Pro:
Klasse Schreibstil. Beschreibung der Charaktere.
Kontra:
Kein Krimi! Viele Handlungen sind vorhersehbar.
Empfehlung:
Ja
Wieder einmal beglücke ich Euch mit einer Buch – Zusammenfassung. Schließlich hatte ich ja ein paar Wochen Urlaub, und da hatte ich neben Yopi, Ciao und Dooyoo immer noch Zeit ein paar Bücher zu lesen und sogar darüber zu schreiben! (grins)
Dieses Mal handelt es sich um ein Buch von der Autorin Charlotte Link namens >Der Verehrer<.
== Hinweis: ==
Alle Sätze in Anführungsstrichen sind dem Buch entnommen worden. =
>=<>=< INHALT: >=<>=<
Gleich am Anfang des Romans wird man mit einer übel zugerichteten Leiche konfrontiert, die in einem Wald nahe Augsburg entdeckt wurde:
„Die Gestalt war eine junge Frau. Und sie stand deshalb so eigenartig dicht an dem Baum, weil sie an seinen Stamm gefesselt war. Sie stand aufrecht, nur ihr Kopf fiel nach vorn auf die Brust. Die Kleidung hing ihr in Fetzen vom Leib, und überall war Blut. Auf ihr, neben ihr, vor ihr. Man hatte sie an den Baum gebunden und dann regelrecht abgeschlachtet, und man hatte sie dort zurückgelassen wie eine groteske Vogelscheuche, die dem Wald für alle Zeit seine Unschuld, seinen Frieden und seine geheimen Spiele nahm.“
Es ist eine junge Frau namens Anna, die vor Jahren von zu Hause weggegangen ist, weil sie nach Südamerika auswandern wollte. Es gibt überhaupt keine Anhaltspunkte, warum sie nach so vielen Jahren wieder zurück nach Hause wollte und wer der Mörder sein könnte. Die Polizei tappt im Dunkeln.
Und weiter geht es mit dem 1. Kapitel und der eigentlichen Hauptperson des Buches...
Die 40-jährige Leona Dorn marschiert nach einem Zahnarztbesuch nach Hause und wird zufällig Zeugin eines Selbstmords:
„Ein großer Gegenstand fiel aus dem im wahrsten Sinne des Wortes heiteren, nämlich wolkenlos sonnigen Himmel und kam mit einem hässlichen Klatschen nur wenige Meter vor Leona auf dem Bürgersteig auf.
Sie stand da, geschockt, ungläubig, denn nach zwei oder drei Sekunden hatte sie begriffen, dass es ein Mensch war. Eine Frau... Sie lag auf dem heißen Asphalt in der Sonne wie irgendein achtlos weggeworfener Gegenstand, ein unförmiges Stück Müll, das jemand im Vorbeifahren aus dem Auto gekippt hatte. Ihre Arme und Beine standen in eigenartigen Winkeln vom Rumpf ab.“
Es handelt sich um die 38-jährige Eva Fabiani.
Leona geht zur Beerdigung dieser Frau und ist schockiert darüber, dass nur zwei Trauergäste anwesend sind: die Nachbarin und gleichzeitig beste Freundin der Toten und Eva’s Bruder Robert Jablonski. Schließlich war die Tote eine hübsche Frau und noch keine 40. Sie musste doch Freunde, Arbeitskollegen oder Familie gehabt haben!
Der Selbstmord dieser Frau macht Leona schwer zu schaffen, sie hat Albträume deswegen. Gerade jetzt bräuchte sie die Unterstützung ihres Mannes Wolfgang, doch er hat schon länger eine Affäre mit einer Jüngeren und zieht ausgerechnet jetzt zu dieser Frau. Der Zeitpunkt könnte nicht schlechter gewählt sein. Leona ist am Boden zerstört. Sie hatte nicht die geringste Ahnung, dass ihr Mann eine Affäre hat und nun sogar daran denkt, sich von ihr zu trennen.
Doch sie bleibt nicht lange allein. Sie lernt Eva’s attraktiven Bruder Robert Jablonski näher kennen und die beiden verlieben sich ineinander und Robert zieht zu ihr. Ihrem Noch-Ehemann Wolfgang ist das gar nicht recht. Doch Leona findet, dass sie ein Recht auf ein eigenes Leben hat.
Das Glück der beiden Turteltauben währt allerdings nicht lange. Leona findet heraus, dass Robert sie in vielen wichtigen Situationen belogen hat, und sie traut ihm nicht mehr über den Weg. Er verhält sich auch oft total unbeherrscht, sodass sie richtig Angst vor ihm hat.
Immer mehr wundert sie sich darüber, dass er ständig knapp bei Kasse zu sein scheint und komplett auf ihre Kosten lebt.
Nach einem gemeinsamen Urlaub in seiner Ein-Zimmer-Wohnung in Ascona fällt sein ganzes Lügengebilde in sich zusammen. Leona fühlt sich total hintergangen und trennt sich von ihm. Zu spät merkt sie, dass sie sich auf einen Psychopathen eingelassen hat.
