Pro:
Einige geniale Tracks
Kontra:
nichts neues, teilweise langatmig
Empfehlung:
Ja
Nachdem mit "Deep shadows and brilliant highlights" von Sänger Ville Valo bereits ein Album das "Back to the roots" geht, angekündigt wurde, und sich dann als ein softes Schmachtwerk herausstellte, gab es auch im Vorfeld dieses Albums, wieder Ankündigungen, "Greatest Lovesongs Vol. 666" näher zu sein, wieder etwas härter und düsterer zu spielen. Wieder ein Fake?
Bereits mit ihrem englischsprachigem Debut (es soll da noch eine Cd mit finnischen Gesang geben die nur in Finnland erschienen ist) Greatest Lovesongs Vol. 666, hatten HIM einen beachtlichen Erfolg in der Rock/Gothic-Szene, ihre erste Tour führte sie durch Skandinavien, Deutschland und Österreich. Auch ihre erste Single das Chris Isaak Cover "Wicked Game" kam gut an. Sagenhaft geniale Songs befanden sich auf dieser unterbewerteten Cd. Meine Lieblings-Cd vom finnischen düster Quintett.
Der erste richtig kommerzielle Erfolg gelang HIM (leider) 1999 mit "Join me (in death)" das die Charts wochenlang anführte und HIM zu europaweiten Erfolg verhalf. Diese Single wurde aus dem zweiten Album "Razorblade Romance" ausgekoppelt, das deutlich balladesker und massentauglicher war, als noch das Debut. "Alte" Him-Fans mussten traurig zusehen wie die Konzerthallen von kleinen, kreischenden, in Ville (dem Sänger) verliebten Mädchen belagert wurden. Die erste Gothic-Boygroup war geboren, um es mal hart und vielleicht ein wenig unfair auszudrücken. Weitere Singles folgten.
2001 kam der Nachfolger "Deep Shadows and Brilliant Highlights", dieser wurde ebenso euphorisch wie aber auch enttäuscht aufgenommen. Da HIM noch ein Stückchen in Richtung düstere Bon Jovi wandelte...viele Balladen, keine harten Songs mehr.
Die Cd: Love Metal
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1. Buried alive by love 5:01
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Dieser Song wird übrigens die zweite Singleauskopplung, der Clip wurde in New York gedreht und zwar vom Jackass-Kameramann. Der Song beginnt mit einem warmen, tiefen Riff, Midtempo. Der Vers ist angenehm, und endlich mal wieder durchgehend voll instrumentiert. Es herrscht mal nicht Stille während Ville den Vers haucht. Diesesmal wird gerockt. Der Refrain ist gewohnt eingängig und wird von einer coolen Leadgitarrenmelodie begleitet, Sleaze-Rock kündigte Ville unter anderem an, gut, bisschen übertrieben, aber dennoch nach 80er klingende Leadparts. Super eingängiger Song, der genug rockt.
9/10
2. The Funeral of Hearts 4:30
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Die erste Singleauskopplung, die wir bereits alle kennen. Ein langsamer, romantischer Song, könnte bestens auf "Razorblade Romance" zu finden sein, aber auch auf "Deep Shadows and brilliant Highlights". Schmachtgesang, hymnenhafter Refrain, langsame Verse, in denen Ville flüstert, und leidet. Allerdings sind auch hier wieder deutlich mehr E-Gitarren zu hören wie auf dem Vorgänger. Erneut ein super eingängiger Song, der am ehesten an "Resurrection", oder "Salts in our wounds" klingt.
8/10
3. Beyond redemption 4:28
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Der erste düster klingende Songs. Coole gezupfte Gitarren, tiefe Bassläufe und eine schöne Keyboardmelodie. Vers ist etwas spährlich instrumentiert, geht trotzdem gut ins Ohr. Der Refrain rockt etwas mehr und geht noch besser in die Gehörgänge. Cooler, Midtempo-Song, der etwas an die guten alten "Greatest Lovesongs Vol. 666"-Zeiten erinnert. Eingängig, rockt genug, die Keyboards nerven nicht, und Ville in Höchstform.
9/10
4. Sweet Pandemonium 5:45
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Villes Lieblingssong (lt. Interviews) auf diesem Album. Typisch gewordener Songaufbau. Im Vers ist nur Ville zu hören, die Drums und eine Bassline. Dazwischen gibts ein cooles Riff, aber wenn Ville singt, herrscht ansonsten beinahe Stille. Der Refrain geht gewohnt gut ins Ohr, rockt ebenfalls ganz nett, und das Riff das im Vers auch schon gespielt wurde, ist ein ziemlicher Ohrwurm. Dennoch irgendwie ist mir der Song etwas zu lange und auch langatmig.
