Pro:
Für viele Sachen zu gebrauchen, leckerer Zitrusduft.
Kontra:
Nichts
Empfehlung:
Ja
Heute habe ich Zitronenmelisse ausgesät, weil es bei uns noch ziemlich kalt ist, habe ich erst einmal in einen Blumentopf ausgesät, so kann ich später immer noch entscheiden, ob ich die Kräuter in meinen Garten setze, oder sie in den Töpfen direkt auf der Terrasse stehen lasse.
Warum Melisse?
Ich möchte dieses Jahr in meinem Kräutergarten alle Kräuter haben, denn sie sind allesamt sehr nützlich und man kann sie nicht nur als Tee, sondern auch als Heilmittel einsetzen.
********************
Der botanische Name ist: Melissa officinalis
Die Zitronenmelisse ist in einem Keimschutz Portionsbeutel
Hersteller: Kiepenkerl
Preis: 79 Cent im Gartencenter oder Supermarkt.
Der Inhalt reicht für ca. 100 Pflanzen.
Die Zitronenmelisse ist mehrjährig. Sie wird zwischen März und August entweder in Töpfen oder ins Freiland ausgesät.
Die Samen werden dünn gestreut und festgedrückt, oder ganz leicht mit Erde angedrückt.
Die Keimtemperatur sollte 16 – 20 Grad betragen und sie braucht etwa 10 – 15 Tage zum keimen.
Günstig ist es sie in der Nähe von Kohlarten oder Obstbäumen anzupflanzen.
********************
In der Heilkunde verwendet man die Melisse hauptsächlich zur Beruhigung und bei Magenbeschwerden
Sie wird aber auch zu Kräutersoßen, Suppen, Quark aber auch als Tee oder Likör und natürlich auch zum baden verwendet.
Beschreibung: Die Pflanze wird 25 – 60cm hoch. An den Stengeln wachsen gelbgrüne Blätter. Sie sehen eiförmig und nach vorn hin spitz aus und sind schwach behaart. Die Blüten sind meist weiß und sitzen in den oberen Blattachseln.
Die Pflanze duftet sehr aromatisch nach Zitrone.
Verwendung: Den zitronenfrischen Geschmack verwendet man zu Kräutersoßen und Suppen, zu Salaten, Quark und zur Marmeladeherstellung, aber auch zur Zubereitung von Tees und Likör und als Zusatz ins Bad. Sie wirkt erfrischend, schmerzstillend, beruhigend, man benutzt sie häufig bei Magenbeschwerden.
Anwendung und Wirkung:
Die Melisse wirkt in mäßigen Dosen allgemein beruhigend. Als Tee wird sie gegen Brechreiz, Krämpfe der Bauchorgane und verschiedene Magenbeschwerden empfohlen, als Beruhigungsmittel bei Erregungszuständen, sowie als auswurfförderndes Mittel bei Bronchialkatarrh.
In der Volksmedizin werden Tee und Auszug als gleichwertig gehalten. Sie fördern das Einschlafen, stärken das Herz, die Nerven, das Gedächtnis und den Magen.
Sie werden besonders auch bei Gebärmutterkrämpfen, Blähungen, Darmbeschwerden, Koliken, Verdauungsstörungen, Übelkeit, Erkältungen, Depressionen, Herz- und Nervenschwäche, Bleichsucht und Kopfschmerzen empfohlen. Sie wirken auch bei Kreislaufschwäche, körperlicher und geistiger Müdigkeit, Hysterie, Nervenzusammenbruch und Zahnschmerzen (spülen).
Sie helfen bei vielen nervös bedingten Leiden, wie Herz- und Menstruationsbeschwerden, Schwindelgefühl, Ohrensausen, Schlaflosigkeit, Durchfall, Asthma, Migräne, Herzklopfen und anderen. Waschungen mit Tee werden bei unreiner Haut empfohlen. Der Auszug (Melissengeist) wird äußerlich als Einreibung (mehrmals täglich) bei Rheuma und Quetschungen empfohlen. Umschläge mit Auszug oder Tee werden auf Beulen, Geschwülste, Geschwüre und Blutergüsse angeraten.
Frische, zerquetschte Blätter legt man auf Wunden und Insektenstiche. Sie kühlen und lindern den Schmerz.
********************
Zubereitungen:
Für den Tee-Aufguß überbrüht man 2 Eßlöffel Blätter mit einem halben Liter kochenden Wasser. Den Tee trinkt man tagsüber schluckweise.
Für den Auszug benötigt man 4 Hände voll frische Mellissenblätter und 1 Handvoll Pfefferminzblätter die mit 1 Liter Alkohol (Obstbrand) ansetzt werden, das ganze wird 2 Wochen in die Sonne oder warm gestellt und danach abgefiltert.
Man nimmt nicht mehr als 2-3mal täglich 15-30 Tropfen auf 1 Stück Zucker.
Melissengeist bekommt man aber auch in der Apotheke.
Für den Tee zum Einschlafen nimmt man Melisse, Hopfen und Baldrian zu gleichen Teilen .
1 Teelöffel Mischung wird mit einer Tasse Wasser gebrüht, das wird am Abend getrunken.
Die Melissenblätter werden in jedem Fall vor der Blüte geerntet. Je jünger die Blätter sind, desto besser. weiterlesen schließen
Bewerten / Kommentar schreiben