Doch jetzt beginnen erst die Probleme. Denn kurze Zeit später erfährt sie von der Polizei, dass Robert ein gesuchter Mörder ist! Er hat seine Ex-Freundin bestialisch abgeschlachtet, und das nur, weil SIE IHN verlassen hat!
Bald darauf passieren ganz schreckliche Dinge in Leona’s Umgebung. Ihr kleines Kätzchen stirbt an einer Vergiftung, ihr Schwager wird in ihrem Haus brutal zusammengeschlagen, landet auf der Intensivstation und muss um sein Leben bangen.
Leona hat plötzlich Angst um ihr eigenes Leben, und zieht sich in ein abgeschiedenes Haus zurück bis die Polizei ihn gefasst hat. Doch Robert findet sie...
Wer wissen möchte, wie das Buch ausgeht, darf/muss es lesen...
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................Infos zum Buch:..............
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Verlag: Goldmann
Preis: 7,95 Euro (D)/ 8,15 Euro (A)
ISBN: 3-442-44254-0
511 Seiten
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................Infos zum Autor:.............
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Charlotte Link, Jahrgang 1963, machte sich mit großen Gesellschaftsromanen ebenso einen Namen wie mit fesselnden historischen Romanen und Kinderbüchern. Mit ihrem zuletzt erschienene Roman >Die Rosenzüchterin< stand sie wieder einmal viele Monate auf der Spiegel-Bestsellerliste.
>=<>=< Meine Meinung: >=<>=<
Das Buch hat mich deshalb gereizt, weil auf dem Rückumschlag unter anderem folgendes stand:
„Als in einem Waldstück die Leiche einer erst kürzlich ermordeten Frau gefunden wird, stehen die Polizei und die Angehörigen der Toten vor einem Rätsel: Die Frau galt seit sechs Jahren als spurlos verschwunden... Spannung pur mit Charlotte Link.“
Nachdem ich das gelesen hatte, dachte ich mir: „Supi! Den Krimi nehme ich doch glatt mit nach Hause, denn ich lese mit Vorliebe spannende Geschichten.“
Tja, soviel dazu.
Als ich dann mit den ersten Seiten angefangen habe, dachte ich – upps – das ist doch eher ein Frauenroman und kein Krimi – oder?!? Von Spannung pur war weit und breit nix zu sehen, äh zu lesen...... Man wurde zwar gleich mit zwei Todesopfern konfrontiert, aber das gibt noch lange keinen guten Krimi!
Zum Inhalt:
In diesem Buch werden die Schicksale mehrerer Personen miteinander verknüpft. Letzten Endes gibt es zwar eine Hauptperson, und zwar die 40-jährige Leona Dorn, die sich kurz nach der Trennung von ihrem Mann neu verliebt, aber leider zu spät merkt, dass sie sich einen Psychopathen angelacht hat. Das ist auch schon im Großen und Ganzen die Handlung des Buches.
Aber auch viele andere Charaktere werden in das Geschehen mit einbezogen. Da ist zum Beispiel die Nachbarin und beste Freundin des Selbstmordopfers, eine ältere Dame namens Lydia Behrenburg, die sehr einsam lebt und deshalb verzweifelt versucht sich mit Leona anzufreunden.
Auch der Exmann des Mordopfers, weit und breit als Schürzenjäger bekannt, versucht sein Glück bei Leona, doch da hat sie bereits die Probleme mit Robert am Hals und lässt ihn abblitzen.
Dann gibt es noch die jüngere Schwester des ersten Mordopfers Anna, der auch einige Kapitel in dem Buch gewidmet sind.
Das Buch ist auch nicht nur aus der Sicht von Leona geschrieben, sondern es wird hin- und her gewechselt und mehrmals aus der Sicht einer anderen Person berichtet. Mal ist es Leona, mal aus der Sicht von Robert, oder Wolfgang, oder der Nachbarin Lydia, oder der Schwester des „ersten“ Mordopfers usw.
Ich will ja nicht gleich den gesamten Inhalt verraten, aber mich hat genervt, dass so viele Ereignisse vorhersehbar waren. Man wusste als Leser direkt, dass Robert Jablonski einen Dachschaden hat, weil er in den Erzählungen im Buch nicht gut wegkommt, und dass Leona mit ihm Schwierigkeiten bekommen wird. Wo bleibt da die Spannung???
Ich vergebe mal 3 von 5 Sternchen und auch eine Empfehlung, ich will mal nicht so sein. Aber ich bin am Grübeln, ob ich mir noch ein Buch von dieser Autorin holen soll oder nicht. Denn >Der Verehrer< von Charlotte Link hat mich nicht so richtig überzeugen können, denn ich bin der Meinung als Krimi ist dieses Buch doch eindeutig falsch deklariert. Aber als Frauenroman ist das Buch wiederum ganz okay und hätte 5 von 5 Sternchen verdient...
Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren, seatcity. weiterlesen schließen
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