Pro:
Viel Natur, Ruhe, Erholung! Und auch viel zu sehen und zu erleben!
Kontra:
Hm, Nachteile? Keine da - sind im Urlaub!
Empfehlung:
Ja
Es gibt Orte, die sind eigentlich so unspektakulär das man überhaupt nicht ahnt, das hier Großes passiert!
Skagen:
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Skagen liegt in Dänemark und ist die nördlichste Stadt in Dänemark.
Skagen ist eine Hafenstadt und liegt geographisch gesehen an der Nordspitze von der Region Jütland. Rund um Skagen findet man lange, ganz lange Sandstrände.
Früher war Skagen eine eigene Kommune, heute bildet Skagen zusammen mit den Orten Bunken, Hojen, Skiveren, Tuen, Hulsig und Alkbak die Frederikshavn Kommune.
Skagen hat ca. 8.600 Einwohner und ist ca. 143 qkm groß.
Künstlerstadt Skagen:
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Lange Zeit galt Skagen als kleines, verschlafenes Fischerdorf, doch das änderte sich als sich eine Reihe von dänischen Künstler hier niederließ.
Eine landesweiter Bedeutung mißt man der Freiluftmalerei zu. Aber nicht nur dänische Künstler kamen hieraus, auch aus dem ganzen nordischen Raum traf man hier Künstler.
Dichter, Maler und Schriftsteller genossen das Flair eines kleinen beschaulichen Fischerdorfes. Das sieht man heute an jeder Ecke und auch in den Galerien.
Die Geschichte von Skagen:
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Schon vor dem 13. Jahrhundert war die Gegend um Skagen besiedelt. Im 14. Jahrhundert ist die Kriche Sct. Laurentii entstanden, die heute versandet ist.
1413 bekam Skagen das Stadtrecht und so begann der wirtschaftlische Aufschwung in Skagen.
In ganz Europa konnte man damals getrockneten oder gesalzenen Fisch aus Skagen bekommen, also kann man sagen, die hatten gut fischen ;-)
Leider kamen schlechte Witterungen wie Stürme, Sturmfluten und Sandverwehungen im 17/18 Jahrhundert über Skagen nieder und machten die florierende Wirtschaft etwas kaputt.
Im 19. Jahrhundert folgte dann der Aufschwung, die Fangtechniken hatten sich verbessert und auch ein neuer Hafen halfen dabei.
Die Fischerei:
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Skagen zählt heute zu einem Fischerei-Mekka in Dänemark.
Nicht nur Freizeit-Angler, sondern auch die fischverarbeitenden Betriebe ziehen einen Nutzen von der örtlichen Lage.
Auch viele Werften findet man hier, die zum Glück noch viele Aufträge haben (im Gegensatz zu den deutschen Werften).
Der Hafen und das gesamte Hafengebiet wird immer mal wieder vergrößert und es man findet dann auf einmal wieder ein größeres Hafenbecken vor.
Große Fischereischiffe und kleine Kutter legen hier am Hafen an und liefern für die Fisch-Auktionen frischen Fisch und Schaltentiere.
Die alten Fischlagerhallen sind nicht mehr für die Fisch-Auktionen oder die Lagerung von Fischen zuständig, sonder für das leibliche Wohl. Man findet Fischlokale und auch kleine Lokale in den alten Fischlagerhallen. Wer also wirklich fangfrischen Fisch oder Schalentiere möchte, der findet hier gaaaanz viele Leckerein.
1907 wurde der jetzige Hafen eingeweiht und auch seitdem ist hier viel los. Es ist einer der bedeutendsten Fischereihäfen in Dänemark.
Wer sich das bunte Treiben der vielen Kutter ansehen möchte, sollte aber schon früh morgens am Hafen sein. Es lohnt sich.
Die Natur und die Architektur in und um Skagen:
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Viele der im 19. Jahrhundert gebauten Häuser sind freistehend. Man findet viele weiße Häuser mit roten Dächern vor, hier wurde und wird noch gekalkt.
Mit den roten Ziegeln bildeten die Häuser schon einen Blickfang. Doch auch andere Farben sind hier stark vertreten.
