Kuba Testberichte
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Tests und Erfahrungsberichte
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Hotel Iberostar Barlovento in Varadero
05.03.2004, 10:06 Uhr von
prinzmichael
"Verfallen wir nicht in den Fehler, bei jedem Andersmeinenden entweder an seinem Verstand oder an...4Pro:
Gemütliche Anlage, Animation, Unterhaltung
Kontra:
Rezeption
Empfehlung:
Ja
Vom 23.11. bis 08.12.2003 gönnten wir uns einen Kuba-Urlaub. Zuerst machten wir eine 1-wöchige Rundreise und anschließend Badeurlaub im Hotel Iberostar Barlovento.
Hotel
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Die Anlage befindet sich in Varadero. Eine 20 km lange schmale Halbinsel, mit ebenso langem feinen Sandstrand. Gleichzeitig ist Varadero der Haupturlaubsort von Kuba mit allen möglichen Kategorien von Hotels, aber von der Anzahl her nicht ganz so vielen wie man vermuten könnte.
Das Iberostar Barlovento (Landeskategorie: 4 Sterne) ist eine geräumige und gemütliche Anlage gesäumt mit Bäumen und Palmen. Angelegt im Bungalowstil mit bis zu 3 Stockwerken und insgesamt 270 Zimmern. Die Anlage ist schon etwas älter, wurde aber neu renoviert. Es gibt 2 Pools, ein Haupt- und Nebenrestaurant (in der Nähe vom Strand), 3 Bars, Liegen und Sonnenschirme am Pool und am Strand, Kinderclub, 1 Souvenirladen und mehrere kleinere Stände, eine überdachte Bühne, ein Tennisplatz, eine Boggia- und eine Shuffle-Bahn, eine Tischtennisplatte und ein Billardtisch, ein kubanisches und ein mexikanisches Restaurant – alles inklusive.
Gegen Gebühr gibt es Massage und Internet ($3 für 30 Minuten). Die Anlage ist komplett behindertengerecht.
Es ist alles sehr sauber. Jeden Morgen wuseln mehrere Putzfrauen durch die Anlage.
Die Gäste kamen von überall her: aus Deutschland (ca. 1/3), Italien (1/3), Kanada, Spanien, Kuba, Frankreich, Russland (1 Pärchen), Argentinien und sogar aus den USA. Auch das Alter war recht gemischt: es gab junge Pärchen und ältere Ehepaare, Alleinreisende und Familien mit kleinen und großen Kindern.
Wertung: ****
Lage
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Das Hotel liegt direkt am öffentlichen Strand (alle Strände in Kuba sind öffentlich). Der Abschnitt wird aber nur von den Hotelgästen genutzt. Außerdem lieg es direkt in Varadero. Dadurch kann man bequem per Fuß den ganzen Ort erkunden. Es gibt diverse Geschäfte und Basars, Restaurants und Bars, einen schönen Park (mit einem großen Leguan) und hübsche Häuschen und Villen.
Zum Fughafen sind es knapp 30 Minuten mit dem Bus.
Der flachabfallende feinste Sandstrand wird jeden morgen gereinigt und ist sehr sauber. Das extrem saubere Wasser ist traumhaft klar. Es schimmert in den verschiedensten herrlichen Blautönen. Liegen und Sonnenschirme sind ausreichend vorhanden. Handtücher bekommt man im Hotel (inklusive).
Natürlich können vom Hotel die verschiedensten Ausflüge überallhin auf Kuba unternommen werden. Diese sind teilweise nicht ganz preiswert, aber überall gleich. Wir haben keine Unternommen, da wir vorher eine einwöchige Rundreise gemacht haben (sehr zu empfehlen!).
Die Taxis haben ungefähr die selben Preise wie bei uns. Es gibt für die Halbinsel eine Bimmelnbahn die einfach $ 2 kostet. Eine Tageskarte für den offenen Doppeldeckerbus kostet $ 5. Überhaupt bezahlt man in Kuba alles mit US$!
Wertung: ****
Service
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Die Bedienungen in den Restaurants und den Bars sind sehr freundlich und aufmerksam (auch ohne Trinkgeld, was man aber dennoch als Anerkennung geben sollte). Sie konnten sich in fast jeder gängigen Sprache einfach ausdrücken.
Die Rezeption wirkt etwas gelangweilt und könnte mehr Sprachkenntnisse besitzen.
Wäscherei, Arzt sowie Kinderbetreuung sind auch vorhanden.
Die Zimmermädchen waren ebenso freundlich und die Zimmer immer sauber.
An der Rezeption können gegen eine Gebühr von 4% Reiseschecks eingelöst werden (in US$, keine Amexco, am Besten von Thomes Cook). In der zu Fuß erreichbaren Bank kostet die Einlösung 3%.
Wertung: ****
Gastronomie
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Das All-Inclusive-Hotel bietet alles, was das Herz begehrt. Von 09:00 bis 01:00 Uhr gibt es Getränke jeder Art: diverse Longdrinks, Cocktails, nationale alkoholfreie und alkoholische Getränke, Wein, Säfte, Kaffee, Cappuccino, Espresso, usw. Essen gibt es von 7:30 bis 01:00 Uhr fast durchgehend. Im Hauptrestaurant kann das Frühstück eingenommen werden. Es ist alles vorhanden: Marmelade, Jogurt, Käse, Wurst (u.a. guten gekochten Schinken und Kassler), Salate, Fisch, frisch gepresste (!) Säfte, recht guten Kaffe, Tee, leckere Milch, manchmal sogar frische Milchshakes, Kornflakes, Obst, frisches Baguette, Brötchen, leckere Crossaints, diverses Gebäck, Speck, Eier, frische Omeletts, usw.
Im Nebenrestaurant gib es bis 11:30 ein Spätaufsteherfrühstück, das wir selbst nicht ausprobiert haben.
Mittagessen gibt es im Hauptrestaurant und Nebenrestaurant: Neben einem wirklich reichhaltigen Salatbuffet und den erwähnten Brötchen und Baguetten, gibt es frisches Gemüse, Geflügel, Fisch, Schwein, Rind, Pommes, Kartoffeln, Reis, immer etwas frisch Gebackenes, Suppe, Obst und zum Nachtisch diverses Gebäck und immer (!) sehr leckeres Eis. Das Essen ist sehr reichhaltig, könnte aber etwas abwechslungsreicher sein. Das, und dass das Essen nicht immer heiß ist, hat man bei fast allen Buffets, auch in anderen Hotels. Zu trinken gab es, was man wollte. Das Essen im Nebenrestaurant war ähnlich, nur nicht so reichhaltig.
Abendessen gab es nur im Hauptrestaurant und war ähnlich (etwas mehr), wie das Mittagessen.
Ab 23:00 Uhr gab es nochmals einen Mitternachtssnack, welchen wir jedoch nicht probiert haben.
Man konnte für abends auch im kubanischen oder mexikanischen Restaurant reservieren, so oft man wollte. Hier gab es Essen á la Carte. Beide sind empfehlenswert.
Die Restaurants und Tische waren immer sauber und das (mehr internationale) Essen sehr gut.
Das Personal war immer sehr freundlich und aufmerksam: Teller wurden sofort abgeräumt, Getränkewunsch wurde gleich erfragt und sogar unaufgefordert nachgefüllt. Auf der Terrasse und vor der Bühne wurde Abends sogar bedient (und das bei All-Inclusive!). Man musste nicht lange auf seine Getränke warten (außer es haben sich wieder Touris vorgedrängelt), die Cocktails sahen sogar annähernd wie Cocktails aus und haben auch so geschmeckt!
Wertung: ****
Sport, Unterhaltung, Pool
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Wie gesagt, es gibt 2 Pools, die jeden morgen gereinigt wurden. Wir selbst haben keinen davon genutzt, da wir lieber im Meer schwimmen.
Kommen wir nun zur Animation:
Um es vorwegzunehmen – wir waren beeindruckt, es war das beste Programm, was ich bisher gesehen habe.
Das Animationsteam war sehr groß, so ca. 20 junge Leute unterschiedlichsten Typs. Ab 9:30 Uhr gab es den ganzen Tag irgendwo Programm, teilweise sogar parallel: Dart, Bogenschießen, Luftgewehr, Tischtennisturnier, Tennisturnier, Aerobic, Wassergymnastik, Beachvolleyball, Wasserhandball, Boggiaturnier, Shuffle, Bingo, diverse kleine Spiele (Ringewerfen usw.) und vieles mehr. Die Animation war immer freundlich, aber nie aufdringlich, beherrschten mehrere Sprachen, (deutsch jedoch weniger, was aber der Verständigung überhaupt kein Abbruch tat).
Am Strand gab es zusätzlich Tretboote, Kajaks, Surfbretter und einen Katamaran (mit Führer) – alles inklusive!
Einmal gab es mittags am Pool ein (eingekauftes) Synchronschwimmen, was auch sehr schön anzusehen war.
Der absolute Hammer war jedoch das Abendprogramm, was ausschließlich vom Animationsteam gestaltet wurde.
Am ersten Abend gab es eine klassische 'Miss-Iberostar'-Wahl, die ganz nett war - das übliche halt. Vor dem Hauptprogramm gab es immer Lifemusik, Urkunden für die Gewinner des Tagesprogramms (teilweise mit Medaille) und einen Sketch.
Am nächsten Abend wurde eine Tropikana-Show veranstaltet mit Livemusik und Livegesang. Höchst professionelle Tänze und Paartänze mit laufend wechselnden pompösen Kostümen – der Hammer! Ein Gast, der auch in der berühmten 'Tropikana'-Show in Havanna war (ca. $70-90) sagte, dass die Show im Hotel dieser in nichts nachstehen würde.
In den nächsten Tagen gab es noch eine Chicago-Show (nach dem Musical auf Playback), eine Oskar-Show (Tänze zu Filmmusiken), eine Cubanische Show (wieder mit Livegesang und Tänzen) und eine 'Black-Light-Show', also eine Effektshow mit Schwarzlicht. So was habe ich noch nicht gesehen! Was die da für Kostüme und Illusionen geschaffen haben war einmalig, leider kann man das nicht beschreiben.
Für jede Show wurde die Bühne jeden Tag komplett umgebaut! Da gab es mal auf der Bühne eine weitere erhöhte Bühne, Treppen, große realistische Figuren, eine Großleinwand und und und. Licht und Ton waren auch einwandfrei.
An einem Tag, als das Wetter schlechter war und man nicht baden konnte, hat die Animation um 17:30 Uhr sogar ein 1-stündiges Sonderprogramm mit Sketchen und Tänzen eingeschoben.
Wertung: *****
Zimmer
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Die Zimmer sind nicht zu groß, aber auch nicht zu klein. Gemütlich eingerichtet mit zwei großen Betten (die man zusammenschieben konnte), 2 Nachttische mit Lampen, selbst regulierbare Klimaanlage, Kommode, Einbauschrank mit ausreichend Bügeln und Schubladen, Sessel, Stuhl, Spiegel, Telefon, Fernseher (keine deutschen Sender, nur DW, aber schöne nationale Radiosender), Kühlschrank, Minisafe, zusätzliche Decken und einer Ablage für den Koffer. Das Bad ist etwas klein geraten (für 2 Personen gleichzeitig ist es zu eng), reicht aber aus. Es gibt ein Waschbecken mit großem Spiegel, Fön, ausreichend Handtuchhalter, Shampoo, Seife, Toilette und eine Badewanne mit Dusche und einer ordentlichen Brause (d.h. kein Tröpfchenwasser, sondern richtiger Strahl). Heißes Wasser gab es immer.
Stromversorgung sind 110 Volt, man braucht also einen entsprechenden Adapter. Ganz selten ist mal der Strom für ein paar Sekunden ausgefallen.
Jeden Tag und bei Bedarf gab es eine 1,5l Flasche Wasser.
Das Zimmer hat einen sogenannten 'französischen Balkon', was eigentlich nur ein bis zum Boden reichendes komplett zu öffnendes Fester mit Gitter davor heißt. Tatschlich war es ein schmaler Balkon mit schönem Blumenkübel, wo in der Tiefe ein bequemer Stuhl hin passt.
Meerblick gibt es in keinem Zimmer, aber meist sieht man viel schönes Grün.
Die Balkontür und der dicke Vorhang sind sehr Dicht und lassen kaum Geräusche, bzw. Licht durch.
