Pro:
viele Sehenswürdigkeiten, naturbelassene Flora und Fauna, Erholung in der Toskana-Therme
Kontra:
man muß wieder nach Hause!
Empfehlung:
Ja
Da ich gern in den schönsten Erinnerungen schwelge, möchte ich Euch über einen Urlaub in Bad Schandau berichten, den ich dort mit meinem Mann und meinen beiden Töchtern verbracht habe. Ich habe selten eine solch naturbelassene Flora bestaunen können mit wahnsinnig vielen Eindrücken, die ich auch nach dem Ende des Urlaubs beim Anschauen der Urlaubsbilder sehr geniesse.
Für meinen Bericht habe ich mein persönliches Wissen und die folgenden Seiten des www. benutzt: bad.schandau.de, quermania.de , die Website der Festung Königstein und die Seite Toskanaworld.net.
Gliederung:
1. Die Lage und Anreise
2. Die Unterkunft
3. Sehenswürdigkeiten um Bad Schandau
4. Festung Königstein
5. Bastei
6. Kirnitzschtalbahn
7. Gesamteindrücke
1. Die Lage und Anreise, Bad Schandau selbst
Bad Schandau liegt ca. 45 km südöstlich von Dresden.
Anreise mit dem Auto:
Auf der A4 oder A13 bis Dresden, dann auf die B172 über Pirna und Königstein nach Bad Schandau
Anreise mit der Bahn:
Mit dem Zug bis Dresden Hauptbahnhof oder Dresden Neustadt, dann mit der S-Bahn S1 Richtung Schöna bis Bad Schandau und mit der Fähre zur Stadtseite.
Bad Schandau selbst:
Anfang des 14. Jahrhunderts wurde ein Handelsplatz mit dem Namen Schandau gegründet. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Schandau 1430 erwähnt, 1445 dann als kleines Städtchen. Als wichtiger Handelsweg zwischen Meissen und Böhmen entwickelte sich zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert das Städtchen zu einem bedeutenden Umschlagplatz des Elbhandels.
Durch die Benutzung von modernen Verkehrsmitteln wie z.B. das Dampfschiff und der Eisenbahn, ging das Gewerbe des Handels und Handwerks wieder etwas zurück und Menschen fanden erstmals Gefallen an der Felsenwelt des Elbsandsteingebirges. Seit dem entwickelte sich Schandau mehr und mehr zum Fremdenverkehrs- und Erholungsort.
1920 bekam die Stadt den amtlichen Titel "Bad", 1936 erfolgte die Ernennung als "Kneippkurort", ab 1950 entwickelte sich die Stadt zum Staatlich anerkannten Erholungsort.
2. Die Unterkunft
Da wir sehr gern eigenständig im Urlaub sind, haben wir uns für eine Ferienwohnung entschieden. Im Internet habe ich mich nach einer geeigneten Bleibe für unsere Urlaubszeit umgesehen und bin auch prompt fündig geworden.
Unsere Ferienwohnung war eine modern eingerichtete 3-Zimmer-Wohnung in einem kleinen Mehrfamilienhaus (in einer neu restaurierten alten Villa) mit Küche und Bad, sehr sauber und komfortabel. Die Ausstattung der Küche war mit Geschirrspüler, Herd, Kühlschrank, Toaster, Kaffeemaschine etc. perfekt. Im Bad befand sich neben der Toilette und einem Waschbecken auch eine Dusche, was will man mehr? Im Wohnzimmer war neben Couch, Couchtisch, kleinem Schrank, TV, Radio usw. auch ein separater Esstisch mit 4 Stühlen. Auch war ein Waschraum mit Waschmaschine und Fahrräder zum Ausleihen (gegen kleine Gebühr) vorhanden.
Die Ferienwohnung lag etwas am Rande von Bad Schandau, direkt neben der Kirnitzsch und der Strecke der Kirnitzschtalbahn, die ich noch näher erläutern werde. Von der Gegend her ein schönes Fleckchen Erde.
Vermietet wurde diese Wohnung durch:
Villa Monsei, Frau Jana Seiffert, Kirchplatz 3, 01796 Pirna. Sie kostete 55,- Euro pro Tag und eine Endreinigungspauschale von 30,- Euro einmalig.
