Pro:
wahrscheinlich belangt mich Baur nicht
Kontra:
schlimm, wenn etwas abhanden kommt. Ärgerlich ist die nicht sehr verantwortungsvolle Einstellung einiger Mitbewohner
Ärger, Frust, Telefonkosten
Empfehlung:
Nein
Vorwort: Beim Einstellen stand im Bereich Allgemein, jetzt erscheint der Beitrag unter Kommunalpolitik. Ich werde Yopi mal anschreiben. Keine Ahnung, was das soll.
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Vielleicht habe ich ja noch einmal Glück gehabt, aber insgesamt gab es sehr viel Ärger seit dem Wochenende. Und darüber möchte ich jetzt hier berichten.
Das Ganze begann ganz harmlos. Ich hatte mir beim Baur-Versand einen mobilen Drucker für mein Notebook bestellt, da ich oft bei Kunden keine Möglichkeit habe, etwas von meinem Notebook auszudrucken. Da ich (freu!) kurz zuvor eine kleine Steuerrückerstattung für 1999 vom Finanzamt bekommen hatte, dachte ich mir – „leiste dir einfach diesen Drucker“. Leider kostet so ein leichter mobiler Drucker mehr als normale Drucker. Ca. 300 Euro muss man dafür zahlen.
Bestellt hatte ich mir den Drucker noch am 31.01.2003, da ich bis zu dem Tag bei Baur auch noch einen Gutschein einlösen konnte. Wie immer wäre ich aber in der Woche nicht Zuhause. Also hoffte ich darauf, dass entweder einer der Nachbarn den Drucker annehmen und bei sich in der Wohnung verwahren würde oder ich mir am Freitag den Drucker bei der Post abholen konnte.
Nun denn, als ich am Freitag nach Hause kam waren weder der Drucker noch eine Karte im Briefkasten, dass der Drucker woanders abgegeben worden sei bzw. zur Post zurückgegangen ist. Ich war enttäuscht und dachte, dass sich die Lieferung wohl verzögert hatte.
Aber es kam schlimmer. Über die Baur-Online-Kontomöglickeit habe ich erfahren, dass der Drucker von einer meiner Nachbarin angenommen wurde. Ich wohne ja in einem Mehrfamilienwohnhaus mit 5 Parteien und eine Nachbarin hatte laut Baur-Versand den Drucker/das Paket angenommen. Somit ging ich am Abend zur Nachbarin hoch. Diese schnauzte mich an, was mich sehr irritierte. Denn normal habe ich ein gutes Verhältnis zu der Nachbarin. Ich bin zwar fast nie da, halte mich aber aus dem Nachbarzank bei uns heraus und bin freundlich, wo ich kann. Die Nachbarin sagte, sie habe nichts angenommen und es sei eine Frechheit, dass mein Versandhaus bzw. der Hermes Versand sie genannt habe. Zudem sei sie ja Mittags nie Zuhause, wenn die Post käme. Ich entgegnete, es müsse nicht am Mittag gewesen sein, denn der Hermes Versand liefert ja unterschiedlich aus. Aber ich ärgerte mich auch darüber, dass ich nicht bedacht hatte, dass Baur immer über Hermes-Versand ausliefert. Von der Post halte ich mehr. Zudem hole ich mir ein Paket lieber selbst ab, als nicht zu wissen, wo es ist.
Also ging ich wieder in meine Wohnung und rief den Baur-Versand über die kostenpflichtige Hotline an. Eine freundliche Dame nannte mir eine weitere Hotline-Nummer und ich durfte noch einmal neu wählen. Es ging auch direkt jemand ans Telefon. Wieder war man sehr freundlich und sagte mir, man faxe mir gerne die unterschriebene Empfangsquittung zu. Dem stimmte ich direkt zu und innerhalb von 10 Minuten hatte ich die Empfangsbestätigung. Dort stand auch der Name meiner Nachbarin. Allerdings kenne ich deren Unterschrift nicht und die Schrift war doch ziemlich krakelig. Im dem Moment klingelte es an meiner Tür. Die Nachbarin stand mitsamt Tochter vor meiner Tür.