Zimmer und Bad waren immer sehr sauber und ordentlich. Leider ist das Zimmer (wie oft in Hotels) etwas hellhörig, aber sonst ruhig gelegen.
Der Zimmersafe hat ausreichend Platz, kostet jedoch $2 pro Tag, was ich viel zu teuer finde.
Wertung: ****
Tipps, Eindruck, Empfehlungen
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Viele kapieren es leider nie: Kuba ist, wie viele andere Urlaubsländer, ein einfaches und armes Land. Manche (vor allem deutschsprachige) Touristen vergleichen das mit westeuropäischem Standart, was natürlich totaler Quatsch ist. Sorry, wenn ich mich hier etwas aufrege, aber manchmal schäme ich mich für meine Landsleute.
Ein Pärchen sagte, dass es auf jeden Fall wieder mal kommen wolle, ein anderes wollte das Hotel wechseln – aber die letzteren haben sicherlich auch bei 1000 Sternen was auszusetzen.
Kurzum: das Hotel und vor allem die Anlage sind absolut ok! In (meinem persönlichen) internationalen Vergleich schneidet es gut ab und entspricht 4 Sternen. Was die Animation und das Abendprogramm, sowie die Freundlichkeit des Personals angeht, kann sich manches (5 Sterne) Hotel (vor allem deutsche) was abschneiden.
Die Kubaner außerhalb der Hotelanlage sind auch fast immer freundlich und nicht aufdringlich. Natürlich wird man angesprochen, aber sagt man einmal nein, wird man auch in Ruhe gelassen. Da fast alles staatlich ist, gibt es nur Einheitspreise (vor allem was Rum und Tabak angeht). Lediglich auf den Basars kann man etwas handeln.
Wer Kuba besucht sollte auf jeden Fall eine Rundreise machen – es ist ein wirklich sehr interessantes Land. weiterlesen schließen -
Mojito, Guantanamera, Che, Regenwald - ein Karibischer Traum
23.07.2003, 13:57 Uhr von
klassenallerbester
Herzlich willkommen in meinem YOPI-Profil. Viel Spaß beim lesen.Pro:
Vielseitige Landschaften, Paradies auf Erden, das ganze Jahr lang tolles Wetter, Heimat von Rum, Zigarren und guter Musik
Kontra:
Weit weg; teurer Dollar, aber billiges Einkaufen
Empfehlung:
Ja
Liebe Reisefreunde,
wer träumt nicht von dem Paradies aus der "TUI" Werbung, wer hat nicht beim Spiel "Tropico" oder "Port Royal" das bedürfniss gehabt einfach in das hell-türkis blaue Wasser zu springen, und wer wollte noch nie einfach aus dem verregneten kalten Deutschland in die Wärme der Karibik entfliehen???
Wer all diese Fragen mit "Nein" beantworten kann, der sollte besser nicht weiterlesen (oder sich von mir überzeugen lassen ;). Aber im Ernst, ich bin damals einfach ins Flugzeug gestigen und endlich nach 10 Stunden Flug (die Machiene musste noch über England einen zwischenstopp einlegen und über Grönland, wegen Turbulenzen über dem Atlantik, fliegen.) Stand ich dann auf Kuba.
Unterkünfte gibt es ausreichend viele, doch die Bettenburgen und Nobel Hotels wird man auf Cuba vermissen. Außer ein paar Ausnahmen wie dem Hotel National. Am angenehmsten sind noch die Ferienparcks, die zum Großteil auf Varadero, der Turi-halbinsel angesiedelt wurden. Dort gibt es wie auch auf Malle (eigentlich liegt es mir fern Cuba mit Malle zu vergleichen...) Swimming Pools und Hotelbars. Alles normal und anständig (je nach Reiseanbieter). Aber, ich glaube gerade deswegen, waren wir nur selten dort anzutreffen.
Sehr interessant war die Rundreise, von der ich jetzt berichten werde: Wir starteten wie gesagt in Varadero und zogen alle paar Tage immer weiter.Begonnen haben wir mit Havanná, der Hauptstadt. Dies war die erste Gelegenheit die Kubaner etwas besser kennenzulernen. Auf den ersten Blick sind sie sehr arm. Farbe fehlt an den Häusern und wenn man die Autos sieht, fühlt man sich zurückversetzt in die "guten alten Jahre". In Havanna wurde uns dann auch der historische Hafen, den bestimmt jeder schon mal im TV gesehen hat und der Markt gezeigt. Den Rest durften wir (zum Glück) selbst erkunden. Nun will ich aber nicht zuviel von Havanna erzählen, denn 1. gibt es eine eigene Spalte und 2. gab es viel Interessantere Städtchen auf Cuba.
Kommen wir gleich zu dem,was mich am meisten beeindruckt hat: die Rambo Tour. Jeder der in Geographie gut aufgepasst hat weiß: Auf Cuba gibt es Regenwald! Und genau den galte es bei der "Rambo Tour" zu erforschen. Nachdem wir gegen morgen aus unserer Unterkunft gestiegen waren, erwartete uns schon Rambo 1: eine Fahrt auf der Lagerfläche alter Russischer Armeefahrzeuge. Mit diesen recht unbequemen gefährten zogen wir durch den hügeligen Teil Cubas. So manches mal konnte man den freien Fall auf den Brummis erleben. Nach etwa 1 Stunde waren wir dann endlich am Ende des "Weges" angekommen. Gleich ging es weiter mit Rambo 2: die Wanderung durch den Regenwald, obwohl von Regen keine Spur war. Die Wanderung war wegen der hohen Temperaturen recht anstrengend, doch immer noch gut machbar. Noch war unsere Gruppe mit unseren Führern vollzählig. Unterwegs folgten wir immer dem Pfad entlang eines breiteren Flusses, den wir auch gelegentlich überquerten. Wir entdeckten viele exotische Pflanzen, aber Tiere (außer ein paar nervigen Mücken) haben wir nicht entdecken können.
Endlich kamen wir unserem unseem Ziel dem Anfang von Rambo 3 näher. Bald standen wir dann vor einem kleinem See, in den ein ebensokleiner Wasserfall reindonnerte. Kaum jemand war bei der Affenhitze noch zu halten, und so waren wir alle bald unter dem Wasserfall versammelt. Nun konnte Rambo 3 losgehen, doch wir stiegen nicht etwa aus dem Wasser, wir blieben drin und folgten jetzt einem anderen Fluss. Das Wasser war einfach herrlich klar und frisch.
Auch ein paar Fische, die ich aus meinem Aquarium kannte entdeckten wir. Am Ende standen wir dann irgendwo (dort verliert man leicht die Orientierung) wieder vor einem Wasserfall. Dies war dann leider schon (abgesehen von der Rücktur mit den Brummies) das Ende der Rambo Tour, für die man unbedingt einen ganzen Tag einplanen sollte.
Ein weiteres Traumhaftes Erlebniss gesch an meinem Geburtstag. Die Gang hatte ein größeres Segelboot nebst Kapitän und Chefkoch gemietet.Wir segelten in Richtung einer kleinen neben Insel Cubas. Auch an diesem Tag schien, wie fast die ganzen 2 Wochen lang, die Sonne. Bald hielten wir für ein besonderes Erlebniss: Hummer-tauchen. Mit einem Haken bewaffet stürtzden wir uns in den Atlantik und schon bald lagen 7 Hummer an Board, über die sich gleich der Koch hermachte. Dann erreichten wir Das kleine Ei-Land. Außer dem weißen Sand schien es dort nicht wirklich viel zu geben. Ein paar Palmen und das wars. Aber mehr brauch man auch nicht zum rundumglücklich sein. Tschüss verregnetes Deutschland, wir waren im Paradies.
Außerdem besuchten wir noch Zigarren fabriken, Krokodilfarmen, Rumbrennereien, Tabakplantagen, Delphinschwimmen oder Zuckerrohplantagen. Auf Anfrage erzähle ich auch dazu noch mal mehr. Aber die Kubaner lernt man am besten weit ab von dem Turrirummel kennen. Die einfache und doch bezaubernde, glückliche Lebensart der Menschen ging uns zu Herzen. Viele von ihnen sind Musiker. Denn die Cubaner haben bekanntlich die Musik im Blut. Neben dem bekannten Quantanamera ist uns besonders noch der "Chan", der von Cheguevara erzählt, aufgefallen. Che` ist auf Cuba sowieso ein eigenes Kapitel. Überall sieht man sein Gesicht. Viva la revolution!
Zwar ist der Dollar noch nicht offizielles Zahlungsmittel (nähmlich die Pesos oder Pesetas), doch trotzdem sei jedem empholen den Dollar in der Tasche zu haben, denn ohne ihn geht für Turis auf Cuba gar nichts. Die Cubaner sprechen hauptsächlich Spanisch, einige auch Englisch, fast keine Deutsch.
So jetzt will ich aber doch noch mal erklären, was ein Mojito ist. Also der Mojito ist ein Kubanisches Getränk. Es wird aus: Minzeblättern, Braunem Rohrzucker, Limettensirup, Wasser und nach belieben weißen Havanna Club gemacht. Die Minzeblätter in ein Glas geben (so ne Handvoll reicht.) Einen kräftigen Schluck Limettensirup dazugen und auch 1 bis 2 Teelöffel braunen Rohrzucker. Ohne Wasser wird das jetzt erstaml mit einem Stößel oder Mörser durchgemanscht. Dann das Wasser und den Rum dazugen (das Glas nicht vollmachen). Wenn möglich sollte man noch Gecrashtes (Eiscrasher gibt es billig zu haben) Eis hinzugeben. Echt lecker!
FAZIT:
Cuba ist vielseitig! Ob in der Natur oder von den Menschen: für jeden sollte etwas dabei sein. Und Cuba hat unmengen von Facetten. Wer die weite Reise nicht Scheut, wird von Cuba bestimmt nicht enttäuscht sein (zumindest wenn man keine Bettenburgen erwartet.) Wir sind damals im Winter geflogen und haben den frühzeitigen Sommer genossen. Aber auch viele andere Sachen kann man auf Cuba genießen. Finden sie es heraus. Cuba ist es wert! weiterlesen schließen -
Vardero erleben
Pro:
Alles
Kontra:
Nichts
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Leser,
nachdem ich Euch schon einiges von meiner Hochzeitsreise berichtet habe, komme ich nun zu den diversen Aktivitäten, die man außer der Clubanimation auf Varadero in Anspruch nehmen kann. Im Gegensatz zu der Clubanimation sind diese Ausflüge nur über eine einheimische Ausflugsagentur ( Cubatour ) buchbar und kosten natürlich harte ameikanische Dollar.
Da wir das erste mal auf Kuba waren, haben wir natürlich einige Ausflüge mitgemacht. Auf der Hochzeitsreise darf es ja auch mal etwas mehr kosten.
Mein absoluter Lieblingsausflug war der nach Havanna oder wie es die Kubaner aussprechen Abana. Jeder der mal auf Kuba ist, sollte Havanna gesehen haben. Das Flair der Altstadt ist einfach unbeschreiblich. Es gibt teilweise sehr schön restaurierte Gebäude, die aber eindeutig in der Minderzahl sind. Die meisten Gebäude der Stadt, die zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt wurde, verfallen langsam aber sicher vor sich hin, sind aber deswegen nicht weniger interessant. Hier in Havanna kann man die echten Kubaner treffen, die sehr freundlich auf Touristen reagieren. Jeder Zweite Kubaner hat eine Zigarre im Mundwikel und eigentlich jerder versucht Zigarren zu verkaufen. Zigarren und Rum sollte man aber besser in den staatliche Läden dafür kaufen. Da sind sie zwar etwas teurer, aber da weiß man dann auch, daß man die echten hat. Attraktionen, die man sich nicht entgehen lassen sollte sind natürlich das Capitol, der Platz der Revolution, die Bodegita del Medio wo Hemmingway seine Mojitos geschlürft hat, den Friedhof Christoph Kolumbus wo mehr als 700.000 Menschen begraben sind und die Kathedrale von Havanna wo Kolumbus bis Ende des 19 Jahrhunderts begraben war. Wer nach einem solchen Tag dann nicht fix und fertig ist, sollte noch in die Tropical Show wo die besten Tänzerinnen Kubas zu lateinamerikanische Rythmen die Hüften kreisen lassen. Ohne die Tropical Show kostet der Ausflug 65 Dollar ( mit deutscher Reiseleitung ). Für die Tropical Show sind dann nochmals 80 Dollar zu berappen.
