Pro:
Größter Flohmarkt in London, hier wird einfach alles angeboten, super Atmosphäre, nette Leute vieler Nationalitäten,
Kontra:
Zur Mittagszeit, etwa ab 12,30 Uhr wird es am Wochenende richtig voll. Dann wird geschubst und gedrängelt.
Empfehlung:
Ja
Portobello Market, London -Städtetour-
Hallo liebe Leser und Leserinnen,
heute möchte ich über eine Städtetour berichten (habe schon über das Hotel be-
richtet, in dem ich im Rahmen der Städetour übernachtet habe), die ich vor etwa
zwei Jahren zusammen mit einer Freundin unternommen habe.
Es ging für drei Tage nach London. Wir hatten eine Pauschalreise gebucht, in der
unter anderem auch ein Besuch des berühmten Portobello Market buchbar, bzw.
vorgeschlagen wurde.
Die Buchung war uns zu teuer und wir beschlossen (hatten einen halben Tag zur
freien Verfügung) uns diesen Markt ohne Reisegruppe anzuschauen.
Hingekommen sind wir mit einem sogenannten Tourbus, der die Sehenswürdig-
keiten Londons anfährt.
Das hatte man uns im Hotel so empfohlen, sei die günstigste Alternative, wenn man
sich in London nicht so gut auskennt.
Die Route dieser Tourenbusse:
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Die Busse fahren kreuz und quer durch London und somit verschiedene Routen ab.
Es gibt, wie gesagt, verschiedene Routen und hätten wir mehr Zeit gehabt, hätten
wir die Originalroute gebucht.
Diese Fahrt führt zu den schönsten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten, zum Bei-
spiel: Hyde Park, Buckingham Palace, Trafalgar Square, London Eye, Big Ben, London
Brigde, Westminster Abbey etc. .
Preis für diese Tour: vor zwei Jahren etwa 15 Pfund (circa 20,-- Euro). Mit diesem Ticket
kann man aber dann auch 24 Stunden lang quer durch London fahren und immer wieder
an den verschiedenen Haltestellen (gibt es zahlreich) ein-bzw. aussteigen.
Wir haben, Dank der Hotelbuchung deutlich weniger bezahlt, nämlich pro Person nur um-
gerechnet etwa 5,-- Euro (da war die große Tour natürlich nicht mit beinhaltet, lediglich die
Fahrt zum Portobello Market hin und zurück.
Es gibt bei diesen "Tourenbussen" verschiedene Haltestellen, wo der Fahrgast beliebig ein-
und aussteigen kann.
Diese Tourenbusse sind typische englische Doppeldecker-Busse ohne Dach. (Leider gibt es
die nicht mehr, oder nur für spezielle Touren). Ich habe es vorgezogen, im unteren Bereich
des Busses Platz zu nehmen, meine Freundin wollte unbedingt oben sitzen.
Das bekam ihr gar nicht so gut, beim Aussteigen (unsere Fahrt dauerte nur etwa 10 Minuten)
war ihr so schlecht, dass sie sich erst einmal übergeben musste.
Muss da oben ganz schön schaukeln, sie meinte nachher: "ich hatte das Gefühl jeden Moment
rauszufallen und in den Kurven, dass der Bus umkippen könnte."
Nun aber zum eigentlichen Ziel, dem Portobello Market:
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Dieser Markt liegt in der Portobello Road London W11 1 LU
Art: Straßen-/Flohmarkt
Kostenpflichtiger Eintritt (kann leider nicht sagen, wie viel, da meine Freundin bezahlt hat)
Infos gibt es auch unter: www.portobelloroad.co.uk/
Der Markt liegt im Stadtteil von Notting Hill und ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (wenn
man sich denn damit auskennt) gut erreichbar.
Dieser Markt gilt auch heute noch als Touristenattraktion, da er sich von anderen Flohmärkten
doch recht unterscheidet.
In der Woche ist der Portobello Market ein ganz normaler Wochenmarkt, auf dem
Obst, Blumen, Gemüse, Brot, Fleisch, Käse etc. angeboten werden.
Die Öffnungszeiten von Montag bis Freitag sind von 9.00 bis 15.00 Uhr, am Wochenende ist der
Markt von 7.00 - 18.00 Uhr geöffnet.
Man findet hier aber auch gebrauchte Kleidung, Bücher, Souvenirs und ähnliches.
Wir haben uns sagen lassen, dass die Preise in der Woche auch wesentlich günstiger sind als am Wochenende.
Am Wochenende wird noch ein "Touristenaufschlag" auf die zu verkaufenden Sachen gelegt und
das manchmal nicht zu knapp.
Handeln sollte man auf alle Fälle, wie auf jeden Flohmarkt und meist bekommt man die Sachen dann
auch günstiger. Außerdem macht das "Feilschen" richtig Spaß!
Ein Muss für alle Schallplattenliebhaber. Hier findet man wirkliche Raritäten zu bezahlbaren Preisen.
