Pro:
man kann auch mit Laktoseintoleranz leben
Kontra:
aber est ist schwieriger, als man denkt...
Empfehlung:
Ja
Was bei Asiaten genetisch bedingt normal ist, tritt jetzt auch bei Europäern immer häufiger auf:
Die Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit)
Bei dieser Unverträglichkeit ist ein Mangel bzw. das völlige Fehlen eines Enzyms (Laktase) dafür verantwortlich, dass der mit der Nahrung aufgenommene Milchzucker nur unvollständig oder gar nicht verdaut werden kann.
Das alles wäre ja gar nicht so schlimm, wenn der unverdaute Milchzucker sang- und klanglos den Körper auf natürlichem Weg wieder verlassen würde. Tut er aber leider nicht. Er nimmt zwar den normalen Ausgang an unserer Kehrseite, nur auf dem Weg dorthin löst er im Verdauungstrakt unangenehme Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Blähungen und Durchfälle bis hin zu Darmkrämpfen aus.
Es gibt verschiedene Schweregrade der Laktoseintoleranz. Mache Menschen können geringe Mengen von Milchzucker zu sich nehmen, ohne dass es zu den unangenehmen Begleiterscheinungen kommt, bei anderen reichen schon winzige Spuren aus, um massive Symptome hervorzurufen.
Es versteht sich von selbst, dass man in solchen Fällen auf Kuhmilch und Kuhmilchprodukte wie Butter, Quark, Joghurt usw. verzichten muss (Schaf- und Ziegemilch darf man!). Leider reicht das bei weitem nicht aus, denn Laktose findet man als Zusatz auch in Lebensmitteln, in denen man sie nicht vermuten würde. Leider besteht für die Lebensmittelhersteller noch keine Verpflichtung, Laktose als Zusatzstoff auch auf der Verpackung anzugeben.
Also muss man seinen Konsum noch weiter einschränken:
Wenn in der Zutatenliste Ausdrücke wie Laktose, Milchpulver, Molke oder ähnliches vorkommt, muss man in jedem Fall die Finger davon lassen. Aber auch hinter so harmlos klingenden Sachen wie Gewürzen, Aromen und Geschmacksverstärker kann sich Laktose verstecken.
Hilfe, aber das steht doch auf fast allen Lebensmittelverpackungen!
Stimmt, aber es gibt einige Möglichkeiten, das Risiko einer Laktoseaufnahme deutlich zu verringern.
Wer ganz sicher gehen will, solle nur frische und unbehandelte Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch zu sich nehmen. Eine sichere, aber auf Dauer auch ziemlich fade und geschmacklose Lösung.
Etwas riskanter ist die Möglichkeit, sich Listen laktosefreier Lebensmittel aus dem Internet zu besorgen, oder die Hersteller selbst anzuschreiben. Das Risiko liegt ganz einfach darin, dass die Listen nicht mehr aktuell sein können, weil sich zwischenzeitlich die Rezeptur der Gerichte geändert hat und doch wieder Laktose bei der Herstellung verwendet wird. Auch viele Hersteller legen sich nicht zu 100 Prozent fest, meistens findet man den Zusatz: kann fertigungstechnisch bedingt Spuren von Laktose enthalten.
Die dritte Möglichkeit ist, gezielt nach dem Begriff Laktose oder Milchzucker auf den Verpackungen zu suchen. Hat man eine solche Packung gefunden, schaut man sich andere Produkte des gleichen Herstellers an. Bei den meisten Produkten wird man dann ebenfalls diesen Begriff af der Zutatenliste finden. Fehlt er bei einzelnen Produkten dieses Herstellers, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass in diesem Produkt wirklich kein Milchzucker verarbeitet wurde. weiterlesen schließen
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