Ein weiterer Ausflug ist die Jungle Tour für 40 Dollar. Hier fährt man zu zweit mit so einer Art Jet Ski ( man steuert selbst ) an der Küste entlang und durch einen Mangrovenwald. In der Mitte des Mangrovenwaldes geht es dann über Holzstege in einen kleinen Tierpark. Dort kann man Leguane streicheln, 1 Meter große Krokodile auf den Arm nehmen und sich die einheimische Tierwelt anschauen. Im Anschluß geht es wieder mit Vollgas zurück zum Startpunkt. Vorsicht man wird naß, hat aber eine super Gaudi.
Die Katamarantour führt für 80 Dollar auf einem riesen Katamaran zu einer künstlichen Insel vor der Küste wo man mit Delfinen baden kann. Sie lassen sich bereitwillig streicheln, das ist den Preis auf jeden Fall wert. Auf der Rückfahrt fließt der Rum dann in Strömen und auch für den großen Hunger ist bestens gesorgt.
Die Flugzeug Tour zu einer Zigarrenfabrik im Hinterland des westlichen Teils Kubas ist mit 100 Dollar zwar sehr teuer aber auf jeden Fall ein Abenteuer. Der Flug mit einer altten Klapperkiste von der man nicht weiß ob sie heil unten ankommt treibt den Adrenalinspiegel schon ganz schön in die Höhe. Glücklich und schweißgebadet gelandet kann man dann den Zigarredrehern bei der Arbeit zuschauen und bekommt sogar eine Geschenkt. Wirklich beeindruckend.
Es gibt noch unzählige weitere Ausflüge ins Landesinnere, die bestimmt genauso reizvoll sind wie die hier genannten aber man kann eben nicht alles machen.
Zum Abschluß noch ein letzter Tip:
Der Ausflug mit dem Flugzeug nach Cayo Lago ist mit Sicherheit einer der eindrucksvollsten. Hier kann man auf dieser kleinen unbewohnten Insel mitten in der Karibik die original Bacardi-Insel-Athmosphäre genießen. Der Stand fühlt sich so weich an wie Backpulver und die Farbe des Meeres ist wohl mit nichts zu vergleichen.
Also bis bald auf Kuba
Diabolo26 weiterlesen schließen -
CUBA eine Trauminsel in der Karibic
Pro:
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Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
CUBA, eine Trauminsel in der Karibik
eine Meinung von elphaq
erleben Sie die Trauminsel vozugsweise in den Monaten Dezember bis Mai.
in Havanna wohnen Sie "ganz privat" im Privat-Zimmer (Casa particulares) für ca. $35,- pro Nacht
promenieren Sie auf dem Malcon, die prachtvolle Uferpromenade Havannas, überall finden Sie lebensfrohe Menschen
Sie werden begeistert sein von kubanischer Musik, welche Ihnen auf Schritt und Tritt begegnet.
besuchen Sie das Casa de la Trova (Bonavista social club)
Sie besuchen El Morro, die Festung am Ostufer des Canal de Entrada.
Sie schlendern auf dem Plaza de la Catedral, den schönsten Platz Havannas.
genehmigen Sie sich einen Mojito in der Bar, wo schon Hemingway mit Freunden philosophiert hat.
machen Sie einen Ausflug nach Pinar del Rio, in das Land des Tabaks,
bewundern Sie die Herstellung weltberühmter Zigarren und geniesen Sie eine echte HAVANNA
geniesen Sie eine Woche auf der Halbinsel VARADERO, mit dem längsten feinsandigen Strand Cubas.
chartern Sie ein Motorboot(im Hafen am Ende von VARADERO) mit Capitän+Taucher mit Harpune, fahren Sie hinaus aufs offene Meer in Richtung Delphinarium und schwimmen gemeinsam mit Delphinen (welche dort trainiert werden)bewundern Sie ihre Intelligenz und fühlen Sie selbst ihre geschmeidige Haut. Während der Fahrt dorthin fangen Sie frischen Fisch und und...,welcher im Delphinarium zubereitet werden kann.
Cuba: in 14 Provinzen eingeteilt, ca. 11 Mill. Einwohner,Hauptstadt= Havanna an der Nordküste, zweitgrößte Stadt =Santiago de Cuba ganz im Süden, Cuba ca. 1200 KM lang und max. 145 KM breit mit ca. 110922 Quadrat-Km, so groß wie Bulgarien oder Irland.
Preis-Leistungsverhältnis: gut weiterlesen schließen -
Cuba - absolut empfehlenswert
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Wir waren im Jahre 2000 in Cuba. Genauer gesagt in der Provinz Holguin, weiter im Osten. Der Ort nannte sich Guardalavaca. Ich hab dort einen der traumhaftesten Strände gesehen. Herrlich weißer Sand und tolles Wasser.
Absolut sehenswert ist Santiago de Cuba, direkt an der Ostspitze der Insel.
Die Hafeneinfahrt ist traumhaft und wurde zum Weltkulturerbe erklärt. Santiago de Cuba war die frühere Hauptstadt Cubas. Dort startete Fidel Castro gemeinsam mit Che seine Revolution. In der Kaserne, wo das passierte kann man heute noch die Einschußlöcher in den Mauern sehen. Auf den einheimischen Lebensmittelmärkten kann man direkt am Leben der Einheimischen Teil haben. Zigarren rauchende Frauen gehören ebenso zum Bild, wie frisches Fleisch, daß in der Mittagshitze zum Verkauf angeboten wird.
Die Cubaner sind sehr freundliche Leute und stehen hinter Fidel Castro wie ein Fels in der Brandung. Es ist erstaunlich, daß sie nicht einmal wissen, wo genau er in Havanna lebt, und ob er eine Frau hat oder Kinder. An vielen Wänden kann man den Schriftzug "Viva la Revolition" sehen. Angesichts der Armut, die eigentlich in Cuba vorherrscht, ist das echt erstaunlich.
Sehr empfehlen würde ich auch einen Ausflug nach Havanna. Wir mußten damals fliegen. Mit einer abenteuerlichen alten Aeroflot Maschine, war mir schon Angst und Bange, aber es war ein absolutes Erlebnis. Havanna ist echt eine Reise wert. Wer kann, sollte dort mehrere Tage verbringen. Der große Trödelmarkt in der Altstadt, auf dem Studenten alte Bücher verkaufen ist einmalig.
Auch Havanna ist Weltkulturerbe, aber es ist noch sehr viel zu tun. Die alten Häuser sind so schön, aber müßten dringend restauriert werden. In der Altstadt hat sich schon viel getan, man sieht, daß die Unesco sich Mühe gibt :-)
Cuba ist eine Reise wert, absolut. Tolle Musik, sehr nette und gastfreundliche Leute und viel zu sehen und erleben. weiterlesen schließen -
Unsere Kühe sind Kriegsreserve!!!
23.08.2002, 16:39 Uhr von
chaosleo
Ich interessiere mich für alles aktuelle, egal ób aus den Bereichen Sport, Medien, Politik und We...Pro:
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Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Nur einer der etwas verwunderlichen Sprüche, die einem auf Kuba entgegengeworfen werden.
Da es hier keine entsprechenden Ortskategorien auf Kuba gibt, um meine Urlaubserfahrungen genau darstellen zu können, schreibe ich jetzt eben drei Berichte. Der erste über Kuba allgemein folgt nun hier. Der zweite wird dann speziell die Insel Cayo Coco vor Kuba betreffen und der dritte über die Landschaft Jibacoa sein.
Ich möchte Euch nicht mit Längen- und Breitenangaben nerven, die kann man in jedem Atlas oder beim auswärtigen Amt bequem und genau nachlesen, mir ist es wichtig, Euch das Land und die Kultur nahezubringen. Soweit man das als Ausländer aus einem Urlaub heraus überhaupt kann.
Daher möchte ich diesen Bericht auch aufteilen, in Dinge, die man als Tourist wissen sollte und Dinge, wie sie tatsächlich sind.
Ich werde auch nicht über Havanna und Santiago de Cuba berichten, da es hier um Kuba allgemein gehen soll und nicht um einzelne Städte.
Zunächst einmal wissen wir fast alle, dass auf Cuba eine sozialistische Regierung nach einem Putsch vor ca. 50 Jahren (oder die Revolution wie es auf Cuba genannt wird) durch Fidel Castro erhalten hat. Wir wissen auch, dass Che Guevara als Erretter auf der Insel gefeiert wird, aber eigentlich ist Che Guevara an diesen Ruf vor allem dadurch gekommen, da er einen Märtyrrertod im Auftrag Fidels erleiden musste (erzählen sich die Cubaner gerne, wer es genau war, weiss keiner). Wir wissen auch, dass es auf Cuba Rum in Fülle gibt, genauso wie Zigarren (auch der Marke Cohiba, die unser derzeitiger Bundeskanzler so liebt), genauso dass es alte Autos gibt und Armut. Havanna ist weltbekannt, weniger Santiago de Cuba (laut der Cubaner die eigentliche Hauptstadt). Bekannt ist wohl auch die Armut auf Cuba, das karibische Meer, das Embargo der USA, der Verfall der Bauten, vielleicht noch der Billigtourismus in Varadero und evt. das Nationalgetränk - der Mojito!
Was wissen wir noch?
Viel mehr müssen wir nicht wissen, denn wir sind nur Touristen, deutsche Touristen und diese kennen den Sozialismus und dessen Folgen in vielen Einzelheiten aus der eigenen Geschichte. Ganz so ist es aber doch nicht, zumindestens nicht nach meiner Meinung.
Denn größtenteils herrschen über Kuba Meinungsverschiedenheiten, keiner weiss etwas genaues, vielleicht interessiert es auch keinen so genau.
Mich schon!
So habe ich Kuba zwar auch "nur" als Pauschaltourist erlebt, aber ich habe einfach mal versucht hinter die Kulissen zu schauen.
Die Natur:
Unabänderliche, unverfälschte Fakten. Denn das ist das was ich gesehen habe.
Kuba ist aufgrund seiner beeindruckenden Strände bei Pauschaltouristen aus Canada, Deutschland, England und Italien beliebt. Aber auch viele Südamerikaner haben in ihren eigenen Ländern diese reinen und wunderschönen Strände nicht und reisen deshalb nach Kuba. Die Strände sind in vielen Fällen wie ein Postkartenidyll. Schneeweiss, menschenleer und sehr sauber (abgesehen von Varadero, da sind sie nicht menschenleer). Für Schnorchler, Taucher, Wassersportler und Badegäste ein absolutes Paradies. das Meer ist bei gutem Wetter so klar, wie das Wasser in unserer Badewanne und man darf sich nicht wundern, wenn massenweise Fischschwärme in Strandnähe um die eingenen Beine schwimmen. Dieses klare und artenreiche Meer ist in meinen Augen fast einzigartig (ich hab noch nicht die ganze Welt gesehen, es könnte noch einen ähnlichen Fleck auf der Erde geben) und es ist das ganze Jahr hindurch bei mind. 25 Grad. In der Regenzeit kann es gelegentlich zu Anschwemmungen von Algen oder Pflanzenresten kommen, aber das wirklich nur sehr selten.
Die gesamte kubanische Insel ist von regenwaldähnlicher Bepflanzung, daher ist die Insel selbst bei den größten Trockenzeiten sehr grün. Besonders häufig sind natürlich Kokonusspalmen und Bananenbaume. Angebaut wird auf Kuba besonders Tabak und Reis, früher gab es noch die Zuckerplantagen. Allerdings sind letztere mit Auflösung der Sowjetunion (Hauptlieferant der Maschinen und erster Abnehmer des Zuckerexports) nur noch auf den Eigenverbrauch beschränkt worden.
Die Artenvielfalt ist auf Kuba immens. Wir haben alleine (ohne wirklich Abenteuertouren unternehmen zu müssen) Pelikane, Echsen, Kraken, Krebse, Spinnen, Schlangen und hundert Arten von Echsen gefunden. Von den Fischen im Meer nicht zu sprechen, die man in Strandnähe beim Tauchen beobachten kann.
Von der natürlichen Umgebung her ist Kuba ein Paradies für jedermann.
