Pro:
Spannung wird aufgebaut
Kontra:
manchmal langatmig, jede Menge offene Fragen, kein typischer King
Empfehlung:
Nein
Endlich war es mal wieder soweit. Ein Buch von Stephen King. Als King-Fan war es natürlich meine Pflicht, mir dieses Buch anzuschaffen. Das Buch “Der Buick” gibt es schon länger, aber ich warte immer auf die Taschenbuchauflage, da mir die Bücher im festen Einband einfach zu teuer sind. King-Fan hin oder her. So lechzte ich der Stunde entgegen, in der ich endlich anfangen konnte “Der Buick” zu lesen.
Einband
Bei dem Buch handelt es sich um Taschenbuch. Es ist in marine-blau und gelb gehalten und auf der Vorderseite steht in silbernen Lettern der Name des Autors und der Titel des Buches, während sich auf der Rückseite eine kurze Inhaltsangabe und Zitate zu dem Buch aus verschiedenen Zeitungen befinden.
Der Autor
Stephen King wurde 1947 in Portland, Main, geboren. Heute lebt er mit seiner Frau Tabitha, ebenfalls eine Schriftstellerin, und seinen drei Kindern in Bangor, Maine. 1973 gelang ihm sein großer Durchbruch als Schriftsteller mit dem Roman Carrie. Danach folgte ein Beststeller nach dem anderen. Ebenso veröffentlichte er Bücher unter dem Pseudonym Richard Bachmann und schrieb einige Bücher in Zusammenarbeit mit anderen Schriftstellern, so z. B. mit Peter Straub “Der Talismann”. Viele seiner Werke wurden verfilmt, z. B. Es, Christine, Shining, Needful Things, The Stand, The Green Mile etc.
Stephen King erhielt für seine Werke eine Vielzahl von Auszeichnungen, so auch z. B. den National Book Award in der USA.
Inhalt
1979 fährt ein schwarz gekleideter Mann mit seinem Buick Roadmaster an eine Tankstelle in Pennsylvania zum Tanken. Während der Tankwart den Wagen tankt, geht der Mann auf die Toilette und kehrt nie wieder zurück. Der Tankwart ruft die Troop D, die State Police, und diese merken schon bald, dass mit dem Wagen etwas nicht stimmt. Er sieht nagelneu aus, wie noch nie gefahren, weist keinen Schmutz auf, weder im Innenraum noch an den Reifen. Ebenso keine Beule. Da der Besitzer nicht ausfindig zu machen ist, beschlagt nahmt die Troop D den Wagen und stellt ihn auf dem Polizeigelände in den Schuppen B.
Jahre später erledigt der junge Ned Wilcox, Sohn des Troop D Polizisten Curt Wilcox, der ca. ein Jahr vorher auf einem Highway überfahren worden ist, kleinere Arbeiten bei den Troop D, um so seinem toten Vater nah zu sein. Zufällig stößt er auf den Schuppen B, in dem immer noch der Buick Roadmaster steht, der 1979 beschlagnahmt wurde und der nach wie vor nagelneu aussieht. Er zieht den Jungen sofort in seinen Bann. Ned erkundigt sich bei den Troop D nach dem Wagen, doch keiner will so recht mit der Sprache heraus, was es mit dem Wagen auf sich hat. Bis dann der Sergeant Commanding Sandy Dearborn und seine Leute dem jungen Ned Wilcox die Geschichte des Buick Roadmaster erzählen
Das Buch und Ich
Schon als ich den Titel des Buches las und die kurze Inhaltsangabe dachte ich, dass es so ein Abklatsch von Kings “Christine” sein könnte, doch schon nach den ersten Seiten musste ich feststellen, dass dem nicht so war. Mit “Christine” hat dieses Werk absolut nichts zu tun.
Es finden immer wieder Zeitsprünge statt von der Vergangenheit wieder in die Gegenwart und zurück. Diese sind aber sehr gut nachzuvollziehen und wirken absolut nicht chaotisch. Überhaupt ist das Buch sehr leicht zu lesen.
King stellt auf sehr anschauliche Weise die Story dar und schildert recht prägnant die Persönlichkeit jeder einzelnen Person, so dass sich der Leser sehr gut in die Situation und die Person hinein fühlen kann.
Wer schon öfters mal ein Buch von Stephen King gelesen hat, der weiß, dass er zu blutigen Szenen und einer vulgären Wortwahl neigt. In diesem Buch ist das anders. Blutige Szenen gibt es nur wenige und selbst diese sind nicht gerade so, dass ein besonderer Ekel davon ausgeht. Und vulgäre Worte sind so gut wie keine zu finden.
Die ganze Zeit über fiebert man einem Höhepunkt entgegen. Ich dachte immer, da muss doch jetzt mal was richtiges passieren. Da muss doch jemand mal herausbekommen, was eigentlich mit dem Buick wirklich los ist. Doch nichts! Es passieren solche Sachen, wie dass ein Polizist spurlos verschwindet, dass komische Dinge aus dem Kofferraum des Buicks kommen, dass der Wagen öfters Blitze von sich gibt, aber was mit dem Buick denn nun nicht stimmt, woher er kommt, was es ist, erfährt der Leser nicht.
King baut eine sehr starke Spannung auf, doch ohne den Leser letztendlich zu erlösen und Antworten zu liefern. Dadurch wirkt der Roman oftmals sehr langatmig.
Manchmal hab ich mich gefragt, warum er den Roman eigentlich “Der Buick” genannt hat, denn an sich geht es um alles um den Buick herum, also der Troop D und deren Polizisten. Bei den Personen stellt er ganz klar da, wie sie sind, was sie machen, was aus ihnen wird, doch bei dem Auto vernachlässigt er dies. Mal eine spektakuläre Szene, die mit dem Auto zu tun hat und schon war es das wieder. Der Leser wird von King immer auf dem Weg gehalten, dass er glaubt, dass alles was geschieht irgendwie mit dem Buick zu tun hat, auch wenn keine klaren Zusammenhänge erkennbar sind. Dem Leser bleiben nur Fragen, auch zum Schluss.
Fazit
Wer den “typischen” King-Roman hier erwartet, der wird enttäuscht. Stephen King einmal ganz anders. Sein Stil hat sich gewandelt und das nicht gerade zum Vorteil, wie ich finde.
Preis
8,95 EUR
Weitere erschienene King-Romane:
Stark - The Dark Half
Duddits - Dreamcatcher
Friedhof der Kuscheltiere
Es
Sie
Langoliers
In einer kleinen Stadt
Das Mädchen
Das Spiel
Needful Things
Carrie
Christine
Shining
Sara
(und noch viele mehr)
Sonstiges
Erschienen im Ullstein-Verlag
www.ullstein-taschenbuch.de
ISBN 3-548-25702-X weiterlesen schließen
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