Man findet viele Häuser auch in Gelb und Rot, dazu noch weiße Schornsteine und die Dächer sind reich geschmückt mit Ornamenten die oft auch in weiß gehalten sind.
Nicht nur die alten Gebäude haben diesen typischen Stil für Skagen, auch die neuen Häuser behalten ihn bei.
Warum die Häuser in Skagen so oft Gelb sind, läßt sich schnell erklären. In Skagen wurde immer schon um Pfingsten rum die Häuser gestrichen. Das machte man mit Kalk und Ocker, der Erdfarbe.
Beim Kaufmann konnte man sich dann den Ocker aus den Fässern heraus nehmen, die hatten immer einiges auf Vorrat da. Schon alleine weil Skagen nicht immer erreichbar war, mußten die Kaufleute einiges an Vorräten haben.
Leider hatte einer dieser Kaufleute eine falsche Bestellung getätigt und erhielt statt Erdocker, einen französichen Ockerton. Dieser war dunkler als der bisher genutzte. Doch was tun?
Also nutzte man ihn und fand diese Mischung dann so toll, das diese bis heute als Skagengelb bekannt ist.
Für Liebhaber dier ruhigen Landschaft ist Skagen ein Traum. Rund herum Meer, immer eine leichte Brise (oder eine Bö, oder einen Sturm) und ein ganz besonders weiches und warmes Tageslicht.
Skagen ist die sonnenreichste Region in Dänemark. An kilometerlangen Sandstränden findet jeder ein Plätzchen zu sonnen oder im Meer zu schwimmen.
Immer wieder findet man den Ausspruch, das Meer, Wind, Licht und Sand zu Skagen gehört! Das stimmt!
Die größte Wanderdüne ganz Skandinaviens findet man hier. Die Wanderdüne heißt Rabjerg Mile, sie wandert jährlich ca. 15 m und zieht von West nach Ost. Tja, Sand ist so eine Sache. Besonders die Sandverwehungen.
Eine dieser Sandverwehungen hat eine Kirche im 17. Jahrhundert "verschluckt", es wurde lange und hart um diese Kirche gekämpft, doch die Natur hat gewonnen. Den Turm der Kirch guckt heute aus dem Sand und so kann man sich eine leise Ahnung holen, wie schlimm eine Sandverwehung sein kann.
Das Dünengehölz Skagen Klitplantage ist ein Staatsforst und wurd als Schutz gegen den Westwind und Sandverwehungen angelegt. In ganz Nord- und West-Jütland findet man solche Staatsforste, die so die Küste schützen wollen.
Man findet hier auch Strandabschnitte auf denen man mit dem Auto fahren darf oder man kann sich auf der Nordseeseite einfach mal am Strand ordentlich vom Wind durchpusten lassen.
Die Ostseeseite ist da schon wesentlich ruhiger.
Auf der Nordseeseite findet man auch richtig hohe Dünen, von denen weit ins köngliche Dänemark schauen kann.
Anscheinend finde nicht nur ich die Landschaft dort so einzigartig schön, sonder auch der WWF. Der WWF erklärte die Gegend um Skagen zu einer Naturlandschaft, die schützenswert ist. Jawohl!
Grenen:
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Tatatataaaaa! Jetzt kommt das Beste!
Die absulut äußerste Landspitze nennt sich Grenen. Ja, und?
Durch die Winde und das Meer wandert diese Landspitze ca. 10 Meter pro Jahr in einen Ost-Nordöstliche Richtung. Ja, und?
Grenen ist der nördlichste Punkt in Dänemark und etwas gaaaanz besonderes.
Hier treffen die Nordsee und die Ostsee am Kap Skagen aufeinander.
Um es noch genauer zu sagen hier kann man mit einem im Skagerrak und dem anderen im Kattegat stehten. Ok? Nein? Dann die Erklärung.
Skagerrak ist der Teil der Nordsee das man im Norden findet. Man findet das Skagerrak zwischen der Nordküste von Jütland/Dänemark, der Südküste von Norwegen und der Südwestküste von Schweden. Von oben betrachtet hat das Skagerrak eine dreieckige Form und ist ca. 240 km lang und an einigen Stellen bis zu 140 km breit.