Das Leben:
Das Leben auf Kuba ist für Kubaner mit Sicherheit nicht einfach. Am Besten geht es denjenigen, die in den ausländischen Hotels (größtenteils Spanier) arbeiten können. Arbeitslosigkeit gibt es auch im kommunistischen Kuba, viele versuchen sich mit Tagelöhnerjobs und eigenständig für den Tourismus (beispielsweise in Havanna und Varadero). Manche Familien sind so arm, dass sie betteln. Das ist für Kubaner aber sehr untypisch, da es ihnen ihr Stolz verbietet. Bettelnde Kubaner findet man eigentlich nur an Touristenpunkten, wie in Havanna und Varadero, vereinzelt auch in Santiago und Trinidad. Was den Kubanern aber das Leben lebenswert macht, ist ihre absolute Lebensfreude, ihre Musik und ihr Temperament. Kubánische Menschen (soweit ich sie kennengelernt habe) sind fröhlich, höflich, freundlich und absolut uneigennützig. Wie immer sieht das in Touristengebieten anders aus. Aber auf dem Land ist es keine Seltenheit zum Essen oder zum Rum eingeladen zu werden. Die Kubaner müssen allerdings immer aufpassen, wenn sie mit Touristen etwas zu tun haben. So gibt es eigene Touristentaxen, eigene Restaurants und die Pflicht für Kubaner Ausländer dorthin zu führen. Tun sie es nicht und lassen Ausländer bei sich wohnen und essen und werden erwischt, kann es Probleme geben.
Verwunderlich ist auch, dass manche Kubaner (gerade in den größeren Städten) in vergitterten Hochhausgettos wohnen müssen (die Gitter vor den Fenstern ersetzen die Klimaanlage) und andere in kleinen Einfamilienhäusern. Die letzteren sind Mitglieder der Partei.
Essen:
Das kubanische Essen ist mit dem creolischen gleichzusetzen. In fast jedem Gericht finden sich Ananas oder gebackene Bananen, oftmals gibt es auch eine Art Minestrone als Vorspeise. Fleisch wird selten gereicht, da nur Schweinefleisch verarbeitet werden darf. Rinderfleisch wird hauptsächlich für Touristen importiert, obwohl es genügend Rinder auf der Insel gibt. Die Rinder dürfen aber nicht geschlachtet werden, selbst wenn eines verendet muss es dem Staat übergeben werden (alle Rinder werden gekennzeichnet und einmal jährlich wird das überprüft), warum? Naja, Castro will so im Falle eines Krieges eine Reserve haben.
Die Nachspeisen sind grundsätzlich extrem süss, zu süss, das hat vermutlich auch damit zu tun, dass es Zucker immer im Überfluss gab.
Getränke:
Alles mit Rum, Rum ist Hauptnahrungsmittel. Tatsächlich würden wir viele Kubaner als Alkoholiker bezeichnen, denn Rum wird immer konsumiert. Er ist halt billig und unterstützt die Kubaner bei ihrem Lebensstil. Das bekannteste Getränk ist zweifelsohne der Mojito (mit Lemon und Minzblatt), aber auch ein Daiquiri und andere südamerikanische Coctailversionen mit Rum werden angeboten. Bier sowie Wein sind auf Kuba nach meiner Ansicht nicht geniessbar. Die einzige Brauerei "Cristal" bringt 3 Sorten heraus, die helle ist einfach nur laff, der Rest (dunkles) geht einigermassen. Kubanischer Wein ist nicht geniessbar, da Trauben auf Kuba nicht angebaut sondern importiert werden. Wert auf ordnungsgemäße Weinherstellung legt man hier traditionell nicht.
Sonstiges:
Strassen und Wege auf Kuba sind katastrophal, mehr Schlagloch als Strasse. Vielfach werden auf Kuba Pferdewagen und Vespa als Fortbewegungsmittel genutzt. Man darf sich auch nicht wundern, wenn ein URALT-Pick-up mit dreizig Leuten auf der Ladefläche als Bus verkehrt, auch Fahrräder sind Gang und Gäbe.
Mit diesen reist man durch Kuba, hoppelig und ängstlich (als Tourist wenigstens) und wundert sich über die vielfachen Werbeplakate, die eigentlich keine sind. Wer des spanischen mächtig ist, wird sich nach kurzer Zeit fragen, ob der Kommunismus hier eine gewisse Freiwilligkeit mit sich bringt. Denn auf fast jedem dieser hunderte Plakate stehen Sprüche wie "Komm ins Kombinat - sei mutig", "Vaterland oder Tod", "Du bist Cuba, wir alle sind eins" und so weiter. Warum Werbung, wenn sowieso alle dabei sein müssen?
Man sieht auch viele Kirchen, völlig heruntergekommen. Das liegt daran, dass der Kommunismus mit Religion nichts zu tun hat. Nach dem Besuch des Papstes 1997 wurden manche Kirchen renoviert und viele Kubaner konnten in die katholische Kirche eintreten. Taten sie auch, daher wird seit 1997 erstmals wieder Weihnachten auf Cuba gefeiert.
So, mehr Äusserungen über die Politik, das Land und einzelne Städte folgen in den nächsten zwei Berichten, "stay tuned"....Ich muss jetzt hier Schluss machen, da sonst der Text zu lang wird.
Fazit:
Allgemein kann ich Kuba als Urlaubsland nur empfehlen, sehenswert ist es allemal. Von den Kubanern wird man begeistert sein, und der Kommunismus ist nicht überall zu sehen. Frustriert wird man höchstens auf Touren durch die bekannten altertümlichen Städte, denn alles ist fast zerstört.
Übrigens, auf Kuba gibt es keinerlei Indianer mehr - alle wurden von den Eroberern (Conquistadores) in der Stadt Matanzas ermodert (Matanzas=Massaker). Nachfahren sind lediglich der Sklaven zu finden.
Ende des ersten Teils und hoffentlich erste Lichtblicke über dieses beliebte Urlaubsland!
Viele Grüße
Leo
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-23 14:39:02 mit dem Titel Das muss das Paradies sein......
Hallo, liebe Leser!
Hier folgt nun Cuba-Bericht Teil 2. und der Teil 3 folgt dann bald auch...
Aber nun erstmal zu diesem Fleckchen Erde - das atemberaubendeste, welches ich je gesehen habe.....
Cayo Coco, eine der kleinen Inseln vor Cuba, ein Naturschutzgebiet mitten im Herzen der Karibik.
Wir sind im letzten Jahr (August 2001) für 2 Wochen in unseren Urlaub nach Cuba gestartet. Problemlos war die Anreise von Frankfurt/Main mit Condor bis zu unserem Zielflughafen Ciego de Avila. Wobei Flughafen hier vielleicht einwenig hochtrabend ist, besteht er doch eigentlich nur aus einem kleinen Hauptgebäude, ein paar Landebahnen und einer kleinen Abfertigungshalle, aber er erfüllt als internationaler Flughafen allemal die cubanischen Sicherheitsvorschriften. Und die sind wesentlich strenger als bei uns. Also muss man sich schon am Anfang auf eine sehr genaue und penible Sicherheitskontrolle und Passkontrolle gefasst machen.
Hat man das endlich hinter sich gelassen, erwartet den Pauschaltouristen auch schon der klimatisierte Reisebus, der einen nochmal 1,5 Stunden durch die Landschaft bis auf die Insel Cayo Coco fährt.
Die Strecke ist eigentlich relativ uninteressant. Man erspäht vielleicht hier und da mal ein paar Kühe, ein paar Hütten und jede Menge Reisfelder, aber viel zu sehen gibt es in der ersten Stunde Busreise nicht gerade.
Interessant wird es erst, wenn der Bus die Schranke passieren darf und auf den Deich fahren darf. Man kann sich die Fahrt nach Cayo Coco vorstellen, wie eine Reise nach Sylt. Es gibt nur diesen Deich und daneben ist eine Art flaches und ruhiges "Watt". Diese Strecke lässt einen aber schon ahnen, was auf Cuba mit einem Naturschutzgebiet gemeint ist. Das Wasser ist auf den ersten Blick unglaublich klar, kein Unrat (nicht mal Algen) sind am Ufer zu entdecken - dafür aber Unmengen von Flamingos! Die stehen da einfach rum und schauen gemütlich den Bus an. Von Scheu keine Spur - und es sind soviele, dass das Meer an diesen Stellen schon rosafarben glänzt.
Dieses Bild werde ich nie vergessen. Es war wie in einem gigantischen Zoo!
Wenn man dann nach kurzer Zeit mit dem Bus von diesem Deich heruntergefahren ist, kann man sich auf einige unfreiwillige Zwischenstops einstellen, denn auf Cayo Coco (auf Cuba auch nur da) gibt es wilde Zwergschweine! Und auch diese gibt es in Massen. Da sie normalerweise nicht sehr häufig durch Menschen oder Automobile gestört werden, interessiert es sie auch nicht. Sie laufen einfach durch und rennen auch nicht weg.
Nach kurzer Zeit passiert man auch den "Flughafen" von Cayo Coco. Dieser war zu unserer Zeit noch nicht für internationale Flieger ausgerichtet, sollte aber ein Jahr später (also heute) freigegeben werden. Ich habe ihn selbst betreten und kann mir nicht vorstellen, wie das funktionieren soll - aber dazu später.
Es gibt (vielmehr gab es als wir da waren)lediglich drei Hotels auf der Insel alle mit einem ähnlichen Namen und auch ähnlicher Ausstattung. Alle drei sollen eine absolute Luxusausstattung haben. Bei unserem kann ich das nur bestätigen (Sol Club Cayo Coco). Unser Hotel lag direkt zwischen grünen Bergen und dem Meer, so dass die natürliche Umgebung schon faszinierend war. Der Strand war schneeweiss und das Wasser klar und - natürlich - türkis. Die totale Postkartenidylle. Am Strand direkt befinden sich nur sehr vereinzelt Felsen und Korallen, daher sind fast alle Fische in Schwärmen direkt am Ufer zu bewundern. Einige fanden das wohl nicht so toll, denn sie liefen schreiend aus dem Wasser als ein kleiner Fischschwarm gefolgt von einem größeren um ihre Beine schwomm.
Ich fand es allerdings klasse.
Besonders wenn gleichzeitig noch wie selbstverständlich Kolibris direkt neben einem schwirren.....
Wie gesagt - Zoo pur!
Für Unternehmungslustige ist die Insel allerdings nicht so besonders geeignet. Die Hotels bieten zwar allerhand Touren und auch Mietwagen an, allerdings ist alles sehr teuer. Die berühmten Touren nach Havanna kann man nur als Drei-Tages Bustour buchen oder Eintages Tour mit Flugzeug. Beides sehr teuer und mit dem Flugzeug muss man extrem mutig sein. Ich war so mutig, allerdings eher unfreiwillig. Dazu gleich mehr.
Hat man sich entschieden, ein Auto zu mieten (relativ preisgünstig) muss man Mautgebühren einplanen, um die Insel verlassen zu können. Und man muss einen Nachweis bei sich tragen, in welchem Hotel man wohnt, damit man wieder auf die Insel darf. Alles sehr stressig und am Ende auch wieder teuer.
Empfehlenswert sind hier aber dennoch Abenteuertouren mit Pferd oder Jeep, die auf der Insel preisgünstig angeboten werden. Auch eine Tour nach Santiago de Cuba kann man machen, da Santiago näher ist und preislich so akzeptabel ist.
Bleibt man allerdings im Hotel braucht man auf Unterhaltung nicht zu verzichten. Am Strand haben sich einige "Unternehmer" versammelt (die allesamt dem Hotel bekannt sind und überprüft werden) um Touristen Fahrten mit Booten, Hochseeangeln, Bananenfahrten, Tauchen, Fallschirmspringen, Paragliding usw. schmackhaft zu machen. Natürlich gegen Cash!!!!
Harte Dollar zählen auch hier wie überall auf Cuba.
Ich musste allerdings nicht bezahlen, denn ich sollte eine Promosprung vor dem Hotel machen. Womit hatte ich mit meinem grandiosen Spanisch wohl etwas missverstanden, denn ich dachte, es handelte sich um Paragliding. Am Flughafen angekommen, und vor dem alten russischen Doppeldecker stehend, wusste ich, dass ich mich aus einem FLUGZEUG fallen lassen würde. Daher auch meine Warnung bzgl. der Touren mit dem Flieger auf Cuba - die Dinger sind hundsalt und kaum gewartet - besonders wenn es sich um russische Exemplare handelt. Der Zustand ist so schlimm, dass ich weniger Angst hatte, aus dem Ding rauszuspringen, als damit weiterzufliegen. Und da es mein erster Sprung war, dürfte jeder wissen, was ich meine.