3. Sehenswürdigkeiten um Bad Schandau
Die erste Sehenswürdigkeit ist natürlich Bad Schandau selbst, mit kleinen Einkaufsgassen, dem Sendig-Brunnen und den Sendig-Holzvillen, die im Jahre 1903 von dem gleichnamigen Hotelier, Rudolf Sendig, im Stadtteil Ostrau erbaut wurden. Diese waren für die damalige Zeit sehr modern mit elektrischem Licht und Wasseranschlüssen gebaut.
Weiter sehr (welt-)bekannte Sehenswürdigkeiten sind die Festung Königstein und die Bastei mit den Schwedenlöchern und dem Amselsee sowie die Felsenbühne Rathen. Darüber hinaus bietet die Umgebung von Bad Schandau einen Pflanzengarten, in dem exotische Pflanzen als auch typische Pflanzen der Region zu bewundern sind. Öffnungszeiten hier sind: März - Oktober 8 - 19 Uhr.
Dazu gibt es ca. 1200 km beschilderte Wanderwege, so z.B. dem Flößersteig, der sozusagen ein Lehrpfad ist, da sich auf diesem Wanderweg ca. 100 Lehrtafeln befinden, die die Arbeit der Flößer, die die gefällten Baumstämme durch die Kirnitzsch bis hin zur Elbe beförderten, darlegt. Am Ende des Weges führt der Weg zur ca. 400 Jahre alten Neumannmühle.
20 verschiedene Sonnenuhren kann man auf einem Rundwanderweg in Krippen bewundern.
Damit man sich nicht nur bei den vielen Wanderungen und Besichtigungen der Sehenswürdigkeiten verausgabt, kann man sich auch mal einen Tag der puren Erholung gönnen. Dazu kann man einen Tag in der Toskana-Therme in Bad Schandau verbringen. Die Toskana-Therme hat ein breites Wellness- und Beautyangebot und bringt mit dem Liquid-Sound, der Farb- und Lichteffekten Erholung pur.
Öffnungzeiten der Toskana-Therme:
Mo - Do + So 10.00 - 22.00 Uhr
Fr + Sa 10.00 - 24.00 Uhr
bei Vollmond bis 2.00 Uhr
Eintrittspreise:
sind den verschiedenen Nutzungszeiten angepasst, von 2 h für Erwachsene für 12,- Euro bis 19,- Euro für eine Tageskarte, 2 h für Kids bis 14 Jahre 5.50 Euro bis 10.50 Euro für die Tageskarte. Desweiteren gibt es Familien- und andere Rabatte.
4. Festung Königstein
Die Festung Königstein ist ca. 9 km von Bad Schandau entfernt und eine der beeindruckendsten Festungen, die ich je gesehen habe. 1233 fand die älteste schriftliche Erwähnung einer Burg auf Königstein statt. 1589 wurde sie zur Festung aufgebaut. Von 1591 - 1922 war auf der Festung das in Sachsen sehr gefürchtete Staatsgefängnis beheimatet.
Die Festung Königstein umgibt eine ca. 2,2 km lange Mauer mit Kanonen, insgesamt hat sie ein Areal von ca. 9,5 ha.
Wenn man die Festung besuchen will, so muss man mindestens zwei Stunden Verweildauer einplanen, ich würde aber sagen, dass das nicht ausreicht um sich alles Sehenswerte anzusehen. Unter anderem gibt es hier die Garnisonskirche, das Schatzhaus, die Hauptwache, das Alte Zeughaus, die Wachtürme und die Friedrichsburg zu sehen. Die Friedrichsburg ist sehr imponierend. Sie war lange Zufluchtsort, zeitweise aber auch Jagd- und Lustschloss.
Auf der Festung werden auch verschiedene Führungen angeboten. Einige sind täglich verfügbar, andere nur an bestimmten Terminen. Die Preise für die verschiedenen Führungen sind alle erschwinglich, fangen bei 1.50 Euro für Erwachsene und 1.- Euro für Kids an. Informieren kann man sich auf der Website der Festung Königstein. Thematische Führungen für Kindergruppen und Schulklassen sowie fremdsprachige Führungen werden unter Voranmeldung unter Telefon: 03502 164 607 angeboten. Auch für die nun folgende Führung muss man sich dort telefonisch anmelden.
