Pro:
Gute Würzmischung, neuer Geschmack
Kontra:
Geschmacksverstärker
Empfehlung:
Ja
Schnitzel-Kreationen gibt es wirklich sehr viele. Ich bin sicher, schon nach kurzem Nachdenken fallen jedem von uns mehrere Möglichkeiten der Zubereitung ein. Ich schließe mich da nicht aus. Gehört doch das Schweineschnitzel zur preiswerten Sorte Fleisch, sogar wenn man, wie ich, das Fleisch vom Öko-Hof bezieht.
Aber genug der langen Vorrede, ich möchte Euch ja ein Produkt vorstellen, das ich kürzlich im Supermarkt meines Vertrauens für 69 Cent erworben habe:
Knorr fix für
Ofen-Schnitzel Böhmische Art
Die bekannte Knorr Fix-Tüte zeigt auf der Vorderseite eine Auflaufform, die auf den ersten Blick offensichtlich Äpfel enthält. Bei genauerem Hinsehen erkennt man, hier sind Fleisch, Zwiebeln und Äpfel, bedeckt Soße appetitlich angeordnet.
Knorr schreibt dazu auf der Rückseite der Verpackung: Zitat Anfang Eine köstliche neue Kombination: Saftige Schnitzel aus dem Ofen in einer lecker-cremigen Apfel-Zwiebel-Sauce verfeinert mit Petersilie und Schnittlauch. Zitat Ende.
Na, das hört sich doch mal gut an. Kommen wir nun zu den obligatorischen Inhaltsstoffen:
Reismehl
Apfelpulver
modifizierte Stärke
jodiertes Speisesalz
pflanzliches Fett
Geschmacksverstärker: Mononatriumglutamat, Dinatriuminosinat, Dinatriumguarylat
Zwiebeln
Aroma
Hefeextrakt
Milchzucker
Kräuter
Milcheiweiß
Zucker
Stärke
Säuerungsmittel Citronensäure
Kurkuma
Ganz schön lange Liste! Und ganz schön viel Geschmacksverstärker. Das gibt leider einen Punkt Abzug.
Beim öffnen der Tüte kam mir schon ein angenehmer Geruch nach Äpfeln und Zwiebeln entgegen. Duftet irgendwie wie Apfelschmalz (logisch, bei den Zutaten). Kleine grüne Teilchen sind zu erkennen, das werden wohl Petersilie und Schnittlauch sein.
Beim ersten Mal habe ich die Zubereitungsanweisung von Knorr ziemlich genau eingehalten. Ist ja auch ganz easy. Man braucht natürlich das Fix-Produkt, dazu noch 5 kleine Schnitzel á 70 g (Pute, Schwein oder Kalb), 1 kleiner Apfel von ca. 150 g, 1 Zwiebel und 150 ml Schlagsahne.
Zuerst werden die Schnitzel hintereinander (dachziegelartig) in eine flache Auflaufform geschichtet. Der Apfel wird gewaschen und entkernt und in schmale Spalten geschnitten, die Zwiebel von der Schale befreien und in Ringe schneiden. Beides: Zwiebel und Apfel, auf dem Fleisch verteilen.
150 ml Wasser mit den 150 ml Sahne in eine Schüssel geben, den Beutelinhalt mit einem Schneebesen einrühren und die so entstandene Soße über die Fleisch-Apfel-Zwiebel-Mischung gießen. Diesen Massenauflauf nun bei 200 Grad (Heißluft 175 Grad) in den vorgeheizten Backofen schieben und ca. 30 Minuten backen. Fertig.
Die Ofenschnitzel sehen fertig gebacken sehr lecker aus. Das ist wichtig, denn nicht nur der Magen, sondern auch das Auge isst ja bekanntlich mit.
Der Geschmack lässt nichts zu wünschen übrig. Alle drei Hauptprodukte Fleisch, Zwiebel und Apfel harmonieren sehr gut miteinander.
Ich habe übrigens eine etwas säuerliche Apfelsorte aus biologischem Anbau verwendet, da die Apfelschale ja mitgegessen wird.
Als Beilage dazu ist ein frischer grüner Salat und Brot vollkommen ausreichend.
..und was isst der Vegetarier???
Selbstverständlich habe ich das Produkt beim zweiten Mal in der vegetarischen Variante getestet. Vegan geht leider nicht, da Milchzucker und Milcheiweiß enthalten sind.
Der vegetarische Auflauf funktioniert im Prinzip genau so, wie der mit Fleisch. Anstatt Fleisch nehme ich Tofu, den ich in „schnitzelgroße“ Scheiben schneide und, da Tofu keinen Eigengeschmack hat, mit etwas Pfeffer würze. Dann folgt weiter machen, wie oben beschrieben, allerdings die Backzeit auf höchstens 15 Minuten begrenzen.
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