Den Flughafen auf Cayo Coco durfte ich bei dieser Gelegenheit auch erleben - ein Rollband (passt gerade ein Koffer drauf), ein Kiosk, eine Passkontrolle und Toiletten - das war´s. Vielleicht gibt es heute mehr dort, aber so können sie mit Sicherheit keinen vollbesetzten Ferienflieger abfertigen.
Wem diese Aktionen dann schon wieder zu wagemutig oder zu teuer sind (so ein Fallschirmsprung kostet immerhin 180 Dollar, genauso wie in Deutschland), der hat immerhin noch das Hotelpersonal, welches unaufdringlich Bogenschiessen, Luftpistolenschiessen, Billiard, Tischtennis, Tennis, Minigolf usw. anbietet. Also langweilig wird es einem in diesem kleinen Paradies auch nicht.
Mein Tip ist hier aber ganz klar, ein Fahrrad oder Mofa zu mieten und die Insel auf eigene Faust (oder innerhalb einer Tour) zu erkunden. Solange man nicht von der Insel herunterwill, ist es günstig und von der Landschaft und der Artenvielfalt einfach atemberaubend. Ich kann es kaum ausdrücken, aber hier ist die Natur wirklich noch in Ordnung und hat sich entwickelt wie SIE es wollte.
Der Nachteil an der Insel ist leider, dass man überhaupt gar keinen Kontakt zu Einheimischen hat (abgesehen vom Hotelpersonal). Auf Cayo Coco lebt keiner, und die Angestellten müssen abends die Insel verlassen - nur wenige dürfen in den Hotels übernachten. Da es ein Naturschutzgebiet ist, verbietet der Staat die Besiedelung rigoros, daher würde es mich auch wundern, wenn dort jetzt mehr als drei Hotels wären.
Fazit:
BUCHEN - HINFAHREN - STAUNEN!
Diese Insel ist einmalig und wunderschön. Wer mehr Wert auf Landschaft und Artenvielfalt legt, als auf Rummel und Sehenswürdigkeiten, kann hier den schönsten Urlaub erleben. Für Wassersportler, Familien und Singles gleichermassen zu empfehlen, allerdings muss man sich klar darüber sein, etwas "ab vom Schuss" zu sein und nicht so einfach da weg zu kommen. Aber insgesamt nur empfehlenswert. Auch unser Hotel kann ich jedem nur empfehlen, das Essen war gut, der Service einmalig, das Umfeld stimmte und Freizeitangebote gab es en masse. Auch das Preis-Leistungsverhältnis war absolut top.
Also von mir alle Sterne die es gibt!
PS.: Ich habe über Cuba selber (Kommunismus, Zigarren usw.) nichts geschrieben, da ich denke, dass es hier nicht hin gehört. Ausserdem wäre dieser Bericht als zweiter Teil einer kleinen Reihe dann sicherlich viel zu lang geworden. Das passt dann eher in die Kategorie "Allgemeines zu Cuba".
Viele Grüße y muchos besos
Leonie weiterlesen schließen -
Hütet die Schiffe !
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
- so heißt die Gegend für die wir uns nach langen Überlegungen und Recherchen entschlossen hatten.
Wer nach Cuba reisen möchte, sollte es in dieser Jahreszeit tun. Jedenfalls haben mein Herzallerliebster und ich diese Erfahrung letztes Jahr gemacht. Wir hatten für drei Wochen ein Last Minute - Schnäppchen über`s Internet entdeckt und genützt. Zu meiner Schande muß ich allerdings gestehen, daß ich dann über`s Reisebüro gebucht habe, einfach weil ich persönliche Beratung doch sehr schätze.
So sind wir also im März nach Cuba geflogen mit LTU und haben uns damit einen langgehegten (okay ich geb`s zu von mir )Traum erfüllt. Wir hatten uns für den Osten entschieden, einfach aus der Überlegung heraus, daß wir keine Fans von Massentourismus sind. Kann allerdings sein, daß dies in Cuba ziemlich gleich ist - wie Ihr noch lesen könnt.
Flug
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war lang - ereignislos - und Service eigentlich ganz okay.
Warum wir in Havanna zwischenlanden mußten mit 1stündigem Aufenthalt ist uns nicht klargeworden - war eigentlich nicht geplant, aber schon mal sehr interessant.
Havanna im Dunkeln aus der Ferne zu sehen - das hat was !
Der Flughafen für europäische Verhältnisse herrlich provinziell, aber man konnte Essen und Trinken und kleine Souvenirs bzw. CD kaufen -
das gab schon mal einen ersten Eindruck wie diese Insel funktioniert.
Uns war ja klar, daß wir in die letzte Bastion des Kommunismus fliegen und auch in ein Land mit großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten, aber im Fernsehen ist halt alles immer etwas ferner.
Nach dem Zwischenstop ging es dann zügig weiter nach Holguin.
Der Bustransfer
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ging reibungslos los und zog sich dann hin. Man bekam einen kleinen Überblick über die Straßenverhältnisse, aber es war ja schon dunkel und so konnte man leider nicht allzuviel sehen und wollte eigentlich nur noch ins Hotel - schließlich waren wir schon ca. 16 Stunden unterwegs.
Und endlich wurden wir als fast letzte - schnief - endlich in GUARDALAVACA
ausgeladen. Im ältesten Hotel vor Ort dem
CLUB GUARDALAVACA
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und das war ein echter Joker, wie wir später feststellen konnten.
An der Rezeption freundlichst empfangen - mit Bändel verschweißt - All inclusive - da kommen echte Steiftiergefühle auf kann ich Euch sagen. Mit einem kalten Snack versehen wurden wir zu unserem Zimmer - weitab von Rezeption und Pool gebracht.
Zimmer einfach, aber voll ausreichend - Matratzen besser als erwartet. So haben wir uns erst mal erschöpft in Morpheus Arme geworfen und geschlafen.
Das Hotel
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hat einen Hauptbau mit den Service - Einrichtungen wie Reception - Speisesaal usw. und einstöckige Flügelbauten - unten mit Arkaden - in denen die Zimmer untergebracht sind. Der Pool befindet sich in der Mitte der Anlage - direkt vor dem Animationsbereich, wo auch die Bar ist. Es gibt auch noch ein kleines Restaurant“ am Pool für Snacks.
Austauschessen mit anderen benachbarten Anlagen sind möglich.
Da wir`s nie getestet haben, kann ich nichts dazu sagen.
Der erste Tag und auch alle weiteren waren von Erkundungen geprägt.
Der Weg zum Strand
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nicht allzuweit und schnell zu erlaufen - und dann Eldorado!!! soweit das Auge reicht.
Die Farbe des Meeres - die Bäume fast bis zum Wasser - es gibt Postkarten, die sind wirklich war !
Nachteil:
Das Wasser war ziemlich warm und es dauert ziemlich lang bis man ins tiefe kommt. - Aber für Kinder ist das natürlich ideal.
Jede Menge Strandbars, sowie Surfboard - Trettboot - Segelboot - verleih, das meiste gratis, was will man mehr!
Und Bands !! - überhaupt keine drei Meter kann man gehen, ohne das man Guantanamera hört - live versteht sich - das ist mir nach einiger Zeit ziemlich auf den Keks gegangen.
Ich habe in drei Wochen 57 mal „Besame mucho“ gehört und das ist auch bei hervorragender Qualität ziemlich anstrengend.
Allerdings ist das halt auch auf Touristenwünsche zurückzuführen und wenn man sich mal mit den Musikern unterhält spielen sie eigentlich auch sehr gerne andere Sachen.
Im Hotel war das Essen
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hervorragend - Buffet mit allem was das Herz begehrt - früh - mittags und abends - also uns war das schon zuviel des Guten.
Abwechslungsreich - mit frischen Früchten - Fisch - Fleisch und Gemüse - nicht alles bekannt - doch für entdeckungswütige wie mich hochinteressant. Und nach Bekanntschaften mit der englischen Küche kann einem eigentlich doch gar nichts mehr schocken, oder? Aber Spaß beiseite das Essen war ausgesprochen lecker und vielseitig, da konnte wirklich jeder was finden - sogar mein g´naschiges Spatzerl.
Nachmittags und Abends wurde immer ein Unterhaltungsprogramm geboten - na ja wer wild auf „Aktion“ ist, kam da sicher sehr gut auf seine Kosten. Die Animateure ( m + f ) waren wirklich sehr nett, eine Augenweide und TÄNZER !! da gingen einem wirklich die Augen über. Ansonsten war es für uns interessanter, daß nationale Tischverhalten zu beobachten - da staunt man wirklich ab und an - grade wenn man diese Cluburlaube nicht kennt.
Es scheint auch Leute zu geben, die sich 2-3 Wochen nicht vom Pool entfernen außer bis zum Buffet - das werden wir wohl nie nachvollziehen können.
Die Hausband LA OLA
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( das heißt die Welle) ist sicherlich vom feinsten was man sich wünschen kann - nach dem abendlichen Programm spielen sie oft noch im hauseigenen Club und dann geht so richtig die Post ab und es wird auch gejazzt.
Der Fahrradverleih ist gewöhnungsbedürftig - am besten man hat das nötigste dabei um Höhen usw. verstellen zu können und auch eine Pumpe schadet nicht ( Damit kann man dann auch ein cubanisches Herz mächtig erfreuen - am Urlaubsende ).
Die Cubaner an sich sind freundlich und hilfsbereit - leider hat durch den Tourismus der ständige - „Un Dollar Obolus“ - stark um sich gegriffen - was einem das Verlassen des Reservats schon ab und zu verleiden kann.
Aber es lohnt sich. Man kann in unmittelbarer Umgebung einige schöne längere Spaziergänge und Wanderungen machen - dann aber unbedingt früh losgehen - mittags wird es doch für unsere Verhältnisse schon recht heiß.
Oder man fährt mit dem Taxi oder der Pferdekutsche was zwar nicht billig - aber bezahlbar ist.
Bitte keine Erwartungshaltungen für Supermarkt und Läden mitbringen - für unsere Gewohnheiten ist das alles sehr ärmlich und obendrein teuer.
Einige der besseren Anlagen in der näheren Umgebung hatten natürlich auch bessere Läden nur für die Touristen, die sind dann auch gut sortiert und teuer.
Aber Bücher und auch Reiseführer usw. bitte mitbringen, gibt´s praktisch nicht zu kaufen.
In unserem Club wurden mit an der Handtuchausgabe auch Bücher ausgeliehen. Aber das hängt ganz davon ab, was die Touristen vergessen bzw. abgeben.
Der Zimmerservice
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war gut - jeden Tag ein wunderschön gefaltetes Badetuch auf dem Bett drapiert und mit Blüten geschmückt.
Es wurde einwandfrei geputzt - nur die Klimaanlage war ziemlich laut - aber wir mögen sie so und so nicht deshalb ist das ziemlich gleichgültig gewesen.
Vor dem Zimmer war eine kleine Terrasse, so daß man auch mal einfach da gemütlich Siesta halten konnte und einen schönen Blick auf den gepflegten Garten hatte.
Das ganze Arreal ist eingezäunt und wird von Wachpersonal abgegangen. Das vermittelt zwar ein sicheres Gefühl, aber gleichzeitig verstärkt es auch dieses Resevatsgefühl an das wir uns nicht so recht gewöhnen konnten.
Als Resümee
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würde ich sagen - bei DM 1699.- pro Person für 3 Wochen mit Vollpension war es wirklich jede Mark wert und Cuba ist sicherlich eine Reise oder zwei oder drei....wert.
Allein die Flora ist so überwältigend da kann man sich kaum satt sehen. Alles was man so als Zimmerpflanze kennt, wächst ungehemmt in freier Natur oder auch in den Anlagen und ist riesengroß.
Die Fauna ist überwältigend - Kolibris - Echsen - Muscheln in reicher Vielfalt, es gibt wirklich viel zu sehen.
Aber darüber werde ich noch in einem weiteren Bericht erzählen, um nicht gänzlich den Rahmen zu sprengen.
Bis dahin träum ich weiter von Cuba - schnief -
es friert Abutilon
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-07 12:09:13 mit dem Titel Ab durch die Lüfte...
Wenn man in Cuba Urlaub macht - kann ich nur empfehlen einen Helikopterausflug mitzumachen.
Nicht nur, daß männliche Begleiter glänzende Augen kriegen bei der Aussicht
- es macht wirklich Spaß und ist ein unvergeßliches Erlebnis.