Diese besondere Führung möchte ich hier erwähnen. Sie trägt den viel sagenden Namen:
Schaurige Geschichten aus der Festungschronik - eine Nachtführung über Königstein.
Diese Führung konnten wir leider nicht mitmachen, da auch sie nur zu bestimmten Terminen durchgeführt wird. Hier einige Termine für Interessierte:
25.04.08 21.00 Uhr
09.05.08 21.00 Uhr
23.05.08 21.30 Uhr (weitere Termine auf der o.g. Website).
5. Die Bastei
Die Bastei befindet sich ca. 16 km von Bad Schandau entfernt ca. 200 m über dem Elbspiegel. Sie ist ein einmaliges Zusammenspiel einer Felsenwelt mit tiefen Tälern und Schluchten und einer wunderbar naturbelassenen Flora und Fauna. Hier sollte man sich wirklich mindestens einen Tag lang Zeit nehmen und gute Wanderschuhe anziehen. Sehr beeindruckend ist die 1851 aus Sandstein erbaute Basteibrücke, von der aus man bei gutem Wetter einen wahnsinnig beeindruckenden Blick auf die Umgebung der Bastei hat. Bei einiger Vorstellungskraft bilden die Felsen, auf die man von dort blicken kann, z.B. eine Eisenbahn. Also hier kann man echt träumen. Von hier oben kann man dann einen Abstecher in die Schwedenlöcher machen. Auf dem Weg dorthin trifft man auf den Amselsee, der von Felsen umgeben in ruhiger Natur verweilt. Dort kann man sich so einen kleinen Kahn ausleihen und ein bissel drauf rumrudern. Auf der einen Seite der Schwedenlöcher sind wir treppab runter... die Stufen (durch schmale Baumstämme befestigtes Gelände, also keine Treppe) beim Runtergehen habe ich nicht gezählt, und auf der anderen Seite wieder hoch. Dort habe ich bis zu ca. 800 Stufen gezählt, bin aber irgendwann durcheinander gekommen. In den Schwedenlöchern spiegelt sich auch wieder diese wunderbare Landschaft wider. Trotz der Anstrengungen, die durch das Auf- und Absteigen entstehen, ist diese Landschaft Genuß pur für die Augen und die Seele.
6. Die Kirnitzschtalbahn
Die Kirnitzschtalbahn sind mehrere alte gelbe Straßenbahnen, die auf einer Strecke von ca. 8 km von Bad Schandau entlang der Kirnitzsch durch felsiges Tal zum Lichtenhainer Wasserfall verkehrt. Diese Strecke wurde 1960 erbaut und ist heute noch in Betrieb. Es gibt einige Haltestellen, so dass man auch zwischendurch aussteigen und sich die dortige Natur ansehen kann, so z.B. bei einer Wanderung zum sogenannten Kuhstall. Hierbei handelt es sich um einen Felsen, durch den man durchgehen kann und auf der anderen Seite eine hübsche Aussicht genießen kann. Diese Wanderung zählte zwar nicht zu den Highlights unseres Urlaubs, aber hat dennoch viel Spaß bereitet.
7. Gesamteindrücke
Dieser Urlaub war durch seine vielfältigen Möglichkeiten ein Traum. Er wird uns lange in Erinnerung bleiben und ich weiß heute schon, dass wir den auf jeden Fall wiederholen werden. Besonders beeindruckt hat mich persönlich die Bastei und die Festung Königstein (siehe Punkte 4 und 5). In der Toskana-Therme waren wir leider nicht, was ich beim nächsten Besuch auf jeden Fall nachholen möchte. Nicht zuletzt hat aber auch die wunderbare Urlaubsunterkunft seinen Teil zu unserem wunderschönen Urlaub beigetragen, bei dem das Preis-Leistungs-Verhältnis absolut stimmte. Also warum immer ins Ausland in den Urlaub fahren, wo es doch in Deutschland so viele schöne Reiseziele gibt? weiterlesen schließen
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