Das 16jährige Mädchen hatte das Paket vom Hermes Versand angenommen und auch quittiert. Aber weil sie sich nichts dabei dachte, hatte sie es hinterher vor meine Haustür gestellt. Leider wohne ich im Erdgeschoss des Mehrfamilienwohnhauses und jeder, der das Haus betritt, kommt zwangsweise an meiner Tür vorbei. Ich fragte das Mädel, warum es das Paket nicht mit in die Wohnung getan habe, immerhin wäre doch bekannt, dass ich in der Woche nie da bin. Sie entgegnete, dass sie das nicht interessiere und sie das immer so handhabe. Ihre Mutter schimpfte mit dem Mädchen, warum sie das Paket angenommen habe. Sie würden nie wieder ein Paket für mich annehmen. Ich selbst nehme auch öfters Pakete an, allerdings käme es mir nie in den Sinn, sie in den doch „fast öffentlichen“ Flur vor eine Wohnung zu stellen. Aber nicht alle sehen das so.
Somit musste ich Baur über den Hergang informieren, sie wollten alles schriftlich. Mit einem Fax war man aber auch einverstanden. Ich war und bin auch jetzt noch total gefrustet, weil das Paket in dem Haus verloren gegangen war. Über 300 Euro futsch. Nur weil jemand keine Lust hatte, ein Paket in seine Wohnung zu tragen. Da hätte man es doch nicht annehmen sollen, das sind meine Gedanken dazu. Mit Baur bin ich so verblieben, dass sie mir schnellstens den Drucker neu schicken. Nach Rücksprache mit meinem Hotel habe ich es dahin liefern lassen, das hat auch alles geklappt.
Als ich das Paket dann sah, ging mir ein Licht auf. An diesem Paket fehlte wirklich nur noch der Hinweis „Bitte nimm mich mit“. Denn der mobile Drucker befand sich in dem Original-HP-Karton. Vorne war der Drucker abgebildet. Oben ein Mann mit Notebook und dem Drucker. Auf den Seiten stand überall, wie toll doch dieser mobile Drucker von HP ist und welche Leistungen er bietet. Zudem war der Karton sehr handlich (Maße 40 cm mal 15 cm mal 20 cm) und natürlich sehr leicht. Denn der Drucker wiegt nur gut 2 kg. Und um alles abzurunden befindet sich oben am Karton noch eine Tragelasche. Viel auffälliger ging das nicht und so war dieses „Paket“ natürlich auch sehr verlockend.
Eben kam dann ein Anruf des Baur Versand. Eine Dame erkundigte sich nach dem Alter der Nachbarstochter und erklärte mir, sie sei zur Annahme schon mündig. Schon ab 8 Jahre könne man Kindern Waren ausliefern. Aber in dem Alter müsse das Mädchen auch wissen, dass man ein Paket nicht so einfach vor eine Haustüre abstellt. Ich solle meinen Nachbarn doch bitte Bescheid geben, dass sie Pakete nur in ihrer Wohnung verwahren sollen. Baur selbst storniert mir aber den jetzt zweimal belasteteten Betrag, da ich selbst nicht dafür hafte. Man stelle aber noch einmal eine Nachforschung wende sich an den Hermes Versand wenden.
Ich selbst erklärte der Dame dass ich es für unsicher halte, einen hochwertigen Drucker nicht noch einmal in einen neutralen Karton zu packen. Vermutlich wäre der Drucker dann auch nicht gestohlen worden. Denn wie heißt das so schön, Gelegenheit macht Diebe. Und viel einfacher konnte man es einem Dieb nicht machen. Einen Drucker kann zudem heute fast jeder gebrauchen.
Wie mein Leser bemerkt, bin ich zwar erleichtert, weil ich den Betrag nicht doppelt zahlen muss, aber der Ärger und die Sorgen gingen mir ganz schön an die Nerven. Zudem ist die Stimmung in unserem Mehrfamilienhaus durch den Vorfall nicht gerade besser geworden. Und wer weiß, ob Baur nicht noch auf die Nachbarin oder deren Tochter zukommt. Das gibt dann noch mehr Ärger.
Zudem finde ich es frustrierend zu wissen, dass in diesem Haus mit so wenigen Parteien, etwas wegkommt. Und das obwohl die Nachbarn doch alle sagen, man wäre wie „eine große Familie“. Ich weiß nur, dass das in meiner Heimat, dem kleinen Ort im Westerwald nicht passiert wäre. Da hat jeder sein eigenes Haus und die Nachbarn helfen sich noch.
Jetzt bin ich gespannt auf die Reaktion hier. Ich selbst werde mir nichts wieder zu mir nach Hause liefern lassen. Entweder geht es an meinen Vermieter (das hat der mir angeboten), an meine Eltern oder aber ins Büro bzw. Hotel nach Absprache.
Der Drucker ist übrigens prima und hat sich in den wenigen Tagen schon bewährt....
Liebe Grüße eine etwas entnervte Miara
Vielen Dank fürs Lesen weiterlesen schließen
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