Wir haben unseren vor Ort im Hotel bei der Reiseleitung gebucht für ca. DM 120.- und jede
( na ja fast jede ) Sekunde davon genossen.
Ziemlich früh, so in der Morgendämmerung ging es los - man konnte gerade noch schnell frühstücken - bevor uns ein Bus einsammelte und uns zum Hubschrauberlandeplatz brachte.
Ich war vielleicht geschockt als ich das russische Altmodell sah ( wahrscheinlich vor dem
Weltkrieg schon reif für`s Museum ) - aber da muß man durch oder besser gesagt hinein.
Na toll dachte ich - wollte immer schon mal in Cuba Abenteuer erleben - man gönnt sich ja sonst nichts und nahm vorsichtshalber weiter hinten Platz ( schön blöd wie sich noch rausstellen sollte ).
Aber die Crew machte einen sehr kompetenten Eindruck und schon ging`s los.
Mit offener Türe - vielleicht gab`s auch keine - und Ersatzteile sind eine Geschichte für sich in Cuba.
Jedenfalls kamen - für meine Begriffe - rechte Benzindämpfe beim Starten hereingeflogen und mir war`s erst einmal nur kotzübel;
den meisterlichen und höchst eleganten Start des Piloten konnte ich gar nicht so recht würdigen.
So war der Hinflug von ca. 1,5 Stunden nicht so toll für mich, weil man durch die beschlagenen Bullaugen nicht so sehr viel sehen konnte und ich vollauf beschäftigt war auf meiner Holzbank den Magen festzuhalten bzw. so wenig wie möglich einzuatmen.
Allerdings war der Pilot wirklich erstklassig - kein Gewackel und gar nichts und etliche Luftlöcher und Böen wurden perfekt ausgependelt.
Nach der Landung habe ich erst einmal tief Luft geholt, aber schon ging`s ab in den Bus zu einem Festungshotel - Castillo geheißen und höher gelegen - mit einem wunderbaren Ausblick über :
BARACOA.
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Nach einem kurzen Espresso und einigen Fotos brachen wir zu einem Stadtbummel auf.
Als älteste Stadt Cubas und weit ab von Havanna gehen hier die Uhren anders.
Die Stadt war durch ihre Lage ( hohe Gebirgszüge ringsum - haben wir auf dem Rückflug gut sehen können) immer wieder vom Rest der Insel abgeschnitten und nur auf dem Seeweg erreichbar.
Im Kastell, das jetzt ein „Museo“ ist, erfährt man einiges über die Geschichte.
So war schon Columbus hier und hat in der Bucht ein Holzkreuz errichtet.
Auch die Bevölkerungsentstehung wurde aufgezeigt und die Entwicklung von Schule und Ausbildung - recht interessant gemacht.
Weniger schön waren die „ Undollar - Kinderhorden“ von welchen man belagert wurde sowie man auf der Straße war. Das wurde noch durch Mitreisende gefördert, die wirklich Rucksäcke voller Süßigkeiten und Schnickschnack verteilten - da braucht man sich dann auch nicht mehr wundern, wenn das so ausartet.
Der Besuch der alten Kirche zeigte uns eigentlich eine Bauruine, aber in einer Glasvitrine war das Kreuz des Columbus zu bewundern. Allerdings ist es ziemlich geschrumpft auf Grund von Reliquien- und Souvenirsammlern der letzten Jahrhunderte. Aber eigentlich viel anrührender war der 74 jährige Meßdiener, der voller Stolz erzählte, das er seit 60 Jahren die Kirche betreut und voller Stolz das Bild des Papstes mit ihm persönlich zeigte.
Nach einem Besuch in einer Zigarrenfabrik - sehr interessant - bummelten wir noch etwas mit unserem hervorragend deutsch sprechenden Führer ( war nicht in der DDR, sondern hatte es in einem Schulkurs gelernt und sprach praktisch akzentfrei ) durch die Stadt. Er zeigte uns auch einen Lebensmittelladen, wo die Einheimischen ihre Grundnahrungsmittel sehr günstig beziehen können. Aber eben nur mit Lebensmittelmarken, wie wir es nur noch aus den Erzählungen unserer Eltern kennen. Da wird man dann schon nachdenklich. Sonstige Läden sind so gut wie leer.
Doch die Kleinstgewerbe sind ausgesprochen einfallsreich und bunt.
„Kosmetiksalon“ auf der Straße auf einem Tischchen - Feuersteineinbau in Wegwerffeuerzeuge - der Phantasie sind wirklich keine Grenzen gesetzt und man muß die Lebenslust und Freude der Menschen einfach nur bewundern.
Traurig ist der schreckliche Verfall schöner alter Häuser und der originellen Holzbalkone.
Nun ging`s aber auch schon weiter mit dem Bus vorbei an einer von „Che „ gegründeten Schokoladenfabrik ( wurde nicht besichtigt ) und ab in die Pampa. Mit einem normalen Reisebus wurden wir über Stock und Stein auf den interessantesten Straßen ( aber nur für Jeepfahrer ) geschaukelt. Die Fahrkünste des Busfahrers haben wir wirklich bewundert.
Bei einer Finca mitten im „Dschungel“ haben wir dann haltgemacht .
Ein altertümliches Bauernhaus mit „wildromantischer“ geschwärzter Küche war zu besichtigen und da wurde tatsächlich gekocht! Im Hof offene Ställe mit den schwarzrosa Ferkeln, die für die Karibik scheinbar typisch sind. Ganz verstohlen wurden auch ein paar Kämpfhähne gezeigt.
Hinter der Finca war eine Kakao und Kaffeeplantage und mit verschiedenen Palmen beschattet und wir wurden über Anbau und Ernte von Kakao, Kaffee und Palmfrüchten informiert. Wir konnten auch die Geschicklichkeit zweier Palmenkletterer bewundern, die Kokosnüsse für uns und Palmiche für die Schweine ernteten. Kokosnuß mit Bambusstrohhalm ist lecker und ziemlich umweltfreundlich.
Auch die litschi-artig schmeckenden Fruchtmasse, die den Kakaosamen umgibt wurde gekostet - schmeckt nicht mal übel.
Nach dieser interessanten Wissenserweiterung wurde und im Hof ein frugaler Imbiß mit Apfelbananen (hmmmmm leckerst!!) und allerlei anderen exotischen Geschichten serviert.
Hier haben wir auch den besten Espresso von ganz Cuba bekommen - einfach genial !
Aber am allerwitzigsten war das rumtollende Viechszeug - sprich Hund und Katz und Gockel bis zu den schwarzen Schweinchen, die sich um die Kokosstückchen gebalgt haben und sie mit der gleichen Begeisterung vertilgt haben wie wir. Das war wirklich filmreif.
Ab in den Bus und zu einer Traumbucht.
Auf der einen Seite Meer - auf der anderen Seite verzweigte Flußmündung
Hier haben uns schon ein Büffet ( im Vergleich mit dem Hotel nicht so toll - dafür romantischer - Spanferkel vom Grill und natürlich die obligatorische Band erwartet. So haben wir mit Blick auf`s Meer mit musikalischer Untermalung gespeist und uns so richtig von Besame Mucho und dem Commandante Che Guevarra und der leichten Brise umschmeicheln lassen.
Eigentlich wäre jetzt Siesta nötig gewesen und dann ein Sprung ins Wasser, aber wir armen Touristen mußten ab in die Boote und wurden durch einen Flußlauf gerudert.
Landschaftlich ein Traum und Flora und Fauna vielfältig, oder eigentlich mehr die Vögel - einfach phantastisch. Die Bootsführer konnten auch Vogelstimmen nachmachen und so gab es einiges zu lachen und zu bestaunen und viel zu schnell war es Zeit zur Umkehr und Heimfahrt.
Der Rückflug mit dem Helikopter war ein einmaliges Erlebnis .
Schlauer geworden - nahm ich gleich gegenüber der Türe Platz - wegen der Luftzufuhr !!!!
Das bescherte mir nicht nur eine atemberaubende Aussicht ( wegen der fehlenden Türe ) sondern auch eine entschieden bessere Haltung meines Magens.
Zusätzlich durften wir noch jeder einen kurzen Augenblick in`s Cockpit und ich muß sagen, obwohl ich technisch eigentlich nicht soooo interessiert bin ( mir langst´s vollkommen, wenn eine Maschine funktioniert - ich muß nicht noch wissen warum und wie so ) war dies doch hochinteressant. Auch der veränderte Ausblickswinkel ist einfach gigantisch und ich hätte gerne auch noch länger zugeguckt, was die da so treiben und was es zu sehen gibt.
Aber mein Holzbankperspektive war auch nicht schlecht und der Flug über unzugängliche Höhenzüge und waldige Gebirge und später über`s Meer zurück nach GUARDALAVACA wird uns sicher unvergeßlich bleiben.
Als Fazit kann ich nur sagen, daß der Ausflug jede Mark wert war - ein einmaliges Erlebnis, wirklich empfehlenswert.
Die einzige Steigerung wäre ein längerer Aufenthalt in der wirklich sehenswerten Gegend rund um BARACOA
Es grüßt recht herzlich eine träumende Abutilon weiterlesen schließen -
Traumurlaub in Kuba - 4 Sterne all inclusive !
26.05.2002, 18:54 Uhr von
DijkBerlin
Wenn ich mich ein paar Minuten am Tag aus dem Job loseisen kann, schreibe und lese ich fleißig Me...Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Vom 2.1. bis 16.1.2001 verbrachten wir 14 wundervolle Tage im 4 Sterne Hotel Arenas Doradas. Mit Condor flogen wir ca. 12Stunden und 15 Minuten von Berlin-Schönefeld nach Kuba. Wir buchten unsere Reise bei air marin, einer Tochter von Neckermann. Die Vorortbetreuung wurde ausschließlich von Neckermann gewährleistet.
Nach einer kurzen Transferzeit von ca. 30 Minuten kamen wir im Hotel an. Die Busse machten einen erstaunlich guten, modernen und neuen Eindruck.
Als wir aus dem Bus stiegen, trauten wir unseren Augen kaum: Der gesamte Eingangsbereich war weihnachtlich geschmückt. Weihnachtskugeln, ja sogar ein riesen Weihnachtsbaum begrüssten uns. Da mussten wir natürlich schmunzeln, denn es waren 25-30 Grad ... Am Rande bemerkt: Den Kubanern ist es seitens der sozialistischen Regierung erst seit ca. 3 Jahren gestattet, das Weihnachtsfest zu zelebrieren ! Dies tun Sie dann aber auch mit aller Freude. Das Hotel verfügt über eine schöne Eingangshalle. Erster Stop, einchecken. Beim Ausfüllen der Formulare dann die erste Begegnung mit der kubanischen Lebensart. Die Rezeptionsdame schniefte mit Herzenslust den Inhalt Ihrer Nase "nach oben", um es vornehm zu beschreiben. Im Verlaufe unseres Urlaubes ist uns diese "Sitte" auch bei anderen Kubanern aufgefallen. Was uns zu Beginn negativ auffiel: Die Kubanischen Angestellten des Hotels konnten fast überhaupt kein deutsch, obwohl der Reiseführer aussagte, das aufgrund einiger Auslandsaufenthalte in der DDR (Studium) einige Kubaner recht gut deutsch sprechen. Das mag wohl sein, trifft aber nicht auf Hotels zu. Jedenfalls kommt man mit Spanisch oder Englisch weiter.
Die Koffer wurden dann auf unser Zimmer gebracht, der Kofferjunge bekam 1 $. Kontrovers: Durch die Wirtschaftsblockade der USA werden keine Kreditkarten in Kuba akzeptiert, welche durch eine amerikanische Bank ausgestellt wurde. American Express, aber auch VISA-Karten von der CITIBANK kann man in Kuba nicht verwenden. Der US Dollar hingegen ist als Zahlungsmittel in Kuba legitimiert !!! Auf dem Weg zum Zimmer liefen wir dann durch die gesamte Anlage. Ein bischen enttäuscht waren wir schon: Zu unserer letzten Urlaubsreise/Hochzeitsreise in der DomRep im Catalonia waren wir einen besseren Standard gewohnt: Überall bröckelte es an einigen Stellen, die Häuser hätten auch einmal einen neuen Anstrich gebrauchen können, die Springbrunnenanlagen wurden nur einmal angestellt, die Wege waren teilweise gefährlich (abgebröckelt), im Dunkeln konnte man leicht in die Fischteiche hineinfallen, ein schwedischer Urlauber ist abends sogar in den Pool gefallen (na gut er war betrunken ...), die Entchen haben die Wege vollgesch***** - wurde viel zu spät weggemacht ... Dem Hotel würde ich vom gegenwärtigen Zustand 3 bis 3,5 Sterne geben. Das mag zwar auf den ersten Blick etwas ernüchternd auf uns gewirkt haben. Zumal das Wetter die ersten 3 Tage karibikuntypisch war und wir zuvor in einem Luxushotel waren. Man muss auch dazu sagen, das die Hotels schnell erbaut werden und dabei nicht immer die besten Arbeitsmittel zur Verfügung stehen. Es ist auch erstaunlich, dass die Reiseveranstalter Hotels erbauen, die dann nach einem Jahr in Staatsbesitz übergehen.
