Pro:
Luxus pur, Service, Ambiente, super Lage, toller Spa-Bereich
Kontra:
$$$$$
Empfehlung:
Ja
Hallöle allerseits!!
Heute wollte ich Euch etwas von meinem letzten Wochenendtrip erzählen, der mich nach München führte. Eine Freundin von mir kam aus dem sonnigen San Diego ins verregnete Europa, um sich unsere weltbekannten Weihnachtsmärkte in Deutschland und Österreich anzuschauen und da ich selten Besuch aus Amerika in meinem Land habe, musste ich sie besuchen fahren.
Meine Freundin schrieb mir bereits vorab, in welchem Hotel sie übernachten würde und ich wollte mich gerne im selbigen einquartieren, damit wir mehr Zeit miteinander verbringen konnten. Als ich jedoch auf die Website kam, musste ich erst einmal schlucken, weil es sich um kein GÜNSTIGES Hotel handelte, nein das LeMeridien war ein 5 Sterne Hotel in BESTER Lage.
Ich ließ mir die Zimmerpreise auf der Homepage anzeigen und bekam ein Angebot von 199,- Euro pro Nacht im Einzelzimmer. Nach dem ersten Schock suchte ich das Hotel bei www.hrs.de und bekam hier zumindest für die zweite Nacht ein besseres Angebot. Das dumme war nur, dass ich schliesslich zu lange gewartet habe und das Hotel eine Woche vor meiner Abreise plötzlich schon für die erste Nacht ausgebucht war.
Da sieht man wieder, wie viele reiche Menschen oder Geschäftsleute es gibt, 381 Zimmer, die durschnittlich 150 - 200 Euro kosten, waren einfach so AUSGEBUCHT!
Nun ja, ich hab in meiner Verzweiflung dann die Hotline angerufen und landete bei einer sehr netten Dame, die zwar nichts an der ersten Nacht ändern konnte, aber wenigstens hat sie mir für die zweite Nacht ein Zimmer für schlappe 145 Euro (ohne Frühstück und Parkgarage) reserviert und das ganze auch 5 Minuten später per Fax bestätigt.
Als ich in das Hotel kam, war ich schon etwas überwältigt, schließlich bin ich ein einfaches Mädel, das nicht allzu oft in einer 5 Sterne Herberge nächtigt *lach*. Die Eingangshalle ist gar nicht so groß, in der Mitte stand ein "moderner Tannenbaum", was eher ein Busch war, der in Tannenbaumform gebracht und mit Kugeln behangen worden war. Zur linken sag ich eine Bar und zur rechten befand sich die Rezeption. Ich checkte ein, obwohl ich viel zu früh dran war. Das Zimmer war natürlich noch nicht frei, aber man hat meine Gepäck bereits genommen und später auf's Zimmer bringen lassen.
Von der Empfangshalle führen 3 Aufzüge in die weiteren Etagen (für Aufzugängstliche gibt es auch Treppen), außerdem gibt es in der Mitte des Hotels einen Hof, in dem man bei besserem Wetter auch draußen sitzen und dinieren kann. An der hinteren Seite des Hofs befindet sich das Restaurant, in dem man auch das Frühstück einnehmen kann.
Die Bar war sehr modern eingerichtet und doch angenehm gemütlich. Am Abend hab es sogar Livemusik von einem Sänger, der Weihnachtslieder trällerte. Dazu haben meine Freundinnen und ich einen Cocktail geschlürft. ich möchte gar nicht wissen, wie teuer der war und glücklicherweise musste ich den auch nicht bezahlen :-)).
Mein Zimmer befand sich in der zweiten Etage direkt über'm Haupteingang. Trotz der Lage war es extrem gut schallisoliert, denn von dem Treiben vor meinem Fenster bekam ich recht wenig mit. Als ich zum ersten Mal in dieses Zimmer kam, war ich schon wieder überwältigt: Obwohl ich ein Einzelzimmer gebucht hatte, bekam ich ein Doppelzimmer, welches recht groß war. An der Wand hing einer von diesen riesengroßen, flachen Plasmabildschirmen, davor stand eine Tastatur, falls man ins Internet wollte, in der einen Ecke befand sich ein gemütlicher Ohrensessel mit Hocker, in der anderen ein Schreibtisch mit Telefon, Telefonkabel für Laptops und Schreibutensilien.