Und hier, am Wochenende, verändert sich der Markt total.
Zwar werden vereinzelt auch noch Obst, Gemüse und Blumen angeboten, aber hauptsächlich ist
der Markt jetzt ein Flohmarkt, wo man auch echte Schnäppchen im Bereich von Antiquitäten
machen kann.
Es wird einfach alles angeboten, was nicht niet- und nagelfest ist.
Über Kochgeschirr, Schuluniformen, alte Militärsachen, Standuhren, Gemälde, sogar alte ge-
brauchte Kirchenbänke haben wir dort gesehen. Sagenhaft!
Auch kann man hier super Second Hand Kleidung, Silberschmuck, alte Schallplatten, Grammo-
phone und viel Schnickschnack kaufen.
Man muss aber schon aufpassen, gerade bei Silberschmuck oder Silberbesteck, dass man nicht
"übers Ohr" gehauen wird.
Besonders gern werden arglose Touristen reingelegt. Also, wer sich in solchen Sachen (auch Antiqi-
täten) nicht auskennt, lieber Finger weg und auch daran denken, dass man die Sachen ja auch durch
den Zoll bringen muss.
Wir waren am Samstagfrüh gleich um 9.30 Uhr dort, zum Glück, kann ich da nur sagen.
Um die Zeit hat man noch die Möglichkeit, sich viele Sachen in Ruhe anzuschauen, ab der Mittagszeit
füllt sich der Markt und spätestens um 13.00 Uhr ist kein Durchkommen mehr.
Jetzt wird geschubst, gedrängelt und man muss aufpassen, wenn man zu zwei oder mit mehreren Personen unterwegs ist, dass man nicht getrennt wird.
An die Stände kommt man kaum noch dran, man wird einfach mit der Masse "mitgeschleppt".
Das macht dann echt keinen Spass mehr und wir haben damals bedauert, nicht gleich um 7.00 Uhr dort gewesen zu sein.
Also, wenn man den Markt so richtig geniesen möchte, früh aufstehen und gleich um 7.00 Uhr dort sein.
Besonders gefallen hat mir die Atmosphäre.
Man fühlt sich zurückversetzt in die 80iger Jahre, hört viel Musik aus diesem Zeitraum und auch die Verkäufer sind alle lustig im Stil der 70iger bzw. 80iger gekleidet.
Ein wirklich buntes Völkchen, dass immer zu einem Späßchen aufgelegt ist, nett und höflich ist, auch
wenn man nichts kauft.
Auch an das leibliche Wohl ist gedacht. Es gibt viele Stände mit den unterschiedlichsten Fastfood Angeboten und auch die "Fish and Chips" dürfen nicht fehlen.
Essen sollte man allerdings vor 13,00 Uhr oder am Ende des Marktes, denn während des "Ansturms"
ab 13.00 Uhr etwa, hat man mehr Essen auf seinen Klamotten als im Mund.
Was mir auch sehr gut gefallen hat, dass man hier Menschen vieler Nationalitäten trifft.
Ich kann sie gar nicht alle aufzählen, nur eins, alle waren sehr nett, lustig und irgendwie in einer sehr lebensbejaenden Stimmung. Toll.
Man hatte gleich das Gefühl, mit dazuzugehören. Auffallend waren die vielen Japaner, die mit ihren Fotoapparaten ein Bild nach dem anderen schossen. Sah schon lustig aus, ganz so, wie in vielen Filmen,
die ich schon gesehen habe.
Fazit:
*****
Ein wunderschöner Markt, den ich bei meinem nächsten Besuch in London garantiert wieder besuche.
Nicht nur das riesige Angebot, die netten Menschen sondern auch die wunderschöne Atmosphäre ziehen einen regelrecht an.
Das Angebot ist, wie oben schon beschrieben, einfach überwältigend und ein halber Tag reicht bei weitem nicht aus, um auch nur annäherend alles gesehen zu haben.
Hier sollte man bei einen Londonaufenthalt schon einen ganzen Tag (oder zwei Vormittage) einplanen.
Schallplattenliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten, es gibt Schallplattenraritäten, die ich so und
zu den Preisen in Deutschland noch nicht gesehen habe.
Aber auch für Leute (wie ich), die Schnickschnack lieben, ist dieser Markt eine echte Herausforderung.
Ich habe mir zwei Traumfänger, zwei Ketten aus der Karibik (oder im karibischen Stil) und eine LP von den Beatles gekauft. Letztere für meinen Sohn, der mittlerweile meine Beatlessammlung übernommen hat.
Ich kann allen Londonbesuchern nur empfehlen, sich diesen Markt einmal selbst anzuschauen.
Es lohnt sich wirklich.
Macht Spaß, man kann hier und da ein Schnäppchen machen und man sieht interessante Menschen.
So, dass war alles für heute, bis bald
claudia weiterlesen schließen
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