7/10
5. Soul on Fire 4:02
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Hier wird am Anfang gleich gerockt, ähnlich wie auf der Lovesongs Vol. 666. Tiefe Basslines, schräg brummendes Riff, im Vers allerdings herrscht wieder Stille. Ville singt, und ein ganz leises Riff ist zu hören. Der Refrain powert gut los, und macht Laune! Meiner Meinung bisher der beste Song. Klingt beinahe ein wenig nach 80er Jahre. Sehr Hymnenhaft, groovt geil und hat ein cooles Riff. Die Verses sind zwar ruhig, aber bauen genug Spannung auf, toller Song!
10/10
6. The Sacrament 4:32
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Eine leise klassische Klaviermelodie beginnt den Song. Danach begleiten das Klavier, die Gitarre, Schlagzeug, Bass und natürlich Ville. Der Vers ist soft, aber halbwegs schnell. Tut niemanden weh. Eine typische HIM-Ballade, die wir so ähnlich schon auf den letzen zwei Alben gehört haben. Geht freilich auch wieder gut ins Ohr, dieses Gefühl für schöne, Ohrwürmer haben die Finnen ja schon mehr als oft bewiesen. Wahre Meister ihres Faches. Guter solider Song, mehr aber auch nicht.
7/10
7. This fortress of tears 5:46
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Langsame, schwere Riffs zu Beginn des Songs, dazu gibts eine kleine aber feine Keyboard-Melodie. Im Vers wird Ville wieder nur von Klavier begleitet. Die Gesangsmelodie ist wundervoll gefühlvoll und schön. Der Refrain ist beinahe kitschig schön, aber das macht ja ab und zu mal nichts :O) mir zumindest nicht. Cooles Riff nach dem Refrains. Gelungene Ballade, die zwar bestimmt nicht hart ist, aber gut ins Ohr geht und schöne Melodien besitzt.
8/10
8. Circle of fear 5:27
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Leicht orientalisch angehauchtes Intro. Im Vers hören wir eine schöne Melodie, gespielt von Gitarren mit Hall-Effekt. Ville singt endlich mal wieder tief und nachdenklich. Cooler Vers. Im Refrain wirds wieder eingängig, beinahe popig, aber es schafft gerade den Grad, in meinen Ohren zumindest. Gute Powerballade, die aber auch nicht wirklich neu ist, also wieder ein solider Song, sehr vorhersehbar.
7/10
9. Endless Dark 5:35
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Wow, super eingängiger Vers, mit coolem Riff. Der Refrain geht noch besser ins Ohr und ist einfach nur fantastisch. Zwar wieder nicht sonderlich hart, könnte wieder gut von der Razorblade Romance stammen, manche Parts aber auch vom Debut. Irgendwie vereint der Song alle Him-Phasen. Er besitzt endlich wieder diese schöne Melancholie die Him früher verbreiteten und das gefällt mir mehr als gut! Solltet ihr mal antesten! Klasse!
10/10
10. The Path 7:41
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Liebliche, sanfte, kitschige Keyboardmelodie, das Riff dazu ist ebenso kitschig und sanft, soweit das Intro. Im Vers spielt diese Keyboarmelodie im Hintergrund sonst nur ein paar sanfte Drumbeats und Ville schmachtet. Der Refrain wird natürlich auch nicht härter, lediglich das kitschige Riff setzt wieder ein. Dafür gibts in der Mitte des Songs ein Gitarrensolo. Langer, langatmiger Song, der zwar wieder Hitqualitäten besitzt allerdings wieder nur für das eher Chartspublikum. Zu eintönig für mich.
6/10
Fazit: Hier wird natürlich nichts neu erfunden, und schon gar nicht HIM. Auf das "Wir gehen mit diesem Album zurück zu unseren Roots"-Geseier im Vorfeld einer neuen Cd von HIM, hör ich besser nicht mehr, dann entäuschst es auch nicht immer und immer wieder. Sie machen hier erneut das was der breiten Masse wieder am ehesten gefallen wird. Eingängige Rocksongs mit klasse Melodien, allerdings nicht zu hart, und die letzte Spur ihrer Melancholie und Düsterheit ist von ihren Songs gewichen (mal ein, zwei Songs ausgenommen) Eigentlich genau das was man erwartet hat aber doch irgendwie anders gehofft hat. Was bleibt ist ein gutes Rock-Album mit jeder Menge eingängigen Hits, doch das Gefühl alle schon mal gehört zu haben bleibt. Bestimmt kein Klassiker der HIM-Geschichte, dennoch ein gutes Album, das man sich gerne und oft anhört weiterlesen schließen
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