Auch das Badezimmer war sehr nett eingerichtet, in Marmor gehalten, mit Fön, Telefon, Schminkspiegel, Waage und Handtuchwärmer. In dem kleinen, jedoch geräumigen Raum befand sich eine Dusche und eine Badewanne, dazu ein großes Waschbecken. Die üblichen kleinen Spielerei wie Shampoo, Bodylotion, Duschgel, Schminkschwämmchen und Q-Tipps lagen auch bereit.
Als ich mich vor den Plasmabildschirm setzte, um mal ausprobieren, was man damit alles machen konnte, bekam ich jedoch meinen ersten Schock. Ich fand schnell raus, dass es tolle Annehmlichkeiten gab, wie Filme, Musik, die man buchen konnte, Internetzugang oder Games, jedoch hatten die auch alle ihren Preis und der war heftig. Für ein Musikalbum hätte ich beispielsweise 3 Euro hingeblättert, für Internet 8 Euro und für einen Film 10,50 Euro. Das Einzige was ich an kostenlosen Service gefunden habe war normales TV-Programm und davon gab es nicht sooo viele Kanäle. Also entschied ich mich gegen den Plasmabildschirm und warf einen Blick in die Mini-Bar, die direkt neben dem Safe war.
Hier gab es nette Getränke, die ich aber nicht wollte, etwas Schokolade, Golfbälle (wie, was soll ich denn mitten in München mit Golfbällen?!?!?Ach egal.) und eine Einmalkamera, mit der ich kurz liebäugelte, weil ich meine vergessen hatte. Aber schließlich war mir der Kameraspaß auch zu teuer (ich weiß, ich bin ein Geizhals) und ich ging ins Bettchen.
Da ich weder ein großer Frühstücker bin, noch das Geld mit vollen Händen rauswerfen wollte, verzichtete ich auf das Frühstück im Hotel. Für 19 Euro hätte ich mich an dem großartigem Frühstücksbuffet mit Lachs, Sekt, Semmeln, Kaffeespazialitäten und noch vielem mehr laben können, aber ich habe es vorgezogen ins Internetcafe gegenüber zu gehen und einen Milchkaffee für 2,30 Euro zu trinken. Zugegeben, wenn man gerne und lange frühstückt, dann ist so ein Buffet klasse, aber an dem Morgen war das nix für mich. Meine Freundin schwärmte allerdings in den höchsten Tönen.
Da ich meine Freunde bereits um 8 Uhr verabschieden musste, hatte ich somit aber noch sehr viel Zeit mir den Spa-Bereich des Hotels in Ruhe anzuschauen, denn auschecken musste ich erst um 12 Uhr. Ich bestellte mir an der Rezeption einen Bademantel, der innerhalb 5 Minuten auf's Zimmer geliefert wurde. Auch wenn ich mich eine Millisekunde mit dem Gedanken quählen musste, ob der Bademantel vielleicht schön genug ist, um zum Hoteldieb zu werden, so hat sich dieser Gedanke ganz schnell erledigt, als ich den beiliegenden Zettel las. Da stand, dass die Hotelleistung verstehen würde, wenn man den Bademantel gerne behalten würde, aber dann könnte man diesen auch käuflich erwerben. KÄUFLICH?? Nee, danke, dann ist ja der ganze Spaß weg *lach*.