Als dann aber die Sonne richtig heraus kam begann ein wunderbarer Urlaub.
Ein großer Vorteil der Anlage: Sie ist weitläufig und nicht so zugebaut wie die Nachbarhotels RIU und Co. . Zwischendurch viele kleine Teiche mit riesigen Fischen. Der Pool war auch sehr gepflegt, allerdings ohne Schnickschnack wie Fontänen. An der Poolaußenseite war auf einem Podest ein kleiner Whirlpool aufgebaut, der aber erst zu spät in Betrieb genommen wurde. In der Mitte des Pools befand sich eine überdachte Poolbar, neben dem Pool ein Imbissrestaurant.
Zu den Zimmern: Hygienisch einwandfrei, da jeden Tag das Zimmer prima gereinigt wurde. Jeden Tag gab es natürlich frische Handtücher, die völlig freiwillig (ohne dass man seine Dollar gezückt hat) in Form von Schwänen und sonstigen Tieren/Objekten gebastelt wurden. Ein großzügiges Doppelbett mit Sat/TV Liegestuhl Minibar (allerdings ohne tägliche Auffüllung) sollte unsere Herberge sein. An den Zimmern konnte man nichts aussetzen.
Der Strand war auch verhältnismässig gut: Weißer Sandstrand (zwar nicht so weiss wie in Punta Cana) und dazu ein Azurblaues Meer, solch eine Blaufärbung hatte ich zuvor noch nie gesehen ! Dazu klarstes Meerwasser, einfach paradiesisch. Von der Vegetation her ist es zu vergleichen mit dem Norden von der DomRep: Kleinere Palmen und gakelige Sträucher. Das einzigste was fehlte waren die hohen Königspalmen am Strand. Zum Schnorcheln gab es leider nicht viel, keine vorgelagerten Riffe. Habe lediglich 12 Doller „erschnorchelt". Liegen sind all inclusive, für HP-Bucher kosten Sie 2 oder 3 Dollar pro Tag. Auflagen gibt es keine, nur Handtücher
Die Strandbar ist auch lecker: Angefangen von Hamburgern, HotDogs, Paella, Vegetarische Sandwiches. Ideal für den kleinen oder großen Hunger in der Mittagszeit.
Das Hotel bietet derzeit 2 Verpflegungsvarianten an: Halbpension oder all inclusive. „Hundebändchen" gibt es nicht, dafür bekommt man Ausweise und man muss an den Bar’s in unregelmäßigen Abständen (anfangs permanent) seine Bestellung gegenzeichnen, was leicht verwirrend wirkt. Eine klare Trennung zwischen HP und allincl. ist meiner Meinung nach nicht möglich. Bestes Beispiel: 2 Pärchen fahren in den Urlaub, eins mit HP, eins mit allincl. . Das Allinclusiv-Pärchen kann somit immer die Getränke, bzw, Hamburger an den Theken holen und Ihre Freunde mitversorgen. Beide Pärchen können sich dann den Reisepreis teilen bzw. die Ersparnis bei Buchen. Solche Leute gibt es dort immer wieder ... Man sollte deshalb Armbänder einführen, damit es nicht zu solchen Problemchen kommen kann oder ganz auf allincl. Umstellen, da der Preisunterschied allemal durch das allincl. Angebot „reingeholt" wird. Es gibt sogar an manchen Bars namhafte Schnapssorten, nicht zuletzt 5 Jahre alten Havanna Club !!!
Im Hauptrestaurant ist das Speisenangebot sehr vielschichtig und schmackhaft, eine tolle Küche. Wir haben uns auch viel mit anderen Urlaubern aus anderen Hotels unterhalten. Viele davon waren mit ihrer Küche nicht einverstanden. Ein italienisches Restaurant befindet sich zwischen Foyer und Hauptrestaurant. Zu empfehlen ist das leckere Bruschetta - Brot. Von der Verpflegung her bekommt das Hotel 4 Sterne.
Abends saßen wir meistens im Foyer und lauschten der Pianistin, tranken einen Mojito und ich rauchte eine Zigarre oder einen Zigarillo - einfach entspannend. Volklore gab es auch jeden Abend - die Animation konnte man vergessen.
Zum Service gibt es verschiedenste Aussagen: Zimmermädchen top. Tip: Nehmt einfach ein paar ältere Klamotten mit (keine Lumpen !) und gebt Sie den Zimmermädchen. Sie freuen sich echt ! Da in Kuba alles nur auf Lebensmittel- und Kleidungsmarken basiert, so bekommt ein Kubaner in einem Jahr nur etwa eine Hose !!! Zum Bedienungspersonal: Im Hauptrestaurant sehr zuvorkommend, wenn das Hotel allerdings stark ausgelastet ist, so schwindest der Service schnell. Am Strand habe ich auch einmal 15 Minuten auf meine Burger gewartet. Aber insgesamt ist der Service ganz gut, das Personal lächelt und tanzt auch mal gerne ! Im Gegensatz zur DomRep ist das Personal herzlicher.
Fazit: Ein wunderschöner Urlaub, tolles Meer, Strand und viele nett Leute. Einen Katamaranausflug haben wir auch gemacht. Unterwegs hielten wir im offenen Meer an einem Delphinarium. Wir durften dann mit den Delphinen Baden gehen ... und landeten anschließend auf einer malerischen Insel. Havanna (Fahrt nach Havanna - ca. 2,5 Stunden -im allinclusive Programm kostenlos !!!) müsst Ihr auch unbedingt besichtigen. Zu dieser Stadt werde ich auch noch eine Meinung verfassen.
Kuba ist ein sehenswertes Reiseziel, Ihr solltet in jedem Falle reichlich Dollars mitnehmen oder all inclusive Buchen, da man außerhalb der Hotels keine anständige Nahrung finden kann. Varadero an sich ist auch sehr sehenswert, das Hotel bietet einen täglichen Shuttle Service für allinclusive Reisende kostenlos an ! Man kann aber auch mit der Kutsche (sehr romantisch) oder einem Mopedtaxi (sehr lustig), gegen Dollar versteht sich, nach Varadero oder zurück ins Hotel fahren. Die Preise für Ausflüge entsprechen denen in der DomRep. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Mutter3, 12.07.2002, 00:20 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
werde ich auch gerade machen,versteht sich doch fg
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Joebln, 19.06.2002, 16:57 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
ich weiß, daß hier offensichtlich Produktvorschläge einfach ignoriert werden. Trotzdem erwarte ich in dieser Kategorie einen Bericht über Land, Leute und Sehenswürdigkeiten.
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VIVA LA REVOLUCIÓN
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Vorwort:
Den Urlaub auf Kuba nur im Hotel und am Strand zu verbringen wollten wir bei unserem letzten Aufenthalt auf keinen Fall. Dafür bietet das Land zuviel was man einmal gesehen haben sollte. Die meisten Urlauber machen ja in Varadero Urlaub, doch mittlerweile ist dieses abgesperrte Gebiet fast so überlaufen wie Mallorca und der Ballermann. Die letzte Bastion des Kommunismus, wie man Kuba auch gerne nennt besticht durch krasse Gegensätze, die sich sowohl in der Architektur, als auch in der Vegetation bemerkbar machen. Je nachdem in welcher Region man seinen Urlaub verbringt, kann ich es nur jedem ans Herz legen auch einmal Santiago de Cuba zu besuchen. Neben Havanna ist dies zweifelsohne die interessanteste Stadt die Kuba zu bieten hat. Ich war schon mehrfach dort, und noch immer reizt es mich durch die Gassen dieser uralten Stadt zu gehen und weit ab von den Trampelpfaden der Touristen die Stadt zu erkunden.
Wo immer man sich in Santiago de Cuba aufhält hat man Musik im Ohr.
Santiago de Cuba ist die Stadt der Musik.
Einst Zentrum des Sklavenhandels auf Kuba ist die bereits 1514 gegründete Stadt heute Mittelpunkt der afrokubanischen Kulturszene. Nirgendwo wird auf Kuba mehr getanzt und musiziert als hier.
In Santiago de Cuba reihen sich Tanzschule an Tanzschule und der im Juni / Juli stattfindende Karneval lässt Gedanken an den berühmten Karneval in Rio de Janeiro aufkommen.
Santiago wurde zum Schmelztiegel der Völker und bietet dem Besucher einen Einblick in das impulsive Leben dieser Stadt.
In den alten Straßen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, man fühlt sich in die Zeit des Kolonialismus zurückversetzt.
Santiago ist idealer Ausgangspunkt um die Gebirgszüge Kubas unter fachkundiger Führung zu erkunden.
Natürlich kann man an nur einem Tag nicht alles entdecken und erkunden, doch bekommt man zumindest einen Eindruck davon, wie prunkvoll hier alles einmal gewesen sein muss, als die Stadt noch in ihrer Blüte war.
Und im Gegensatz zu anderen mittelamerikanischen, und karibischen Ländern braucht man sich hier keine Sorgen zu machen von Bettlern umlagert zu werden. Klar, Kuba ist arm, und die Bevölkerung leidet oftmals Not, doch haben Kubaner einen sehr ausgeprägten Stolz der es ihnen meist verbietet zu betteln. Außerdem, und das sollte man auch bedenken, ist Kuba ein sozialistischer Staat, und diese Staatsform hat nun einmal eine sehr eigenwillige Auffassung von Recht und Unrecht.
Von unserem Hotel aus war es eine ziemlich lange und beschwerliche Reise bis wir Santiago erreichten. Passend zur Mittagszeit knurrte der Magen und was würde da näher liegen als erst einmal etwas zu essen.
Um die Küche Kubas erleben zu können, empfiehlt sich ein Besuch in den sogenannten Paladares - kleinen privat geführten Häusern.
Kulinarisch ist Santiago nicht unbedingt eine Hochburg der Esskultur, aber die Landesspezialitäten sollten auf jeden Fall probiert werden. Geflügel und Schweinefleisch sind wichtige Bestandteile der kubanischen Küche.
Die bekanntesten Gerichte sind cerdo asado und pollo asado, gebratenes Schweinefleisch und Brathähnchen.
Auch Reis in den verschiedensten Variationen steht ganz oben auf der Speisekarte, mit schwarzen Bohnen als moro y christianos zu haben.
Getrunken werden Fruchtsäfte die man frischgepresst an fast jeder Straßenecke bekommt. Rum, das alkoholische Getränk der Karibik wird mit Säften oder klassisch mit Cola als Cubra Libre serviert.
Bier und Wein sollten nur getrunken werden wenn es sich um Importware handelt. Kuba hat geschmacklich in diesem Punkt dringend Nachholbedarf.
In einem solchen Paladar in Santiago muss man sich das ganze so vorstellen als sei man bei Freunden eingeladen. Man sitzt hier unter Umständen mitten im Wohnzimmer der Familie und bekommt sein Essen von der Hausherrin serviert. Die Oma steht am Herd und kocht, und die Tochter spielt die Bedienung. Ich muss zugeben dass ich bei meinem ersten Besuch eines Paladar schon etwas gehemmt war, weil eben die Atmosphäre eine ganz ungewohnt ist.
Erlebt haben sollte man es aber auf jeden Fall einmal. Besonders in der Innenstadt von Santiago gibt es ganz hervorragende Paladares, die man im Anschluß in Richtung Innenstadt verlässt.
Hier haben wir dann auch soweit dies aufgrund der Zeit möglich war, alles an Kultur mitgenommen was wir konnten. In erster Linie beeindrucken mich persönlich immer wieder die imposanten Kolonialbauten, die an bessere Zeiten Santiagos erinnern und stumme Zeugen einer anderen Zeit sind.
Teilweise kann man diese Gebäude auch unter fachkundiger Führung besichtigen, während ein anderer Teil zu richtigen Museen umfunktioniert wurde.
