhnlicher Giersch,,Weißer Mauerpfeffer,Acker-und Sumpfschachtelhalm.
Dosierungsanleitung:
In der Schachtel enthalten ist ein Messbecher bis 15 ml Inhalt.
Es wird empfohlen 5 ml Herbizid mit einem Liter Wasser zu verdünnen und auf 10 qm verunkrautetes Terrain zu
Verspritzen.(Mit Gießkanne oder Spritzbalken)
Ebenso bei Kulturvorbereitung für Stauden,Blumen und Gehölze oder bei Kernobst.
Für das Streichverfahren bei Einzelbehandlung von Unkräutern beim Zierpflanzenbau,auf Rasenflächen,Wegen,Terassen und Plätzen werden 30 ml in 100ml Wasser empfohlen.(Bepinseln und Betupfen mit hochkonzentrierter Lösung)
Vorsichtsmaßnahmen:
Bei Plattenwegen und Terrassen, die an Rasenflächen grenzen besteht Abschwemmungsgefahr!
Blätter von Kulturpflanzen und Triebe von Sträuchern und Bäumen dürfen nicht mit der Spritzbrühe in Berührung gebracht werden. Bei starkem Wind sollte nicht gespritzt werden,da sonst Nachbarkulturen in Mitleidenschaft gezogen werden könnten.Bei direkt an die Unkräuter grenzenden Kulturen wird generell die Ausbringung mit einem Spritzschirm empfohlen.
Eigene Erfahrungen mit „Keeper“
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Das Herbizid wirkt tatsächlich bei ausreichender Anwendung einwandfrei gegen die meisten im Garten beheimateten Unkräuter – besonders wirkungsvoll kommt „Keeper“ bei verunkrauteten Wegen,Hofeinfahrten,und Terrassen zum Einsatz,
da das Gift Tiefenwirkung hat und bis in die Wurzel des betreffenden Unkrauts vordringt – ein erheblicher Vorteil gegenüber des manuellen Herausreißens,da meist die „Wurzel des Übels“ unter den Platten verbleibt und sich nach Regenfall meist wieder regeneriert.
Bei größeren Flächen hat sich „Keeper“ jedoch weniger bewährt,da entsprechend viel Spritzbrühe aufgebracht werden muss und die Kosten für die Unkrautvernichtung in astronomische Höhen schnellen können – bei größerem Bedarf empfiehlt sich die Bestellung einer Profimenge bei einer WLZ.Auch ist das Ausbringen des Pflanzengiftes in der Nähe hochwertiger Kulturpflanzen(Koniferen,Edelsträucher) ein Risiko – hier sollte man besser manuell vorgehen!
Fazit
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Wer einen unkrautfreien Garten haben will, kommt um den Einsatz dieses hochwirksamen Herbizids nicht herum – auch
Wenn manche Unkräuter wieder relativ schnell nachwachsen – besser als sie alle mit der Hand auszureißen ist der „Süsse Tod von Bayer“ für den leidgeprüften Gartenfreund allemal...auch wenn das die todgeweihten Unkräuter wahrscheinlich anders sehen...
ERGÄNZUNG:
Das Herbizid "Keeper" ist anscheinend doch nicht so harmlos wie von mir angenommen.Bei hoher Konzentration
des Wirkstoffes Glyphosat werden anscheinend auch MicroOrganismen und Nutz-Insekten vernichtet...wer kann,sollte es möglichst in geringer Konzentration anwenden oder(noch besser) ganz weg lassen!
Hier ein Link,der mir freundlicherweise von k.jacobi
zugänglich gemacht wurde:
"http://www.cbgnetwork.org/Ubersicht/Zeitschrift_SWB/SWB_2000/SWB03_00/Ticker_03_00/pestizide___gifte_03_00.html" - natürlich ist so eine Aussage von Laien nur schwer zu verifizieren - aber mißtrauisch sollte es einen schon machen!
Einen allzeit schönen,blühenden und (möglichst)unkrautfreien Garten wünscht
Roland alias sindimindi © 4/2003
PS: Der Bericht ist auch bei Ciao erschienen weiterlesen schließen
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