Vielleicht kennen ja einige Geschichtskundige die Skagerrakschlacht. Diese war im ersten Weltkrieg und hier die deutsche Hochseeflotte mit der Royal Navy eine Seeschlacht ausgefochten. Heute findet man in Deutschland einige Skagerrak-Brücken ;-)
Das Kattegat umfasst eine Größe von 22.000 qkm. Es liegt zwischen Dänemark/Jütland und der Westküste Schwedens. Was es genau ist, weiß (so glaube ich) keiner. Manche sagen, es ist ein verlängerter Arm der Ostsee, andere sagen es ist ein verlängerter Arm der Nordsee. Die Skandinavier sagen, das Kattegatt (schwedisch mit zwei t) ist ein eigenständiges Meer.
Defacto können sich aber alle darauf einigen das das Kattegat und das Skagerrak am Kap Skagen zusammen kommen.
Da haben die Dänen schon ein schönes Ausflugsziel. Auf einer Landspitze von ca. 3 km findet man die äußerste Spitze von Skagen Odde, so nennt man diese Landzung von Skagen. Allerdings wird diese Landzunge auch Grenen genannt, nun bin ich verwirrt!
Weite Sandstrände sind entlang dieser Landzunge, die übrigens auch noch die größte Landzunge der Welt ist (über ca. 30 km). Schon alleine die Sandstrände sind ein wahrer Traum. Um noch mehr zu verwirren, man kann Grenen / Skagen Odde / Skagen Kap auch noch anders nennen: Kleines Nordkap. All diese Namen für einen Ort: Whow!
Doch sieht man den Zusammenfluss der beiden Meere? Ja, sieht man!
Die Wellen der Nordsee und der Ostsee stoßen aufeinander und das sieht schon beeindruckend aus. Ganz besonders schön ist dieses Naturschauspiel wenn Sturm ist und kaum Touristen sich an den Strand wagen. Dann ist es richtig imposant!!!
Grenen verändert sich ständig, das liegt an den dortigen Windverhältnissen und dem Stromverhältnissen im Wasser.
Die Landzunge "bewegt" sich in Nordöstlicher Richtung und es wurde festgestellt, das sie sich in den letzten 300 Jahren um 2,5 Kilometer bewegt hat.
Unter Wasser liegt das Skagener Riff, welches von der Schifffahrt gehasst wurde und sie so gerne den Nord-Ostsee-Kanal nahmen, um nur nicht am Skagener Riff vorbei zu müssen. Da das Riff so gefährlich ist, wurde hier schon seit 1560 mit Leuchtfeuer und Seezeichen gearbeitet. Im Skagener By-og Egnsmuseum findet man eine Ausstellung über die vielen, vielen Schiffskatastrophen die sich hier ereignet haben.
Zum Baden ist Grenen nicht geeignet, da die Strömungen in diesem Bereich nicht zu kontrollieren sind. Um das auch abzusichern, gibt es hier ein Badeverbot. Die Strömung ist einfach viel zu stark und mitunter kann das Wasser auf einmal sehr tief werden.
Wer aber das Klischee eines deutschen Touristen (aber auch skandinavischen Touristen) selber sehen möchte, ist hier richtig. Denn gerade die Deutschen können entweder nicht lesen (auch für Deutsche verständlich, das man hier nicht baden darf) können oder nicht wollen. Mit einem Bier in der Hand stürzt sich so mach "mutiger" Teutone in den Fluten und hat so ziemlich Probleme alleine wieder heraus zu kommen. Selber schuld!
Vor der Landzunge findet man einen Parkplatz und von dort an, kann man seinen Spaziergang zur Landspitze machen. Der Weg zu Fuß dauert ca. 15 Minuten.
Wer aber keine Lust hat zu laufen, der kann mit dem Sandormen fahren. Ein Sandwurm, der eigentlich ein umgewandelter Trecker-Bus-Shuttle ist.
Aktivitäten:
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Rund um Skagen kann man eine Menge machen.
Reiten, schwimmen, Golf spielen usw.
In der weitläufigen Dünen-Landschaft gibt es ausgewiesene Wege auf denen man wander, joggen, Rad fahren oder reiten kann.