Worauf man in Santiago auch immer wieder trifft sind die Geschichten und Denkmäler die an die Revolution erinnern, auf die man in Kuba auch heute noch sehr stolz ist.
Santiago de Cuba ist wie ich Eingangs gesagt hatte die Stadt der Musik. Daher ist es auch kein Wunder, dass hier an jeder zweiten Ecke gesungen und getanzt wird. Musik ist für die Bewohner Santiagos mehr als lebenswichtig, und wenn es Nacht wird geht hier die Post so richtig ab. Discoklänge und Hits aus den Charts hört man hier nur in den Discotheken der Touristen. Wer die echte Musik erleben will begibt sich am besten in einen der zahllosen Clubs die hier am Abend ihre Tore öffnen.
Die Wurzeln der kubanischen Musik liegen in Afrika, von schwarzen Sklaven in die neue Welt gebracht haben sich unterschiedliche Stile entwickelt.
Der Salsa ist der gängigste Stil und wird auch der Herzschlag Kubas genannt. Allgegenwärtig ist dieser Herzschlag auf den Straßen und in den Häusern der Insel zu hören.
Mag es auch an einigen Dingen der Grundversorgung fehlen findet sich in fast jedem Haushalt ein Tonbandgerät um den Klängen zu lauschen.
Neben dem Salsa regieren außerdem noch Son und Merengue die Musikwelt. Der Merengue, in der Dominikanischen Republik die Musikrichtung Nummer eins, ist einer der am einfachsten zu lernenden Tänze des gesamten karibischen Raumes.
Auf den Straßen von Santiago trifft man unweigerlich auf kleine Musikgruppen, die ihr musikalisches Können zum Besten geben und sich mit dem Verkauf der eigen produzierten Cassetten ein kleines Zubrot verdienen.
Um die Klänge Kubas auf angenehme Weise erleben zu können sollte man unbedingt eine der vielen Tanzshows besuchen.
Karibisches Flair und Rhythmus pur lassen einen nicht mehr los.
Leider ist so ein Tagesstrip viel zu schnell zu Ende, als das man alles gesehen haben könnte. Aber und das habe ich mir für die Zukunft fest vorgenommen, werde ich mal einen Individualurlaub in Santiago machen. Der wird zwar sündhaft teuer, aber ich bekomme viel mehr mit. Wohnen werde ich dann nicht etwa in einem Hotel, sondern ein einem der vielen Casa Particulares. Das sind wie auch die Paladres privat geführte Pensionen mit Anschluss an die Familie. Hier lernt man dann das wahre kubanische Leben kennen. Mit Sicherheit nicht so bequem wie in unserem Hotel, aber dafür viel persönlicher und intensiver.
Ich hoffe das ich dies bald realisieren kann und werde mich dann für zwei oder drei Wochen ganz auf diese wunderschöne Stadt konzentrieren können, die mich wie auch Havanna sehr beeindruckt.
© Papa_Santano am 29,03,2002 weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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LoMei, 31.03.2002, 00:19 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
War vor mehr als 40 Jahren im Norden von Kuba, als Fidel Castro am Ende der Revolution in Havanna einmarschierte. Da sah es dort anders aus. Gruß, LoMei.
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Martina1883, 30.03.2002, 22:24 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Mann o Mann! sehr ausführlich! Toller bericht! Frohe Ostern!
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anonym, 30.03.2002, 17:10 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
guter Bericht - vielleicht liest man sich ja mal öfters;-))
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Eine Perle der Karibik
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Im April 2001 war ich 2 Wochen in Kuba. Zweck meines Besuches war, na klar, Urlaub unter Sonne und Palmen.
Um es vorneweg zu sagen: Es war ein klasse Urlaub in einem herrlichen, abwechslungsreichen teilweise positiv verrückten Land!
Ich will nun versuchen, Euch einen kleinen Einblick in diese karibische Perle zu geben.
Landesdaten
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Kuba ist die Hauptinsel der Grossen Antillen und liegt zwischen dem 20. und 24. Breitengrad im Karibischen Meer. Es hat eine Fläche von rund 111.000 qkm. Ca. 11 Mio. Menschen leben dort, davon 2,3 Mio. in Havanna (span.: La Habana), der Hauptstadt Kubas.
Sprachen
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Die Amtssprache ist Spanisch, teilweise wird auch Englisch verstanden. In Touristenzentren wird überall Englisch und größtenteils auch Deutsch verstanden. Letzteres rührt daher, dass viele Kubaner in der ehemaligen DDR lernten oder studierten.
Politische Lage
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Kuba ist bekanntermaßen ein sozialistische Land (seit 1959). Die damals an die Macht gekommene Revolutionsregierung verstaatlichte über 90 Prozent der Industrie und rund 70 Prozent des Agrarlands.
Seit 1976 ist Fidel Castro Staats-, Regierungs- und Militärchef. Sein Einfluss ist also allgegenwärtig. Allerdings haben sich die wirtschaftlichen Probleme durch den Zusammenbruch der UdSSR stark verschärft. Lebensmittel, Benzin und Strom sind knapp. Die Bevölkerung lebt an der Armutsgrenze.
Wirtschaft
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Kuba gehört zu den führenden Zuckerproduzenten der Welt. Der Zucker bringt dem Land 75 bis 90 Prozent der Exportwerte. Zweites wichtiges Agrarerzeugnis ist der Tabak, der besonders in der Provinz Pinar del Río angebaut wird. Weitere landwirtschaftliche Erzeugnisse sind Kaffee, Zitrusfrüchte, Ananas, Reis, Kakao, Bohnen, Bananen, Mais, Baumwolle, Kartoffeln und Tomaten.
Bevölkerung
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Allerdings ist diese Armut nach außen hin gar nicht so sichtbar, denn die Kubaner haben ein sehr sonniges Gemüt, sind immer freundlich und sehr aufgeschlossen. Während unserer Jeep-Rundreise wurde uns allerorts zugewinkt und zugelacht. Auch die Kontaktaufnahme zu den Menschen verlief durchweg positiv.
Die Bevölkerung setzt sich aus allen Hautfarben zusammen. Dieser bunte Multi-Kulti-Mix entstand durch die bewegte Geschichte des Inselstaates, mit der wechselnden Belagerung durch Franzosen, Spanier, Engländer verbunden mit der Sklaverei, welche viele Afrikaner nach Kuba brachte.
Klima
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Auf Kuba ist es immer warm. Es herrschen heiße, subtropische Temperaturen, die durch stetige Winde erträglich sind. Im Winter (20-25°C) gibt es die wenigstens Niederschläge. Dies ist auch die beste Reisezeit für uns Mitteleuropäer (November-April).
Flora und Fauna
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Kuba ist so, wie man sich ein karibisches Land vorstellt, Palmen, Obstbäume, Tabakplantagen und traumhafte Strände, sowie das teilweise dschungelähnliche Escambray-Mittelgebirge.
Die Tierwelt ist vor allen geprägt durch den Reichtum an Vogelarten. Über 300 exotische Vögel gibt es.
Meine Erlebnisse
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Wir befuhren das mittlere Kuba von Nord nach Süd. Das sogenannte Herz Kubas liegt zwischen der Hauptstadt Havanna im Westen und dem Santiago de Cuba im Osten. (Über Havanna werde ich Euch später noch einen Bericht präsentieren. Santiago de Cuba haben wir aus Zeitnot leider nicht besucht.)
Wir besuchten Santa Clara, Trinidad, Cienfugos und wanderten im herrlichen Escambray-Gebirge.
Da wir in offenen Jeeps unterwegs waren, konnten wir das echte Kuba förmlich einatmen!
Im flachen Land war es teilweise sehr eintönig, da sich die Landschaft nur langsam ändert. Man gewöhnt sich schnell an den gebotenen Anblick. Außerdem herrscht sehr wenig Verkehr (Rechtsverkehr wie bei uns) in Kuba, da Sprit sehr knapp geworden ist. Allerdings kann man letzters auch als Vorteil sehen.
Bei Ortsdurchfahrten wird das schnell anders. Da tobt das Leben. Das Straßenbild ist geprägt von fröhlichen Kindern, Zigarre qualmenden Greisen und hübschen Senioritas. Immer wieder ins Staunen haben uns die amerikanischen Straßenkreuzer aus den 50er und 60er Jahren versetzt, welche man nahezu an jeder Ecke sieht. Die Dinger sind einfach unverwüstlich und werden wohl noch 50 Jahre dort laufen. Ich bemerke: das ist kein kubanisches Hobby, sondern eine preislich machbare Möglichkeit an ein Auto zu gelangen.
Traumhaft schließlich auch unsere Fahrt durchs Gebirge. Über enge, extrem steile und mit Schlaglöchern übersäte Wege kletterten wir mit unseren Jeeps über die vor uns liegende Ebene. Der Ausblick war gewaltig und unbeschreiblich schön. Die üppig bewachsenen Hänge und Täler rundeten dieses Panorama ab.
Die anschließende Badewoche verbrachten wir auf der Halbinsel Varadero, DER Tourismus-Insel schlechthin. Da wir dort wirklich nur faulenzten, brauche ich mich wohl nicht großartig drüber auszulassen...
Wichtige Tipps
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Zur Einreise braucht man den Reisepass, welcher noch mindestens 6 Monate gültig sein muss. Weiterhin ist zur Einreise die Touristenkarte nötig. Diese erhält man i. A. im Reisebüro. Sie berechtigt zu einem 30-tägigen Aufenthalt in Kuba.
Kuba hat ein 110-120 Volt-Stromnetz mit 60 Hz. Ihr brauch also einen Adapter für Euren Fön ;-)
Geld kann man an Rezeptionen oder in Banken tauschen. Banken gibt es aber nur in größeren Ortschaften. Am besten ihr nehmt Euch gleich ein paar Dollar-Noten mit. Amerikanische Kreditkarten (American Express u.ä.) werden nicht akzeptiert! Reiseschecks funktionieren ebenfalls nur, wenn sie nicht von einem amerikanischen Institut sind, sagen alle Reiseführer, eine Freundin hatte mit ihren American Express trotzdem Erfolg.(?)
Im Hotels haben wir satte Gebühren gezahlt. Wir hatten DM in Dollar zu einem Kurs von 2,17 getauscht. Das Hotel hat 2,50 genommen!
Falls ihr Euch Pesetos besorgt (Kubanische Landeswährung), dürft Ihr die nicht ausführen!
Impfungen braucht man keine. Kuba hat ein hervorragendes Gesundheitssystem. Malaria gibt es ebenfalls nicht.
Zigarren solltet ihr nur beim zertifizierten Händler kaufen! Achtet auf die Urkunde, wenn Ihr eine Kiste kauft. Im Hotels sind Zigarren mega-überteuert! Bis zu 50 Zigarren darf man ausführen.
Ein schönes Mitbringsel ist Rum. Nehmt nicht den billigsten. 3-5 Dollar solltet Ihr ausgeben. Mit hat der braune Rum sehr gut geschmeckt.
Telefonieren ist teurer als eine 0190-er Nummer bei uns! Für eine 10 Dollar-Telefonkarte könnt ihr ca. 4 Minuten telefonieren. Als Faustregel gilt 6 DM/Minute!
Wenn ihr Euch ein Auto mieten wollt, braucht ihr den normalen Führerschein (manchmal liest man internationaler, stimmt aber nicht) und müsst 21 Jahre alt sein.
Kriminalität gibt es in Kuba nicht. Als Tourist hat man nichts zu befürchten, es sind auch keinerlei Zwischenfälle bekannt.
Reisetipps
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- Santa Clara, die Stadt Che Guevara‘s
- das Kolonialstädtchen Trinidad
- die Bergwelt Escambray im Süden
- HAVANNA!!!!!
Puuuh! So, ich hoffe, ich habe nicht all zu viel vergessen. Ich werde die Meinung bei Gelegenheit oder kritischen Kommentaren natürlich überarbeiten. Gerne beantworte ich auch Fragen zu Kuba.
© 2001-2002 kangaroe
kangaroe@ciao
Joe Black@dooyoo weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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MichaelW97614, 12.02.2002, 16:28 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Super Bericht! In KUba war ich auch noch nicht, aber in der Dominikanischen Republik, also gar nicht so weit weg davon! Bye, Michael
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Keuler, 12.02.2002, 16:23 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Guter Bericht, würde ich glatt mal hinfliegen, wenn ich das Geld hätte :)
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