Also, ich wechselte schnell meine Klamotten in einen Badeanzug, schlüpfte in die Hotelschlappen und warf den Bademantel über. Dann schlurfte ich zum Fahrstuhl und fuhr hinunter in das erste Untergeschoss, in dem sich das Futuresse Spa befand. An der Rezeption zum Spa musste ich meine Zimmernummer angeben und bekam ein Handtuch. Dann ging es durch einen kleinen Gang entlang zum Schwimmbad. Links vom Gang lag das Fitnessstudio, in dem einige Muskel- und Ausdauergeräte standen und ebenfalls ein Flachbildschirm an der Wand hing. Recht befanden sich Massageräume, ein Solarium und eine Tür zum Saunabereich. Bevor man in die "Schwimmhalle" kam, konnte man auch noch die Umkleideräume in Anspruch nehmen. Hier waren Duschen, Einzel- und Gruppenumkleiden, WC's und ich glaube Schließfächer.
Die Schwimmbadhalle ist stilvoll mit Hold und bequemen Aluminiumliegen eingerichtet. Der Pool ist recht groß, sodass man gut einige Bahnen schwimmen kann. Außerdem gibt es einen recht großen Whirlpool der angenehm warm war. Nachdem ich hier einige Zeit verbracht hatte, ging ich in den Saunabereich, der aus einer Sauna, einem Dampfbad, zwei Duschen und einem sehr schönen Ruheraum bestand. Überall konnte man seine benutzen Handtücher loswerden und frische nehmen.
Insgesamt habe ich gut 2 1/2 Stunden im Spa verbracht und ging dann zurück auf's Zimmer, um mich langsam für den Heimweg fertigzumachen. Als ich an der Rezeption auscheckte, war ich schon ein bisschen traurig. Ans reiche Leben könnte ich mich schon richtig gut gewöhnen. Aber nachdem ich meine American Express Karte gezückt hatte und den Betrag auf der Rechnung sah, wußte ich, dass eine solche Übernachtung eher eine Ausnahme in meinem Leben bleiben würde *lach*.
Für das Zimmer hatte ich 145 Euro bezahlt und für die Garage (die übrigens relativ klein für ein so großes Hotel war) musste ich nochmal 17 Euro extra Tagespauschale löhnen.
Zur Lage kann ich nur sagen, besser geht es nicht. Das Hotel liegt direkt an einem Ausgang des Hauptbahnhof, man muss nur über die Strasse (oder unten drunter her *lach*). Der Weg zur Einkaufs-/Füßgängerzone ist auch nicht weit, aus dem Hotel kommend geht man nach recht und ist ein paar Meter weiter am weltbekannten Stachus.
Das Hotel bietet noch recht viel Service an, den ich nicht in Anspruch genommen habe: Autovermietung, Business Center, Diabetikerkost, Express-CheckIn/-CheckOut, Hunde erlaubt, Sekreteriatservice, Stadtrundfahrten, Vollwertkost, Wäschereiservice
An Kreditkarten akzeptieren die: American Express, Diners Club, Eurocard, JCB Int. 'l und Visa Card
Wie ja sicherlich schon aus meinem Bericht zu erkennen war, hat mir das Hotel unheimlich gut gefallen. Der Spa-Bereich war erstklassig, das Ambiente vom ganzen haus war toll, der Service sehr zuvorkommend. Leider gehöre ich nicht zu den Personen, die sich einen solchen Übernachtungspreis häufiger leisten können, aber wenn man mal was Besonderes will oder etwas mehr Kleingeld hat, dann sollte man das Le Meridien in München dringend ausprobieren. Für mich war das bisher das BESTE Hotel, in welchem ich je genächtigt habe. Es hat definitiv seine 5 Sterne verdient!
Wer mal gucken will, hier der Link:
www.lemeridien.com
*lach* Und wenn dieser Bericht 50 Mal gelesen werden sollte, dann hätte ich schon ein 290tel des Zimmerpreises wieder raus, ist das nicht toll?????
Ich wünsche Euch einen wunderschönen und friedlichen Jahreswechsel und bedanke mich recht herzlich fürs lesen! Sollte ich was vergessen habe, dann bitte ich um einen Kommentar - sonst natürlich auch.
Liebe Grüße, Bianca
PS: Zum Thema Behindertenfreundlichkeit: Wir hatten eine Rollstuhlfahrerin in unserer Gruppe und die kam in diesem Hotel sehr gut zurecht. weiterlesen schließen
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