Pro:
Geschmack, Preis, sanfte Wirkung
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Hallo,
bin gestern völlig heiser vom live8 in Berlin zurückgekommen und jetzt sollt ihr auch was davon haben. Für den Wechsel vom warmen zum kalten Wetter, der mir häufig mal einen Schnupfen beschert und um nicht gleich wieder ohne Stimme und mit Kratzen im Hals dazustehen, kaufe ich mir in der Drogerie immer mal eine Tüte Halsbonbons - sozusagen als Vorbeugung. Die Besten, die kenne ich schon seit meiner Kindheit und ich bin froh, dass es die wieder oder immer noch gibt:
ECHTE KRÜGEROL HALSBONBONS
nach Original Leipziger Rezept
Ich habe mir die zuckerfreien gekauft, denn Krügerol gibt es in zwei Ausführungen: mit Zucker (der Klassiker) und ohne Zucker (die Neuentwicklung nach der Wende).
Hersteller ist die Krügerol GmbH Leipzig, vertrieben wird es jedoch über die MCM Klosterfrau Vertriebsgesellschaft mbH in Köln. Nicht dumm von den Sachsen, denn so wird es nicht nur hier im Osten vertrieben, sondern kommt – die alten Kontakte der Klosterfrauen nutzend auch bundesweit in Apotheken, Drogerien und den Lebensmitteleinzelhandel. Schlecker soll sie überall im Programm haben.
Homepage gibt es auch: www.kruegerol.de.
Bei Fragen und so hier mal die Telefonnummern der Klosterfrauen: 0221/ 1652 – 0. Vom Leipziger Unternehmen findet man allerdings nichts groß auf der Homepage, schade.
Kurz was zur Historie der Krügerol-Bonbons:
1866: Unternehmensgründung durch Richard Krüger
Die für dieses Bonbon typische und einzigartige Rezeptur - wohltuende Wirkung und frischer Geschmack nach Menthol, Minze und Eukalyptus - sorgte schnell für die auch heute noch ungebrochene Bekanntheit und Beliebtheit der Marke.
Zu DDR-Zeiten stieg die Nachfrage nach dem Kultbonbon derart, dass die kleine Leipziger Firma mit 20 Angestellten mit der Produktion kaum nachkam.
1990: Einstellung der Produktion trotz stegig steigenden Bedarfs, aber aufgrund der beengten Verhältnisse.
1994: Wiederaufnahme der Produktion und Vermarktung durch die Krügerol GmbH in Leipzig. Die Vertriebsaufgabe übernahm das Haus Klostergeist in Köln. Die Originalrezeptur wurde beibehalten und auch die Grundgestaltung des charakteristischen Papierbeutels wurde kaum verändert.
DIE VERPACKUNG
Die Art der Verpackung hat sich glaube ich kaum verändert. Wie ihr auf den Bildern unten sehen könnt, sind die Bonbons in viereckigen Tüten. Damals zu DDR-Zeiten glaube ich war die Tüte mehr orange, heute ist sie so ein bißchen schweinchenrose, die zuckerfreie ist blau.
50 gr. befinden sich in der Tüte. Wie viele Bonbons habe ich allerdings nicht gezählt.
Die Tüten scheinen aus Papier zu sein, sind innen aber etwas gummiert. Oben und unten ist die Tüte zugeschweißt. Aufreißen lässt sie sich dennoch leicht.
Die üblichen Herstellerinfos stehen hinten auf der Tüte, ein paar schon auf der Vorderseite, wie beispielsweise, dass das Hustenbonbon „Echt stark bei Husten und Heiserkeit“ ist oder eben dass es nach „Original Leipziger Rezept“ hergestellt wird.
„Original Leipziger Rezept“ und das sind die Zutaten dazu:
Isomalt, Säuerungsmittel Zitronensäure, Menthol, Minzöl, natürliches Birnenaroma, Salbeiöl, Latschenkieferöl, Thymianöl, chinesisches Kampferöl, Anisöl, Süßstoffe Aspartam, Acesulfam-K
Auch die Nährwerttabelle finde ich. Allerdings entsprechen die 100 g gleich zwei Tüten Krügerol:
- Brennwert 986 kJ/238 kcal
- Kohlenhydrate 98 g (davon 100 % mehrwertige Alkohole/Isomalt)
Aussehen:
Es sind kleine weiße ovalrunde Drops, die mit einer Art Staubschicht zart überzogen sind. Darunter sind die etwas transparent. In der Tüte liegen sie alle ohne nochmals verpackt zu sein drin. Kein Extramüll, Klasse. Herausnehmen tu ich sie immer, indem ich eine Ecke der Tüte gerade so abschneide, dass nur eins durch das Loch fallen kann. So muss ich nicht in die Tüte fassen.
Die Klassiker sehen übrigens genauso aus wie die neuen ohne Zucker.
Geruch:
Der Geruch von Menthol, Pfefferminz und der meisten anderen enthaltenen Öle kann man schon riechen, wenn man seine Nase an die Tüte hält. Jedoch einzeln herausriechen kann ich es nicht – Kunststück, hab ja Schnupfen.
Geschmack:
Auch wenn man schnupfenmäßig angeschlagen ist, bemerkt man den frischen Geschmack der Bonbons sofort. Der Geschmack macht sich im Rachenraum breit und zieht bis in die Nase hoch – frisch und kühl. Nicht schneidend oder ätzend, sonder sanft. Die Wirkung eines Dampfbades haben sie nicht und bei extrem verstopften Nasen werden diese auch durch das Bonbon freigemacht. Aber es schmeckt schön frisch und die Aromastoffe lindern die gereizten Schleimhäute schon.
Wenn man sagen würde, dass das Bonbon nur nach Menthol und Minze schmeckt, dann stimmt das nicht ganz. Es schmeckt auch nach Menthol und Minze, aber da ist noch mehr. Ich kann es nicht genau zuordnen. Aber zumindes das Birnenaroma schmecke ich so gar nicht.
Auch wenn Süßstoff enthalten ist, sehr süß sind die Hustenbonbons nicht – Gott sei Dank.
Preis:
Ich erinnere mich, dass die früher zu DDR-Zeiten mal 30 Pfennige die Tüte gekostet haben.
Heute habe ich 55 Cent bezahlt und ich denke mal, so viel kosten sie überall. Im Vergleich zu anderen Hustenbonbons ist der Preis sehr in Ordnung, finde ich.
Meine Meinung:
Krügerol waren und snd noch immer gut. Ich finde es gut, dass das Unternehmen sich den Ansprüchen der Kunden dahingehend angepasst hat, dass es neben dem klassischen Krügerol nun auch zuckerfreie Krgerol anbietet.
Das Hustenbonbon vertreibt natürlich keinen handfesten Husten, aber es lindert die damit einher gehenden Schmerzen und das Kratzen im Hals. Ich nehme es gern bei Erkältungen.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier in jedem Fall und ist nicht zu toppen.
Ich bin froh, dass es dieses Bonbon mit der alten Tradition wieder zu kaufen gibt und ich freue mich, dass es sich bundesweit mittlerweile behauptet.
Ich kann euch die Hustenbonbons von Krügerol sehr enpfehlen und sehe keinen Grund einen der Sterne abzuziehen.
Danke fürs Lesen.
Kingston_bb
... übrigens, kauen sollte man die Bonbons nicht, dafür sind sie zu hart. Aber nutschen kann man sie extrem lange. weiterlesen schließen
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