Viele kommen aber auch wegen der Vögel hier her. Die Hobby-Ornithologen können nicht nur seltene Vögel beobachten, sondern auch einige Raubvögel beobachten. Diese ziehen hier majestätisch ihre Runden, auf der Suche nach Futter.
Man kann hier auch gut Angeln. Es werden auch Möglichkeiten angeboten hier Tennis zu spielen oder Mini-Golf.
Nicht zu vergessen, man kann hier wunderbar am Strand baden gehen. Oder in dem weissen, weichen Sand mit den Kindern um die Wette Drachen steigen lassen.
Attraktionen und was man gesehen haben sollte:
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In und um Skagen gibt es reichlich Galerien, Museen, Kirchen, Naturgebiete oder auch einen Vergnügungspark.
Rabjerg Mile die große Wanderdüne sollte man gesehen haben, diese ist 40 Meter hoch.
Das man Grenen gesehen haben sollte, habe ich so glaube ich doch schon erwähnt, oder?
Der Wasserturm in Skagen ist auch zu erklimmen. Wer die 120 Stufen hoch schafft, dem erwartet zum guten Schluß noch eine Wendeltreppe, die noch einmal 40 Stufen hat.
Dafür wird man mit einer traumhaften Aussicht belohnt. Der Wasserturm wurde 1934 gebaut und ist seit 1983 nicht mehr in Betrieb.
Der Leuchtturm von Skagen ist 46 Meter hoch und somit der zweithöchste in Dänemark. Er wird elektrisch betrieben.
Das älteste Leuchtfeuer das es noch gibt, ist das Vippefyret, dies wurde im Jahre 1627 errichtet.
Auf der Ostseeseite von Skagen findet man drei Leuchtfeuer und auf der Nordseeseite gibt es in Hojen auch eines. Dies ist ein pyramidenförmiges Holzgestell. Weiterhin gibt es noch das Leuchtfeuer Skagen West, dies ist ein Turm aus Beton.
In unmittelbarer Nähe der Landzunge Grenen findet man ein Grab. Dieses Grab in den Dünen ist der letzte Ruhesitz von dem dänsichen Dichter Holger Drachmann.
Die versandete Kirche liegt ca. 3 km außerhalb von Skagen, in einer Dünenlandschaft. Der Turm ist noch zu sehen.
Im Naturzentrum findet man ausreichende Information über all das was man in Skagen sieht (oder auch nicht sieht). Die Naturthemen Wasser, Wind, Sand und Licht werden hier erklärt und beschrieben.
In Skagen findet man natürlich auch einen Shop der Skagen-Uhren. Die werden hier nicht gemacht, sonder kommen aus New York. Ein dänisches Ehepaar wanderte aus und wollte in seiner Uhrencollection, dieses einzigartige Licht und die Landschaft mit einfließen lassen. Der ganze Name der Firma lautet Skagen Denmark. Sie gelten als richtig guten Uhren und wer eine hat, der hat auch viel Geld ausgegeben ;-)
Die Fußgängerzone in Skagen hat viele Fachgeschäfte, einige exklusive Geschäfte und vieles mehr was den Touristen erfreut.
Lecker Essen gehen kann man in den roten, ehemaligen Fischlagerhallen, dort gibt es alles was das Herz begehrt.
Mein erfahrenes Fazit:
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Für uns ist der Norden Dänemark´s immer wieder ein Erlebnis.
Wobei wir versuchen, die Hauptsaison zu meiden. Das es das Land des Licht´s ist, wird man hier schnell selber feststellen.
Skagen ist für uns ein kleines Wunder und ganz viel Natur!
Für ganz schlechte Regentage kann man immer noch wunderbar Galerien oder Museen besichtigen.
Wobei ich bei schlechten Wetter am liebsten raus zum Kap Skapen raus gehe und mir dieses herrliche Natur-Schauspiel ansehe, wenn die beiden Meere aufeinander peitschen!
Spannung, Spiel, Spaß und Erholung gibt es hier. Wer möchte kann sich auch noch kulturell bilden.
Ich gebe hier 5 stürmische Sterne!
Vielen Dank für´s lesen und bewerten!
Eure Melanie ><(((°> weiterlesen schließen
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